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Anwohner melden weitere Raser-Hotspots in Heessen

Jeder kennt den Moment der neuen Freiheit mit dem Bestehen der Führerscheinprüfung. Man muss nicht mehr die Eltern fragen oder das Fahrrad benutzen um von A nach B zu kommen. Das erste Auto wird gerne modifiziert und man möchte das Ergebnis stolz seinen Freunden vorführen und auch ausprobieren, was das Auto und man selbst kann. Jahre vergehen und man wird ein routinierter Autofahrer. Bei vielen sinkt aber auch die Geduld und ständig steht man unter Zeitdruck. Erst kürzlich zeigte die Wählergruppe Pro Hamm in einem Zeitungsartikel die Problematik am Frielicker Weg bezüglich zu hohen Tempos, quietschender Reifen und der entsprechenden Gefährdung und Belästigung der Anwohner durch dieses Verhalten auf.

Kurz darauf erreichten Thomas Ahlke, dem Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm für den Stadtbezirk Heessen, weitere Meldungen von Bürgern. Thomas Ahlke: ,,Es wurde mir von einem Tuning-Treff am Real berichtet, bei dem die Teilnehmer gerne die Zufahrtsstraße zur Waschstraße, eine 30er-Zone, nutzen um dort Rennen zu veranstalten. Des Weiteren fühlen sich Anwohner durch Geschwindigkeitsüberschreitungen im Landwehrwinkel gefährdet und LKWs scheinen die Anliegereigenschaft dort großzügig auszulegen.“

Weitere Vorkommnisse, die der Wählergruppe herangetragen wurden, waren u.a. die Gefährdung einer Anwohnerin im Landwehrwinkel durch einen Müllwagenfahrer, dem 30 km/h in einer 30er-Zone einfach zu langsam waren und er nah auffuhr und mehrmals die Lichthupe tätigte.

Thomas Ahlke weiter: ,,Am Frielicker Weg kommen zu der zuvor erwähnten Tunerszene noch LKWs hinzu, die im eingeschränkten Halteverbot fahren und ihren Müll dort hinterlassen. Am Bahnhof Heessen treffen sich ebenfalls junge Menschen mit und ohne Auto, drehen unter Missachtung jeglicher Straßenverkehrsordnung ihre Runden auf dem Parkplatz und vermüllen diesen. Anwohner fühlen sich belästigt und Bürger, die die Bahn nutzen wohlen auf dem Bahnhofsgelände nicht mehr sicher.“

Der Heessener Sprecher der Wählergruppe resümiert: ,,Ich möchte den jungen Leuten nicht verbieten sich zu treffen und Spaß zu haben oder andere Mitbürger mit erhobenen Zeigefinger ermahnen und scheinbar Freiheiten einschränken. Allerdings sollte jeden bewusst sein, dass seine eigene Freiheit dort aufhört, wo die Freiheit und Gesundheit anderer eingeschränkt und gefährdet wird.“ Die Wählergruppe Pro Hamm wird die Beschwerden und die Meldungen der Anwohner und der Bürger aufgreifen und sie mit einer Anfrage auf die Tagesordnung des Verkehrsausschusses setzen. „Nach der Stellungnahme der Verwaltung kann man die nächsten Schritte in die Wege leiten“, so Thomas Ahlke.

Thomas Ahlke
Sprecher Heessen
Wählergruppe Pro Hamm

Weiterhin ungezügelte Raserei auf der Schachtstraße und Stadt schaut weg

,,Die Stellungnahme der Verwaltung ist eine Ohrfeige für alle Anwohner der Schachtstraße und Besucher der beliebten Freizeitanlage“, so Dr. Cevdet Gürle. Der Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm weiter: ,,Ich lade den Verfasser der Stellungnahme ein, morgens auf die Schachtstraße zu kommen. Dann kann er gerne mit mir zusammen den Verpackungsmüll vor den Einfahrten der Anwohner wegräumen. Er kann sich auch gerne Proan einem Wochenende an die Straße hinstellen und zählen, wie oft in einer Stunde die Geschwindigkeit an der Schachtstraße durch Raser überschritten wird. Diese Stellungnahme ist nicht das Papier wert auf dem es geschrieben wurde.“

Die Wählergruppe Pro Hamm greift das Thema auf und wird es mit zwei Anträgen auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung setzen. So fordert die Wählergruppe Pro Hamm, dass die Bezirksvertretung die Stadtverwaltung auffordert verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Ein weiterer Antrag setzt sich mit der Möglichkeit auseinander, die Schachtstraße in eine Fahrradstraße, wo das Fahrrad vor anderen Verkehrsteilnehmern Vorrang hat, umzuwidmen.

Dr. Cevdet Gürle zu den Überlegungen: ,,Das könnte zwar nicht das Müllproblem beheben, aber der Raserei einen Riegel vorschieben. Eine ausgewiesene Fahrradstraße ist dem Radverkehr vorbehalten beziehungsweise Radfahrer dürfen auf diesen Straßen auch nebeneinander fahren und haben gegenüber anderem Verkehr Vorrang. Der Vorrang des Radverkehrs soll mehr Sicherheit für die Radfahrer bringen, denn in der Regel dürfen Kfz diese besondere Straßen nur befahren oder am Seitenstreifen parken, wenn dies durch zusätzliche Verkehrsschilder erlaubt ist. Da sich an der Schachtstraße Anwohner, aber auch das Haus der Jugend und Sportvereine bzw. die Glück-Auf-Halle befinden, sollte das Befahren durch den Anlieger- und dem Lieferverkehr gestattet sein und auch eine Zufahrt z.B. für die Sportvereine weiterhin erlaubt werden. Die Straßenverkehrsordnung erlaubt durch das Anbringen zusätzlicher Verkehrszeichen, dass andere Verkehrsteilnehmer zweckbestimmt die Straße nutzen oder am Seitenstreifen parken können. Die Zielsetzung der Fahrradstraße bleibt aber, dass das Fahrrad die vorherrschende Verkehrsart ist und die Kraftfahrer sich dem Radverkehr unterordnen müssen. Eine Behinderung oder gar eine Gefährdung kann so verhindert werden.

Eigentlich sollte es im Sinne der Stadtverwaltung und der Großen Koalition sein, um z.B. die festgesetzten Klimaziele erreichen zu können, den emissionsfreien Radverkehr stärker als bisher zu fördern. Dieser spielt in der städtischen Infrastruktur leider immer noch eine untergeordnete Rolle. Die Umwidmung der Schachtstraße zur einer Fahrradstraße wäre dementsprechend eine mögliche Lösung für die Raserei vor Ort und würde zugleich den Stellenwert und die Wertschätzung gegenüber den immer beliebteren Radverkehr gerecht werden.“ Die Bezirksfraktion der Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung die Verwaltung auffordert zu prüfen, ob und in welcher Form die Schachtstraße zu einer Fahrradstraße umgewidmet werden kann. Die Bezirksvertretung wird zeitnah über die Ergebnisse in Form einer Mitteilungsvorlage informiert.

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Raserproblem an der Schachtstraße kann nicht länger toleriert werden

,,Es werden rund 130 Verkehrsteilnehmer in drei Tagen an der Schachtstraße geblitzt. Das sind über 40 Autos am Tag und nicht wenige fahren deutlich schneller als die erlaubten 30 km/h und dennoch hält die Stadt an ihrer Position fest, dass es kein Raserproblem an der Schachtstraße gebe. Diese Aussage ist eine deftige Ohrfeige an alle Besucher der beliebten Freizeitanlage und die Anwohner der Schachtstraße“, so Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Herringen. Die Wählergruppe Pro Hamm verweist auf die Geschwindigkeitsmessung, die die Stadt am ersten Wochenende der Sommerferien durchgeführt hat. Dr. Cevdet Gürle: ,,Die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessung unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf an dem Straßenzug Schachtstraße/Dortmunderstraße. Wir haben allein an einem Wochenende, wo der Lippepark eher mäßig aufgesucht wurde, mehr als 40 Verkehrsverstöße täglich und wenn man diese Zahlen weiter herunterbricht, wird man erkennen, dass das Gros der Verstöße in einen klar umrissenen Zeitraum vom späten Nachmittag bis in den frühen Abend sich ereignen. Das fällt zugleich in den Zeitraum, wo im Besonderen Familien mit Kindern den Park aufsuchen. So sollte es niemanden verwundern, wenn der Blitzer nach 16:00 Uhr bis in die Abenddämmerung in einem konstanten halbstündigen Takt mindestens einen Geschwindigkeitsverstoß aufzeichnet. Wenn dann die Stadt an ihrer Haltung festhält und allen Ernstes behauptet, es gebe kein Raserproblem, ist es eine gewollte Realitätsverweigerung.“ Die Wählergruppe Pro Hamm sieht sich bestätigt, dass an der Schachtstraße als zentrale Einfahrtstraße in den Lippepark, die im Besonderen an den Wochenenden und Feiertagen ab dem Nachmittag stark befahren ist, dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Ein kurzfristiges Instrument wäre es Geschwindigkeitskontrollen an der Schachtstraße in einer engeren Taktung durchzuführen.
 
Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm