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Anschluss der Stadt Hamm an das Netzwerk „Biostädte“

Die Wählergruppe Pro Hamm regt an, dass die Stadt Hamm dem Netzwerk „Biostädte“ beitritt und setzt einen entsprechenden Antrag auf die Tagesordnung des Rates. Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm, hält fest:

,,Der Klimawandel ist die größte politische Herausforderung, der wir uns als Gesellschaft stellen müssen. Ein Umdenken in den letzten Jahren hat der Bedeutung der Klimaveränderung und der mit ihr einhergehenden massiven negativen Folgewirkungen für Mensch und Natur stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt. Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit stehen heute, wie sie vor zwanzig Jahren noch nicht der Fall gewesen sind mit einer Selbstverständlichkeit auf der politischen Agenda der demokratischen Parteien. Bundesweit ist die Politik bemüht, die Wichtigkeit ökologischer Themen zu erkennen und mit aller Kraft zu fördern.

Im Jahr 2010 haben sich einige deutsche Städte zusammengeschlossen und gründeten das Netzwerk Biostädte mit dem Ziel ökologischen Anbau und Bio-Lebensmittel zu fördern. So soll es auch bei öffentlichen Einrichtungen, Veranstaltungen und Märkten einen Vorrang für Bio-Lebensmittel geben. Insbesondere soll bei der Essensversorgung von Kindern und Jugendlichen auf gesunde Bio-Lebensmittel gesetzt werden.

Der Zusammenschluss der Städte soll der Bemühung stärkeres politisches Gewicht verleihen. Wir erkennen einen wirtschaftlichen und ökologischen Sinn im Zusammenschluss des Netzwerks. Das Mitwirken der Stadt Hamm am Netzwerk Biostädte wäre eine starke Ergänzung zum Programm „Essbare Stadt“. Der Rat der Stadt hat ja diesbezüglich die Stadtverwaltung im Rahmen der Haushaltsverabschiedung 2021 bereits mit einer Konzepterstellung beauftragt.“

Die Ratsgruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Rat die Stadtverwaltung beauftragt zeitnah eine Beschlussvorlage zu erarbeiten, die einen Eintritt der Stadt Hamm in das Netzwerk „Biostädte“ vorsieht.

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsherr
Ratsgruppe Pro Hamm

Folgen des ADFC Fahrradklima-Tests 2020 und des ADFC-Ideenmelders

Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd. Fahrradfahren ist gut für den Körper, den Geist und die Umwelt. Dementsprechend sind alle politischen Maßnahmen, die von der kommunalen, über die Landes- und Bundesebene bis zur Europäischen Union, die darauf abzielen den Verkehrsanteil der Radfahrer*innen am Gesamtverkehr zu steigern, zu begrüßen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern ist die größte Interessenvertretung der Radfahrer*innnen in Deutschland und weltweit. Der ADFC hat unter der Leitfrage: „Wie ist Radfahren in deiner Stadt?“ ein Fahrradklima-Test 2020 veröffentlicht. Die Ergebnisse für die Stadt Hamm sind nicht zufriedenstellend. Die Entwicklung weist seit 2012 in allen Untersuchungsfeldern einen deutlichen Negativtrend auf. Gehörte die Stadt vor zehn Jahren noch zu den Top-Adressen in Sachen Fahrradfreundlichkeit, muss man sich nunmehr mit dem Mittelfeld zufriedengeben.

Als besonders problematisch wird im Fahrradklima-Test, u.a. die Oberfläche und die Breite der (Rad-)wege, das Fahren im Mischverkehr mit dem Kfz und Ampelschaltungen für Radfahrer*innen bemängelt.

Der ADFC-Kreisverband Hamm hat darüber hinaus 2020 die Bevölkerung nach Vorschlägen zur Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs befragt. Dazu wurde online ein ADFC-Ideenmelder eingerichtet, bei dem interaktiv auf einer Karte von Hamm Texteinträge vorgenommen werden konnten. So kamen 396 Einträge zusammen, von denen 80% Vorschläge im Bereich Radverkehr und die restlichen 20 Prozent sich auf den Fußverkehr und den Öffentlichen Nahverkehr bezogen. Die rege Teilnahme unterstreicht, dass die Bürger*innen ein großes Interesse haben die Rad- und Fußwegesysteme in der Stadt zu stärken.

Die Ratsgruppe Pro Hamm möchte die Thematik Fuß- und Radwege stärker in die Öffentlichkeit transportieren und bittet in den Zusammenhang die Stadtverwaltung auf darzustellen, welche kurz-, mittel- und langfristigen Ziele diese hat, um die umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur zu verbessern.

Wir bitten die Stadtverwaltung ihre politischen bzw. verkehrspolitischen Instrumente und Zielvorgaben den einzelnen Entwicklungsindikatoren des ADFC Fahrradklima-Tests 2020 zuzuordnen. Diese wären:
1. Fahrrad- und Verkehrsklima
2. Stellenwert des Radfahrens
3. Sicherheit beim Radfahren
4. Komfort beim Radfahren
5. Infrastruktur & Radverkehrsnetz

Des Weiteren bitten wir die Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme zur Anfrage festzuhalten, welche Maßnahmen aus den 396 Einträgen, die im Rahmen des ADFC-Ideenmelders 2020 zusammenkamen bereits umgesetzt wurden bzw. 2021 umgesetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsherr

Erol Gürle
Ratsherr

Wählergruppe Pro Hamm

Hamm bald wieder fahrrad-freundliche Stadt

,,Da wartet noch viel Arbeit auf uns“, so Erol Gürle, Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm, bezugnehmend auf die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) für Hamm. Der ADFC mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern ist die größte Interessenvertretung der Radfahrer*innnen in Deutschland und weltweit. Der ADFC hat unter der Leitfrage: „Wie ist Radfahren in deiner Stadt?“ ein Fahrradklima-Test 2020 veröffentlicht.

Erol Gürle: ,,Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd. Fahrradfahren ist gut für den Körper, den Geist und die Umwelt. Dementsprechend sind alle politischen Maßnahmen, die von der kommunalen, über die Landes- und Bundesebene bis zur Europäischen Union, die darauf abzielen den Verkehrsanteil der Radfahrer*innen am Gesamtverkehr zu steigern, zu begrüßen.

Die Ergebnisse für die Stadt Hamm sind leider nicht zufriedenstellend. Die Entwicklung weist seit 2012 in allen Untersuchungsfeldern einen deutlichen Negativtrend auf. Gehörte die Stadt vor zehn Jahren noch zu den Top-Adressen in Sachen Fahrradfreundlichkeit, muss man sich nunmehr mit dem Mittelfeld zufriedengeben. Als besonders problematisch wird im Fahrradklima-Test u.a. die Oberfläche und die Breite der (Rad-)wege, das Fahren im Mischverkehr mit dem Kfz und Ampelschaltungen für Radfahrer*innen bemängelt.

Der ADFC-Kreisverband Hamm hat darüber hinaus 2020 die Bevölkerung nach Vorschlägen zur Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs befragt. Dazu wurde online ein ADFC-Ideenmelder eingerichtet, bei dem interaktiv auf einer Karte von Hamm Texteinträge vorgenommen werden konnten. So kamen 396 Einträge zusammen, von denen 80% der Vorschläge im Bereich Radverkehr und die restlichen 20 Prozent sich auf den Fußverkehr und den Öffentlichen Nahverkehr bezogen. Die rege Teilnahme unterstreicht, dass die Bürger*innen ein großes Interesse daran haben, die Rad- und Fußwegesysteme in der Stadt zu stärken.“

Die Wählergruppe Pro Hamm möchte die Thematik „Fuß- und Radwege“ stärker in die Öffentlichkeit transportieren und bittet in diesem Zusammenhang die Stadtverwaltung darzustellen, welche kurz-, mittel- und langfristigen Ziele diese verfolgt, um die Umweltbilanz der Verkehrsinfrastruktur zu verbessern. So soll die Stadtverwaltung ihre politischen bzw. verkehrspolitischen Instrumente und Zielvorgaben den einzelnen Entwicklungsindikatoren des ADFC Fahrradklima-Tests 2020 zuordnen.

Diese wären:
1. Fahrrad- und Verkehrsklima
2. Stellenwert des Radfahrens
3. Sicherheit beim Radfahren
4. Komfort beim Radfahren
5. Infrastruktur & Radverkehrsnetz

Des Weiteren wird die Stadtverwaltung aufgefordert, in ihrer Stellungnahme festzuhalten, welche Maßnahmen aus den 396 Einträgen, die man im Rahmen des ADFC-Ideenmelders 2020 sammelte, bereits umgesetzt wurden bzw. 2021 umgesetzt werden.

Erol Gürle
Ratsherr
Ratsgruppe Pro Hamm

Impressionen vom „Eine-Welt- und Umwelttag“

Am Sonntag fand im Maxipark Hamm die Veranstaltung „Eine-Welt und Umwelttag“ statt. Thema der Veranstaltung war „Klima schützen, Ressourcen schonen“. Neben launischer Musik und kulinarischen Gaumenfreuden gab es für die Besucher viele Mitmachaktionen bei denen die eigene Kreativität gefragt war.

Darüber hinaus gab es viele Informationen zu Themen von aktueller Brisanz, wie beispielsweise Mobilität, Fairer Handel, Menschenrechte und natürlich auch zum Umwelt- und Klimaschutz. Im Repair-Café konnte man wirksamen Klimaschutz hautnah erleben.

Die Pro Hammer Volker Sartor und Andreas Friebel, die es sich nicht nehmen ließen vor Ort dabei zu sein, bedanken sich für eine rundum gelungene Veranstaltung und sie sind sich im Nachhinein einig, dass es von derartigen Veranstaltungen ruhig mehr in Hamm geben dürfte. In vielerlei Hinsicht sei die Veranstaltung ein wahrer Augenöffner!

DANKE!

DANKE!
Wir möchten danke sagen. Wir möchten uns bei allen Menschen in Hamm bedanken, die für unser aller Zukunft auf die Straße gehen und ganz klar Stellung beziehen. Stellung gegen die Hinhaltetaktik und das ewige „Weiter so“ der letzten Jahrzehnte.
Die Rettung des Klimas betrifft uns alle und wir dürfen als Gesellschaft einfach nicht zulassen, dass die Menschheit weiterhin in dieser Abwärtsspirale verweilt und sich dadurch selbst und allen anderen Tier- und Pflanzenarten auf unserem Planeten die Zukunft raubt. Die Wissenschaftler sind sich weltweit darüber einig, dass es im besten Fall bereits fünf nach zwölf ist und es einfach klar sein muss, dass wir als Menschheit einfach gar keine Wahl und Zeit mehr haben, als uns an die neue Wirklichkeit anzupassen, wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern noch eine lebenswerte Zukunft hinterlassen möchten.

Natürlich ist jedem klar, dass Deutschland nicht allein die Welt retten kann, aber jedes Land muss seinen Beitrag leisten und dies beginnt bereits in der Kommune, bei uns in Hamm und zwar bei Dir, bei mir, einfach bei uns allen. Es sollte unser selbst erklärtes Ziel sein, unser aller Denken zu verändern und zu begreifen, dass es in unserem Interesse ist, wenn wir uns um das Klima bemühen, um unseren Planeten bemühen, schließlich haben wir nur diesen einen. Das dramatische Artensterben, das Schmelzen der Gletscher und Eisberge, das immer chaotischer werdende Wetter, die weltweite Verpestung der Luft, des Landes und des Wassers, all das sind Zeichen, die bereits seit Jahrzehnten kaum Beachtung finden. Wir alle haben diese Zeichen vernommen, doch gehandelt haben nur die Wenigsten. Es ist also Zeit umzudenken, sich selbst zu verändern und allen bislang unschlüssigen Menschen ein Vorbild zu sein.

Das Umdenken muss bereits im Kleinen bei uns allen anfangen, damit die Politik und die Industrie ebenfalls begreifen, dass die Toleranzgrenze der Menschen bereits längst überschritten wurde und auch sie, die Politiker und Industriellen, sich noch viel stärker als bisher für das Erreichen der Klimaziele einsetzen müssen.

Diese Bemühungen auf den Freitagsdemos einzufordern ist nicht kindisch und dumm, sondern jene, die noch immer blindlings auf das eigene und globale Verderben zusteuern, haben einfach noch nicht begriffen, dass es keine 2. Chance für die Menschheit geben wird. Das Einlenken muss jetzt geschehen, denn niemand kann mit Gewissheit sagen, dass es nicht vielleicht in zehn oder zwanzig Jahren bereits zu spät sein wird. Die Menschheit wird dann an diese Zeit zurückdenken und wir alle werden beklagen, dass wir nicht mit aller Entschiedenheit und Kraft die Veränderungen durchgesetzt haben, die nötig waren.

Genau aus diesem Grund stehen wir als Pro Hamm vollkommen hinter der Fridays & Parents-For-Future-Bewegung und wir würden uns über jede Person freuen, die sich uns dabei anschließt.

Sinnhaftigkeit der Baumfällungen

Sehr geehrter Herr Burgard,

in der Lokalpresse wurde das Thema der aktuellen Baumfällungen aufgegriffen. Insbesondere die Baumfällungen im Zuge von Bauprojekten erwecken den Eindruck, dass hierbei zwanghaft Gründe entworfen werden, um die Fällungen dem Bürger gegenüber zu rechtfertigen.

Zum besseren Verständnis möchten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen bitten:

  1. Im Zuge der Umgestaltung der Berghalde Radbod und der Kanalkante wurden und werden Bäume gefällt. Um welche Arten handelt es sich hierbei konkret und welche Menge der jeweiligen Art wurden und werden noch gefällt?
  2. Was versteht die Stadtverwaltung unter „nicht besonders schützenswerte Bäume“ oder auch unter der Begrifflichkeit „Ruderaler Bewuchs“? Gibt es dazu aus ökologischer Sicht irgendwelche Argumente, die solche Bezeichnungen rechtfertigen?
  3. Ist die jeweilige Baumfällung, gerade auf der Berghalde Radbod, alternativlos bzw. notwendig? Warum ist es nicht möglich, die natürlich gewachsenen Bäume zu erhalten, bzw. bei der Neugestaltung der Halde mit einzuplanen?
  4. Wie sehen die Ersatzpflanzungen im Detail aus? Welche Arten werden gepflanzt? Handelt es sich dabei ausschließlich um heimische Arten? Und wie viele Jungbäume werden pro gefällten Baum neu gesetzt und kann damit der Verlust der ausgewachsenen Bäume aus ökologischer Sicht kompensiert werden?
  5. Was kostet die Fällung eines Baumes im Durchschnitt? Wie hoch ist der Preis pro neu gesetzten Jungbaum?

Mit freundlichen Grüßen,

Denni May
Vertreter im Umweltausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Metropolradruhr

Sehr geehrter Herr Dr. Scholz,

in vielen Städten NRWs erfreuen sich Leihfahrräder größter Beliebtheit. Gerade in Zeiten des Dieselskandals, von PKWs verstopften Innenstädten und dem alltäglichen Stress verwundert dies kaum. Mit dem Rad bestimmt jeder sein ganz eigenes individuelles Tempo und tut obendrein noch etwas für sein Wohlbefinden, seine Gesundheit und für die Umwelt.

Die Firma NEXTBIKE GmbH setzt diese Entwicklung mit ihrem Projekt „Metropolradruhr“ seit Jahren auch in Hamm um. Das anfangs breitgefächerte Angebot an Leihstationen wurde leider bereits 2014 aus finanziellen Gründen von zwölf auf fünf reduziert. Die aktuellen Leihstationen befinden sich am Bahnhof, am Heinrich-von-Kleist-Forum, am Maximare, am Oberlandesgericht und an der Örtlichkeit Schloss Heessen.

Als Wählergruppe stehen wir dem Thema der Leihfahrräder sehr wohlwollend gegenüber und halten das Projekt „Metropolradruhr“ daher für ausbaufähig. Die Wählergruppe Pro Hamm vertritt zudem die Meinung, dass dieses oder ähnliche Projekte stärker von der Stadt unterstützt werden sollten. In diesem Zusammenhang bitten wir die Stadtverwaltung, um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. In der Stellungnahme 0483 von 2016 verweist die Stadtverwaltung darauf, dass es noch immer Verhandlungen zwischen der RVR und NEXTBIKE laufen würden. Sind diese Verhandlungen mittlerweile als gescheitert anzusehen?
  2. Was ist aus Projekten wie dem Campus-Rad geworden? Wird die HSHL zukünftig auch günstige Fahrradausleihen anbieten können, wie es auch in anderen Städten des Ruhrgebiets der Fall ist?
  3. In der erwähnten Stellungnahme wurde auch darauf hingewiesen, dass weitere Betreiber wie „Call a Bike“ der DB auch für Hamm infrage kommen könnten. Wie ist hier der Stand der Dinge?
  4. Ist die Stadt Hamm daran interessiert, ein möglichst flächendeckendes Fahrradverleihnetz anzubieten? Falls ja, was steht einem Ausbau des Netzes seit Jahren im Wege?
  5. Wird an Konzepten gearbeitet, wie ein möglicher Ausbau des Netzes erreicht und finanziert werden kann?
  6. Wie hoch sind die Anschaffungs- und Wartungskosten einer Ausleihstation?
  7. Hat die Stadt in irgendeiner Form Einfluss auf die Entscheidungen der NEXTBIKE, was deren Ausbau in Hamm betrifft?
  8. Interessierte Bürger fragten konkret nach möglichen Ausleihstationen z.B. am Schillerplatz, EVK, Freibad Berge, Lippe- und Ebertpark. Gibt es in irgendeiner Form Pläne ein Fahrradausleihnetz in diesen Gebieten umzusetzen?
  9. Ist es nicht möglich die NEXTBIKE bei ihrem Projekt „Metropolradruhr“ finanziell unter die Arme zu greifen?
  10. Wäre es möglich Vertreter der NEXTBIKE in eine kommende Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr einzuladen, um aus erster Hand über den aktuellen Stand des Projekts „Metropolradruhr“ zu informieren?

Mit freundlichen Grüßen

Nihat Altun
Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr (ASEV)
Wählergruppe Pro Hamm

Müll-Chaos auf dem Recyclinghof?

Der Wählergruppe Pro Hamm wurden massive Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern, die den Recyclinghof in Bockum-Hövel in den letzten zwei Monaten angefahren haben, zugetragen. Die Wählergruppe Pro Hamm greift die Thematik auf und setzt diese auf die Tagesordnung des Umweltausschusses. Der Recyclinghof in Bockum-Hövel wird seit Jahrzehnten von vielen Hammer Bürgern regelmäßig besucht. Obwohl der Recyclinghof aufgrund des hohen Andrangs zu manchen Stoßzeiten geradezu überfüllt scheint, kam es in jüngster Zeit offensichtlich zu außergewöhnlichen Vorkommnissen. Besucher berichteten der Wählergruppe, dass es in den Monaten April und Mai überall auf dem Gelände unkontrollierte Müllansammlungen gegeben hätte. Khalid Bhihi, Mitglied für die Wählergruppe Pro Hamm im Umweltausschuss, hält fest: ,,So sei der Haus- und Sperrmüll einfach auf dem „Hof“ gelagert und Grünabfälle turmhoch aufgestapelt worden, anstatt den Müll wie gewöhnlich in Containern zu lagern. Über dem Gelände hätte ein beißender, kaum auszuhaltender Gestank in der Luft gehangen. Auf Rückfragen bei den Mitarbeitern hätten diese geäußert, dass diese Zustände auf „Wartungsarbeiten an der MVA“ zurückzuführen seien und sie selbst ebenfalls unter den Zuständen litten. So hätten sie unter vermehrten Kopfschmerzen und häufiger Übelkeit zu leiden.“

In diesem Zusammenhang möchten wir die Fragen einiger Bürger aufgreifen und die Stadtverwaltung bitten, diese zu beantworten.

  1. Waren der Stadtverwaltung die Zustände der letzten Monate auf dem Gelände des Recyclinghofs bekannt?
  2. Wie konnte es zu diesen beschriebenen Zuständen kommen? Kann es wirklich „nur“ an Wartungsarbeiten an der MVA gelegen haben?
  3. Wenn die Zustände tatsächlich auf Wartungsarbeiten an der MVA zurückzuführen sind, stellt sich die Frage, ob diese außerplanmäßig erfolgten? Wenn ja, weshalb?
  4. Falls nicht, warum konnten dann nicht „bessere“ Vorkehrungen getroffen werden, um derartige Zustände, wie oben beschrieben, zu vermeiden? Gab es zu der Zeit einen Mangel an Containern? Wenn ja, warum?
  5. Sind die Zustände unter Umständen auch auf die verlängerten Öffnungszeiten zurückzuführen? Oder sind diese Zustände möglicherweise als grundsätzliches Zeichen der Überlastung der Anlage und der Mitarbeiter zu werten?
  6. Gab es in dem Zeitraum Beschwerden seitens der Mitarbeiter oder Besucher des Recyclinghofs über die besagten Zustände und wurden in diesem Zusammenhang auch gesundheitliche Bedenken geäußert?
  7. Kam es in den Monaten zu einem Mehr an Krankmeldungen bei den Mitarbeitern?
  8. Können und konnten aufgrund der unsachgemäßen Lagerung des Mülls Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt ausgeschlossen werden?
  9. Bestand zu irgendeinem Zeitpunkt im besagten Zeitraum die Gefahr, dass die Abfälle das Grundwasser erreichen und in irgendeiner Weise hätten beeinträchtigen können? Wie kann dies ganz konkret ausgeschlossen werden, wenn die Abfälle nicht wie vorgesehen in Containern, sondern über den Hof verstreut gelagert wurden?
  10. Wie ist der aktuelle Stand bezüglich des Baus eines zweiten Recyclinghofs?

Mit freundlichen Grüßen
Khalid Bhihi
Mitglied im Umweltausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Grüne Welle in Hamm

,,Die Stadt rühmt sich gerne als fahrradfreundliche Kommune. Die Praxis macht aber deutlich, dass die lokale Infrastruktur noch weit davon entfernt ist, uneingeschränkt das Label Fahrradfreundlichkeit zu erhalten“, so Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm. ,,Wir brauchen ein neues Denken der Mobilität, das sich auch in der Verkehrspolitik der Stadt wiederspiegeln muss. So müssen Instrumente eingesetzt werden, die das Radfahren für Bürger attraktiver machen. Hier könnte die Beteiligung am Projekt „Grüne Welle“ ein wichtiger Baustein sein. Dabei werden wichtige Ampeln im Verkehrsnetz derart umgerüstet, damit diese nahende Radfahrer erkennen können und dann automatisch auf „Grün“ schalten, umso die Wartezeiten für Radfahrer, so kurz wie nur möglich zu halten. Wir hätten mit diesem Instrumentarium eine bewusste und gewollte Bevorzugung der Radfahrer. So könnten Bürger motiviert werden, verstärkt vom Auto auf das Rad umzusteigen. Das Radfahren in der Stadt muss stärker gefördert werden. Wir haben viel ungenutztes Potenzial und mit einfachen Maßnahmen, könnte man das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bürger steigern und in Zeiten von Dieselfahrverboten eine mögliche Reduktion des Autoverkehrs erreichen. Die Stadt Hamm sollte die Installierung von „Grünen Wellen“ ernsthaft prüfen und im weiteren Schritt in den Verkehrsfluss integrieren.“

In diesem Zusammenhang stellt die Wählergruppe Pro Hamm eine Anfrage an die Stadtverwaltung und bittet um die Beantwortung folgender Fragen.

  1. Ist der Stadtverwaltung das Projekt „Grüne Welle“ bekannt? Falls ja, gibt es bereits Überlegungen, wie ein solches Projekt auch in Hamm umgesetzt werden könnte?
  2. Was würde die Umrüstung einer Ampelanlage kosten?
  3. Wie hoch würden die Kosten ausfallen, wenn wie in Oberhausen zehn Ampeln umgerüstet und der Verkehr dementsprechend verändert werden müsste?
  4. Gibt es Straßen/Strecken in Hamm, wo eine solche „Grüne Welle“ aus Sicht der Stadtverwaltung Sinn machen würde? Wenn ja, wo konkret?
  5. Wie lang würde es in etwa dauern, um ein solches Projekt umzusetzen?
  6. Wäre es möglich, vor konkreter Festlegung einer Strecke, zuvor Teststrecken einzurichten, um zu schauen, wo eine solche Strecke am meisten von den Bürgern angenommen wird?

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm