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Impressionen vom „Eine-Welt- und Umwelttag“

Am Sonntag fand im Maxipark Hamm die Veranstaltung „Eine-Welt und Umwelttag“ statt. Thema der Veranstaltung war „Klima schützen, Ressourcen schonen“. Neben launischer Musik und kulinarischen Gaumenfreuden gab es für die Besucher viele Mitmachaktionen bei denen die eigene Kreativität gefragt war.

Darüber hinaus gab es viele Informationen zu Themen von aktueller Brisanz, wie beispielsweise Mobilität, Fairer Handel, Menschenrechte und natürlich auch zum Umwelt- und Klimaschutz. Im Repair-Café konnte man wirksamen Klimaschutz hautnah erleben.

Die Pro Hammer Volker Sartor und Andreas Friebel, die es sich nicht nehmen ließen vor Ort dabei zu sein, bedanken sich für eine rundum gelungene Veranstaltung und sie sind sich im Nachhinein einig, dass es von derartigen Veranstaltungen ruhig mehr in Hamm geben dürfte. In vielerlei Hinsicht sei die Veranstaltung ein wahrer Augenöffner!

Demonstration Eine Erde

Wir haben nur die EINE ERDE

Demonstration für den Klimaschutz und den Erhalt der Natur

Rund 2000 Menschen gingen in Hamm auf die Straße, um ein Zeichen zu setzen und die Botschaft kam bei der Politik an: Wir wollen, dass unsere Erde auch für die Folgegenerationen lebens- und liebenswert bleibt und das geht nur, wenn wir heute aktiv werden. Hier sind wir alle in der Verantwortung.

Als Wählergruppe Pro Hamm sagen wir Danke an alle, die bei der Organisation und der Durchführung der Klima-Demo mitgeholfen haben und natürlich ein großes Danke an alle, die mitgemacht haben.

Verkehrssicherheit auf dem Prüfstand

Im Zuge etlicher besorgniserregender Studien zum Fortschreiten des Klimawandels, aber auch durch die FridaysForFuture-Demos von Schülern in unzähligen Ländern werden viele Mitmenschen wachgerüttelt und beginnen umweltbewusster zu leben. Dies führt in vielen deutschen Städten zu einem enormen Zuwachs der Fahrradnutzung und dem Ausbau jeglicher Elektromobilität. Projekte, die auch in Hamm am seidenen Faden hingen, wie beispielsweise die Nutzung von Leihfahrrädern, erfreuen sich mittlerweile größter Beliebtheit.

Damit einhergehend sinkt in einer Vielzahl deutscher Städte jedoch auch die Verkehrssicherheit und es kommt vermehrt zu tödlichen Unfällen im Straßenverkehr. Gerade im Hinblick auf die Erlaubnis des Bundes, dass fortan auch E-Scooter Fuß- und Radwege und mitunter auch die Fahrbahn mitbenutzen dürfen, scheint es nur allzu logisch zu sein, das zukünftige Gefahrenpotential möglichst frühzeitig zu erkennen, damit die veränderte Situation auf den Straßen gemeistert und letztlich auch wirklich als Chance für die Umwelt verstanden werden kann.

In diesem Zusammenhang bitten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Ist die PKW-Nutzung in Hamm in den letzten zwei Jahren signifikant zurückgegangen? Gibt es evtl. Statistiken, die Aufschluss darüber geben?
  2. Ist im gleichen Zeitraum auch die Anzahl der Fahrradfahrer deutlich angewachsen? Ist dies ebenfalls an Zahlen auszumachen?
  3. Falls die PKW-Nutzung wirklich zurückging, ist dies in Korrelation zur Fahrradnutzung zu sehen? Und ist das potentielle Mehr an Fahrradnutzung tatsächlich auf ein größeres Umweltbewusstsein in der Bevölkerung zurückzuführen?
  4. Laut der ADFC sei die Zufriedenheit der Radfahrer in Hamm jedoch rückläufig. Gleiches gilt lt. Verkehrsbericht auch für die Nutzung der Hammer Rad- und Fußwege. Kann die Stadtverwaltung dies bestätigen? Worauf ist dieser Umstand zurückzuführen?
  5. So sei gerade das Sicherheitsgefühl auf den Straßen und Radwegen ein großes Manko aus Sicht der Radfahrer. Wie ist dies zu erklären und wie kann die Sicherheit verbessert werden?
  6. Wenn in absehbarer Zeit die E-Scooter nun auch offiziell auf deutschen Fuß-, Radwegen und Straßen Zugang erhalten, wird die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer noch weiter in den Fokus gerückt werden müssen. Existieren diesbezüglich vielleicht bereits Pläne, wie dies gewährleistet werden kann? Falls ja, wie sehen diese Pläne im Detail aus?
  7. In einer früheren Anfrage (0830/18) versuchten wir zu erfahren, ob das Hammer Radwegenetz optimiert werden könnte, bzw. ob überhaupt ein Interesse von Seiten der Stadt an einer Optimierung besteht. In der dazugehörigen Stellungnahme (1333/18) heißt es sinngemäß, dass bereits für den Radverkehr optimierte Strecken gut angenommen würden und man bei Einzelanlagen (Ampelanlagen) testen könnte, ob eine Optimierung tatsächlich sinnvoll wäre. Da diese Stellungnahme nun fast ein Jahr her ist, würden wir gern erfahren, welche Ampelanlagen diesbezüglich getestet wurden und zu welchem Ergebnis man kam? Hat man infolgedessen einige dieser Ampelanlagen optimiert?
  8. Falls nicht, plant man dies nun im Zuge der sich verändernden Verkehrslage nachzuholen?
  9. Gibt es anderweitig Bestrebungen das Hammer Radnetz sicherer zu machen? Wo sieht die Stadtverwaltung dringenden Handlungsbedarf?
  10. Gibt es Hammer Straßen mitsamt Kreuzungen an denen es statistisch gesehen häufiger zu Unfällen mit Radfahrern kommt? Welche wären das und aus welchen Gründen kommt es zu den Unfällen? Wird hier an Lösungskonzepten gearbeitet? Falls ja, wie sehen diese im Detail aus und bis wann sollen sie in die Tat umgesetzt werden?
  11. Wie hat sich die Zahl an Fahrraddiebstählen in den letzten fünf Jahren entwickelt. Wie viele Fahrräder wurden konkret in den einzelnen Jahren gestohlen und wie hoch ist die Aufklärungsrate bei diesen Delikten? Gibt es Orte in Hamm, wo derartige Diebstähle vermehrt passieren und wie versuchen die Stadtverwaltung und die Polizei die Zahl dieser Delikte zu senken?
  12. Welche konkreten Bestrebungen gibt es von Seiten der Stadt, um …
    a) Elektroautos
    b) Fahrräder
    c) E-Scooter
    für die Hammer Bevölkerung attraktiver zu machen? Und wieviel Geld investiert die Stadt konkret in die Realisierung der jeweiligen Bestrebungen/Projekte? Bis wann wird die jeweilige Realisierung fertiggestellt sein?
  1. Andere europäische Städte sind diesbezüglich Vorreiter und Trendsetter. So gibt es ehemalige U-Bahn-Schächte, die in das Fahrradnetz integriert werden. Ebenso werden zunehmend Fahrradautobahnen in die Stadtplanungen mit aufgenommen, auf denen Fahrradfahrer ungehindert und ohne einen einzigen Stopp die ganze Stadt durchqueren können. In London plant man bereits eine Fahrradtrasse auf dem Fluss, die sich automatisch den einzelnen Pegelständen anpassen kann. Gerade im Hinblick auf das Thema „Hamm ans Wasser“ wäre dies doch geradezu ein naheliegender Gedanke, den man sich zumindest durch den Kopf gehen lassen könnte. Gibt es derartig visionäre Ideen bezüglich des Fahrradverkehrs für die Zukunft in Hamm? Falls nicht, plant man derartige Zukunftsprojekte vielleicht auszuschreiben?
  2. Wie sehen die aktuellen Pläne für den Ausbau des Leihfahrradnetzes aus? Gibt es konkrete Pläne für die Realisierung neuer Standorte und bis wann ist mit diesen zu rechnen?

Mit freundlichen Grüßen,

Nihat Altun
Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr
Wählergruppe Pro Hamm

Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden in Hamm?

Das Umweltbewusstsein der Menschen in Europa wächst seit Jahren glücklicherweise kontinuierlich. Bei den Fridays-For-Future-Demos zeigt sich u.a., dass das Thema Umwelt- und Naturschutz eine hohe gesellschaftliche Relevanz hat“, so Denni May, umweltpolitischer Sprecher und Mitglied im Umweltausschuss für die Wählergruppe Pro Hamm.

Denni May weiter: ,,Die Bundesregierung verspricht den Umweltschutz insbesondere in Form der Klimaziele stärker auf ihre Agenda zu setzen. Aufgrund der Wichtigkeit des Themas ist vollkommen klar, dass auch die Kommunen ihren Teil zu leisten haben. Hamm setzt hierbei vermehrt darauf, CO2-Emissionen durch vermehrten Einsatz von Elektroautos einzusparen, möchte dabei sogar eine Vorreiterrolle in NRW einnehmen. Dies ist in der Tat ein guter Anfang, kann aber dennoch kein Grund sein, sich darauf auszuruhen. So ist auch der Ausbau von Photovoltaikanlagen hinsichtlich Kosten-Nutzen-Verhältnis eine gute Möglichkeit klimafreundlichen Strom zu produzieren und gleichzeitig die städtischen Finanzen zu entlasten.

Öffentliche Gebäude sind in der Regel mit großflächigen, geraden Dächern ausgestattet. Dies macht eine Installation von Solar-/Photovoltaik-Anlagen nicht nur deutlich einfacher, sondern birgt durch die große Fläche auch ein riesiges Potential. Bei einer direkten Installation durch die Betreiber kann die jeweilige Einrichtung große Einsparungen in puncto Energie erreichen und dabei außerdem die Umwelt schonen. Die Investition rentiert sich bereits nach wenigen Jahren und birgt ein riesiges Energiesparpotential.

Selbst bei einer Vermietung an Dritte wird so wenigstens der Anteil erneuerbarer Energien erhöht und die Einrichtung wird zu einer langfristigen Einnahmequelle. Einige Kommunen haben daher damit begonnen, besagte Photovoltaikanlagen vermehrt auf städtische Gebäude zu installieren. Hier scheint Hamm noch in den Kinderschuhen zu stecken und das Potenzial dieser Möglichkeit nicht erkannt zu haben.“ Um zu klären, ob dies auch für Hamm eine Möglichkeit ist oder evtl. sein könnte, bitten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Bei wie viel Prozent des Hammer Stroms handelt es sich um sogenannten Öko-Strom?
  2. Auf wie vielen städtischen Gebäuden befinden sich Photovoltaikanlagen im Einsatz?
  3. Bei wie vielen dieser Gebäude handelt es sich um Schulen? Um wie viel Prozent handelt es sich, wenn man es an der Anzahl der Schulen misst?
  4. Existieren Pläne die Anzahl der Photovoltaikanlagen zu erhöhen? Ist hierbei auch der Einsatz auf Schulen geplant? Wenn nicht, was steht dem entgegen? Schulen bieten zumeist ausreichend Fläche um eine größere Anlage zu realisieren.
  5. Was kostet eine von der Stadt installierte Photovoltaikanlage im Einkauf und bei der Installation durchschnittlich?
  6. Werden die Anlagen bei verschiedenen Firmen erworben oder setzt die Stadt ausschließlich auf einen Anbieter? Sind diese/dieser auch gleichzeitig für die Installation verantwortlich? Aufgrund welcher Kriterien wurden die oder der Anbieter ausgewählt?

Denni May
Mitglied im Umweltausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

DANKE!

DANKE!
Wir möchten danke sagen. Wir möchten uns bei allen Menschen in Hamm bedanken, die für unser aller Zukunft auf die Straße gehen und ganz klar Stellung beziehen. Stellung gegen die Hinhaltetaktik und das ewige „Weiter so“ der letzten Jahrzehnte.
Die Rettung des Klimas betrifft uns alle und wir dürfen als Gesellschaft einfach nicht zulassen, dass die Menschheit weiterhin in dieser Abwärtsspirale verweilt und sich dadurch selbst und allen anderen Tier- und Pflanzenarten auf unserem Planeten die Zukunft raubt. Die Wissenschaftler sind sich weltweit darüber einig, dass es im besten Fall bereits fünf nach zwölf ist und es einfach klar sein muss, dass wir als Menschheit einfach gar keine Wahl und Zeit mehr haben, als uns an die neue Wirklichkeit anzupassen, wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern noch eine lebenswerte Zukunft hinterlassen möchten.

Natürlich ist jedem klar, dass Deutschland nicht allein die Welt retten kann, aber jedes Land muss seinen Beitrag leisten und dies beginnt bereits in der Kommune, bei uns in Hamm und zwar bei Dir, bei mir, einfach bei uns allen. Es sollte unser selbst erklärtes Ziel sein, unser aller Denken zu verändern und zu begreifen, dass es in unserem Interesse ist, wenn wir uns um das Klima bemühen, um unseren Planeten bemühen, schließlich haben wir nur diesen einen. Das dramatische Artensterben, das Schmelzen der Gletscher und Eisberge, das immer chaotischer werdende Wetter, die weltweite Verpestung der Luft, des Landes und des Wassers, all das sind Zeichen, die bereits seit Jahrzehnten kaum Beachtung finden. Wir alle haben diese Zeichen vernommen, doch gehandelt haben nur die Wenigsten. Es ist also Zeit umzudenken, sich selbst zu verändern und allen bislang unschlüssigen Menschen ein Vorbild zu sein.

Das Umdenken muss bereits im Kleinen bei uns allen anfangen, damit die Politik und die Industrie ebenfalls begreifen, dass die Toleranzgrenze der Menschen bereits längst überschritten wurde und auch sie, die Politiker und Industriellen, sich noch viel stärker als bisher für das Erreichen der Klimaziele einsetzen müssen.

Diese Bemühungen auf den Freitagsdemos einzufordern ist nicht kindisch und dumm, sondern jene, die noch immer blindlings auf das eigene und globale Verderben zusteuern, haben einfach noch nicht begriffen, dass es keine 2. Chance für die Menschheit geben wird. Das Einlenken muss jetzt geschehen, denn niemand kann mit Gewissheit sagen, dass es nicht vielleicht in zehn oder zwanzig Jahren bereits zu spät sein wird. Die Menschheit wird dann an diese Zeit zurückdenken und wir alle werden beklagen, dass wir nicht mit aller Entschiedenheit und Kraft die Veränderungen durchgesetzt haben, die nötig waren.

Genau aus diesem Grund stehen wir als Pro Hamm vollkommen hinter der Fridays & Parents-For-Future-Bewegung und wir würden uns über jede Person freuen, die sich uns dabei anschließt.

Bürger wollen Erweiterung des Industriegebiets in Uentrop stoppen

Die Wählergruppe Pro Hamm bezieht klar Position und stellt sich gegen die geplante Erweiterung des Industriegebiets in der Norddinker-Heide und der Ausweisung des Areals im Regionalplan Ruhr. Denni May, umweltpolitischer Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm, teilt die Bedenken der Anwohner und der Bürgerschaft, dass eine Industriegebietserweiterung erhebliche negative Folgewirkungen für Mensch und Natur hätten. Hierbei finden im Besonderen drei Argumente der Anwohner-Initiative positiven Widerklang bei der Wählergruppe Pro Hamm: Die Bedeutung der Fläche für den Naturschutz und als Naherholungsgebiet, die Problematik des Hochwasserschutzes und die Minderung der Aufenthalts- und Lebensqualität. Denni May fasst die Punkte wie folgt zusammen:

,,Wir benötigen keinen Inlogparc 2.0, der mit einer massiven Zerstörung der Kulturlandschaft und einer deutlichen Zunahme der Verkehre und des Lärmpegels einhergeht. Daraus resultiert die zwangsläufige Schlussfolgerung, dass wir eine Minderung der Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Menschen in der Norddinker-Heide bekommen und offenbar hinnehmen sollen. Derzeit wird ein großer Teil der geplanten Fläche als Weidefläche genutzt und wir finden zahlreiche Kleinbiotope, die mit einer Umwandlung zur Industriefläche zerstört würden. Die Entwicklung eines Industriegebiets hätte auch direkte Folgen für den Geithewald, der somit ungewollt zum direkten Grenznachbarn eines erweiterten Industriegebiets werden würde.

Die Geithe wird von den Bürgerinnen und Bürgern in Uentrop zudem häufig auch als Naherholungsgebiet verstanden und genutzt. Dieser Charakter könnte durch vermehrte Geruchs- und Lärmbelästigung gemindert werden oder gar gänzlich verloren gehen.

Ein Problem, das die Große Koalition und die Stadtverwaltung nicht auf dem Radar zu haben scheint, ist die drohende Verschärfung des Hochwasserschutzes, die mit der Industriegebietserweiterung nahezu zwangsläufig Hand in Hand einhergehen würde. Wenn eine massive Bodenversieglung erfolgen sollte, würden Wiesen und Waldflächen als Aufnahmespeicher für Regenfälle entfallen und der Hochwasserschutz nur noch eingeschränkt gewährleistet werden können. Wir dürfen wirtschaftliche Interessen, so wie es die Hammer CDU und SPD tun und über Jahrzehnte hinweg getan haben, nicht gegen den Wert eines Erhalts der natürlichen Umwelt ausspielen. Hier ist die Politik in der Pflicht im konstruktiven Gespräch auf Augenhöhe mit der Bürgerschaft alternative Lösungsszenarien zu finden und eben nicht zu versuchen, den Menschen eine Industriepolitik aus dem 20. Jahrhundert aufzustülpen.“

Denni May
Umweltpolitscher Sprecher
Mitglied im Umweltausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Natur- und Umweltschutzpolitik kommen im Haushaltsplan der Stadt Hamm zu kurz

,,Umwelt- und Naturschutzpolitik sind für die CDU/SPD-Stadtregierung nicht von Relevanz und die Geringschätzung der Thematik spiegelt sich auch im Haushalt 2019/2020 wieder“, so Dr. Cevdet Gürle, Ratsherr und Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm.

Die Wählergruppe Pro Hamm hatte zwei ergänzende Haushaltsanträge diesbezüglich im Haupt- und Finanzausschuss gestellt. So forderte die Wählergruppe die investiven Mittel für die Biologische Station um 10.000 Euro auf dann jährlich 30.000 Euro zu erhöhen und das Geldvolumen beim Radwege-Erneuerungsprogramm deutlich auszudehnen. Dr. Cevdet Gürle hält fest: ,,Die Mehrheitsfraktionen lehnen eine substanzielle Aufwertung der Arbeit der Biologischen Station ab. Die Summe von 20.000 Euro, die im Haushalt festgeschrieben ist, ist de facto nur für die Finanzierung der Untersuchungen und Kartierungen der Biostationen gedacht. Sie fließen nicht in die notwendige Umsetzung und in die nötigen praktischen Arbeiten der Vorschläge und Empfehlungen der Biologischen Station. Die Biologischen Station leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von Tier- und Pflanzenarten durch konkrete Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen. Sie erfassen Tier- und Pflanzenarten, wertvolle Biotoptypen – und sollen, wenn die finanziellen Möglichkeiten in ausreichender Weise vorhanden wären – was nicht der Fall ist, durch umfangreiche Angebote der Naturschutzbildung dafür sorgen, dass Menschen die Natur besser verstehen, schützen und erleben können. Eine Erhöhung des kommunalen Zuschusses hätte bedeutet, dass die Förderung durch das Land NRW ebenfalls entsprechend steigen würde.

Die Verweigerung der CDU und der SPD, aber auch von Teilen der Opposition (FDP und Linke) unterstreicht, dass eine nachhaltige Umweltpolitik nicht auf der politischen Tagesordnung der Stadt Hamm steht. So ist es bezeichnend, dass dieselben Parteien sich weigerten die investiven Mittel für das Radwege-Erneuerungsprogramm auszuweiten, um eine Neuausrichtung in der städtischen Verkehrspolitik einzuläuten. Das Datenmaterial des Verkehrsberichts und des Lärmaktionsplans 2018 haben unterstrichen, dass umweltfreundliche Verkehrsmittel und die zugrundliegende Infrastruktur, angefangen von Rad- und Fußwegen bis zum öffentlichen Personennahverkehr keine politische Priorität genießen. Der Doppelhaushalt 2019/2020 setzt keine Akzente bei der Umwelt- und Naturschutzpolitik und lässt viele Chancen ungenutzt“.

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

Zustände auf dem Recyclinghof der Stadt Hamm

Zustände auf dem Recyclinghof der Stadt Hamm

Sehr geehrter Herr Burgard,

der Recyclinghof in Bockum-Hövel wird seit Jahrzehnten von vielen Hammer Bürgern regelmäßig besucht. Obwohl der Recyclinghof aufgrund des hohen Andrangs zu manchen Stoßzeiten geradezu überfüllt scheint, kam es in den letzten Wochen offensichtlich zu außergewöhnlichen Vorkommnissen. Besucher berichteten der Wählergruppe, dass es in den Monaten April und Mai überall auf dem Gelände unkontrollierte Müllansammlungen gegeben hätte.

So sei der Haus- und Sperrmüll einfach auf dem „Hof“ gelagert und Grünabfälle turmhoch aufgestapelt worden, anstatt den Müll wie gewöhnlich in Containern zu lagern. Über dem Gelände hätte ein beißender, kaum auszuhaltender Gestank in der Luft gehangen. Auf Rückfragen bei den Mitarbeitern hätten diese geäußert, dass diese Zustände auf „Wartungsarbeiten an der MVA“ zurückzuführen seien und sie selbst ebenfalls unter den Zuständen litten. So hätten sie unter vermehrten Kopfschmerzen und häufiger Übelkeit zu leiden.

In diesem Zusammenhang möchten wir die Fragen einiger Bürger aufgreifen und die Stadtverwaltung bitten, diese zu beantworten.

  1. Waren der Stadtverwaltung die Zustände der letzten Monate auf dem Gelände des Recyclinghofs bekannt?
  2. Wie konnte es zu diesen beschriebenen Zuständen kommen? Kann es wirklich „nur“ an Wartungsarbeiten an der MVA gelegen haben?
  3. Wenn die Zustände tatsächlich auf Wartungsarbeiten an der MVA zurückzuführen sind, stellt sich die Frage, ob diese außerplanmäßig erfolgten? Wenn ja, weshalb?
  4. Falls nicht, warum konnten dann nicht „bessere“ Vorkehrungen getroffen werden, um derartige Zustände, wie oben beschrieben, zu vermeiden? Gab es zu der Zeit einen Mangel an Containern? Wenn ja, warum?
  5. Sind die Zustände unter Umständen auch auf die verlängerten Öffnungszeiten zurückzuführen? Oder sind diese Zustände möglicherweise als grundsätzliches Zeichen der Überlastung der Anlage und der Mitarbeiter zu werten?
  6. Gab es in dem Zeitraum Beschwerden seitens der Mitarbeiter oder Besucher des Recyclinghofs über die besagten Zustände und wurden in diesem Zusammenhang auch gesundheitliche Bedenken geäußert?
  7. Kam es in den Monaten zu einem Mehr an Krankmeldungen bei den Mitarbeitern?
  8. Können und konnten aufgrund der unsachgemäßen Lagerung des Mülls Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt ausgeschlossen werden?
  9. Bestand zu irgendeinem Zeitpunkt im besagten Zeitraum die Gefahr, dass die Abfälle das Grundwasser erreichen und in irgendeiner Weise hätten beeinträchtigen können? Wie kann dies ganz konkret ausgeschlossen werden, wenn die Abfälle nicht wie vorgesehen in Containern, sondern über den Hof verstreut gelagert wurden?
  10. Wie ist der aktuelle Stand bezüglich des Baus eines zweiten Recyclinghofs?

Mit freundlichen Grüßen

Khalid Bhihi
Mitglied im Umweltausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Umstellung des städtischen Fuhrparks auf Elektroautos