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Anpassung der Vereinsförderung im Stadtbezirk Herringen

Ein Punkt der heutigen Tagesordnung ist die Beratung über die bezirksbezogenen Haushaltsansätze im Haushaltsplan 2021.

Leider müssen wir hier zu Kenntnis nehmen, dass im bezirksbezogenen Haushaltsplan für den Stadtbezirk Herringen in der Vereinsförderung im Haushaltsansatz jeweils nur 3.580 Euro für 2021 und die Folgejahre veranschlagt wurden.

Der Stadtbezirk Pelkum, der unter dem Strich weniger Einwohner als der Stadtbezirk Herringen hat und in etwa dieselbe Anzahl von Vereinen erhält hingegen einen Haushaltsansatz von jeweils 5.620 Euro für 2021 und die weiteren Jahre.

Die Vereine im Stadtbezirk Herringen machen eine wichtige Arbeit und haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie bei den vielfältigen Veranstaltungen des Bezirks mitwirken. Umso unverständlicher ist die Schlechterbehandlung der Herringer Vereine in Relation zu der Vereinsförderung in Pelkum.

Deswegen beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung auffordert, die Vereinsförderung im Stadtbezirk auf jeweils 5.620 Euro für 2021 zu erhöhen und diese Summen in den Haushalt 2021 einzustellen.

Schnelle finanzielle Hilfe für den Hundesportverein Herringen war richtig, ABER …

,,Die schnelle und unbürokratische Förderung für den Hundesportverein Herringen trifft unsere uneingeschränkte Zustimmung“, so Dr. Cevdet Gürle, Vorsitzender der Bezirksfraktion Herringen der Wählergruppe Pro Hamm.

Er übt aber scharfe Kritik an der internen Abstimmungsfindung und der Kommunikation nach außen. Dr. Cevdet Gürle: ,,Ich erwarte, dass der Bezirksvorsteher, bevor er investive Mittel des Stadtbezirks, die immerhin rund ein Fünftel der Vereinsförderung ausmachen, jemanden gut schreibt, im Vorfeld seine Kolleginnen und Kollegen in der Bezirksvertretung über diesen Schritt informiert und ihre Einwilligung einholt. Es mag sein, dass wegen des Buchungs- und Kassenabschlusses für das Haushaltsjahr 2018 schnellstmöglich eine Entscheidung gefällt werden muss, dennoch scheinen der Bezirksvorsteher und ein SPD-Ratsherr ausreichend Zeit zu haben, um mit der Leitung des Hundesportvereins die Lokalzeitung über den Sachverhalt in Kenntnis zu setzen. Sie sehen sich aber außerstande die Mitglieder der Bezirksvertretung mit einer kurzen Rundmail zu informieren.

Wenn die Bezirksvertreterinnen und Bezirksvertreter, insbesondere jene der Opposition erst durch die Lokalzeitung über eine Entscheidungsfindung, wie im vorliegenden Fall vom offensichtlichen Alleingang der SPD Herringen, erfahren müssen, dann unterminiert man bewusst die Bedeutung und die Funktion einer Bezirksvertretung in ihrer Form als demokratisch und lokal verankertes Vertretungsgremium. Diese Vorgehensweise ist unkollegial und hätte nicht passieren dürfen. Dennoch und das möchte ich ausdrücklich erneut betonen, stehen wir hinter der Vereinsförderung für den Hundesportverein, verurteilen aber die Entscheidungs- und Kommunikationswege“.

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm