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Weststraße

Neue Impulse für die Innenstadt setzen

Die Wählergruppe Pro Hamm hat in einer Klausurtagung sich auf der Basis des Innenstadtgutachtens mit dem aktuellen Zustand der City auseinandergesetzt und Empfehlungen erarbeitet, wie eine positive Weiterentwicklung der Innenstadt aussehen könnte. Dr. Cevdet Gürle, Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm und Hakan Yildirim, Mitglied im Wirtschaftsausschsuss fassen die Ergebnisse wie folgt zusammen: ,,Das Gutachten, das eine präzise Bestandsanalyse zum Zustand und Entwicklungspotenzialen der Hammer Innenstadt beschreibt, hat es auf den Punkt gebracht: Die Innenstadt ist ein Sanierungsfall! Die Stadtregierung trägt mit einer verfehlten Wirtschaftspolitik eine Mitverantwortung an dem Ist-Zustand der City. So war es aus heutiger Sicht ein fataler Fehler die Logistikbranche zum Steckenpferd der Hammer Wirtschaftspolitik zu machen. Die Arbeitskräfte im Logistikbereich, die häufig über Zeitarbeitsfirmen beschäftigt sind, werden schlecht bezahlt und haben kaum positive Impulse auf die Kaufkraft in Hamm. Eine Stadtentwicklungsgesellschaft wird die Innenstadt nicht nach vorne bringen, wenn die politisch Verantwortlichen in der Stadtregierung nicht bereit sind einen neuen Kurs in der Stadtentwicklungspolitik einzuschlagen. Wir als Wählergruppe möchten drei Empfehlungen in die politische Diskussion einbringen. Erstens, wir benötigen, wenn wir die Weststraße beleben wollen eine stärkere Anbindung zwischen dem Allee-Center und der Fußgängerzone. Die Kaufkraft in Hamm konzentriert sich mehr und mehr auf das Allee-Center und die Weststraße hat hier das Nachsehen. Eine Möglichkeit, den Kundenverkehr vom Allee-Center in Richtung Fußgängerzone umzulenken beziehungsweise weiterzulenken, wäre es wenn man eine direkte oberirdische Anbindung zwischen dem Allee-Center und der Ritterpassage erstellen würde. Der Brückenschlag wäre sowohl eine deutliche Aufwertung der Ritterpassage und würde zugleich die Besucherströme aus dem Einkaufszentrum verstärkt in die Weststraße weiterleiten. Des Weiteren brauchen wir dringend mehr grün und Sitzmöglichkeiten in der Fußgängerzone, so dass die Verweildauer für den Einzelnen attraktiver wird. Ein zweiter Arbeitsschwerpunkt der politischen Arbeit in den nächsten Jahren muss der Hammer Westen sein. Hier stellen sich für uns zwei Fragen, erstens wie schaffen wir es das soziale Abdriften einzelner Wohnquartiere zu stoppen und zweitens wie können wir eine stärkere Bindung des Hammer Westens an die City erreichen. Das sind komplexe Problemlagen, die komplexe Antworten fordern. Es wäre ein erster Schritt, wenn städtebaulich Maßnahmen getroffen würden höherwertigen Wohnraum im Hammer Westen zu ermöglichen. Die Folge wäre eine stärkere soziale Durchmischung, die der zunehmenden Gettoisierung entgegenwirken kann. Neben der Wohnpolitik sind infrastrukturelle Veränderungen zwingend notwendig. So muss ein Umbau der Wilhelmstraße erfolgen mit der Intention, dass der Hammer Westen stärker Richtung City geöffnet wird. Drittens benötigen wir ein generelles Umsteuern in der Wirtschaftspolitik. Das Ziel sollte es sein die Kaufkraft in der Kommune zu steigern. Hier brauchen wir mehr gut qualifizierte und bezahlte Fachkräfte und weniger Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich. Die Konsequenz für das politische Handeln muss sein: Weniger in die Logistik zu investieren und verstärkt Ressourcen in die  Bereiche wie Gesundheit, Bildung, IT-Dienstleistungen oder Kommunikationstechnologie sowie unbedingt in Handwerksbetriebe umzulenken. Die Entscheidungen die die Politik, und hier ist in erster Linie die große Koalition in der Verantwortung, in den nächsten drei, vier Jahren treffen wird, wird nicht nur das Gesicht der City, sondern möglicherweise die der ganzen Stadt über Jahrzehnte prägen.“

 

Dr. Cevdet Gürle

Ratsherr der Stadt Hamm

Cevdet Bild 1

 

 

 

 

 

 

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Hakan Yildirim

Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Innovation und Stadtmarketing

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