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Pro Hamm in Aktion – Station Rhynern

Die Wählergruppe Pro Hamm stand am Laden Tintenfass in Westtünnen (Rhynern) mit einem Infostand und konnte im Gespräche mit den Bürger*innen ihre kommunalwahlpolitischen Inhalte vorstellen und Anregungen für die politische Arbeit mitnehmen.
Wir sagen Danke für die Gespräch und die Unterstützung für Pro Hamm.

Ein Tierfriedhof für Hamm ist ein Muss

Die Wählergruppe Pro Hamm fordert in ihrem kommunalpolitischen Wahlprogramm einen Tiefriedhof für Hamm. Martin Klaßen, der seit Jahrzehnten sich für den Tierschutz und hier im Besonderen, um das Wohl von Hunden in Hamm stark macht, greift eine alte Forderung der Hammer Hundefreunde, die er bereits in der Vergangenheit mehrfach zur Diskussion gestellt hat, auf.
Der Kandidat im Team der Wählergruppe Pro Hamm für die Bezirksvertretung Rhynern hält fest: ,,Hamm braucht endlich einen Tierfriedhof und Rhynern hat genug Standorte, um den Wunsch vieler Tierliebhaber zur verwirklichen. Die nächstgelegenen Tierfriedhöfe in der Region sind in Dortmund und Münster. Das ist für Menschen, die weniger mobil oder älter sind Strecken, die nicht einfach so nebenbei zu meistern sind. Die Corona-Pandemie hat nochmal unterstrichen, wie wichtig Haustiere für uns Menschen sind. Haustiere spenden den Menschen Trost und vermitteln Zuversicht.
Haustiere machen Menschen glücklicher und ausgeglichener und haben damit einen direkten positiven Effekt auf unser Wohlbefinden und unsere Psyche. Auf den Punkt gebracht: Haustiere fördern die Gesundheit der Menschen. So sollte es ein Muss sein, dass eine Großstadt wie Hamm einen Tierfriedhof unterhält und damit den Wunsch vieler Haustierbesitzer nachkommt den Körper ihres Lieblings angemessen beerdigen zu können.“
Martin Klaßen
Kandidat Rhynern
Wählergruppe Pro Hamm

Unsere Mannschaft für den Stadtbezirk Rhynern

Pro Hamm = Für Hamm
Pro Rhynern = Für Rhynern

Die Wählergruppe Pro Hamm hat ihre Mannschaft für die Bezirksvertretung Rhynern aufgestellt. Die Bezirksliste wird angeführt vom 51jährigen Thorsten Mächler. Es folgen auf den weiteren Plätzen Stefan Züll (32 Jahre, Dip. Ingenieur), Stefanie Janke-Heidemeier (44 Jahre, Eltern- und Schulbegleitung) und Martin Klaßen (71 Jahre, Rentner). Thorsten Mächler, der sich seit 25 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Westtünnen engagiert, umreißt die wichtigsten politischen Schwerpunkte.

Thorsten Mächler: ,,Die dörfliche Siedlungsstruktur ist charakteristisch für die Ortsteile im Stadtbezirk. Hier treffen Tradition und Brauchtum auf ein modernes Wohnumfeld. Leider wird die hohe Wohnqualität zunehmend durch ein stetig steigendes Verkehrsaufkommen und die damit einhergehenden Emissionen in Frage gestellt. Wir lehnen dementsprechend weitere Ausweisungen von großflächigen Gewerbeflächen ab. Die Problemlagen im Gewerbegebiet Rhynern mit seiner, u.a. stetig steigenden Vermüllung sind zurecht ein Ärgernis. So dürfen wertvolle Kulturlandschaften, die wichtige Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt sind, nicht zugunsten von Logistikunternehmen zerstört und damit auch die dörfliche Siedlungsstruktur der Ortsteile untergraben werden. Der Stadtbezirk lebt und wirkt durch die Menschen und den engagierten Vereinen und so sollte die Politik die Arbeit der vielfältigen Vereinswelt, ob das die Freiwillige (Jugend)Feuerwehr oder der Sportverein ist, weiterhin unterstützen. Der Stadtbezirk hat viele Wald- und Naherholungsgebiete, u.a. den Pilsholz, der bei Spaziergängern, Walking-Sportlern und Joggern beliebt ist. Hier müssten auf dem Wegenetz die Sitzbänke teilweise erneuert und an den Parkplätzen um den Pilsholz zusätzliche Fahrradabstellplätze angelegt werden. Eine Anregung, die viele Besucher des Pilsholz an uns herangetragen habe, wäre auch einen Trimm-dich-Pfad anzulegen, um Natur und Mensch über den Faktor Sport näher zu bringen.“.

Stefanie Janke-Heidemeier ergänzt, in dem sie auf die Notwendigkeit eingeht den Verkehrsraum neu zu ordnen. Stefanie Janke-Heidemeier: ,,Der öffentliche Nahverkehr muss ausgebaut werden, so dass die ländlichen Wohnräume stärker mit den Ortskernen verbunden sind. Außerdem rächt sich nun, dass die Große Koalition in den letzten Jahren zu wenig in den Erhalt und den Ausbau des Fuß- und Radwegesystems investiert hat. Hier müssen in den nächsten Jahren deutlich mehr Gelder in den Haushalt eingeplant werden, damit eine nicht nur umweltschonende, sondern auch bei Menschen immer beliebtere Infrastruktur eine höhere politische Priorität genießt.“

Stefan Züll greift zwei weitere Themenfelder auf, die auf die Agenda in der nächsten Legislaturperiode gestellt werden sollten. Stefan Züll: ,,Rhynern muss attraktiver werden für „Neubürger“ und hier zeigt sich eine größere Baustelle im Stadtbezirk. Wir haben zu wenig Wohnraum, der den Bedürfnissen der verschiedenen sozialen Gruppen gerecht werden kann. Wir benötigen auf der einen Seite mehr sozial geförderten Wohnraum, aber auch zugleich seniorengerechte Wohnungen bis hin zu Mehrgenerationenhäusern. Eine Frage, die sich ebenfalls stellt: Wie geht es langfristig weiter mit dem Standort Lohschule, das derzeit als Außenstelle des Weiterbildungskollegs Hanse-Kollegs Lippstadt und als Fortbildungszentrum für die VHS dient? Es ist ein offenes Geheimnis, dass viel Studierende und Lehrkräfte zwar von der „Qualität“ des Schulgebäudes sehr zufrieden sind, aber weniger vom Standort. So kommen mehr als 90 Prozent der Studierenden am Standort der Lohschule nicht aus Rhynern oder Uentrop, sondern weitgehend aus den westlichen Stadtbezirken. Es wäre dementsprechend im Sinne der Studierenden das Weiterbildungskolleg und die VHS innenstadtnah anzusiedeln und den Standort der Lohschule einer anderen Nutzung zukommen zu lassen. Ein Vorschlag, der hier überlegenswert wäre, ist die Umwidmung zu einem sogenannten Bürgerhaus. Bürgerhäuser gibt es in vielen Gemeinden und Städten Deutschlands und sie dienen als Orte des geselligen Zusammenkommens. Ein Bürgerhaus am Standort der Lohschule wäre ein sozialer Treffpunkt, in der z.B. Vereine Räumlichkeiten nutzen können. Das wäre im Besonderen auch im Zusammenhang mit dem Neubau des Sportzentrums interessant. Ein Bürgerhaus wäre generationsübergreifend ein Ort, wo Rhynern zusammenkommen kann.“

Martin Klaßen ergänzt seine Mitstreiter und greift eine alte Forderung der Hammer Hundefreunde auf. Martin Klaßen: ,,Hamm braucht endlich einen Tierfriedhof und Rhynern hat genug Standorte, um den Wunsch vieler Tierliebhaber zur verwirklichen. Die nächstgelegenen Tierfriedhöfe in der Region sind in Dortmund und Münster. Das ist für Menschen, die weniger mobil oder älter sind Strecken, die nicht einfach so nebenbei zu meistern sind. Die Corona-Pandemie hat nochmal unterstrichen, wie wichtig Haustiere für uns Menschen sind. Haustiere spenden den Menschen Trost und vermitteln Zuversicht. Haustiere machen Menschen glücklicher und ausgeglichener und haben damit einen direkten positiven Effekt auf unser Wohlbefinden und unsere Psyche. Auf den Punkt gebracht: Haustiere fördern die Gesundheit der Menschen. So sollte es ein Muss sein, dass eine Großstadt wie Hamm einen Tierfriedhof unterhält und damit den Wunsch vieler Haustierbesitzer nachkommt den Körper ihres Lieblings angemessen beerdigen zu können.“

Dr. Cevdet Gürle schaut mit Zuversicht auf die Kommunalwahlen. Dr. Cevdet Gürle: ,,Wir haben eine starke Mannschaft für den Stadtbezirk auf die Beine gestellt. So sind wir zuversichtlich, dass, nachdem wir 2014 noch mit wenigen Stimmen an einem Sitz vorbeigeschrammt sind, erstmals als Wählergruppe in die Bezirksvertretung einziehen werden.“

Team Rhynern
Wählergruppe Pro Hamm

Krieger Handels GmbH kriegt den Hals nicht voll und stellt weitere Forderungen

Die Wählergruppe Pro Hamm findet deutliche Worte auf die „Erwartungshaltung“ der Krieger Handel SE. Diese möchte am derzeitigen Finke-Standort ein Hochregallager bauen, welches u.a. mit massiven Eingriffen in die Natur verbunden wäre.

Thorsten Mächler, Sprecher für die Wählergruppe Pro Hamm im Stadtbezirk Rhynern, konstatiert: ,,Das was die Krieger Handel SE versucht zu betreiben, ist eine Industriepolitik in bester Wildwest-Manier getreu dem Motto: „Friss oder stirb!“ Wenn die Krieger-Leitung die Botschaft vermittelt, entweder stimmt die Politik vorbehaltlos unseren Plänen zu oder wir machen den Laden dicht, dann ist das eine glatte Erpressung. Die Politik und die Stadt Hamm sind gut bedient, sich nicht auf solche Spielereien einzulassen. Die Große Koalition darf sich nicht als Erfüllungsgehilfen einer neoliberalen Wirtschaftspolitik disqualifizieren.

Die Krieger Handel SE hat u.a., indem sie der Belegschaft neue Arbeitsverträge mit deutlich schlechteren Konditionen aufgedruckt hat, bewiesen, dass sie als Arbeitgeber ihrer sozialen Verantwortung nicht nachkommt. Umweltpolitische Belange oder eine Minderung der Lebensqualität für die angrenzenden Wohnquartiere durch ein höheres Verkehrsaufkommen und damit einhergehend mit einem Mehr an Emission und Lärmwerte mögen bei den Expansionsplänen der Krieger Handel SE keine Rolle spielen, müssen aber von Relevanz für die Politik sein.

Wir erwarten, dass die Rathausspitze klare Kante zeigt und der Krieger-Leitung deutlich macht, dass eine ungleiche Partnerschaft nicht im Interesse der Stadt ist. Die CDU, SPD und FDP haben viel Vertrauen in Finke gesetzt und die Umsetzungspläne trotz aller Widerstände in Rhynern unterstützt und stehen jetzt vor einem Scherbenhaufen ihrer Wirtschaftspolitik. Sie haben, wie bei einer Einbahnstraße den Einzelinteressen eines Unternehmens gegenüber dem öffentlichen Interesse den Vorzug gegeben. Dass das auf Dauer nicht gut gehen konnte, sollte niemanden überraschen.“

Der Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm, Dr. Cevdet Gürle ergänzt die Ausführungen seines Kollegen: ,,Wir werden nach der heutigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses, in der die Stadtverwaltung einen aktuellen Sachstand zur möglichen Erweiterung des Möbelhauses in Rhynern abgeben wird, entscheiden ob wir das Thema auf die Tagesordnung des Stadtrats setzen. Die Intention eines möglichen Antrags wäre dementsprechend, dass der Rat der Stadt der Verwaltung die Empfehlung ausspricht, der Errichtung eines Hochregallagers nicht zuzustimmen.“

Thorsten Mächler
Sprecher Stadtbezirk Rhynern
Wählergruppe Pro Hamm

Großer Koalition misslingt es dem bezirksbezogenen Haushaltsplan für den Bezirk Rhynern eine klare Stoßrichtung zu geben

,,Der Stadtbezirk blutet zunehmend aus“, so Thorsten Mächler, Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm für den Stadtbezirk Rhynern. Thorsten Mächler weiter: ,,Der bezirksbezogene Haushaltsplan 2019/2020 bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück und setzt kaum Akzente auf eine positive Entwicklung des Stadtbezirks. Der Bezirk mit seinen Ortsteilen ist in jüngster Zeit massiven Veränderungen unterworfen. Das Aus für das Traditionslokal „Zum Klosterfeld“ oder der Weggang oder die Schließung von inhabergeführten Geschäften unterstreichen, dass wir zeitnah einen Zukunftsplan für Rhynern benötigen. Ansonsten kann man schnell in eine Negativspirale geraten, die der Aufenthalts- und Lebensqualität in den Ortsteilen schädlich ist. Rhynern ändert sich rasant und hier es ist existenziell, dass man die Menschen in den Ortsteilen stärker einbindet, um ihnen auch die Sorge vor Veränderung wegzunehmen.
 
Die Große Koalition lässt mit dem Haushaltsentwurf 2019/2020 leider eine Chance verstreichen den Stadtbezirk deutlicher nach vorne zu hieven. Das wird im Besonderen an zwei Punkten deutlich. So müssen wir zu Kenntnis nehmen, dass im Haushaltsplan die Hochwassersicherung in Süddinker (Fuhrbach) und Ostünnen (Tünner Bach) nicht eingeplant sind. Sie tauchen erst in der langfristigen Planung, nach 2023 auf. Hier fordern wir, dass die investiven Mittel für die Haushaltsmaßnahmen 660C1304013710 Hochwassersicherung Süddinker (Fuhrbach) und 660C1304013715 Hochwassersicherung Osttünnen (Tünner Bach) bereits in den Haushalt 2019/2020 eingestellt werden. Ein entsprechender ergänzender Haushaltsantrag ist an den Haupt- und Finanzausschuss gestellt. Die Hochwassersicherung ist eine elementare staatliche Aufgabe, die von den Kommunen uneingeschränkt unterstützt werden sollte. Das gilt im Besonderen in einer Zeit, in der klimatische Veränderungen mit negativen Folgewirkungen für die Menschen massiv zunehmen. Deswegen muss die Hochwassersicherung eine stärkere Priorität auf der politischen Agenda einnehmen.
 
Des Weiteren findet sich im Haushaltsplan auch der Einzelposten Radwege-Erneuerungsprogramm mit einem Haushaltsansatz von jeweils 150 000 Euro für 2019 und 2020. Wenn man eine ernsthafte Neuausrichtung in der städtischen Verkehrspolitik schaffen will, in der umweltfreundliche Verkehrsmittel eine höhere Gewichtung genießen, dann müsste die Summe deutlich aufgestockt und für jeden einzelnen Stadtbezirk ein Fuß- und Radwege-Erneuerungsprogramm aufgelegt werden. Das wäre im Sinne des Verkehrsberichts und des Lärmaktionsplans, die 2018 vorgestellt wurden. Wir müssen aber zu Kenntnis nehmen, dass für die Stadtverwaltung und die Mehrheitsfraktionen die Ausweitung umweltschonender Fortbewegungsmittel kaum Relevanz hat.
 
Der Doppelhaushalt 2019/2020 hat eine relativ hohe investive Summe. Leider misslingt es der Großen Koalition dem bezirksbezogenen Haushalt eine klare Stoßrichtung zu geben, der Rhynern substanziell nach vorne bringen könnte.“
 
Thorsten Mächler
Sprecher Stadtbezirk Rhynern
Wählergruppe Pro Hamm

Arbeitsplätze sicher? Zeit alle Fakten bezüglich Finke auf den Tisch zu legen

,,Die städtische Wirtschaftsförderung hat keinen Kompass und ist, das macht der Fall Finke deutlich, vollkommen überfordert einen geordneten Übergang am Standort in Rhynern zu begleiten“, so Thorsten Mächler, Sprecher für die Wählergruppe Pro Hamm in Rhynern. Thorsten Mächler konstatiert: ,,Das die Öffentlichkeit und Teile der Finke-Belegschaft über die Medien über die jüngsten Entwicklungen in Kenntnis gesetzt wurden, ist eine Bankrotterklärung für die Stadtspitze. Die Krieger Handel SE trifft in ihrer Zentrale in Berlin Entscheidungen mit hoher Tragweite, ohne es für notwendig zu erachten, u.a. die Verantwortlichen in der Wirtschaftsförderung zu informieren.

Das ist ein Schlag ins Gesicht all derjenigen in der Großen Koalition und der FDP, die das Projekt Finke, trotz aller Widerstände und massiver Kritik, politisch unterstützt haben. Umweltpolitische Belange oder eine Minderung der Lebensqualität für die angrenzenden Wohnquartiere durch ein höheres Verkehrsaufkommen und damit einhergehend mit einem Mehr an Emissionen und Lärm wurden stets als unproblematisch bewertet. Man hat sich als Erfüllungsgehilfe einer neoliberalen Wirtschaftspolitik disqualifiziert und bekommt als Dank von der Finke-Leitung und dem neuen Berliner Inhaber die kalte Schulter gezeigt. Die Wirtschaft diktiert ungeniert der Politik ihre Forderungen und konfrontiert sie mit vollendeten Tatsachen.

Sieht so die konstruktive Partnerschaft auf Augenhöhe aus, in der es nur Gewinner gebe, von der einst der Oberbürgermeister bei der Ansiedlung von Finke in Rhynern gesprochen hat? Die Krieger Handel SE hat als Unternehmen eine sozialgesellschaftliche Verantwortung und eben dieser muss sie sich auch stellen und hier ist natürlich auch die Rathaus-Spitze gefragt, klare Kante zu zeigen. Es darf nicht sein, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Fehler der Finke-Leitung ausbaden müssen und die Politik dem tatenlos zusieht. So ist das Mindeste, das die Entwicklung am Standort von Finke in Rhynern auf die Tagesordnung des Wirtschaftsausschusses gesetzt wird, um das Thema im politisch-öffentlichen Raum zu diskutieren und hier Stellungnahmen der Wirtschaftsförderung und der Krieger Handel SE einzuholen, um endlich zu erfahren, wie es zum Beispiel mit der Sicherheit der Arbeitsplätze steht.“

Thorsten Mächler
Sprecher Stadtbezirk Rhynern
Wählergruppe Pro Hamm

Kolleg hat in Rhynern nichts verloren

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert die schulpolitische Entscheidung der schwarzgelben Stadtregierung die Außenstelle des Hanse-Weiterbildungskollegs und die VHS-Nebenstelle in das Gebäude der Lohschule zu verlegen. Der Vorsitzende der Wählergruppe Dr. Cevdet Gürle macht deutlich, dass eine Verlegung unter rationalen Geschichtspunkten eine grandiöse Fehlleistung ist. ,,Wir halten es für einen eklatanten schulpolitischen Fehler am Plan festzuhalten das Weiterbildungskolleg und die VHS in das Gebäude der Lohschule zu legen. Das ständige Aufsagen des Gegenteils unseres Schuldezernenten Herr Kreuz ändert nichts an der Tatsache“, so Gürle. Pro Hamm präsentiert einen alternativen Plan und stützt diesen auf drei Argumenten. Gürle: „Erstens, die schwarz-gelbe Stadtregierung stülpt den Bürgern ihre schulpolitschen Beschlüsse auf ohne auf kritische Einwände einzugehen. Schüler, Eltern und Lehrer der betroffenen Schulen wurden vor vollendeten Tatsachen gestellt. So wurde die ablehnende Haltung der Schulleitung des Weiterbildungskollegs als lästige Minderheitsmeinung abgetan. Die CDU/FDP-Stadregierung verweigert sich dem Gespräch mit den Bürgern und zieht es vor eine Politik über die Köpfe dieser zu machen. Eine konstruktive und nachhaltige Schul- und Bildungspolitik kann es nicht geben, wenn man nach der Methode Augen-zu-und-durch handelt.“ Der Vorstandsmitglied Dr. Nizamettin Atli erläutert das zweite Argument: ,,Eine Verlegung des Weiterbildungskollegs aus dem Hammer Norden nach Ryhnern wäre für das Gros der Studierenden eine massive Verschlechterung. Den Statistiken des Schulamtes kann man entnehmen, dass die überwiegende Mehrheit der Studierenden, die am Kolleg über den zweiten Bildungsweg höhere Abschlüsse anvisieren aus den Hammer Westen und Norden kommen. Die Zahl der Studierenden des Kollegs, die im Hammer Süden beziehungsweise Ryhnern wohnhaft sind, beträgt hingegen nur knapp 10 Prozent. Die Stadt Hamm sollte den Studierenden, von denen nicht wenige Mütter und Väter sind und so neben Familie und Arbeit den Mut aufbringen sich weiterzubilden keine Hürden aufstellen, sondern sie in ihren Bemühungen tatkräftig unterstützen. Ein Weiterbildungskolleg hat nichts, aber auch gar nichts in Ryhnern verloren! Es muss sich dort befinden, wo seine Studenten sind oder zumindestens in einer zentralen urbanen Lage.“ ,,Die Aussage des Schuldezernenten, dass mit der Ansiedlung der VHS in das Gebäude der Lohschule die Bürger Ryhnerns nun ohne große Umwege einen VHS-Kurs besuchen können, entlarvt das Denken der schwarzgelben Stadtregierung. Denn diese Aussage impliziert, dass Bürger aus anderen Stadtbezirken wie Pelkum oder Bockum-Hövel die Angebote der VHS nicht nutzen beziehungsweise das Bildungsinteresse an solchen Kursen nicht vorhanden sei. So wenig wie ein Weiterbildungskolleg in die Peripherie gehört, muss eine VHS von ihrem Anspruch her alle Bürger unserer Stadt ansprechen und ist logischerweise ortskern anzusiedeln.“, so Dr. Gürle. Der alternative Plan der Wählergruppe Pro Hamm sieht vor, dass das die Zweigstelle des Weiterbildungskollegs in das Gebäude der Parkschule nach Pelkum verlegt wird. Das heißt in das Gebäude einer Hauptschule, deren Schließung beschlossen wurde und die nun ausläuft. Man strebt aber nicht nur eine bloße Verlegung an, sondern denkt in größeren Dimensionen. Dr. Gürle: ,,In Zeiten zunehmend gebrochener Arbeitsbiografien und des Prinzips des lebenslangen Lernens muss der Weiterbildung in unserer Kommune ein deutlich stärkeres Gewicht beigemessen werden. Deshalb fordern wir am Standort der Parkschule den Aufbau eines vollfertigen Weiterbildungskollegs. Es darf nicht sein, dass die Stadt Hamm als einzige Großstadt Deutschland kein eigenes Weiterbildungskolleg hat“. Die Nebenstelle der VHS sollte nach Auffassung von Pro Hamm in das Gebäude der Harkortschule in den Hammer Süden wechseln. Die Harkortschule als Förderschule wird zum Ende des Schuljahres aufgegeben. Eine Nachnutzung wurde bisher nicht vorgestellt. Das Gebäude der Harkortschule empfiehlt sich aufgrund seiner relativ zentralen Lage als Standort für die VHS-Nebenstelle.

 

Dr. Cevdet Gürle

Dr. Nizamettin Atli

Pro Hamm