Beiträge

Sozial geförderter Wohnraum in Hamm

In vielen deutschen Kommunen wird bezahlbarer Wohnraum immer mehr zur Mangelware. Menschen, die mitunter seit Geburt an einem Ort gelebt haben, werden gezwungen, aufgrund immer weiter steigender Mietpreise, sich einen anderen Ort zum Leben zu suchen. Im schlimmsten Fall kann sogar Wohnungslosigkeit drohen.

Beste Möglichkeit eine derartige Abwärtsspirale zu stoppen, ist die Schaffung neuen Wohnraums, welches idealerweise sozial gefördert ist.

Wir bitten die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang, um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie viele Wohnungen wurden 2019, 2020 und 2021 neu errichtet und wie setzen sie sich zusammen? Die Wohnungen sollen nach Kalenderjahr aufgeschlüsselt und nach öffentlich gefördert, freifinanziert und Eigentumswohnungen differenziert werden. Des Weiteren sollen die Wohnungen den jeweiligen Sozialräumen der Stadt zugewiesen werden.
2. Wie viele öffentlich geförderte Wohnungen sind jeweils 2019, 2020 und 2021 aus der sozialen Mietpreis- und Belegungsbindung gefallen und wie hat sich dadurch der Bestand der geförderten Wohnungen zum Gesamtstand der Wohnungen in diesen Jahren entwickelt? Hier bitten wir um eine Auflistung der Wohnungen zu den jeweiligen Sozialräumen.
3. Wie ist die aktuelle Zahl an Leerstand bezüglich Mietwohnungen in Hamm? Bitte hinsichtlich der Sozialräume aufschlüsseln und eine Entwicklung über die letzten fünf Jahre tabellarisch darstellen.
4. Wie viele dieser Mietobjekte werden von der Stadt gefördert bzw. sind im Eigentum der Stadt oder einer städtischen Tochtergesellschaft?
5. Wie viele geförderte Mietreihenhäuser gibt es aktuell in Hamm? Wie hat sich diese Zahl in den letzten fünf Jahren entwickelt?

Mit freundlichen Grüßen

Yusuf Kocabayraktar
Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Mobilität
Wählergruppe Pro Hamm

Können Schulhöfe in einem Modellprojekt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Können Schulhöfe in einem Modellprojekt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden? Diese Leitfrage möchte die Wählergruppe Pro Hamm in einer Anfrage von der Stadtverwaltung beantwortet wissen. Hatice Chaaouani, Mitglied für die Wählergruppe im Ausschuss für Schule und Ausbildung verweist hier auf andere Kommunen in NRW, die dazu übergehen ausgewählte Schulhöfe kontrolliert zu öffnen. Hatice Chaaouani weiter:

,,Der Masterplan Freiraum zeigt, dass in einzelnen Sozialräumen Spielplätze Mangelware sind. Eine kontrollierte Öffnung von ausgewählten Schulhöfen würde für die Menschen im Quartier neue Orte der Bewegung eröffnen. Die erste Zielgruppe der Maßnahme wären Kinder und Jugendliche, die somit die Möglichkeit hätten an den Spiellandschaften und den teilweise vorhandenen Bolzplätzen an den Schulhöfen aktiv zu werden. Denn es ist auch im Besonderen diese Gruppe, die aufgrund der Corona-Pandemie mit einer massiven Bewegungsarmut und den negativen Folgewirkungen, z.B. Übergewicht zu kämpfen hat.

So hat neuerdings auch die Großstadt Köln etliche Schulhöfe als Gewinn für die Öffentlichkeit erkannt und plant eine Modellumsetzung an einigen Standorten.“

Um zu klären, inwieweit Schulhoföffnungen auch in Hamm realisierbar sind, bittet die Wählergruppe Pro Hamm die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wäre eine solche Modellumsetzung auch in Hamm realisierbar? Falls es nicht realisierbar ist, wäre es gut zu wissen, welche Gründe gegen die Realisierbarkeit sprechen?
2. Wie hoch würden die Kosten in etwa sein, die im Falle eines derartigen Projekts pro Schule entstünden, z.B. für den Schüsseldienst oder die Mehrkosten durch die Reinigung?
3. Welche Schulen in Hamm würden für eine derartige Modellumsetzung grundsätzlich infrage kommen?
4. Falls eine Modellumsetzung mit mehreren Schulen nicht realisierbar erscheint, wäre es dann nicht zumindest möglich, einen Testlauf an einer Schule mit Zuhilfenahme von Sozialarbeitern umzusetzen?

Hatice Chaaouani
Mitglied im Ausschuss für Schule und Ausbildung
Wählergruppe Pro Hamm

Umgang mit Wohnungslosen-, Drogen- und Straßenszene in Hamm

Wenn Sie im Zusammenhang von der Wohnungslosen-, Drogen- und Straßenszene in der Innenstadt von einer „Image-Frage“ für die Attraktivität der City sprechen, ist diese Äußerung nicht nur deplatziert, sondern steht im Widerspruch zum „sozialen“ Anspruch Ihrer Partei.

Wir als Stadtgesellschaft sind in der Pflicht und Verantwortung, die Menschen, die in einer sozial äußerst schwierigen Lebenslage sind, bestmöglich zu unterstützen und sie nicht auszugrenzen oder zu stigmatisieren.

Die gesellschaftlichen Negativfolgen der Corona-Pandemie treffen in erster Linie die Schwächsten in unserer Gesellschaft und dazu zählen, u.a. Menschen ohne eigene Wohnung, aber auch Suchtkranke, deren Zahl in den letzten 18 Monaten deutlich angestiegen ist. Die Sozialverbände in Hamm klagen seit Jahren, dass die Fallzahlen steigen und das System zu kollabieren droht, wenn nicht endlich entgegengewirkt wird. Die Politik gibt keine Antworten, wie diesen Menschen geholfen werden kann. Wir benötigen hier eine Umorientierung in der Arbeits- und Sozialpolitik, die die Zielsetzung hat, Prekariat zu vermeiden und Risikogruppen nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ Instrumente in die Hand zu geben, damit sie aus dem Teufelskreis ausbrechen können. Wir brauchen mehr Streetworker, die in den direkten Kontakt mit den Menschen treten und Lösungswege suchen. Hier müssen deutlich mehr kommunale Ressourcen investiert werden. Leider bleiben das Koalitionspapier und die bisherige Arbeit der Ampel-Regierung in dieser Frage deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Die SPD als Juniorpartner in der Großen Koalition hat das Projekt Kanalkante in den letzten Jahren stets uneingeschränkt unterstützt und kritische Einwände der Wählergruppe Pro Hamm, wie die Drogenszene im Nordring in die Neustrukturierung des Quartiers eingefügt werden kann, ausgeblendet. Des Weiteren wurden alle politischen Initiativen, z.B. eine innenstadtnahe Obdachlosen- bzw. Übernachtungsstelle von der Hammer SPD abgelehnt oder die Einführung eines Kälte-Shuttles erst nach massivem öffentlichem Druck umgesetzt. Die indirekte Forderung der Bezirksbürgermeisterin die Drogenszene im Nordring aufzulösen, geht an der Lebenswirklichkeit der betroffenen Menschen vorbei. Es löst kein einziges Problem und würde nur zu einer Verlagerung der Szene führen.

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung Mitte die Stadtverwaltung auffordert in Absprache mit u.a. den Sozialverbänden einen mündlichen Sachstandsbericht zur Wohnungs-, Drogen- und Straßenszene in der Hammer Innenstadt zu geben. Auf dieser Grundlage können dann mögliche Handlungsempfehlungen aus der Politik und der Zivilgesellschaft an die Stadtverwaltung herangetragen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Erol Gürle
Bezirksvertreter

Instandsetzung der Schaukel am Spielplatz an der Grünanlage an der Adenauerallee

Besucher der Grünanlage an der Adenauerallee und hier im Besonderen Familien mit Kleinkindern, die den dortigen Spielplatz aufsuchen, berichteten, dass seit Längerem am dortigen Spielplatz an einem Gerüst die Schaukelmöglichkeit nicht mehr vorhanden ist. Zwar befindet sich ein Gerüst, aber dieser enthält keine Schaukeln. Wir konnten den Missstand nach Aufsuchen des Spielplatzes bestätigen.

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung Mitte die Stadtverwaltung auffordert zeitnah das Gerüst wieder mit einer Schaukel zu versehen und somit für Kinder nutzbar zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Erol Gürle
Bezirksvertreter
Wählergruppe Pro Hamm

Wohnungslosigkeit in Hamm

,,Die Lage ist ernst und die Ampel-Regierung hat bis heute keine substanziellen Maßnahmen ergriffen, um die Situation für Wohnungslose und Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, zu verbessern“, so Erol Gürle, Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm.

Erol Gürle weiter: ,,Die Zahl der Wohnungslosen ist in Hamm in den letzten fünf Jahren stetig gestiegen und die Corona-Pandemie erschwert es Hilfe- und Unterstützungsleistungen an die betroffenen Menschen heranzutragen. Die zunehmende Knappheit an bezahlbaren Wohnungen hat in den letzten zehn Jahren wie ein Brandbeschleuniger die Negativspirale vorangetrieben.

Die Zahl geförderter Wohnungen hat sich von 17.614 (Jahr 2001) auf knapp 9.023 (Jahr 2017) massiv reduziert. Die Kommune hat es mit ihrem städtischen Tochterunternehmen, der Hammer gemeinnützigen Baugesellschaft (HGB) verschlafen, den sozial geförderten Wohnraum nachhaltig zu stärken. So rächt sich, dass man zwar das Luxus-Wohnen, u.a. mit den Projekten am Museumsquartier und der Marker Allee vorangetrieben hat, aber bezahlbarer Wohnraum für Bedarfsgemeinschaften, die auf ergänzende Sozialleistungen angewiesen sind, zur Mangelware werden.

Die Maßnahmen zur Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus, die die damalige Große Koalition 2018 auf den Weg gebracht hat, sind und das machen die aktuellen Zahlen zu den Wohnungslosen deutlich, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Hier braucht es mehr Anstrengungen durch die Stadtverwaltung und die Rathauskoalition.

Dementsprechend schlagen wir vor, dass die Ratshausspitze die Option der Errichtung einer zentralen, innenstadtnahen Notfallunterkunft prüft und dafür mögliche Immobilien in Augenschein nimmt. Die Notfallunterkunft an der Dortmunder Straße wird von vielen Obdachlosen, die die Innenstadt als „Wohnort“ haben, nicht aufgesucht.

Die Stadtverwaltung und die Ampel-Regierung gibt über das Instrument der Stadtentwicklungsgesellschaft Millionen für den Aufkauf von teils überteuerten und maroden Immobilien aus, ist aber scheinbar nicht gewillt mehr Wohnraum in Innenstadtnähe für bedürftige Menschen zur Verfügung zu stellen. Dementsprechend planen wir zur nächsten Ratssitzung einen Antrag zu stellen, in dem wir die Verwaltung auffordern zu prüfen, inwiefern eine zentrale Notfallunterkunft errichtet werden kann.“

Erol Gürle
Ratsherr / Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

Zu wenig Spielplätze in Herringen/Westen

,,Welche Schlussfolgerungen ziehen wir aus den Masterplan Freiraum?“, fragt sich Habib Kartal, Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Herringen.

Habib Kartal weiter: ,,Der Masterplan Freiraum bestätigt die bisher gefühlte Wahrnehmung vieler Eltern, dass der Stadtbezirk zu wenig Spielplatzflächen für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche aufweist.“ Der Rat der Stadt Hamm hat Ende 2017 die Erarbeitung einer aktuellen konzeptionellen Grundlage zur Entwicklung der Freiflächen in der Stadt Hamm beschlossen. Als Ergebnis der Erarbeitung wurde 2021 der Masterplan Freiraum vorgestellt, der damit das Freiraumentwicklungskonzept aus dem Jahre 1995 ablöst.

Der Masterplan Freiraum ist eine konzeptionelle Grundlage zur Entwicklung des innerstädtischen Freiraumsystems. Das Freiraumkonzept stellt eine differenzierte Analyse des Ist-Zustands dar und entwickelt Leitlinien für eine „Stadt der Zukunft“.

Habib Kartal weiter: ,,Ein Inhaltsfeld des Masterplans Freiraum ist die Analyse und die Bewertung der Freiraumsituation in den Quartieren. Hier wird u.a. die Versorgung mit Spielraum untersucht. Die Versorgung mit Spielraum liegt im gesamtstädtischen Wert bei 2,7 m²/E. Empfohlen wurde im Runderlass des Innenministers NRW von 1974 ein Wert von 4 m² Spielfläche pro Einwohner. Bei differenzierter Datenanalyse wird deutlich, dass besonders Spielflächen für Kinder zwischen 0-5 Jahren in allen Stadtteilen fehlen. Auch Spielflächen für Kinder von 14-17 Jahren sind in fast allen Stadtteilen nicht ausreichend. Der Masterplan Freiraum betont, dass im Besonderen die Stadtbezirke Mitte und Herringen bei der Versorgung mit Spielplätzen stark unterversorgt sind. Während im Stadtbezirk Mitte aufgrund der starken Wohnbauverdichtung eine bedarfsgerechte Flächenversorgung für Kinder und Jugendliche kaum möglich ist, wirft das deutliche Defizit für den Stadtbezirk Herringen Fragen auf und sollte ein Verwaltungshandeln zur Folge haben.“

Die Wählergruppe Pro Hamm hat in diesem Zusammenhang folgenden Fragenkatalog erstellt, der als Anfrage an die Stadtverwaltung weitergeleitet wird:
1. Wie viele Spielplätze (inklusive Bolzplätze) hat der Stadtbezirk Herringen derzeit?
a) Wie viele sind davon für Kleinkinder (0-5 Jahre) konzipiert?
b) Wie viele sind für Kinder und Jugendliche (ab 6 Jahren) angedacht?
2. Wie viele Spielplätze (inklusive Bolzplätze) wurden im Zeitraum 2010 bis 2020 im Stadtbezirk neu geschaffen und an welchen Standorten befinden sich diese?
3. Sind in dem Zeitraum 2010 bis 2020 Spielplätze (inklusive Bolzplätze) im Stadtbezirk abgebaut worden? Wenn ja, wie viele und an welchen Standorten?
4. Wie hoch war das Gesamtbudget für investive Mittel an Spielplätzen (inklusive Bolzplätze) im Stadtbezirk für den Zeitraum 2010 bis 2020?
5. Der Masterplan Freiraum zeigt auf, dass es ein starkes Defizit an Spielplatzflächen im Stadtbezirk gibt.
a) Ist die Problematik der Stadtverwaltung bekannt?
b) Wenn ja, welche Maßnahmen wurden seit 2010 bis heute durchgeführt, um das Defizit abzubauen?
c) Welche konkreten Maßnahmen stehen eventuell auf der „to-do-Liste“ der Stadtverwaltung, um kurz- und mittelfristig (1 bis 4 Jahre) eine bedarfsgerechte Flächenversorgung für Kinder und Jugendliche im Stadtbezirk zu ermöglichen?

Habib Kartal
Bezirksvertreter
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Baumpflanzung am Spielplatz im Lippepark

Der Lippepark hat sich in den letzten Jahren bezüglich der Besucherfrequenz sehr positiv entwickelt. Ein Kritikpunkt, der von den Besuchern des Lippeparks, insbesondere von Familien mit Kleinkindern immer wieder angebracht wird, ist der unzureichende „Sonnenschutz“ am Spielplatz an der Schachtstraße.

Da die angrenzende Baumpflanzung, aufgrund der räumlichen Entfernung keine oder kaum Schatten auf die Spielplatzanlage wirft und am Standort kein Sonnensegel vorhanden ist, sind die Kinder und Kleinkinder an Sommertagen der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt. Da der Sand die Sonnenstrahlung zusätzlich reflektiert, verschärft dies die Problematik.

Dementsprechend halten wir es für zwingend notwendig, dass, schon allein aus gesundheitlichen Gründen, eine Beschattung am Spielplatz ermöglicht werden muss. Da die Verwaltung ein Sonnensegel als wirksames Instrument ablehnt, schlagen wir als alternative Möglichkeit eine ausreichende Baumpflanzung an der Spielplatzanlage vor. Die zu anzupflanzenden Bäume sollten schnellwachend und großblättrig sein, damit sie als Schattenspender fungieren können. Die Platzierung der Bäume müsste des Weiteren so gestaltet sein, dass diese in der Mittags- und Nachmittagszeit einen Schatten auf den Spielplatz werfen.

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung auffordert, eine Baumpflanzung im Sinne des Antrags am Spielplatz an der Schachtstraße im Lippepark durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender

Habib Kartal
Bezirksvertreter

Wählergruppe Pro Hamm

Pro Hamm setzt das Thema Ehrenamtskarte auf die Tagesordnung des Stadtrats

Die Wählergruppe hatte bereits in der letzten Legislaturperiode die Einführung einer sogenannten Ehrenamtskarte beantragt, traf diesbezüglich leider auf Ablehnung bei der Stadtverwaltung und der damaligen schwarzroten Stadtregierung.

Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm, betont die Bedeutung einer Ehrenamtskarte: ,,Eine Ehrenamtskarte ist in zahlreichen Städten und Gemeinden in der Region, wie zum Beispiel Ahlen, Werl oder Beckum, längst eingeführt worden. Insgesamt gibt es sie bereits in mehr als 160 Kreisen. Die Inhaber einer solchen Karte bekommen diverse Vergünstigungen, wie zum Beispiel verminderte Eintrittspreise oder eine kostenlose Jahreskarte für die Stadtbücherei. Die Möglichkeiten sind breit gefächert. Bürgerschaftliches Engagement verdient Anerkennung und Würdigung.

Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung des Ehrenamts nochmals unterstrichen. Viele Mitbürger*innen helfen und unterstützen, z.B. Familien, die sich in Quarantäne befinden mit dem Einkauf von Lebensmitteln. Tausende von Bürger*innen in unserer Stadt engagieren sich ehrenamtlich in sozialen und kulturellen Einrichtungen oder Sportvereinen. Eine Ehrenamtskarte ist ein Zeichen des Dankes und der Würdigung für ehrenamtliches Engagement.

Die Ehrenamtskarte verbindet diese Würdigung mit einem praktischen Nutzen. Menschen, die sich im besonderen zeitlichen Umfang für das Gemeinwohl engagieren, können mit der Karte die Angebote öffentlicher, gemeinnütziger und privater Einrichtungen vergünstigt nutzen. Wir sollten in Hamm die unbezahlbare Arbeit der Ehrenamtlichen, die unsere Stadt lebens- und liebenswert machen, nicht allein an einem Tag wie dem Ehrenamtsfest zu würdigen wissen, sondern mit der Einführung der Ehrenamtskarte ein klares Zeichen der Anerkennung setzen.“ Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Rat der Stadt die Stadtverwaltung beauftragt, eine Ehrenamtskarte einzuführen.

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

Schaffung von öffentlichen Grillplätzen im Friedrich-Ebert-Park

Ein Punkt der heutigen Tagesordnung ist die Beratung über die bezirksbezogenen Haushaltsansätze im Haushaltsplan 2021.

Die Stadt Hamm unterhält nur wenige Standorte für freies Grillen im öffentlichen Raum. So gibt es im Lippepark im Stadtbezirk Herringen fünf ausgewiesene Grillplätze und ein weiterer Standort ist für den Pelkumer Selbachpark in Planung. Die Grillplätze im Lippepark unterstreichen, dass diese von den Bürgerinnen und Bürgern auf eine sehr hohe positive Resonanz stoßen. Der Lippepark hat sich u.a. wegen den Grillplätzen in den letzten Jahren zu einem Besuchermagnet entwickelt.

So wird der Lippepark auch von vielen Bürgerinnen und Bürgern und/oder Gruppen aus der Vereinswelt und den Bildungseinrichtungen aus dem Stadtbezirk Mitte aufgesucht, da im Stadtbezirk Mitte kein vergleichbares Angebot vorhanden ist.

Die ,,grüne Oase“ im Stadtbezirk, der Friedrich-Ebert-Park, führt ein stiefmütterliches Dasein und hat in den letzten zehn Jahren deutlich an Attraktivität verloren, gerade wenn man die Anlage im direkten Vergleich zum Selbachpark und dem Lippepark betrachtet.

Die Wählergruppe Pro Hamm hat daher bereits 2018 beantragt, dass die Stadtverwaltung die Realisierung von Grillplätzen im Friedrich-Ebert-Park prüfe. Die Stadt antwortete in einer Stellungnahme und wies darauf hin, dass die Realisierung von Grillplätzen im integrierten Handlungskonzept Hamm-Weststadt aufgenommen und geprüft werde.

Da der Posten jedoch nicht im Haushaltsplan 2021 auftaucht, wollen wir erneut auf Wichtigkeit des Parks hinweisen. Der Friedrich-Ebert-Park muss stärker auf die politische Agenda der Stadtentwicklung gesetzt werden und zwar mit der Zielsetzung die Aufenthaltsqualität im Park zu steigern. Die Wählergruppe Pro Hamm hält die Schaffung von öffentlich-zugänglichen Grillplätzen im Friedrich-Ebert-Park noch immer für ein wirksames Instrument, um die Aufenthaltsqualität in der ,,grünen Oase“ im Hammer Westen zu steigern und einem erzwungenen Abwandern von ortsansässigen Vereinen entgegenzuwirken und dementsprechend verstärkt Aktivitäten im Friedrich-Ebert-Park anzubieten.

Deswegen beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass die Bezirksvertretung Mitte die Stadtverwaltung auffordert, investive Mittel für die Schaffung von öffentlichen Grillplätzen im Friedrich-Ebert-Park in den Haushalt 2021 einzustellen.

Wer profitiert von der Halbierung der Elternbeiträge für die Inanspruchnahme der Angebote der frühkindlichen Bildung in Hamm

In der letzten Legislaturperiode hat die Wählergruppe Pro Hamm 2-mal den Versuch unternommen (2015 und 2018 auf der Tagesordnung des Rates), eine Anpassung der Gebührenordnung der Elternbeiträge zu erreichen. Beide Male weigerte sich die GroKo, mitsamt der SPD, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.
Der nun vorgebrachte Vorschlag erscheint noch immer sozial unausgewogen, weshalb wir die Stadtverwaltung bitten, uns folgende Fragen zu beantworten:
1. Wem nützt die Entlastung durch die Halbierung der Elternbeiträge bzw. welche Einkommensschichten profitieren am meisten, welche am wenigsten durch die Änderung? In diesem Zusammenhang wäre es sehr hilfreich, wenn man die Entlastung den einzelnen Einkommensstufen tabellarisch zuordnen tut und dabei auch die Zahl der Kinder und die jeweilige Gesamtersparnis mit angibt.
2. Wieso gibt es keine Halbierung der Beiträge bei der OGS? Was spricht aus Sicht der Verantwortlichen dagegen?
3. Wie wird die Halbierung der Beiträge refinanziert, falls ja wie konkret?
4. Wird es aufgrund der Beitragshalbierung zu Kürzungen bzw. Einsparungen in anderen Bereichen kommen? Wenn ja, bitte die Bereiche und Form der Kürzungen konkretisieren.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsherr
Erol Gürle
Ratsherr
Wählergruppe Pro Hamm