Für eine Schule der Zukunft

Wir benötigen keine linke oder konservative Schulpolitik, sondern eine, die endlich den Elternwillen ernst nimmt, verlässlich ist und dem Wohl der Kinder zu Gute kommt. Die schwarz- gelbe Stadtregierung behauptet zwar ihre Schulpolitik folge dem Elternwillen. Wenn man aber die schulpolitischen Entscheidungen betrachtet, ist eine solche Behauptung schlichtweg anmaßend.

Jahr für Jahr werden 100 und mehr Kinder von den beiden Hammer Gesamtschulen aufgrund fehlender räumlicher Kapazitäten abgelehnt. Die konstante Nachfrage an Gesamtschulplätzen und die beharrliche Verweigerung der schwarz-gelben Stadtregierung auf diese zu reagieren, ist ein Übel der lokalen Bildungspolitik. Der Elternwille ist klar und deutlich und jeder der nicht unter Realitätsverlust leidet, müsste es erkennen. Wir benötigen in Hamm eine dritte Schule in der längeres, gemeinsames Lernen ermöglicht wird – eine integrierte Schule mit gymnasialer Oberstufe. Seit Jahren wird von den regierenden Parteien in unserer Stadt der Elternwille wissentlich ignoriert. Die schwarz-gelbe Stadtregierung lehnt ein integratives Schulsystem ab wie der Teufel das Weihwasser, aber es ist inakzeptabel, dass sie Eltern ein anachronistisches dreigliedrigen Schulsystem aufoktroyieren wollen. Es darf nicht die Aufgabe von Politikern sein, Eltern zu bevormunden, sondern Strukturen zu schaffen, die den Bedürfnissen der Eltern entsprechen.

Wenn man die Empfehlungen des Schulentwicklungsplanes zugrunde legt und schaut wie Schulpolitik in anderen Kommunen praktiziert wird, dann käme man zur Erkenntnis, dass die Antwort auf den demografischen Wandel nicht die bloße Schließung von Hauptschulen ist. Die Hauptschulen müssten aufgehen in den Realschulen und diese als Zusammenschluss zu Sekundarschulen weiterentwickelt werden. Die Sekundarschule ist als integrative Schulform die bestmögliche Antwort auf eine zunehmend heterogene Schülerschaft. Sie entlastet zugleich das Lehrerkollegium und schafft damit Ressourcen, die in der Form an der Realschule nicht mehr vorhanden sind. So ist es zum Beispiel nicht unbedeutend, dass die Lehrkräfte an den Sekundarschulen analog zu den Gymnasien/Gesamtschulen eine Unterrichtsverpflichtung von statt 28 Stunden nur von 25,5 Stunden haben. Pro Hamm ist überzeugt, dass man die Realschulen für das Projekt Sekundarschule gewinnen kann.

Die Wählergemeinschaft Pro Hamm befürwortet langfristig ein Schulsystem, das auf zwei Säulen basiert. Die eine Säule wären die Gymnasien und neben ihr gleichberechtigt eine integrative

Schulform, die den Kindern ein längeres, gemeinsames Lernen ermöglicht. D a s wäre eine vorrausschauende, transparente und nachhaltige Schul- und Bildungspolitik, die unserer Stadt gut täte.

Kleine Klassen = Guter Unterricht