Rat sieht Zuständigkeit des Lippeparks weiterhin als überbezirklich an

In der vergangenen Ratssitzung hatte Pro Hamm einen Antrag gestellt, um die Zuständigkeit des Lippeparks wieder den Bezirken zu übergeben.

Der Lippepark ist über die letzten Jahre zu einem regelrechten Besuchermagnet geworden und dies wäre wohl sicher nicht der Fall, wenn die Zuständigkeit ausschließlich beim Rat gelegen hätte. Ganz im Gegenteil, als die Bezirke noch selbst über die Zukunft des Lippeparks entscheiden konnten, wurden viele Entscheidungen getroffen, die heute zum maßgeblichen Erfolg des Parks beitragen.

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Die Bezirke wissen naturgemäß am besten, was in ihrem Bezirk gut bzw. schlecht läuft und können daher auch wesentlich besser einschätzen, welche Maßnahme erforderlich ist, als das beispielsweise ein Ratspolitiker aus Rhynern könnte, der womöglich noch nie selbst einen Fuß in den Park gesetzt hat.

Da nun jedoch der Rat die Zuständigkeit übernommen hat, sind keine neuen Impulse mehr zu beobachten und auch vorherrschende Missstände können nur noch verzögert thematisiert werden. Hier seien die seit Monaten fehlenden Mülleimer oder auch die fehlende Schaukel genannt. Beides hätte man früher kurzerhand in der Bezirksvertretung thematisiert und eine Entscheidung getroffen.

Man kann den Lippepark nicht auf eine Ebene mit dem Maxipark oder dem Kurpark stellen, die beide tatsächlich eher als überbezirklich zu betrachten sind. Der Lippepark steht viel eher mit dem Hallohpark auf einer Stufe.

Die gesamte Diskussion ist für den Bürger letztlich völlig irrelevant, denn unter dem Strich zählt am Ende nur, ob diese Zuständigkeitsentscheidungen das Leben der Anwohner und Besucher verbessert oder verschlechtert haben und hier ist bereits eine tendenzielle Entwicklung erkennbar, die sich nur negativ deuten lässt.

Pro Hamm hält die veränderte Zuständkeit beim Lippepark und die damit verbundene Engstirnigkeit des Rates nach wie vor für einen Fehler. Wir werden die Situation daher weiterhin kritisch beobachten und auch zukünftig darum kämpfen, dass der Lippepark nicht ins politische Abseits gedrängt wird.

Dauerhafter Umzug der Notfallpraxis

Der Entschluss der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe(KVWL) die Notfallpraxis dauerhaft an der St. Barbara Klinik in Heessen anzusiedeln, war nicht im Sinne des Gemeinwohls und daher aus Sicht der Wählergruppe gelinde gesagt ein Unding.

Natürlich sollte die Notfallpraxis auch zukünftig möglichst zentral gelegen sein, um allen Bürgern gerade in Zeiten einer Pandemie eine optimale ärztliche Grundversorgung zu bieten. Daher war es selbstverständlich, die Idee im Sinne der Bürger abzulehnen und mittels Antrag zu fordern, dass die Notfallpraxis wieder an ihren angestammten Platz am St. Marienhospital zurückkehrt.

Wir begrüßen es außerordentlich, dass der Stadtrat diese Notwendigkeit ebenfalls erkannte und daher auch absegnete. Die Notfallpraxis wird sich also zukünftig wieder am St. Marienhospital befinden.

Rat beschließt Ehrenamtskarte

Getreu dem Motto „Was lange währt, wird endlich gut“, wird nun endlich, entsprechend unseres Antrags, die Ehrenamtskarte auf die To-do-Liste der Stadtverwaltung gesetzt. In vielen anderen Ständen und Gemeinden NRWs ist das Ausstellen einer Ehrenamtskarte gängige Praxis, um ehrenamtliche Arbeit zu honorieren und zu würdigen.

Dabei ist es völlig gleich, ob jemand bei der Freiwilligen Feuerwehr oder Übungsleiter in einem Sportverein ist. Die Corona-Pandemie hat verdeutlicht, wie wichtig die Arbeit der Ehrenamtlichen ist. Die Ehrenamtskarte ist somit ein guter Schritt in die richtige Richtung, sollte aber nicht der Letzte sein. Wir empfehlen daher eine Kampagne zur Förderung des Ehrenamts, damit auch noch mehr junge Leute für eine ehrenamtliche Tätigkeit begeistert werden können. Andere Sädte sind da schon weiter, so dass deren Umsetzung als Blaupause für Hamm dienen könnte.

Neue Gesamtschule für den Hammer Norden gefordert