Beiträge

Pressemitteilung

Zustand der Karlschule bleibt weiterhin ein Endlosproblem

Der Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm für den Stadtbezirk Heessen Adrian Brosterhues-Niedziolka kann bei der Stellungnahme der Verwaltung auf die Anfrage der Wählergruppe zum Zustand der Karlschule nur den Kopf schütteln. Adrian Brosterhues-Niedziolka hält fest: ,,Die Nominierung der Karlschule für den Deutschen Schulpreis 2018 unterstreicht, dass alle relevanten Akteure, angefangen von den Schülern, den Eltern bis zu den Lehrern, einen exzellenten Job machen. Wenn man in dem Zusammenhang die Stellungnahme der Verwaltung auf die Anfrage von Pro Hamm zum Zustand der Karlschule durchliest, kommt man sich ernsthaft verschaukelt vor. Da wird unsererseits gefragt, ob die Stadtverwaltung Kenntnis über bauliche Probleme und Mängel an der Karlschule hat und wo diese konkret liegen. Die Verwaltung antwortet ihrerseits, dass ihr Mängel zwar bekannt seien, verweigert aber eine Stellungnahme, welche das konkret sind. Hier weicht die Verwaltung bewusst ihrer Verantwortung aus, die Anfrage beantworten zu wollen. Das I-Tüpfelchen ist aber die Botschaft, die mit dieser Aussage verbunden ist. Man kennt zwar den Sanierungsbedarf, aber da Haushaltsmittel nicht zur Verfügung stehen, wird dieser schlichtweg ignoriert. Die Schulgemeinde muss dementsprechend mit den massiven Dämmproblemen, die zu unzumutbaren Temperaturen in den einzelnen Klassenräumen führen, zurechtkommen. Hier fehlt letztendlich, wenn man die zynische Intention der Stellungnahme perfektionieren will, noch die Empfehlung der Verwaltung, dass sich die Schüler und Lehrer vormittags bei frischen Temperaturen am besten mit dicken Pullovern und Jacken im Unterrichtsraum sich aufhalten sollen. Die schwierige Situation an der Karlschule ist nicht erst seit gestern bekannt. Die Problematik hat sich über die letzten Jahre angestaut und die CDU/SPD-Stadtregierung hat sich entweder als unfähig oder als nicht willens gezeigt, hier mit Investitionen gezielt entgegenzusteuern. Die gute Arbeit der Karlschule wird im Rathaus leider in keiner Weise honoriert.“

Adrian Brosterhues-Niedziolka
Stadtbezirk Heessen
Wählergruppe Pro Hamm

Antrag

Erstellung eines schulbezogenen Sozialindex auf kommunaler Ebene

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

das Vorhaben der schwarz-gelben Landesregierung sogenannte „Talentschulen“ zu installieren, halten wir für einen bildungspolitischen Irrweg. Diese neue Form des Schultyps wird das Bildungsgefälle in unserer Stadt nicht reduzieren. Sie wird, da sie ein weiteres Klassensystem propagiert, die soziale Spaltung in der Stadt und unter den Schulen vertiefen.

Die kommunale Schul- und Bildungspolitik benötigt hingegen quantifizierte schulbezogene Sozialindices, um eine gerechte und systematische Förderung und Unterstützung von mit sozial höchst ungleichen Ausgangslagen zu ermöglichen. Die unterschiedlichen Unterstützungsbedarfe der Schulen müssen präzise aufgedeckt und Ungleiches ungleich behandelt werden.

Der Sozialindex ist ein Instrument der Ressourcensteuerung bei der Zuweisung der personellen und sachlichen Ausstattung für Bildungseinrichtungen. Die Stadt Mühlheim an der Ruhr nimmt in Nordrheinwestfalen bei der Erstellung von schulbezogenen Sozialindices eine Vorreiterrolle ein.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Rat der Stadt die Stadtverwaltung beauftragt einen Austausch in der Frage der Erstellung eines schulbezogenen Sozialindex mit der Stadt Mühlheim an der Ruhr aufzunehmen und dem Rat zeitnah ein Konzept vorzulegt, wie die Erstellung eines schulbezogenen Sozialindex auf kommunaler Ebene umgesetzt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle                                                                                        Nurcan Varol
Ratsherr                                                                                                        Ratsfrau
Wählergruppe Pro Hamm

1

Das Scheitern der CDU/SPD-Stadtregierung: Frierende Kinder an der Karlschule?

Schülerinnen und Schüler und Eltern der Karlschule im Hammer Norden haben sich erneut an die Wählergruppe Pro Hamm gewandt und berichten über fortbestehende desaströse Zustände. So gäbe es weiterhin in einzelnen Klassenräumen massive Dämmprobleme, die zu unzumutbaren Temperaturen, gerade im nahenden Winter, in den einzelnen Klassenzimmern zur Folge hätten. Die Dämmprobleme sind unter anderem auf den maroden Zustand der Fenster zurückzuführen. Manche ließen sich nicht öffnen und wieder andere scheinen eine unzureichende Isolierung zu besitzen. Dies führe dazu, dass die Schüler teilweise in den Morgenstunden mit Jacken in den Klassenräumen sitzen müssten. Zudem fällt in manchen Räumen der Putz von den Wänden und Decken. Dr. Cevdet Gürle: ,,Alles in allem kann und darf dies kein hinnehmbarer Zustand für eine Hammer Schule sein. Es kann doch nicht sein, dass in unserer Stadt Kinder im Schulunterricht frieren müssen. Die CDU/SPD-Stadtregierung betreibt zwar Eigenwerbung mit dem scheinbaren Geldsegen für die Hammer Schulen, aber die Karlschule scheint sie immer noch nicht auf dem politischen Radar zu haben.“ Adrian Brosterhues-Niedziolka, Sprecher der Wählergruppe in Heessen, ergänzt: ,,Fenster, die nicht zugehen, Löcher an der Decke, Kinder, die frieren, da fragt man sich ernsthaft, ob man in einem reichen Industrieland lebt oder anderswo auf der Welt. Die Zustände sind nicht akzeptabel und es ist beschämend die CDU/SPD-Stadtregierung erneut ermahnen zu müssen endlich aktiv zu werden. Das Beispiel Karlschule verdeutlicht, welche Priorität Schul- und Bildungspolitik für die Hammer CDU und SPD haben. Man wirbt zwar mit dem Thema, ohne es aber auf der politischen Agenda ganz Oben anzusiedeln. Hier ist viel Schein, aber nur wenig Sein.“ Die Wählergruppe Pro Hamm setzt das Thema Karlschule mit einer Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Stadtrates und fordert die Stadtverwaltung auf für folgende Fragen eine Stellungnahme abzugeben:

1. Welche Maßnahmen hat die Stadtverwaltung 2017 an der Karlschule durchgeführt, um u.a. die bauliche Substanz zu verbessern? Wir bitten hier um eine detaillierte Auflistung aller Einzelmaßnahmen und in welchen Zeitraum diese stattfand und wie hoch die Kosten gewesen sind.
2. Sind der Stadtverwaltung aktuell weitere Mängel an der Karlschule bekannt? Wenn ja, um welche handelt es sich konkret und sind Instandsetzungen geplant, um diese zu beheben? Wenn Maßnahmen durchgeführt werden sollen, in welchen Zeitraum sollen diese erfolgen?
3. Zum wiederholten Male wird der Wählergruppe Pro Hamm über Mängel am Zustand der Karlschule berichtet. Sind diese grundlegenden Missstände der Verwaltung bekannt? Ist eine grundlegende Sanierung der Karlschule anvisiert oder gibt es Überlegungen den Schulstandort aufzulösen?

Adrian Brosterhues-Niedziolka                                                                               Dr. Cevdet Gürle
Sprecher Stadtbezirk Heessen                                                                                  Ratsherr

Wählergruppe Pro Hamm

1

Die Hammer Grünen und FDP lehnen weiterhin eine dritte Gesamtschule in Hamm ab

Die Wählergruppe Pro Hamm reagiert mit Unverständnis auf die ablehnende Haltung der Hammer FDP und der Grünen zur Errichtung einer dritten Gesamtschule in Hamm. Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe, hält fest: ,,Während die Hammer FDP ihrer ideologischen Grundausrichtung treu bleibt und ein Schulsystem, dass Bildungsungleichheiten generiert favorisiert, sollten die Hammer Grünen ihr Handeln kritisch reflektieren und endlich eine Neuausrichtung der Schul- und Bildungspolitik durchführen. Die Scheinargumente, die die Hammer Grünen ins Feld bringen, unterstreichen, dass der Kreisverband im Gegensatz zur eigenen Landes- und Bundespartei sich gegen ein längeres, gemeinsames Lernen ausspricht und ein anachronistisches, hierarchisch-gegliedertes Schulsystem befürwortet. Die Hammer Grünen mögen zwar nach außen grün erscheinen, verdeutlichen aber mit ihrem kategorischen Nein zur Gesamtschule, dass sie in ihrem Kern längst schwarzgelb gefärbt sind.

Die Anmerkung der Ratsfraktion der Grünen, dass die notwendigen finanziellen Mittel nicht vorhanden seien, um ein Schulgebäude für eine Gesamtschule zu ertüchtigen beziehungsweise Gelder generell nicht an einer Gesamtschule investiert werden sollten, kann ich nur mit einer Prise Sarkasmus aufnehmen. So hatten die Grünen scheinbar keinerlei Skrupel über zwei Millionen Euro an Bürgergeldern in die Titanic-Fahrt der HammGas zu versenken, wollen aber nun an einem Mehr an Chancengerechtigkeit sparen. Die Entscheidung für eine dritte Gesamtschule war längst überfällig und hätte schon vor zehn Jahren gefällt werden müssen. Hätte man damals die Weitsicht gehabt, dann wären nicht über 1000 Kinder von einer Gesamtschule abgewiesen werden müssen. Die Errichtung einer dritten Gesamtschule ist ein wichtiger Baustein der Schul- und Bildungspolitik und ein zentrales Instrument die Bildungsteilhabe sozial benachteiligter Kinder in der Stadt, aber insbesondere im Stadtbezirk Herringen zu verbessern und Bedarf dementsprechend einer zeitnahen Umsetzung.“

Dr. Cevdet Gürle
Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

Antrag

Resolution: Pausendach der Lindenschule

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Alewelt,

die Wählergruppe Pro Hamm beantragt, dass die Bezirksvertretung Herringen folgende Resolution beschließt und an den Oberbürgermeister weiterleitet:

Resolutionstext:

Die Verweigerung der Stadt Hamm eine vollständige Finanzierung des Pausendachs der Lindenschule zu übernehmen, wird aufs Schärfste kritisiert. Die Lindenschule als Förderschule macht eine wichtige Arbeit über den Stadtbezirk hinaus und es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Stadt Hamm diese flankiert und nicht mit dem Zurückhalten von Geldern torpediert. Die Kostenkalkulation ist überschaubar und der Mehrwert eines Pausendachs für die Schülerinnen und Schüler liegt auf der Hand. Es ist ein Unding, dass die Stadt Kinder im Regen stehen lässt, da sie scheinbar 7000 Euro nicht aufbringen kann oder nicht will und somit den Förderverein der Lindenschule in die Bredouille bringt die Restsumme aus Eigenmitteln zu stemmen. Es ist nicht die originäre Aufgabe des Fördervereins die Finanzierung eines Pausendachs sicherzustellen. Das liegt allein in der Verantwortung des Schulträgers und hier muss die Politik und die Verwaltung aktiv werden, um eine Finanzierung des Pausendachs aus Haushaltsmitteln sicherzustellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle                                                                                        Günay Yildirim
Fraktionsvorsitzender                                                                                Bezirksvertreter

Wählergruppe Pro Hamm

Anfrage

Auffangklassen beziehungsweise Seiteneinsteigergruppen an Herringer Schulen

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher,

die Wählergruppe Pro Hamm hatte in einer Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung am 10.03.2016 das Thema „Auffangklassen beziehungsweise Seiteneinsteigergruppen an Herringer Schulen“ thematisiert. Hierzu hatte die Stadtverwaltung eine Stellungnahme gegeben, in der sie Datenmaterial aus den Kalenderjahren 2015 und 2016 auflistete.

Hier sehen wir die Notwendigkeit die Zahlen zu aktualisieren und eine Bestandsaufnahme für das Schuljahr 2017/18 zu erhalten, um notfalls Rückschlüsse für die Schul- und Bildungsarbeit zu ziehen.

Die Bezirksfraktion Pro Hamm bittet die Stadtverwaltung daher folgende Fragen in diesem Zusammenhang für die Schulsituation im Stadtbezirk Herringen zu beantworten.

  1. Wie viele Flüchtlingskinder und Kinder von Zuwanderern, die ebenfalls als sogenannte Seiteneinsteiger eingestuft werden und somit über ungenügende Deutschkenntnisse verfügen, besuchen (Stand 01.11.2017) Grundschulen und weiterführende Schulen in Herringen? Wir bitten hier um eine getrennte Auflistung heruntergebrochen auf die einzelnen Schulen und die Jahrgangsstufen der Schulen.
  1. Wie viele Auffangklassen beziehungsweise Seiteneinsteigergruppen gibt es an Herringer Schulen? Was sind die Kriterien zur Bildung von Auffangklassen beziehungsweise Seiteneinsteigergruppen, z.B. wie viele Kinder beziehungsweise Jugendliche einer Jahrgangsstufe müssen an der betreffenden Schule sein, damit eine Gruppe oder Auffangklasse gebildet werden kann? Es wurden der Stadt bezüglich der Auffangklassen beziehungsweise Seiteneinsteigergruppen 19 Lehrerstellen (Stand 21.01.2016) zugewiesen. Wenn in der Höhe der Lehrerstellen seitdem Änderungen vorliegen, dann bitten wir diese zu benennen.
  1. An welchen Grundschulen und weiterführenden Schulen im Stadtbezirk sind wie viele Seiteneinsteigergruppen vorhanden? Welche Lehrerstellen sind den jeweiligen Schulen zugewiesen?
  1. Die Herman-Gmeiner-Schule war die einzige Herringer Grundschule, die eine Stelle (Stand 2016) zugewiesen bekommen hat. Flüchtlingskinder beziehungsweise Seiteneinsteiger besuchen ebenfalls die Lessingschule und die Jahnschule. Alle drei Schulen verfügen traditionell über einen relativ hohen Anteil an Schülern mit einem Migrationshintergrund. Haben die Jahnschule und die Lessingschule (Stand 01.11.2017) nunmehr ebenfalls eine Lehrerstelle zugewiesen bekommen?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                                                Günay Yildirim
Wählergruppe Pro Hamm                                                                                 Wählergruppe Pro Hamm
Bezirksfraktion Herringen                                                                                 Bezirksfraktion Herringen

 

Anfrage

Vakanzen und pädagogische Kräfte an den Hammer Schulen

Sehr geehrter Lindemann,

die Lehrergewerkschaft Verband, Bildung und Erziehung (VBE) hat ihren Unmut deutlich gemacht, dass im Schuljahr 2017/18 möglicherweise viele Lehrerstellen unbesetzt bleiben und dass darüber hinaus an den Schulstandorten Sonderpädagogen fehlen. Ein weiteres aktuelles Arbeitsfeld ist die Herausforderung der Inklusion und der Migration, die die Schulen meistern müssen.

Der Gesamtzustand, so der Stadtverband Hamm der Lehrergewerkschaft Verband, Bildung und Erziehung (VBE) ist unbefriedigend.

Die Wählergruppe Pro Hamm bittet in dem Zusammenhang die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie hoch ist die Zahl der Vakanzen an Lehrerstellen an den Hammer Schulen? Hier bitten wir um eine separate Auflistung nach Grundschulen und den Schulformen der weiterführenden Schulen. Des Weiteren sollen alle Vakanzen vom Schuljahr 2005/06 bis zum Schuljahr 2017/18 nach Kalenderjahr differenziert aufgelistet werden.
  2. Wie viele Sonderpädagogen unterrichten zum Schuljahr 2017/18 an Hammer Schulen? Hier bitten wir um eine separate Auflistung nach Grundschulen und den Schulformen der weiterführenden Schulen.
  3. Wie hoch ist die Zahl der Vakanzen an Sonderpädagogen an den Hammer Schulen? Hier bitten wir um eine separate Auflistung nach Grundschulen und den Schulformen der weiterführenden Schulen.
  4. Gibt es zum Schuljahr 2017/18 noch Vakanzen im Bereich der Schulleitungen? Welche Schulleiterstellen an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen sind noch nicht besetzt? Erwartet die Stadtverwaltung eine Besetzung der offenen Stellen noch in diesem Kalenderjahr?
  5. Inklusion und die Migration stellen zwei große Herausforderungen für die Schulen dar. Welche personellen und finanziellen Ressourcen erhalten die Schulen, um das Thema Inklusion und Migration, d.h. die Aufnahme von Flüchtlingskindern, aber auch Kindern aus dem osteuropäischen Raum erfolgreich umzusetzen? Hier bitten wir um eine detaillierte Auflistung aller Instrumente und der Schulen, denen diese Maßnahmen zugutekommen.
  6. Wie hoch ist die Zahl der sogenannten Integrationshelfer an den Grundschulen und weiterführenden Schulen zum Schuljahr 2017/18? Hier bitten wir um eine separate Auflistung nach Grundschulen und den Schulformen der weiterführenden Schulen. Des Weiteren soll mitgeteilt werden, wie hoch die Anzahl der Integrationshelfer ist, die über eine pädagogische Qualifikation verfügen und im Gegenzug, wie hoch der Anteil derjenigen ist, die das nicht vorweisen können? Die Stadtverwaltung soll in dem Zusammenhang die pädagogische Qualifikation der Integrationshelfer, die eine haben, benennen. Gibt es Mindeststandards seitens der Stadt, die vorliegen müssen, damit eine Person als Integrationskraft tätig sein darf? Wenn ja, bitten wir um eine Konkretisierung dieser Mindeststandards.

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas Unverdorben
Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

2

Städtische Vergabe der Schulwegtickets gleicht einer Diskriminierung finanzschwacher Familien

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert scharf die Handhabe der Stadt bei der Ausstellung von Schulwegtickets. ,,Hier wird auf den Rücken von Kindern und ihren Familien gespart“, so Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm. Dr. Cevdet Gürle weiter: ,,Die Stadtverwaltung begründet ihr Handeln mit der Schülerfahrtkostenverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Jedes Jahr werden rund 500 Anträge negativ beschieden. Die Eltern dieser Kinder haben dann die Alternative, entweder übernehmen sie die Kosten einer Fahrkarte, die sich auf rund 500 Euro im Jahr belaufen oder sie entscheiden sich gegen die Wunschschule und melden ihr Kind an der wohnortnahen Schule an. Wir haben also auf der einen Seite, seit Aufhebung der Grundschulbezirke in der Theorie eine freie Auswahl der Eltern für ihre Kinder in den Schulen des Primar- und Sekundarbereichs, aber in der Praxis wird diese theoretische Annahme konterkariert, da die freie Auswahl nicht unmerklich vom Geldbeutel der Eltern abhängt. So ist es nicht verwunderlich, wenn man eine Bertelsmann-Studie hinzuzieht, dass die freie Grundschulwahl die soziale und ethnische Trennung an den Grundschulen und weiterführenden Schulen verstärkt hat. Als Fallbeispiel: Eine finanzschwache Familie im Hammer Westen wird ihr Kind zwangsläufig an einer Schule im Wohnquartier anmelden. Diese Familien sind in der Regel weniger mobil und bleiben meist in ihrem Wohnbezirk. Der Sozialstatus der Schule spielt für diese Eltern bei der Schulwahl eine untergeordnete Rolle. Vor allem Eltern aus der Mittelschicht nehmen die freie Schulwahl in Anspruch. Eltern aus der sozialen Oberschicht machen davon hingegen seltener Gebrauch, da sie meist bereits in sozial homogenen Einzugsbereichen wohnen. Die Familie also, die im selben Wohnquartier wohnt, aber über genügend finanzielle Ressourcen verfügt, wird ihr Kind an Schulstandorte in „privilegierten“ Wohnquartieren einschulen. Die Folge ist, dass es in einzelnen benachteiligten Sozialräumen zu einer starken Schülerabwanderung kommt. Hier muss die Stadt Hamm, um die negativen Folgeerscheinungen der Verordnung entgegenzusteuern, aktiv werden. Eine Option wäre die Installierung eines Sondertopfes, aus denen Kinder von Elternhäusern, die unter einem festgesetzten Jahresbruttoeinkommen liegen entgeltfrei oder zu mindestens kostengünstig eine Schülerfahrkarte bekommen. Denn nur so haben die Eltern, wenn wir eine Wahlfreiheit für alle wollen, überhaupt die Möglichkeit ihre Kinder auf eine Schule ihrer Wahl zu schicken und sie müssen sich nicht aufgrund der fehlenden Mobilität zwingend für eine Schule im Wohnbezirk entscheiden.“

Dr. Cevdet Gürle
Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

gesamtschule

Möglichst schnelle Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule

Die Wählergruppe Pro Hamm spricht sich für eine Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule zum Schuljahr 2018/19 aus. Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe in der Bezirksvertretung erläutert: ,,Der Beschluss des Rates eine dritte Gesamtschule zu errichten, ist ein wichtiger Baustein der Schul- und Bildungspolitik und ein zentrales Instrument die Bildungsteilhabe sozial benachteiligter Kinder in der Stadt im Allgemeinen und im Besonderen im Stadtbezirk Herringen zu verbessern. Die Option, dass die Sekundarschule ausläuft und parallel die Gesamtschule jahrgangsweise aufgebaut wird, halten wir für suboptimal. So sind bei einem solchen Verfahren organisatorische Schwierigkeiten vorprogrammiert, da man über einen Zeitraum von fünf Jahren zwei Schulen unter einem Schulgebäude hätte und man zum Beispiel bei der Raumzuweisung vor enormen Schwierigkeiten stehen würde. Deswegen befürworten wir eine zeitnahe Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule. Die Vorteile liegen auf der Hand. So käme man den Wunsch der Eltern nach, die ihr Kind auf die Sekundarschule angemeldet haben und dass mit der klaren Erwartungshaltung, dass die Politik die Rahmenbedingungen schafft, um an dem Standort mit dem Aufbau einer gymnasialen Oberstufe das Abitur zu ermöglichen. Des Weiteren bringt man Ruhe ins Lehrerkollegium. Das Kollegium, dass immerhin aus rund 50 Lehrkräften besteht, stellt sich zurecht die Frage, wie es beruflich für sie weitergeht. Eine Umwandlung der Schule zur Gesamtschule hieße für das Kollegium, dass alle Lehrkräfte an dem Standort bleiben können. Da die Sekundarschule als integrative Schule analog zur einer Gesamtschule gymnasiale Standards im Lehrplan aufweist, sehen wir die Chancen einer Umwandlung bei der Bezirksregierung positiv. Es ist für den Erfolg des Verfahrens aber unabdinglich, dass die CDU/SPD-Stadtregierung diesen Schritt uneingeschränkt unterstützt und ihre Haltung Arnsberg gegenüber deutlich macht.“ Die Wählergruppe Pro Hamm wird das Thema „Errichtung einer dritten Gesamtschule“ am Standort der Arnold-Freymuth-Schule auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung setzen. Man werde die Verwaltung auffordern einen mündlichen Bericht über den aktuellen Stand zu geben. Dr. Cevdet Gürle: ,,Wenn die Gesamtschule in Herringen eine Erfolgsgeschichte sein soll, dann muss die Bezirksvertretung als lokale Vertretung der Bürgerschaft mitgenommen werden. Es gibt viele Fragestellungen, die genau in diesem Gremium im Beisein der Bürgerschaft diskutiert und beantwortet werden müssen. Das Thema Gesamtschule wird uns in den nächsten Jahren begleiten und es wäre ein Kardinalfehler der Großen Koalition, wenn die Herringer Bürgervertretung nicht über die aktuellen Planungen zeitnah informiert werden würde.“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Pressemitteilung

Pro Hamm hält eine mögliche Aussetzung des Schulentwicklungsplans, wie es die Hammer FDP aktuell fordert, für keine gute Idee

Die Wählergruppe Pro Hamm lehnt eine Aussetzung des Schulentwicklungsplans, wie es die Hammer FDP zur Ratssitzung beantragt hat, ab. Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm, erläutert: ,,Der Schulentwicklungsplan, der vor sechs Wochen der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, stellt eine Bestandsaufnahme der Schullandschaft in Hamm dar und enthält Empfehlungen, welche als Instrumente eingesetzt werden können, um den Hammer Bildungsstandort zu verbessern. Eine Schlussfolgerung, die der Gutachter zieht, ist eindeutig und manifestiert sich in der Forderung eine dritte Gesamtschule zu installieren. Wenn die FDP nun vorschlägt, mit dem Argument, dass in Düsseldorf ein Regierungswechsel stattgefunden hat den Schulentwicklungsplan in der Sitzungsrunde des Rates nach der Sommerpause und das wäre dann der Oktober zu beraten und zu beschließen, so ist dies ein durchsichtiges Spiel. Die Hammer FDP hat noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie gegen eine Stärkung des integrativen Schulsystems ist und verneint bis heute die Notwendigkeit einer dritten Gesamtschule in Hamm. Die Julisitzung des Rates bietet eine historische Chance eine weitere Gesamtschule zu beschließen. Falls man dieses Zeitfenster ungenutzt verstreichen lässt, wird die CDU/FDP-Landesregierung, die kein Freund des längeren, gemeinsamen Lernens ist, die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die zur Gründung einer Gesamtschule benötigt und die noch von der rotgrünen Vorgängerregierung vereinfacht wurden, wieder verschärfen. So ist anzunehmen, dass zum Beispiel die Zügigkeit in der Sekundarstufe I von vier auf sechs erhöht und damit die Hürde der Errichtung einer Gesamtschule massiv erschwert werden würde. Um es auf den Punkt zu bringen: Die FDP zündet mit ihrem Antrag der Aussetzung des Schulentwicklungsplans eine Nebelkerze, um die Errichtung einer dritten Gesamtschule in Hamm zu torpedieren oder gar zu verhindern.“

 

Dr. Cevdet Gürle
Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm