Sport macht glücklich & gesund

Dem Sport kommt eine sehr wichtige gesellschaftliche Funktion zu. Sport verbindet, Sport schafft Gemeinschaft, Sport ist ein unverzichtbarer Bestandteil im Hammer Stadtleben. Die Sportvereine sind Orte der Integration. Hier kommen Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen, um mit Gleichgesinnten Sport zu betreiben. Die Sportvereine leisten damit einen unschätzbaren Beitrag für das harmonische Zusammenleben.

Die Wählergruppe Pro Hamm lehnt eine mögliche Einführung von Hallengebühren, die in vielen NRW-Kommunen bereits praktiziert wird, ab. Es darf nicht sein, dass Sportvereine weiteren finanziellen Belastungen ausgesetzt werden. Die Politik ist in der Verantwortung den organisierten Sport ausreichend Hallenkapazitäten und Trainingsmöglichkeiten im Außenbereich anzubieten. Ein wichtiger Ansprechpartner der Sportvereine ist der Stadtsportbund (SSB), der in seiner Struktur weiterhin unterstützt werden muss. Der Individualsport und der nicht organisierte Sport haben in den letzten zehn Jahren verstärkt an Bedeutung dazu gewonnen. Hier fordern wir als Wählergruppe Pro Hamm, dass das Programm „Sport im Grünen“ ausgebaut wird und in Freizeitanlagen zusätzliche Sportangebote schafft. Ein konkreter Vorschlag wären Outdoor-Fitness-Geräte im Lippepark.

Der Sportentwicklungsplan muss endlich fortgeschrieben werden. Die Wählergruppe Pro Hamm hatte eine Fortschreibung mehrfach beantragt, ist aber bei den anderen Parteien auf Ablehnung gestoßen. Der letzte Sportentwicklungsplan ist aus dem Jahr 2013. Auf der Grundlage des damaligen Sportentwicklungsplans, der sich konstruktiv und kritisch mit den Auswirkungen des demografischen Wandels und den veränderten Freizeit- und Sportverhaltens auseinandersetzte, wurde ein Handlungsfaden für die Politik erstellt. Neben Fragen zur Sportförderung und zur Sportstätteninfrastruktur mit ihren regionalen Besonderheiten, spielten zukunftsfähige Kooperations- und Organisationskonzepte für alle Altersgruppen vom Kleinkind bis zu den Senioren eine wichtige Rolle. Die Vereine erhielten Handlungsempfehlungen für bedarfsgerechte neue Sportangebote. In der Zeit nach Erarbeitung und Vorstellung des Sportentwicklungsplans sind zahlreiche Maßnahmen umgesetzt worden. Wir haben in den letzten sieben Jahren eine massive Veränderung der Lebenswelt des Hammer Sports erlebt und in den nächsten Jahren stehen weitere Umbrüche und Neuorientierungen bevor. Deswegen muss anlog zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes, ein neuer Sportentwicklungsplan auf den Weg gebracht werden. Der Sportentwicklungsplan 2.0 soll die Vielschichtigkeit des Hammer Sports (Breiten- und Leistungssport, Sportstättenentwicklung, Sportangebot an Schulen, Freizeitverhalten der Bürgerschaft u.v.m.) erfassen.

Die Bedeutung der Sportvereine für das gesellschaftliche Zusammenleben hat man im Besonderen in der Corona-Krise erkannt, wo von heute auf morgen der Trainingsbetrieb über Monate stillstand. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Sportwelt ist nicht unerheblich. Ein regulärer Sportbetrieb ist nur eingeschränkt möglich und erschwert somit die Arbeit der Vereine erheblich. Einige Sportverein gerieten trotz Förderprogrammen des Landes mit dem Austritt von Mitgliedern zunehmend in eine finanzielle Schieflage So war in dem Zusammenhang die Entscheidung des Stadtsportbunds, die sogenannte freiwillige Unterstützungsleistung für die Jugendförderung statt normalerweise Ende Juni bereits im Mai an die Sportvereine zu überweisen richtig, um möglichen Liquiditätsengpässen entgegenzuwirken. Die kommunale Politik sollte aber einen Schritt weitergehen und zusätzliches Geld in die Hand nehmen und den Sportvereinen einen finanziellen Sonderzuschuss zukommen lassen. Die Sportvereine haben für die Jugendförderung 2020, d.h. für Mitglieder unter 18 Jahren einen Zuschuss von 16 Euro pro Mitglied als Grundbeitrag erhalten. Die Vereine sollten zur Förderung und dem Erhalt des Jugendsports einen weiteren, einmaligen Zuschuss von 5 Euro pro Mitglied unter 18 Jahren erhalten. Damit würde man den Erhalt des Jugendsports, der zugleich in den meisten Vereinen auch gleichzusetzen ist mit dem Breitensport sicherstellen und ein Hochfahren des normalen Sportbetriebs nach der Corona-Pandemie sicherstellen. Die Stadt Hamm sollte in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund und der Sparkasse, dem Sportförderer Nr. 1 in Hamm eine Lösung im Sinne der Sportvereine finden.

Der Sport nimmt auch eine wichtige gesundheitspolitische Aufgabe ein. Die Zahl der Übergewichtigen in Hamm hat in den letzten 15 Jahren beständig zugenommen und liegt weit über den NRW-Durchschnitt. Bewegungsarmut ist ein gesellschaftliches Problem, dass nicht vor Hamm Halt macht und mit dem wir uns konstruktiv auseinandersetzen müssen. Immerhin ist mehr als jeder zweite Hammer von Übergewicht betroffen. Die Wählergruppe Pro Hamm fordert die Stadtverwaltung auf zusammen mit Partnern aus dem Sport- und Gesundheitswesen das Thema stärker in die Öffentlichkeit zu rücken. Übergewicht ist eine Volkskrankheit und die negativen Folgewirkungen für die Betroffenen werden häufig unterschätzt. Die Lebenserwartung bei Personen mit Adipositas bzw. Fettleibigkeit ist deutlich geringer und die betroffenen Personen haben ein erhöhtes Risiko an Diabetes oder anderen Krankheiten zu erkranken. Wenn wir das Thema auf die politische Tagesordnung setzen, geht es auf keinen Fall darum Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von Übergewicht betroffen sind, zu stigmatisieren, sondern ihnen Hilfsinstrumente in die Hand zu geben, um den Teufelskreis zu durchbrechen und die Bürger mit geeigneten Aufklärungsmaßnahmen für das Thema stärker zu sensibilisieren und somit präventiv vorzuarbeiten.

Eine konkrete Forderung der Wählergruppe Pro Hamm in dem Zusammenhang ist, dass in jeden Sozialraum der Stadt mindestens eine sogenannte Sport-Kita eingerichtet werden muss.

Sport bewegt