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Stellungnahme3

Sozialer Wohnungsbau in Hamm

Antrag

Konzeptionelle Planung der Stadtentwicklungsgesellschaft zum Doppelhaushalt 2019/20

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Haushaltsplanung sieht vor, dass Ende Oktober der Etat 2019/2020 eingebracht und Mitte Dezember der Rat über den Etat entscheiden soll.

Die politischen Parteien beziehungsweise Gruppen, die im Stadtrat und den Bezirksvertretungen vertreten sind, setzen sich im Vorfeld mit der Haushaltsplanung konstruktiv und kritisch auseinander. Diese Auseinandersetzung und das Einbringen eigener Antragsvorschläge zum Doppelhaushalt 2019/2020, der u.a. Investitionen in die städtische Infrastruktur vorsehen kann, wird nur möglich sein, wenn alle Mandatsträger und Ausschussmitglieder zeitnah und damit vor der Etateinbringung informiert werden, im welchen Bereichen die Stadtentwicklungsgesellschaft 2019/2020 tätig sein wird.

Die Stadtentwicklungsgesellschaft ist ein scheinbares Instrument der schwarzroten Stadtregierung eine aktive Stadtentwicklungspolitik zu betreiben. Da aber nicht alle politischen Parteien beziehungsweise Gruppen in der Gesellschafterversammlung der Stadtentwicklungsgesellschaft vertreten sind und die Stadtentwicklungsgesellschaft bis heute keine nachhaltige und langfristige konzeptionelle Planung vorgelegt hat, wirft sich für die Wählergruppe Pro Hamm die Frage auf, wo die Mehreinnahmen der Erhöhung der Grundsteuer B im Haushalt investiert werden sollen.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Rat der Stadt die Gesellschafterversammlung der Stadtentwicklungsgesellschaft auffordert bis zur Einbringung des Etats Ende Oktober eine planerische Übersicht zu erstellen, aus der hervorgeht, wo und in welcher Form die Stadtentwicklungsgesellschaft 2019/2020 in der Stadt aktiv sein wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle                                                                                                         Nurcan Varol
Ratsherr                                                                                                                       Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm

Antrag

Prüfauftrag: Kommunalisierung des St. Josef-Krankenhauses Bockum-Hövel

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Position der Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm ist eindeutig. Die Schließung des St. Josef-Krankenhauses wäre mit massiven negativen Folgewirkungen im Besonderen für den Stadtbezirk Bockum-Hövel, aber auch im Ganzen für die Stadt Hamm verbunden. Deswegen lehnt die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm die Schließung des Gesundheitsstandorts St. Josef-Krankenhaus ab.

Die Stadtverwaltung und Teile der Politik haben die Schließung des St. Josef-Krankenhauses als alternativlos hingestellt und vorneweg anderweitige Optionen kategorisch abgelehnt.

Das Beispiel in anderen Kommunen unterstreicht, dass es reale Alternativen zur Schließung von Krankennhäusern geben kann. Eine Möglichkeit wäre die sogenannte Kommunalisierung, in der die Gesundheitsversorgung als öffentliches Gut von der Kommune gewährleistet wird.

Da die Diskussion zur Schließung des Krankenhausstandorts in Bockum-Hövel derzeit kontrovers und hochemotional geführt wird, sollte die Politik die Debatte versachlichen und der Bürgerschaft Rahmendaten zur Verfügung stellen.

Diese Rahmendaten können durch einen Prüfauftrag erfolgen, in der die Stadtverwaltung beauftragt wird, u.a. eine detaillierte Kostenauflistung zu erstellen aus der hervorgeht, welche finanziellen und rechtlichen Verbindlichkeiten mit einer möglichen Kommunalisierung für die Stadt Hamm entstehen. Des Weiteren sollte im Kostenplan eingestellt werden, welche Mehrausgaben für die Stadt Hamm bei einer Schließung des Standorts Bockum-Hövel zu erwarten sind durch z.B. Kostensteigerungen für den öffentlichen Nahverkehr etc.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Rat der Stadt Hamm der Verwaltung einen Prüfauftrag erteilt, in der eine sogenannte Kommunalisierung des St. Josef-Krankenhauses geprüft wird und der Stadtrat durch eine Mitteilungsvorlage vom Ergebnis der Prüfung informiert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                             Nurcan Varol
Ratsherr                                                                                           Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm

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Nachrichten aus der Welt der Politik: Heute – Die Schulpolitik

In der jüngsten Sitzung des Stadtrats standen unter anderem zwei Beschlussvorlagen der Verwaltung zu Investitionen in den Offenen Ganztag und den weiterführenden Schulen auf der Tagesordnung.

Trotz Kritik der Wählergruppe, dass die Investitionen nicht ausreichend sind und nur der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein seien, haben wir die Vorlagen mitgetragen. Es ist richtig und wichtig, dass mehr Geld in das Bildungssystem fließt. Natürlich können die Maßnahmen, die 2018 und 2019 jetzt durchgeführt werden sollen bei Weitem nicht das über Jahre chronisch unterfinanzierte System der Schule auf gesunde Beine stellen. Dafür hat die Politik in Berlin und Düsseldorf, aber auch Schwarzgelb bis 2014 eindeutig zu wenig Geld in die Hand genommen.

Dennoch gab es trotz eines „überschauberen Geldsegens“ keinen Konsens im Rat. Die Grünen-Fraktionen stimmte geschlossen gegen das Maßnahmenpaket und die Hammer FDP hatte dies in Teilen in den Ausschüsen und Bezirken ebenfalls nicht befürwortet.

Die Fundamentalkritik der Grünen war nicht inhaltlich, sondern ideologisch begründet. Während wir als Wählergruppe anmerkten, dass einzelne Grundschulen und weiterführende Schulen mit Verweis auf die Inhalte des Schulentwicklungsplans und die dort genannten Defizite leer ausgingen, war die Begründung der Grünen schlichter: Wir sagen NEIN, weil wir gegen die dritte Gesamtschule sind! Dann gehen Ratsmitglieder der Grünen noch zum Rednerpult und sprechen von Bildungsgerechtigkeit und verteufeln im selben Atemzug die Gesamtschule, eine integrative Schule, die genau dafür steht: Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien den Zugang zur höherer Bildung zur ermöglichen. Dann lieber Ja sagen zu einem Schulsystem, dass Menschen nach feudalen Maßstäben in strikt getrennte Gruppen trennt, so dass der „Bildungsbürger“ bloß nicht in „Kontakt“ gerät mit dem „Arbeiterkind“. Das ist kein grünes, sondern ein egalitäres Denken und löste nicht nur bei Pro Hamm, sondern bei allen anderen Parteien (außer der FDP von der man in der Regel sowas erwartet) nur noch Kopfschütteln aus.

Das Fazit der Debatte: In der Schulpolitik ist es irrelevant, ob man in Hamm die Grünen oder die FDP wählt. Beide lehnen eine Stärkung des integrativen Schulsystems ab und stehen für ein System, wo Kinder in ein „Oben“ und „Unten“ eingeteilt werden.

Antrag

Einführung von anonymisierten Bewerbungen bei der Stadtverwaltung und den städtischen Tochtergesellschaften

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Wählergruppe Pro Hamm begrüßt Maßnahmen, die abzielen benachteiligte soziale Gruppen im Arbeitsleben zu unterstützen. Dementsprechend ist der Antrag 0694/18 der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zu begrüßen.

Das kann aber nur ein Instrument sein, damit Zielgruppen, wie Frauen und Menschen mit einem sogenannten Migrationshintergrund, die in Führungspositionen –  auch in der Stadtverwaltung und den städtischen Tochtergesellschaften deutlich unterrepräsentiert sind, gestärkt werden.

Die Ratsgruppe Pro Hamm verweist in dem Zusammenhang auf Studien, die deutlich machen, dass eine wirksame Maßnahme, um einer sozialen Selektion entgegenzuwirken, die Einführung von anonymisierten Bewerbungen sein können.

Bei einem anonymisierten Bewerbungsverfahren werden auf Angaben wie Name, Geschlecht oder Herkunft verzichtet, so dass allein die Qualifikation der Bewerber die Grundlage für eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ist. So werden nachweislich die Chancen insbesondere für Frauen, ältere Arbeitnehmer und Menschen mit einem sogenannten Migrationshintergrund erhöht.

Die Ratsgruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Rat der Stadt Hamm der Einführung von anonymisierten Bewerbungen bei der Stadt Hamm zustimmt

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle                                                                            Nurcan Varol
Ratsherr                                                                                           Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm

Antrag

Neustaffelung der einkommensbezogenen Elternbeiträge

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert die Festlegung der Einkommensgrenzen und der Einkommensstufen für die Elternbeiträge für die Kindertagespflege, der Kindertageseinrichtung und für den Besuch der offenen Ganztagsschule in der Stadt Hamm.

Das derzeitige System ist sozial unausgewogen, da Eltern mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen vergleichsweise schlecht gestellt sind, aber wohlhabendere Eltern am stärksten vom ,,Hammer Modell“ profitieren. So zahlen Familien mit einem hohen Einkommen in Hamm die mit niedrigsten Höchstbeiträge unter allen 49 Städten in Nordrhein-Westfalen. Des Weiteren ist es sozial unausgewogen, dass es über den Grenzwert des Jahresbruttoeinkommens von 61 000 Euro keine weitere Staffelung gibt.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Rat der Stadt Hamm einer Neufassung der Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung zustimmt, die der Zielsetzung folgt einkommensstarke Familien stärker zu belasten und im Gegenzug Familien mit einem durchschnittlichen und unterdurchschnittlichen Einkommen zu entlasten. Die Stadtverwaltung soll dem Stadtrat diesbezüglich zeitnah eine Beschlussvorlage vorlegen, aus der eine Neustaffelung im Sinne des Antrags erkennbar ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle                                                                             Nurcan Varol
Ratsherr                                                                                           Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm

 

Antrag

Prüfauftrag: Schaffung einer Notfallunterkunft in Innenstadtnähe

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Träger der Wohnungslosenhilfe in Hamm klagen zunehmend, dass sie an Grenzen ihrer Möglichkeiten gekommen sind. Demnach herrscht bei steigenden Fallzahlen ein dramatischer Mangel sowohl an bezahlbarem Wohnraum als auch an Personal in der Betreuung. So waren 324 Menschen in Hamm am Stichtag 30. Juni 2017 ohne Mietvertrag. Das sind 15 mehr als im Vorjahr. Die Sozialverbände gehen von weiter steigenden Fallzahlen aus, so dass das System der Wohnungslosenhilfe droht zu kollabieren, wenn nicht zeitnah entgegengewirkt wird.

Eine Baustelle, neben dem fehlenden personellen Ressourcen, ist die Notfallunterkunft an der Dortmunder Straße. Diese wird von vielen Obdachlosen, die die Innenstadt als „Wohnort“ haben, nicht aufgesucht. „Die ist viel zu weit raus“, so das Zitat eines Obdachlosen in einem Bericht der Lokalzeitung vom 20.06.2017. Die periphere Verortung der Notfallunterkunft in Hamm-Herringen ist für die Obdachlosen und die Wohnungslosenhilfe von Nachteil.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Rat der Stadt Hamm der Verwaltung einen Prüfauftrag erteilt, ob und wie eine Notfallunterkunft in Kooperation und Abstimmung mit den Trägern der Wohnungslosenhilfe in Innenstadtnähe umsetzbar ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle                                                                             Nurcan Varol
Ratsherr                                                                                           Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm

Anfrage

Kommunale Umsetzung des Ausführungsgesetzes NRW Glücksspielstaatsvertrag

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

zum 01.12.2017 wurden nach einer 5-jährigen Übergangsfrist die Änderungen des sogenannten Glückspielstaatsvertrages bundesweit bindend. Dies hätte auch weitreichende Folgen für die Stadt Hamm haben müssen. So war mit der Neuregelung von einer Reduzierung von Vergnügungsstätte auszugehen. Das ist nach dem aktuellen Stand nicht eingetroffen.

Die Wählergruppe Pro Hamm hat mit der Anfrage Nr. 0708/17 ein Fragekatalog zur Thematik „Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrages in Hamm“ gestellt. Da die Stellungnahme der Verwaltung (Nr. 1137/17) teilweise unbefriedigend ist, fordern wir diese auf folgende Fragen präziser zu beantworten.

  1. In der Stellungnahme der Verwaltung zu 1a) (Wortlaut der Anfrage: Das Gesetz zur Ausführung des Glücksspielstaatsvertrages stellt in § 1 Ziele, Glückspiel als öffentliche Aufgabe unter Punkt 3 fest „Ziele des Gesetzes sind den Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten“. Hier kann als Ergänzung § 11 Jugendschutz hinzugezogen werden. a) Welche Instrumente setzt die Stadtverwaltung ein, um im Rahmen dieser Regelung den Jugend- und Spielerschutz vor Ort zu gewährleisten?) antwortet die Verwaltung, dass Spielhallen in unregelmäßigen Abständen kontrolliert würden.
  2. Kann die Stadtverwaltung konkretisieren, was in unregelmäßigen Abständen bedeutet? Werden die Spielhallen einmal im Monat, quartalsweise oder halbjährlich aufgesucht?
  3. Wurden 2017 alle 48 Spielhallen an den 32 Standorten in Hamm kontrolliert? Wenn nicht, warum wurde das nicht als notwendig erachtet?
  4. Der Lokalzeitung (27.01.2017) kann entnommen werden, dass es einen sogenannten Spielhallenkontrollbogen mit 27 Punkten und zwei Unterpunkten gibt, den die Mitarbeiter des Ordnungsamts als Richtlinie erhalten, um die Spielhallen zu bewerten. Kann die Verwaltung diesen Spielhallenkontrollbogen als Anhang der Anfrage beilegen?
  5. In der Stellungnahme der Verwaltung zu 2b (Wortlaut der Anfrage: Liegen der Stadtverwaltung Sozialkonzepte aller Anbieter von Vergnügungsstätten vor? Wenn nicht, warum nicht und wann werden diese nachgereicht? Gibt es hier eine zeitliche Frist zur Abgabe? Falls ein Sozialkonzept nach dem 01.12.2017 nicht vorliegt, kann der Anbieter seine Vergnügungsstätte weiter betreiben? Wir bitten der Anfrage als Anhang alle Sozialkonzepte der Anbieter von Vergnügungsstätten, die der Stadt vorliegen, beizufügen) antwortet die Verwaltung, dass eine erhebliche Anzahl an Sozialkonzepten aus dem Spielhallenbereich vorläge. In dem Zusammenhang bitten wir die Verwaltung folgende Fragen zu beantworten.
  6. Die Stellungnahme der Verwaltung impliziert, dass nicht alle 48 Spielhallen ein Sozialkonzept haben. Ist das korrekt? Wie hoch ist die Anzahl der Spielhallen, die zum 01.01.2018 kein Sozialkonzept vorweisen können?
  7. Gibt es hier eine zeitliche Frist zur Abgabe? Falls ein Sozialkonzept nach dem 01.12.2017 nicht vorliegt, kann der Anbieter seine Vergnügungsstätte weiter betreiben?
  8. Die Verwaltung antwortet in ihrer Stellungnahme auf die Bitte die Sozialkonzepte in den Anhang der Anfrage zu legen, dass dies schwierig sei, da die Sozialkonzepte teilweise auch Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse enthalten. Wir fordern dementsprechend die Verwaltung auf alle Sozialkonzepte als Anhang der Anfrage beizufügen und hierbei Passagen, die möglicherweise Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse enthalten, zu schwärzen. Wenn die Stadtverwaltung dies nicht für umsetzbar hält, dann soll es begründet werden.
  9. Mit Inkrafttreten des Zweiten Glücksspielstaatsvertrages müssen Mehrfachspielhallen, die über mehrere Konzessionen verfügen zu Einfachspielhallen zurückgeführt werden. Wir bitten in dem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Fragen:
  10. Wie viele Mehrfachspielhallen gibt aktuell in Hamm und wie verteilen sich diese auf die Stadtbezirke?
  11. Wie viele Mehrfachspielhallen wurden zum 01.12.2017 zu Einfachspielhallen zurückgeführt? Wenn dies nicht geschehen ist bitten wir um einer Erläuterung, warum das nicht der Fall war?
  12. Ist die Stadtverwaltung bestrebt Mehrfachspielhallen zu Einfachspielhallen zurückzuführen?
  13. Eine Reduzierung von Vergnügungsstätten hat nicht stattgefunden, u.a. weil die Verwaltung viele Härtefallregelungen zu Gunsten der Betreiber ausgesprochen hat?
  14. Wie viele Härtefallregelungen in Bezug auf Spielhallen wurden insgesamt ausgesprochen und welche Stadtbezirke waren wie oft von der Regelung betroffen?
  15. Welche Härtegründe lagen dieser Entscheidung zugrunde? Wir fordern von der Verwaltung, dass jede einzelne Härtefallregelung die Härtegründe aufgelistet wird. Das kann selbstverständlich anonymisiert erfolgen.
  16. Der Steuersatz der Vergnügungssteuer wurde zum 01.01.2015 auf 20 Prozentpunkte der sogenannten Bruttokasse erhöht.
  17. Spricht aus Sicht der Verwaltung etwas gegen eine Erhöhung des Steuersatzes der Vergnügungssteuer um weitere fünf Prozent auf dann 25 Prozent? Wenn das abgelehnt wird, dann bitten wir um eine Begründung.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle                                                                                                 Nurcan Varol
Ratsherr                                                                                                                 Ratsfrau
Wählergruppe Pro Hamm

Anfrage

Bewerbung: Initiative WiFi-Netz der Europäischen Union (EU)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Europäische Union (EU) versucht in europäischen Städten ein kostenloses, möglichst fächendeckendes WiFi-Netz zu realisieren. Dafür wurde eine Förderinitiative namens WiFi4EU ins Leben gerufen. Im Rahmen der Initiative haben europäische Städte die Möglichkeit, sich um eine Förderung (120 Mio. Euro für ca. 6000 Städte und Gemeinden) zu bewerben.

Die Bewerbungsphase beginne zwischen Ende 2017 bis Frühjahr 2018. Sich bewerbende Kommunen sollen Plätze vorschlagen, an denen es bislang noch kein gleichwertiges, freies WiFi-Angebot gibt. Die Kommunen, die sich auf das Fördergeld bewerben, müssten dafür Sorge tragen, dass „ihren Bürgern und Besuchern mindestens 3 Jahre lang ein hochwertiger WiFi-Zugang kostenlos zur Verfügung stehe.

Die Wählergruppe Pro Hamm sieht in dem EU-Projekt großes Potential, um Bürger von den Vorzügen der Europäischen Union zu überzeugen. Zudem kann Hamm auf diese Weise eine Vorreiterrolle im innerdeutschen Netzausbau einnehmen. Das freie Internet dürfte sich bei Bürgern und potentiellen Touristen größter Beliebtheit erfreuen.

Da bislang jedoch nicht klar ist, ob die Stadt Hamm überhaupt eine Bewerbung beim WiFi4EU-Projekt einreichen möchte oder auch überhaupt Notiz davon genommen hat, möchten wir die Stadtverwaltung bitten, uns folgende Fragen zu beantworten:

  1. Ist der Stadtverwaltung das Projekt WiFi4EU bekannt?
  2. Wird die Stadt Hamm sich um einen Förderplatz bewerben?
  3. Falls ja, gibt es bereits konkrete Ideen, an welchen Plätzen man ein kostenloses WiFi-Netz zur Verfügung stellen möchte?
  4. Besteht die Absicht, dass man die geförderten Orte mittels Bürgervotum ermittelt? Beziehungsweise was spreche im Gegenzug dagegen?
  5. Welche Telekommunikationsunternehmen würden zur Umsetzung des Projekts in die engere Wahl kommen? Oder gibt es vielleicht bereits ein favorisiertes Unternehmen?
  6. Im Info-Text des Projekts steht, dass die Antragssteller verpflichtet sind, ihren Bürgern für mindestens 3 Jahre einen hochwertigen WiFi-Zugang zur Verfügung zu stellen. Welche Mindestbandbreite versteht die Stadtverwaltung unter einem „hochwertigen WiFi-Zugang“?
  7. Sollte es von Seiten der Stadtverwaltung kein Bestreben geben, sich auf das Projekt zu bewerben, möchten wir gern wissen, welche Gründe konkret gegen das Projekt und das damit einhergehende Fördergeld sprechen?

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle                                                                                           Nurcan Varol
Ratsherr                                                                                                        Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm