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Rücknahme des HSP Personal_1 – Reduzierung der zeitlichen Dauer der Stellenvakanzen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Ausweitung der Vakanzzeit der freiwerdenden beziehungsweise bereits freien Stellen von durchschnittlich vier auf durchschnittlich sechs Monaten wurde im Rahmen des HSP eingeführt und soll in den Haushaltsjahren 2019/2020 eine Kostenersparnis von knapp 4,5 Millionen einbringen.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm kritisiert diese Haushaltssanierungsmaßnahme aufs Schärfste, da sie eine starke Belastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung darstellt.

Hier wird eine Haushaltskonsolidierung auf Rücken der Belegschaft durchgeführt, die einen massiven Arbeitsdruck auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auslöst. Sie sollen, wie eine Maschine, jederzeit Leistung erbringen und geräuschlos funktionieren. Menschliche Bedürfnisse nach Ausruhphasen werden ignoriert. Die Folge ist, dass die Gesundheit der Belegschaft darunter leidet und es häufiger zu psychischen Überlastungen und einem „Burn-out“ kommt.

Deswegen beantragt die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm, dass die HSP Personal_1 – Ausweitung der zeitlichen Dauer der Stellenvakanzen zurückgenommen wird und die Ausweitung erneut auf vier Monate reduziert wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle                                                                                        Nurcan Varol
Gruppensprecher / Ratsherr                                                                    Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm

Ausweitung der VAkanzzeit bei frei werdenden Stellen ist ein Armutszeugnis für die Stadt Hamm

Die Wählergruppe Pro Hamm setzt die Personalpolitik der Stadt Hamm auf die Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses und fordert eine konsequente Neuausrichtung im Sinne der Belegschaft der Stadtverwaltung und der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hamm. ,,Der Personalpolitik und der Personalplanung der Stadt Hamm muss nach 20 Jahren Oberbürgermeisterschaft von Hunsteger-Petermann ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt werden.
 
Die Verwaltungsspitze und die Mehrheitsfraktionen rühmen sich, dass sie in den letzten zwei Dekaden mehrere Hundert Stellen in der Verwaltung zusammengestrichen haben. Das ist keine Leistung auf die man stolz sein kann, sondern ein unrühmliches Armutszeugnis. Die Ausweitung der Vakanzzeit bei freiwerdenden beziehungsweise bereits freien Stellen von durchschnittlich vier auf durchschnittlich sechs Monate, die im Rahmen der Haushaltssicherungsplanung eingeführt wurde, bestätigt eine Personalpolitik, in der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, wie eine Maschine, jederzeit Leistung erbringen und geräuschlos funktionieren sollen. Eine solche Politik hat weder etwas Christliches, noch Soziales an sich. Man betreibt eine Haushaltssanierung auf den Köpfen der Belegschaft, die am Allerwenigsten für das jahrelange Missmanagement der Kommune verantwortlich sind. Die Folge ist, dass die Gesundheit der Belegschaft darunter leidet und es häufiger zu psychischen Überlastungen und einem „Burn-out“ kommt.
 
Man preist sich als schlanke Verwaltung, aber bedenkt mit dieser unsozialen Personalpolitik nicht, was das für diese Menschen bedeutet und eine solche Politik geht immer auf Kosten einer bürger- und serviceorientierten Verwaltung“, so Dr. Cevdet Gürle, Sprecher und Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm. Deswegen beantragt die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm, dass die HSP Personal_1 – Ausweitung der zeitlichen Dauer der Stellenvakanzen zurückgenommen wird und die Ausweitung erneut auf vier Monate reduziert wird.
 
Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsherr
Wählergruppe Pro Hamm

Vakanzen und pädagogische Kräfte an den Hammer Schulen

Sehr geehrter Lindemann,

die Lehrergewerkschaft Verband, Bildung und Erziehung (VBE) hat ihren Unmut deutlich gemacht, dass im Schuljahr 2017/18 möglicherweise viele Lehrerstellen unbesetzt bleiben und dass darüber hinaus an den Schulstandorten Sonderpädagogen fehlen. Ein weiteres aktuelles Arbeitsfeld ist die Herausforderung der Inklusion und der Migration, die die Schulen meistern müssen.

Der Gesamtzustand, so der Stadtverband Hamm der Lehrergewerkschaft Verband, Bildung und Erziehung (VBE) ist unbefriedigend.

Die Wählergruppe Pro Hamm bittet in dem Zusammenhang die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie hoch ist die Zahl der Vakanzen an Lehrerstellen an den Hammer Schulen? Hier bitten wir um eine separate Auflistung nach Grundschulen und den Schulformen der weiterführenden Schulen. Des Weiteren sollen alle Vakanzen vom Schuljahr 2005/06 bis zum Schuljahr 2017/18 nach Kalenderjahr differenziert aufgelistet werden.
  2. Wie viele Sonderpädagogen unterrichten zum Schuljahr 2017/18 an Hammer Schulen? Hier bitten wir um eine separate Auflistung nach Grundschulen und den Schulformen der weiterführenden Schulen.
  3. Wie hoch ist die Zahl der Vakanzen an Sonderpädagogen an den Hammer Schulen? Hier bitten wir um eine separate Auflistung nach Grundschulen und den Schulformen der weiterführenden Schulen.
  4. Gibt es zum Schuljahr 2017/18 noch Vakanzen im Bereich der Schulleitungen? Welche Schulleiterstellen an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen sind noch nicht besetzt? Erwartet die Stadtverwaltung eine Besetzung der offenen Stellen noch in diesem Kalenderjahr?
  5. Inklusion und die Migration stellen zwei große Herausforderungen für die Schulen dar. Welche personellen und finanziellen Ressourcen erhalten die Schulen, um das Thema Inklusion und Migration, d.h. die Aufnahme von Flüchtlingskindern, aber auch Kindern aus dem osteuropäischen Raum erfolgreich umzusetzen? Hier bitten wir um eine detaillierte Auflistung aller Instrumente und der Schulen, denen diese Maßnahmen zugutekommen.
  6. Wie hoch ist die Zahl der sogenannten Integrationshelfer an den Grundschulen und weiterführenden Schulen zum Schuljahr 2017/18? Hier bitten wir um eine separate Auflistung nach Grundschulen und den Schulformen der weiterführenden Schulen. Des Weiteren soll mitgeteilt werden, wie hoch die Anzahl der Integrationshelfer ist, die über eine pädagogische Qualifikation verfügen und im Gegenzug, wie hoch der Anteil derjenigen ist, die das nicht vorweisen können? Die Stadtverwaltung soll in dem Zusammenhang die pädagogische Qualifikation der Integrationshelfer, die eine haben, benennen. Gibt es Mindeststandards seitens der Stadt, die vorliegen müssen, damit eine Person als Integrationskraft tätig sein darf? Wenn ja, bitten wir um eine Konkretisierung dieser Mindeststandards.

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas Unverdorben
Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm