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Planungskosten für eine Gesamtschule im Stadtbezirk Heessen

Sehr geehrter Herr Lindemann,

ein Punkt der heutigen Tagesordnung ist die Beratung über die Haushaltsansätze im Haushaltsplan 2019/2020.

Der Schulentwicklungsplan 2.0 hat unterstrichen, dass es einen hohen Bedarf an einem längeren, gemeinsamen Lernen in Hamm gibt. Das integrative Schulsystem hat unter Beweis gestellt, dass es Chancenungleichheiten in der Bildung abbaut und im Besonderen Kindern aus bildungsbenachteiligten Familien den Zugang zu höheren Abschlüssen ermöglicht. Das integrative Schulsystem ist in Deutschland, wie auch in Hamm und das unterstreichen die stetig steigenden Schülerzahlen eine Erfolgsgeschichte. Nachdem die Stadt nach jahrerlange Verweigerung der Gründung einer dritten Gesamtschule in Herringen zugestimmt hat, wurde ein wichtiger Schritt in der Stärkung des integrativen Schulsystems umgesetzt. Die Gründung der Gesamtschule in Herringen darf aber nicht der Endpunkt in dieser Entwicklung sein.

Die Übergangsquoten der Schüler im Stadtbezirk Heessen von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen verdeutlichen, dass wir ein bildungspolitisches Defizit haben. Die Heessener Schülerschaft ist an Schulen, wo das Abitur als Abschluss erreichbar ist, im städtischen Gesamtvergleich deutlich unterrepräsentiert.

Wir halten es für notwendig, um den Bildungsstandort Heessen nachhaltig aufzuwerten, dass mittelfristig im Stadtbezirk eine öffentliche Schule des längeren, gemeinsamen Lernens mit einer Oberstufe geschaffen wird.

Deswegen beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass der Schulausschuss die Stadtverwaltung auffordert investive Mittel bezüglich Planungskosten für eine optionale Gesamtschule für den Stadtbezirk Heessen in den Haushalt 2019/2020 einzustellen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Waleczek
Mitglied im Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Stärkung der Erwachsenenbildung durch Schaffung eines eigenständigen, vollwertigen Weiterbildungskollegs

Sehr geehrter Herr Lindemann,

ein Punkt der heutigen Tagesordnung ist die Beratung über die Haushaltsansätze im Haushaltsplan 2019/2020.

Im Mittelpunkt der Schulentwicklungsplanung, das wurde auch im jüngsten Schulentwicklungsplan deutlich stehen vordergründig Kinder und Jugendliche. Die Erwachsenenbildung hat die schwarzrote Stadtregierung kaum oder gar nicht auf dem politischen Radar.

Wir sollten die Fortschreibung und Umsetzung des Schulentwicklungsplans nutzen, um die derzeitige Schulstruktur in der Stadt kritisch zu reflektieren und um insbesondere in der Erwachsenbildung die Angebotsseite zu vergrößern. So ist es ein Unding und wir sehen es als Standortnachteil, dass die Stadt Hamm als einzige Stadt dieser Größenordnung in Nordrheinwestfalen nicht über ein eigenständiges, vollwertiges Weiterbildungskolleg verfügt. Es existiert derzeit nur eine Außenstelle des Hanse-Weiterbildungskolleg, welches aber seinen Hauptsitz in Lippstadt hat. Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm ist der Überzeugung, dass die Stadt Hamm, um die Bildungsattraktivität in der Kommune zu stärken, mittelfristig den Aufbau eines eigenständigen, vollwertigen Weiterbildungskollegs in zentraler Lage befürworten sollte.

Deswegen beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass der Schulausschuss die Stadtverwaltung auffordert, investive Mittel bezüglich Planungskosten für ein vollwertiges und eigenständiges Weiterbildungskolleg in den Haushalt 2019/2020 einzustellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Waleczek
Mitglied im Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Optimierung der OGS an der Wilhelm-Busch-Schule gefordert

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Raszka,

ein Punkt der heutigen Tagesordnung ist die Beratung über die bezirksbezogenen Haushaltsansätze im Haushaltsplan 2019/2020.

Leider müssen wir hier zu Kenntnis nehmen, dass im bezirksbezogenen Haushaltsplan für den Stadtbezirk Mitte eine Optimierung der OGS an der Wilhelm-Busch-Schule nicht vorgesehen ist.

Die Wählergruppe Pro Hamm begrüßt grundsätzlich, dass Gelder in die Hand genommen werden, um durch Baumaßnahmen den Bildungsstandort in den Sozialräumen Mitte und Westen zu stärken. Leider ist anzumerken, dass die Wilhelm-Busch-Schule, die in einem nicht einfachen Wohnquartier eine wichtige Arbeit macht, im Haushaltsplan 2019/2020 nicht auftaucht.

So stehen den Schülerinnen und Schülern der Wilhelm-Busch-Schule und das kann man dem Schulentwicklungsplan entnehmen im Betreuungsbereich als durchschnittliche Fläche 1,9 m² pro OGS-Kind zur Verfügung. Geht man von mindestens 2 m² pro Kind aus, ergibt sich damit ein Defizit von 11 m². Damit liegt die Wilhelm-Busch-Schule in der Stadt Hamm im unteren Bereich. Die Anschaffung einer mobilen Ausgabentheke im Oktober 2017 konnte diesbezüglich nur bedingt Abhilfe schaffen.

Wenn man bedenkt, dass aufgrund der relativ hohen Kinderquote und der Tatsache, dass der Hammer Westen ein klassisches Zuwanderungsviertel ist, steigende Schülerzahlen für die Wilhelm-Busch-Schule prognostiziert werden, besteht hier ein dringender Handlungsbedarf an diesem Standort.

Deswegen beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass die Bezirksvertretung Mitte die Stadtverwaltung auffordert investive Mittel für die Optimierung der OGS an der Wilhelm-Busch-Schule in den Haushalt 2019/2020 einzustellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Nihat Altun
Bezirksvertreter Mitte
Wählergruppe Pro Hamm

Heessen hinkt bei der Bildungsteilhabe weiter hinterher

,,Der Stadtbezirk Heessen verliert in der Bildungsteilhabe weiter an Boden und wird zunehmend von der gesamtstädtischen Entwicklung abgekoppelt“, so Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm vor dem Hintergrund der aktuellen Schulstatistik und den Anmeldezahlen zu den weiterführenden Schulen.

Dr. Cevdet Gürle: ,,Der Heessener Stadtbezirk hat trotz seines großen Potenzials in den letzten zehn Jahren in der Frage der Bildungsteilhabe eine negative Entwicklung verlaufen und trägt nunmehr die rote Laterne unter allen Stadtbezirken. Die CDU/SPD-Stadtregierung sollte sich selbstkritisch die Frage stellen, warum die Abiturquote bei den Schülern des Bezirks deutlich unter dem städtischen Durschnitt liegt. Die Kinder und Jugendlichen in Heessen sind nicht dümmer als die in anderen Stadtbezirken. Sie haben aber eine deutlich schlechtere Ausgangsbasis durch ein lokales Schulangebot, dass das Abitur als Schulabschluss ausschließt. So sollte es niemanden verwundern, dass die Zahl der Schüler, die eine weiterführende Schule außerhalb der Bezirksgrenzen besuchen in den letzten Schuljahren stetig gestiegen ist. Wir benötigen endlich eine Neuausrichtung der Schul- und Bildungspolitik, die im Interesse der Eltern und ihrer Zöglinge ist.“

Der schulpolitische Sprecher der Ratsgruppe und Mitglied im Schulausschuss Daniel Waleczek ergänzt: ,,Das was Heessen braucht, ist ein Masterplan Bildung mit einer klaren Zielsetzung: Bildungsungleichheiten müssen nachhaltig abgebaut werden. Im Gespräch mit den Eltern wird rasch deutlich, dass viele die fehlende Möglichkeit einer gymnasialen Oberstufe im Stadtbezirk kritisieren und hier einen Nachholbedarf sehen. Wenn wir den Elternwillen ernst nehmen und die Bildungsteilhabe im Stadtbezirk verbessern wollen, dann kommen wir nicht drumherum eine Gesamtschule in Heessen zu errichten. Die Errichtung einer Gesamtschule wäre ein wichtiger Baustein der Schul- und Bildungspolitik und ein zentrales Instrument die Bildungsteilhabe sozial benachteiligter Kinder in den Sozialräumen Norden und Heessen zu verbessern. Es sollte in dem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben, dass trotz der Errichtung einer dritten Gesamtschule in Herringen es im Schuljahr 2018/19 knapp 40 Abweisungen von Schülern von den bestehenden Gesamtschulen gegeben hat. Die Gesamtschule bleibt damit weiterhin die einzige Schulform in Hamm, die nicht ausreichend Kapazitäten besitzt den Elternwunsch in Gänze zu erfüllen. Der Nachfrageboom an den Gesamtschulen hält an und so überrascht es nicht, dass die Nachbargemeinde Ahlen mit dem Gedanken spielt die dortige Sekundarschule zur Gesamtschule weiterzuentwickeln. Wenn dieser Schritt erfolgen sollte, wird die Zahl der Schüler, die den Stadtbezirk nach der Grundschule verlassen – hier Richtung Ahlen weiter zunehmen.

Wir brauchen ein attraktives Schulangebot für Eltern und Schüler, um den Stadtbezirk schulpolitisch aufzuwerten. Deswegen fordern wir, dass die Mehrheitsfraktionen im Stadtrat ihre Blockadehaltung ablegen und die Schaffung einer Gesamtschule in Heessen auf die politische Tagesordnung setzen“.

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm

Daniel Waleczek
Schulpolitische Sprecher

Wählergruppe Pro Hamm

Ergebnisse aktueller Schulstatistik gibt der dritten Gesamtschule in Herringen Recht

,,Wir werden weniger, wir werden älter und wir werden bunter“, so kann man die jüngsten Zahlen der Schülerstatistik auf den Punkt bringen, hält Daniel Waleczek, der schulpolitische Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm, fest.
Daniel Waleczek weiter: ,,Die Schul- und Bildungspolitik muss sich den neuen Rahmenbedingungen anpassen, um alle Kinder in allen Sozialräumen zielgenau fördern zu können. Die Zahlen zur Schulstatistik 2018/19 überraschen niemanden, der sich mit Bildungspolitik und Schulentwicklung auseinandersetzt. Das Zahlenwerk unterstreicht die Entwicklung der letzten 20 Jahre. So beobachten wir, erstens – trotz einer verstärkten Zuwanderung in den letzten zwei Schuljahren, einen allgemeinen Rückgang der Gesamtschülerzahl und zweitens, dass dieser Rückgang die weiterführenden Schulformen unterschiedlich stark trifft. Während im Schuljahr 2008/09 noch 3752 Schüler in Hamm eine Realschule besuchten, so liegt die Zahl derzeit nur noch bei knapp 3600. Das ist ein Rückgang um rund 5 Prozent. Die Gymnasien müssen einen noch deutlicheren Aderlass hinnehmen und kommen im Vergleich zum Schuljahr 2012/13 (Schülerzahl: 5294) auf jetzt noch etwas mehr als 4100 Schüler. Das bedeutet einen Rückgang um knapp 20 Prozent. Hingegen, und das ist wenig überraschend, ist die Zahl der Schüler, die eine integrative Schule besuchen in den letzten 15 Jahren in Hamm stetig gestiegen. So weisen die Hammer Gesamtschulen zum Schuljahr 2017/18 insgesamt 2452 Schüler auf. Wenn man die mehr als 500 Schüler der Sekundarschule/Gesamtschule in Herringen miteinrechnet, so kommen wir auf eine Gesamtzahl von fast 3000 Schülern, die eine integrative Schule besuchen. Im Schuljahr 2008/09 waren es „nur“ 2305. Das ergibt ein Plus von mehr als 600 in absoluten Zahlen und eine prozentuelle Steigerung um knapp 22 Prozent. Wenn man noch bedenkt, dass in den letzten 15 Jahren aufgrund nicht vorhandener räumlicher Kapazitäten mehr als 1000 Schüler an den Gesamtschulen abgelehnt wurden, dann kann man von einem „Run“ auf das integrative Schulsystem sprechen und dass die integrative Schule die Wunschschule Nummer 1 bei der Hammer Elternschaft ist.“
Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe ergänzt: ,,Die Schülerschaft ist an den integrativen Schulen in den letzten fünf Jahren stetig gestiegen. Wir haben in keiner Schulform einen größeren Zuwachs als bei den integrativen Schulen. Die Errichtung einer dritten Gesamtschule am Standort der Arnold-Freymuth-Schule war goldrichtig. Die Anmeldezahlen, die über dem Soll liegen, unterstreichen, dass trotz aller Unkenrufe und des langjährigen politischen Widerstands eine integrative Schule mit einer Oberstufe in Herringen überfällig gewesen ist. Das war ein wichtiger Schritt Die darf nicht aber der letzte sein, so sollte man sich mittelfristig mit einer weiteren Stärkung des integrativen Schulsystems, z.B. mit Errichtung einer Schule des gemeinsamen, längeren Lernens im Hammer Norden/Heessen auseinandersetzen.“

Daniel Waleczek
Schulpolitischer Sprecher

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm

Geplante Investitionen in Heessen gleichen dem sprichwörtlichen Tropfen auf dem heißen Stein

Die Wählergruppe Pro Hamm hat sich in einer Klausurtagung mit den bezirksbezogenen Haushaltsplänen für die Stadtbezirke auseinandergesetzt. Die Bilanz für den Stadtbezirk Heessen ist ernüchternd. Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm, kommentiert: ,,Der bezirksbezogene Haushaltsplan bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. So stehen die Wohnquartiere im Sozialraum Norden des Stadtbezirks weit weniger im Fokus als notwendig. Die Vertreter der Großen Koalition haben keinen Grund sich zu beweihräuchern.

Viele Maßnahmen, die in den Doppelhaushalt eingestellt sind, kommen um Jahre verspätet und die Summen sind teilweise so gering, dass sie drohen zu einem Tropfen auf dem heißen Stein zu werden. Es ist zwar begrüßenswert, dass für Investitionsmaßnahmen an der Karlschule endlich Gelder im Haushalt eingeplant sind, ob diese aber ausreichen werden, um den massiven Sanierungsbedarf in den Klassenräumen zu beheben, kann angezweifelt werden. Über Investitionen in den Ganztagsbereich der Karlschule, der im Schulentwicklungsplan noch als defizitär gekennzeichnet wurde, wird im Haushaltsplan kein Wort verloren.“

Der schulpolitische Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm Daniel Waleczek ergänzt: ,,Die Grundschulen im Stadtbezirk schaffen es nur begrenzt auf den politischen Radar der CDU/SPD. Die Stephanusschule findet sich mit keinem Wort im Doppelhaushalt 2019/2020 wieder. Hier bleibt grundsätzlich das Problem bestehen, dass trotz kleinerer Verbesserungen, der Schulhof insgesamt unansehnlich ist und wir fehlenden Stauraum für Garderoben und Lagerflächen haben. Die Notwendigkeit einer Sanierung der Sanitärinstallation an der Josefschule wird glücklicherweise erkannt, die Maßnahmendurchführung wird aber erst für 2020 angesetzt. Dieser sollte um ein Jahr nach vorne verlegt werden und bereits kommendes Jahr erfolgen. Der insgesamt schlechte bauliche Zustand der Josefschule, der mittelfristig einer Grundsanierung bedarf, wird hingegen mit keinem Wort erörtert. Der Haushaltsplan im Bereich der Schul- und Bildungspolitik ist weitgehend Stückwerk. Die Leitfrage, wo soll der Stadtbezirk in 2, 3 Jahren bildungspolitisch stehen, wird nicht aufgeworfen. Man schweigt sich beispielsweise zum Thema integratives Schulsystem komplett aus. Die Übergangsquoten der Schüler im Stadtbezirk Heessen von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen verdeutlichen, dass wir ein bildungspolitisches Defizit haben. Die Heessener Schülerschaft ist an Schulen, wo das Abitur als Abschluss erreichbar ist, im städtischen Gesamtvergleich deutlich unterrepräsentiert.

Wir halten es für notwendig, um den Bildungsstandort Heessen nachhaltig aufzuwerten, dass mittelfristig im Stadtbezirk eine öffentliche Schule des längeren, gemeinsamen Lernens mit einer Oberstufe geschaffen wird. Das wäre ein Meilenstein in der Entwicklung Heessens. Der Vorschlag der Linke die Karlschule zu einer Gesamtschule weiterzuentwickeln, halten wir aber für zu kurz gedacht. Wenn wir eine ausreichende Heterogenität der Schülerschaft sicherstellen wollen, dann müssen wir den Standort der Realschule in eine mögliche Gesamtschule mitintegrieren.“

Dr. Cevdet Gürle geht in seiner Schlussbetrachtung zudem auf drei Aspekte ein. Dr. Cevdet Gürle: ,,Das Potenzial der Familien-Oase für den Stadtbezirk wird bei Weitem nicht abgeschöpft. Wir haben ein Außenbereich, in der sich u.a. ein kleines Kinderbecken befindet. Wir werden im Rahmen der Haushaltsberatungen Investitionen in den Außenbereich der Familien-Oase einfordern, die eine Erweiterung der Wasserfläche vorsehen und damit dem Hallenbad stärker einen Freibadcharakter zukommen lassen.

Einen Haushaltsposten zum Karlsplatz mit einer möglichen Reaktivierung des Brunnens und einer Aufwertung des Platzes sucht man in der Planung 2019/2020 vergebens. Wir werden diesen Punkt in Rahmen der Haushaltsberatungen ebenfalls beantragen. Dasselbe gilt auch für eine Stärkung der Mobilität, die kommt kaum oder gar nicht im Haushaltsplan vor, weder die Schaffung einer Ringbuslinie noch ein breit angelegtes Radwegeerneuerungsprogramm. Der Haushaltsansatz für das Radwegerneuerungsprogramm ist grundsätzlich viel zu gering angesetzt und müsste unter dem Strich mindestens doppelt so hoch ausfallen, wenn wir die umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel wie Fuß und Rad effektiv stärken wollen. Der bezirksbezogene Haushaltsplan für Heessen macht deutlich, dass er kein relevanter Schritt nach vorne ist, um die Lebens- und Wohnqualität nachhaltig zu steigern.“

Dr. Cevdet Gürle                                                                                                                                                                    Daniel Waleczek
Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm                                                                                                                                       Schulpolitischer Sprecher

Wählergruppe Pro Hamm

Abkehr vom G8-Wahnsinn war längst überfällig

,,Der Spuk hat endlich ein Ende“, so beschreibt der schulpolitische Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm und Mitglied im Schulausschuss Daniel Waleczek die Beschlüsse zur Rückkehr zu G9 auf dem Märkischen Gymnasium und dem Freiherr vom Stein Gymnasium. Daniel Waleczek weiter: ,,Kein Hammer Gymnasium wird beim Turbo-Abitur bleiben und das ist der absolut richtige Weg und im Sinne aller Beteiligten, angefangen von den Schülern, den Eltern bis zu den Lehrerkollegien. Die Einführung des verkürzten Gymnasiums unter der schwarzgelben Landesregierung war ein historischer Fehler, der nun korrigiert wird. Hierzu kann man nur sagen: Lieber ein Schrecken mit Ende, als ein Schrecken ohne Ende.

Das verkürzte Gymnasium stellt eine starke Belastung für alle Betroffenen dar. Die Schüler sind in einem solchen System des verkürzten Gymnasiums einer 45 Stundenwoche ausgesetzt und sollen mit der Zuverlässigkeit einer Maschine Leistung abrufen. Die Abkehr von Turbo-Abitur ermöglicht Jugendlichen ein Mehr an Freiheit in ihrer Lebensgestaltung. Damit der Übergang von G8 auf G9 auf kommunaler Ebene reibungslos und ohne Störfeuer verlaufen kann, müssen die richtigen Stellschrauben gedreht werden. So ist zu bedenken, dass der Ganztag auch bei den Gymnasien Fuß gefasst und die Gymnasien müssen sich ebenfalls intensiv mit dem Thema Inklusion auseinandersetzen. Die Folge ist, dass nicht wenige der Gymnasien, die mit der Einführung des G8 die ,,frei“ gewordenen Räume, durch den Wegfall eines kompletten Jahrgangs durch Angebote des Ganztags und der Inklusion besetzt haben. So fehlen diese Fach- und Klassenräume, die notwendig sind, damit ein G9-Betrieb an den Gymnasien funktionieren kann. Wir benötigen dementsprechend zeitnah Investitionen an den Gymnasien, um zum Beispiel notwendige Erweiterungen des Schulraumes zu ermöglichen. Diese Herausforderung können die Kommunen in Eigenregie nicht stemmen. Hier ist die Landesregierung gefragt, die die Gemeinden mit einer finanziellen Unterstützung in die Lage versetzen muss vor Ort ausreichend Spielraum zu haben. Eine Antwort, woher die zusätzlichen Lehrer kommen sollen und das bei einem jetzt schon vorhandenen Lehrermangel von mehr als 1800 Lehrern, bleibt die Landesregierung bis heute der Öffentlichkeit schuldig. Hier erwarten Schüler, Lehrer und Eltern berechtigterweise mehr politische Tatkraft aus Düsseldorf.“

Daniel Waleczek
Schulpolitischer Sprecher
Wählergruppe Pro Hamm

Abbau von Bildungsungleichheiten in der Stadt? Mit der Linke Hamm so nicht!

,,Für die Linke Hamm scheinen Bildungsgerechtigkeit und Bildungschancen als Maßstab politischer Arbeit nicht von Relevanz zu sein“, so Daniel Waleczek, schulpolitischer Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm und Mitglied im Schulausschuss. Er reagiert damit auf die pauschale Kritik der Linke Hamm, die verneint, dass Schulstandorte differenziert betrachtet werden und damit unterschiedlichen Zugang zu Ressourcen erhalten müssen.

Daniel Waleczek weiter: ,,Die Schaffung von einen Mehr an Bildungschancen und der Abbau von Bildungsungleichheiten ist eine der zentralen politischen Herausforderungen unserer Stadtgesellschaft. Wenn die Linke Hamm glaubt, dass man alle Schulen gleich behandeln muss, ist sie auf den Irrweg und unterstreicht, dass soziale Gerechtigkeit für sie entweder nur eine leere Floskel ist oder sie nicht verstanden hat, was soziale Gerechtigkeit bedeutet. Wenn wir Bildungsungleichheiten abbauen wollen, dann müssen wir endlich wegkommen vom Gießkannenprinzip der schwarzroten Stadtregierung, die scheinbar wohlwollend von der Linke Hamm aufgenommen wird und endlich eine bedarfsgerechte Ressourcenverteilung vornehmen. Bildungsbenachteiligte Kinder in Schulen an Standorten in strukturbenachteiligten Wohnquartieren, wie im Hammer Westen und dem Hammer Norden sind auf ein qualitativ optimal ausgestattetes Schulumfeld angewiesen.

So müssen den Grundschulen, die in einem solchen Umfeld arbeiten deutlich mehr Ressourcen zugewiesen werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass solche Schulen feste Sozialarbeiter erhalten, dass diese Schulen eine bessere Raumausstattung bekommen, um einen zieldifferenten Unterricht zu ermöglichen und dass die Klassenstärke bei maximal 20 Schülern liegt. Die Linke ruft kopflos nach einer Politik der Gleichmacherei, verkennt aber, dass die Startbedingungen ungleich und die Ressourcen begrenzt sind. Eine solche Politik baut keine Bildungsungleichheiten ab, sondern zementiert sie. Das ist keine soziale, sondern eine asoziale Bildungspolitik, die die Linke in Hamm für Hamm fordert. Wir benötigen eine gerechte und systematische Förderung und Unterstützung von Schulen mit sozial höchst ungleichen Ausgangslagen. Die unterschiedlichen Unterstützungsbedarfe der Schulen müssen präzise aufgedeckt und Ungleiches ungleich behandelt werden. Ein Instrument wäre die Erstellung von schulbezogenen quantifizierten Sozialindexes. Diese Forderung stößt  im Rathaus bisher auf taube Ohren“.

Daniel Waleczek
Schulpolitischer Sprecher
Wählergruppe Pro Hamm

Schluss mit der Bildungsbenachteiligung

Die Wählergruppe Pro Hamm greift die Thematik auf, dass mehr als die Hälfte der Grundschüler in der Stadt ausländische Wurzeln haben und bringt den Vorschlag der Bundesbildungsministerin Wanka (CDU), die Zahl von Kindern mit einem sogenannten Migrationshintergrund pro Klasse zu begrenzen, als Diskussionsanstoß in die öffentliche Debatte.
 
Daniel Waleczek, schulpolitischer Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm hält fest: ,,Die Stellungnahmen von Lehrkräften unterstreichen, dass sie mit der Situation in Teilen überfordert sind und sich nicht genügend unterstützt fühlen. Die Rahmenbedingungen an den Schulen in Deutschland sind suboptimal und hier stellt Hamm leider keine paradiesische Ausnahme dar. Das setzt beim fehlenden Personal an und hört bei der räumlichen Ausstattung auf. Es hakt an vielen Ecken und Enden.“
Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm ergänzt: ,,Ich möchte zunächst auf eine Studie der Bertelsmann Stiftung verweisen, darin wird am Fallbeispiel der Stadt Müllheim an der Ruhr verdeutlicht, dass die Aufhebung der Grundschulbezirke und die freie Auswahl der Grundschule durch die Eltern dazu führte, die soziale und ethnische Trennung an den Grundschulen zu verstärken. Diese Erkenntnis kann auf die Stadt Hamm übertragen werden. So erleben wir, dass Kinder aus einer sozialen Schicht bereits während der Grundschulzeit unter sich bleiben. Das ist unter anderem das Ergebnis, wenn Eltern, die über ausreichend finanzielle Ressourcen verfügen, mobiler sind und ihr Kind nicht an einer Grundschule in Pelkum, sondern in Rhynern anmelden oder Kinder nach der Grundschule in Herringen nicht die nahgelegene Friedrich-Ebert-Realschule, sondern die Konrad-Adenauer-Realschule, ebenfalls in Rhynern, besuchen. Diese Schülerabwanderung verschärft die soziale Schieflage an einzelnen Schulstandorten zusehends. Die politischen Entscheidungsträger in der Großen Koalition sind sich der Problematik bewusst, versagen aber in der Frage, wie das massive Bildungsgefälle in unserer Stadt abgebaut und ein Mehr an Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit erreicht werden kann. Die Studie der Bertelsmann Stiftung hält fest, dass Eltern mit einem niedrigen Bildungsstatus und Eltern mit einem Migrationshintergrund häufiger eine nahegelegene Grundschule wählen. Diese Familien sind in der Regel weniger mobil und bleiben meist in ihrem Wohnbezirk. Der Sozialstatus der Schule spielt für diese Eltern bei der Schulwahl eine untergeordnete Rolle. Vor allem Eltern mit mittlerem Sozialstatus nehmen die freie Schulwahl in Anspruch. Eltern mit hohem Sozialstatus machen davon seltener Gebrauch, da sie meist in sozial homogenen Einzugsbereichen wohnen.“
Daniel Waleczek hält aber auch fest: ,,Eine Quotierung, wie es die Bundesbildungsministerin vorschlägt, ist sinnvoll, aber in einer Stadt wie Hamm, wo die Hälfte der Kinder im Kindergarten einen Migrationshintergrund hat, nicht realisierbar. Wenn wir Bildungsungleichheiten abbauen wollen, dann muss die CDU/SPD-Stadtregierung endlich weg vom Gießkannenprinzip und eine bedarfsgerechte Ressourcenverteilung vornehmen. Bildungsbenachteiligte Kinder in Schulen in sozialen Brennpunkten sind auf ein qualitativ gut ausgestattetes Schulumfeld angewiesen. So müssen den Grundschulen, die in einem sozial schwierigen Umfeld arbeiten deutlich mehr Ressourcen zugewiesen werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass solche Schulen feste Sozialarbeiter erhalten, dass diese Schulen eine bessere Raumausstattung bekommen, um einen zieldifferenten Unterricht zu ermöglichen und dass die Klassenstärke bei maximal 20 Schülern liegt.
 
Des Weiteren muss die Große Koalition der Erstellung eines sogenannten „schulbezogenen Sozialindexes“ zustimmen. Wir benötigen quantifizierte schulscharfe Sozialindices, um eine gerechte und systematische Förderung und Unterstützung von Schulen mit sozial höchst ungleichen Ausgangslagen zu ermöglichen. Die unterschiedlichen Unterstützungsbedarfe der Schulen müssen präzise aufgedeckt und Ungleiches ungleich behandelt werden. Es ist aber bezeichnend für die Bildungspolitik der Hammer SPD und CDU, dass sie einen Antrag der Wählergruppe auf Erstellung eines schulbezogenen Sozialindexes abgelehnt haben.“

Daniel Waleczek                                                                                      Dr. Cevdet Gürle
Schulpolitischer Sprecher                                                                     Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm

Wählergruppe Pro Hamm

Die Talentschule wird für alle Beteiligten eine Belastung sein

„Die sogenannte Talentschule stärkt und zementiert soziale Ungerechtigkeiten“, so Daniel Waleczek, schulpolitischer Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm und widerspricht vehement den Äußerungen des FDP-Ratsherrn Ingo Müller. Daniel Waleczek weiter: ,,Diese neue Form des Schultyps wird das Bildungsgefälle in unserer Stadt nicht reduzieren. Sie wird, da sie ein weiteres Klassensystem propagiert, die soziale Spaltung in der Stadt und unter den Schulen vertiefen. Die CDU/FDP-Landesregierung zündet eine Nebelkerze und hofft damit Bildungsungleichheiten auszugleichen. Hier werden Schulen und Schulformen bewusst gegeneinander ausgespielt. So sollen die sogenannten Talentschulen, um eine bessere Infrastruktur z.B. ein flächendeckendes WLAN-Netz im Schulgebäude zu erhalten, Gelder aus dem Programm ,,Gute Schule 2020“ erhalten. Das sind finanzielle Mittel, die u.a. für Sanierungen an anderen Stellen in unserer Stadt fehlen werden. Die schwarzgelbe Landesregierung muss eine bedarfsdeckende Ausstattung an allen Schulen gewährleisten. Das Land NRW stellt den Kommunen hingegen nur begrenzt Ressourcen zur Verfügung und unterstreicht das Bildung keine Priorität in Düsseldorf hat. Die Gemeinden sind genötigt mit den begrenzten Mitteln auszukommen und diese nach transparenten Kriterien optimal zu verteilen. Die Erstellung eines kommunalen schulbezogenen Sozialindex wäre ein geeignetes Instrument. Der Sozialindex, der aber derzeit in Hamm und der Mehrzahl der NRW-Kommunen Anwendung findet, ist nicht schulscharf und misst lediglich die vier soziodemografischen Merkmale: Arbeitslosenquote, Sozialhilfequote, Migrantenquote sowie Anteil der Wohnungen in Einfamilienhäusern. Der Sozialindex ist ein zentrales Instrument der Ressourcensteuerung bei der Zuweisung der personellen und sachlichen Ausstattung für Bildungseinrichtungen. Wir benötigen quantifizierte schulscharfe Sozialindices, um eine gerechte und systematische Förderung und Unterstützung von Schulen mit sozial höchst ungleichen Ausgangslagen zu ermöglichen. Die unterschiedlichen Unterstützungsbedarfe der Schulen müssen präzise aufgedeckt und Ungleiches ungleich behandelt werden. Es ist aber bezeichnend für die Schul- und Bildungspolitik der CDU/SPD-Stadtregierung, dass sie sich seit zwei Jahren gegen die Erstellung eines solchen Index stellt und damit den Abbau sozialer Bildungsungleichheiten untergräbt.“ Die Wählergruppe Pro Hamm betont, dass über eine Ungleichbehandlung des Ungleichen eine größere Chancengerechtigkeit erreicht werden kann. So hat die Stadt Mühlheim u.a. den Index „Soziale Privilegierung und Benachteiligung“ aufgelistet und als Indikatoren den Anteil der Eltern mit niedriger Bildung und den Anteil der Väter ohne Arbeit angesetzt. Die Problemlage ist, dass die Schulen in höchst unterschiedlichen schwierigen und sozial belasteten ,,Gelände“ ihre pädagogische Arbeit erfüllen müssen. Deswegen ist es von Vorteil Möglichkeiten zu eröffnen, um die spezifischen Förderbedarfe und Stärken der Grundschulen und der weiterführenden Schulen aufzulisten und die zur Verfügung stehenden Ressourcen optimal zu verteilen. Hier ist es aber kontraproduktiv einzelne Standorte zu möglichen Talentschulen zu machen und andere Standorte, in denen ebenfalls Bedarfe vorhanden sind, gezielt außen vor zu lassen. Daniel Waleczek resümiert: ,,Die sogenannte Talentschule will Gewinner produzieren, wird letztendlich aber für alle Beteiligten im System Schule, ob Eltern, Lehrer oder Schüler eine Belastung sein und unter dem Strich einen negativen Mehrwert haben“

Daniel Waleczek
Mitglied im Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm