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An der Hafenstraße stinkt’s zum Himmel

,,Die Situation an der Hafenstraße ist nicht mehr hinnehmbar. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, so Habib Kartal, Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Herringen.

Die Wählergruppe Pro Hamm wurde in den letzten Wochen immer wieder von Fahrradfahrern darauf hingewiesen, dass an der Hafenstraße zwischen HKL Center und Jäschke Logistics gerade in den warmen Sommerwochen ein derart penetranter Uringestank in der Luft hing, dass manch einer lieber den Umweg über die Lange Straße in Kauf nahm als durch das Gewerbegebiet zu fahren.

Habib Kartal: ,,Der Verdacht liegt nahe, dass die Zustände auf die rastenden LKWs zurückzuführen sind. Da keine öffentliche Toilette in der Nähe existiert, wird die Notdurft auch notfalls am Straßenrand verrichtet. Im Gespräch mit den LKW-Fahrern wurde deutlich, dass das eine unbefriedigende Situation sei, aber man hätte aufgrund fehlender Alternativen keine andere Option.“

In diesem Zusammenhang bittet die Wählergruppe Pro Hamm die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Sind bei der Stadtverwaltung ebenfalls Beschwerden über diese Zustände eingegangen?
2. Hat die Stadtverwaltung evtl. bereits Schritte unternommen, um die an der Hafenstraße vorherrschenden Zustände zu verbessern? Wenn ja, in welcher Form?
3. Falls nicht, besteht aus Sicht der Stadtverwaltung überhaupt Handlungsbedarf?
4. Welche Möglichkeiten bestehen, um die Lage vor Ort zu verbessern? Besteht evtl. die Möglichkeit, dass die LKW-Fahrer die Toiletten eines ansässigen Unternehmens mitbenutzen dürfen?
5. Oder ist es unter Umständen möglich vermehrt Kontrollen durchzuführen, bis sich die Lage vor Ort gebessert hat?

Habib Kartal erklärt: ,,Des Weiteren beantragen wir, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung auffordert Möglichkeiten zu prüfen, wie die Situation vor Ort, gerade in den Sommermonaten, verbessert oder im besten Fall beseitigt werden kann.“

Habib Kartal
Bezirksvertreter
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Immer mehr Wohnungslose in Hamm

Die Zahl der Wohnungslosen ist in Hamm in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Politik und die Stadtverwaltung waren nicht in der Lage die negative Entwicklung aufzuhalten oder gar umzukehren. ,,Die Entwicklung ist beschämend und eine sozialpolitische Bankrotterklärung der Großen Koalition. Die Sozialverbände in Hamm, klagen seit Jahren, dass die Fallzahlen steigen und das System der Wohnungslosenhilfe zu kollabieren droht, wenn nicht zeitnah entgegengewirkt wird.

Die Stadtverwaltung und die Große Koalition verstehen es zwar mit populistischem Aktionismus zu glänzen, in dem man zeitweilig die Obdachlosenszene am Kaiser´s vertreibt, aber scheitert kläglich an der Frage, wie man die Ursachen der sozialen Armut bekämpfen kann.“, so Volker Sartor, Mitglied im Sozialausschuss für die Wählergruppe Pro Hamm.

Der sozialpolitische Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm weiter: ,,Die Entwicklung in den letzten zehn Jahren sollte uns wachrütteln. Die Zahl der Menschen, die wohnungs- und/oder obdachlos sind, ist deutlich angestiegen. Die Politik gibt keine Antworten, wie diesen Menschen geholfen werden kann. Wir benötigen hier eine Umorientierung in der Arbeits- und Sozialpolitik, die die Zielsetzung hat, Prekariat zu vermeiden und Risikogruppen nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ Instrumente in die Hand zu geben, damit sie aus dem Teufelskreis der Armut ausbrechen können.

Wir brauchen mehr Streetworker, die in den direkten Kontakt mit den Menschen treten und Lösungswege suchen. Hier müssen deutlich mehr kommunale Ressourcen investiert werden, aber hier versagt die CDU/SPD-Stadtregierung kläglich, da diese Menschen, die viel in ihrem Leben durchleben mussten, keine Lobby im Rathaus besitzen.

Die zunehmende Knappheit an bezahlbaren Wohnungen ist ein Brandbeschleuniger der Negativspirale. Die Zahl geförderter Wohnungen hat sich von 17.614 (Jahr 2001) auf knapp 9.023 (Jahr 2017) massiv reduziert. Die Kommune hat es mit ihrem städtischen Tochterunternehmen, der Hammer gemeinnützigen Baugesellschaft (HGB), verschlafen den sozial geförderten Wohnraum zu stärken.

So rächt sich, dass man zwar das Luxus-Wohnen, u.a. mit den Projekten am Museumsquartier und der Marker Allee, vorangetrieben hat oder dass Wohnungen am oberen Preissegment an der Kanalkante geplant sind, aber bezahlbarer Wohnraum für Bedarfsgemeinschaften, die auf ergänzende Sozialleistungen angewiesen sind, zur Mangelware werden. Wir benötigen endlich eine kommunale Politik, die einen nachhaltigen und kontinuierlich öffentlich geförderten Wohnungsbau in Hamm auf die Agenda setzt.“

Volker Sartor / Mitglied im Sozialausschuss / Wählergruppe Pro Hamm

Bezirksvorsteher Alewelt hält Integration für gescheitert

,,Es ist eine Bankrotterklärung, wenn der Bezirksvorsteher der Partei, die seit fünf Jahrzehnten die politische Mehrheit im Stadtbezirk stellt, kundtut, dass Integration gescheitert sei“, so Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Herringen und bezieht sich in seiner Stellungnahme auf eine Interviewäußerung des Bezirksvorstehers. Dr. Cevdet Gürle weiter: ,,Wir sind in der Integration- und Migrationspolitik in Deutschland und in Hamm-Herringen deutlich weiter und erfolgreicher als noch vor zwanzig oder dreißig Jahren. Der Stadtbezirk war mit Beginn der Industrialisierung immer schon ein Schmelztiegel für Zuwanderer, die sich in Herringen zumeist erfolgreich eine neue Zukunft aufbauten.

2019 sind Menschen mit einem sogenannten Migrationshintergrund sichtbarer als 1999 und das ist auch gut so. Natürlich entstehen Konflikte und Kontroversen, wenn ethnische Minderheiten mit einer neuen Selbstverständlichkeit sich in ihrem Handeln nicht allein auf die Pflichten, die ihnen die Mehrheitsgesellschaft zuweist beschränken, sondern auch auf ihre Rechte in einer offenen Gesellschaft pochen. Wenn der SPD-Bezirksvorsteher Integration als gescheitert sieht, dann verneint er die Zugehörigkeit der Menschen mit einer Migrationsgeschichte zu Herringen.

Ich empfehle Herrn Alewelt die Augen zu öffnen. Die Herringer Mitbürger, die Wurzeln in Griechenland, der Türkei, in Russland oder wo auch immer haben, engagieren sich für den Stadtbezirk und bringen Herringen nach vorne. Ob das nun der türkeistämmige Hausarzt ist oder die vielen Migranten, die in der Pflege arbeiten oder in den Fördervereinen der Schulen ehrenamtlich tätig sind. Die abwertende Äußerung des Bezirksvorstehers ist eine Ohrfeige für all diese Menschen, die schon längst Hamm und Deutschland als ihre Heimat betrachten. Der Gros der Mehrheitsgesellschaft ist offen für die Migranten und das ist ein positives Signal für alle Zuwanderer.

Das möchte ich an einem persönlichen Beispiel verdeutlichen. Als ich als neu gewählter Bezirksvertreter 2009 als Mitglied der Bezirksvertretung zu einem Schützenfest eingeladen wurde, wurde ich von einigen mit den Worten empfangen – ich glaube, du bist hier falsch! Zehn Jahre später, 2019 höre ich diese Worte nicht mehr und fühle mich nicht ausgegrenzt. Das unterstreicht, welchen Weg wir im gesellschaftlichen Zusammenleben in einer relativ kurzen Zeit erfolgreich zurückgelegt haben. Wenn der SPD-Bezirksvorsteher das nicht erkennt, dann ist er in seiner Gedankenwelt leider noch im 20. Jahrhundert verfangen.“

Dr. Cevdet Gürle / Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen / Wählergruppe Pro Hamm

Durchmesserlinien kein Ersatz für eine echte Ringbuslinie

,,Ich bin verwundert über die Äußerungen meines Fraktionskollegen Andreas Feike zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans“, so Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Bezirksfraktion der Wählergruppe Pro Hamm in Herringen. Dr. Cevdet Gürle stellt fest: ,,Die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans wurde unkritisch von der SPD-Fraktion mitgetragen und Verbesserungspotenzial wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung nicht in die Diskussion eingebracht. Im Gegenteil, die SPD-Fraktion hat in Einmütigkeit mit der CDU, den Grünen und der Linke den Antrag der Wählergruppe Pro Hamm eine Ringbuslinie, der alle Stadtbezirke verbindet als Empfehlung an die Stadtverwaltung weiterzuleiten, abgelehnt. Wenn Herr Feike in seiner Presseveröffentlichung von einer Ringbuslinie spricht, dann bitte ich um eine Erklärung, was er darunter versteht. Eine Linie 15, die von Herringen, nicht nur Pelkum, sondern auch die Stadtbezirke Uentrop und Rhynern anfährt, scheint es bei der ablehnenden Haltung der Herringer SPD gegenüber dem Pro Hamm-Antrag jedenfalls nicht zu sein. Wir befürworten als Wählergruppe einen stärkeren Ausbau der infrastrukturellen Vernetzung unter allen Stadtbezirken. Die geplante Vernetzung zwischen den Stadtbezirken Bockum-Hövel und Heessen ist ein Schritt in die richtige Richtung, stellt aber langfristig eine nicht zufriedenstellende Lösung dar. Deswegen bejahen wir, dass die Buslinie 15, die derzeit nur drei ausgesuchte Stadtbezirke anfährt, zu einer echten und nicht verkappten Ringbuslinie, die alle Stadtbezirke kreisförmig anfährt, erweitert wird. So würde auch ein direkter Anschluss an das Freibad Berge für u.a. die Anwohner in den Wohnquartieren des Lohauserholz möglich gemacht.“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Erneute Vermüllung des Lippeparks verärgert Besucher

,,Wir brauchen endlich einen Förderverein Lippepark“, so formuliert Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Herringer Bezirksfraktion der Wählergruppe, die klare Forderung von Pro Hamm. Dr. Cevdet Gürle macht deutlich: ,,Ich erwarte, dass die Stadtverwaltung und die Große Koalition den Bezirksvertretungen Herringen, Bockum-Hövel und Pelkum in der Septembersitzung eine Beschlussvorlage vorlegt, aus der ein Zeitplan zur Gründung eines Fördervereins Lippepark ableitbar ist. Wir machen keinen Hehl daraus, dass ein Förderverein zum Lippepark schon vor fünf Jahren hätte gegründet werden müssen. Es sollte in dem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben, dass die CDU/SPD-Stadtregierung alle Initiativen der Wählergruppe Pro Hamm zur Gründung eines Fördervereins abgelehnt hat. Wenn die Große Koalition in der Sache nicht in die Gänge kommt, werden wir das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung setzen.“ Die Wählergruppe Pro Hamm macht die Notwendigkeit der Errichtung eines Fördervereins an drei aktuellen Fallbeispielen deutlich. Dr. Cevdet Gürle fasst diese wie folgt zusammen: ,,In den letzten Tagen bekam ich rund ein Dutzend Anrufe von Besuchern des Lippeparks über die zunehmende Vermüllung der Anlage. Ich hatte gehofft, dass sich das Thema nach der temporären Installierung eines Ordnungsdienstes erledigt hätte, dem scheint leider nicht so zu sein. Ich war geschockt und bin stinksauer über den verstreuten Müll am Spielplatz an der Schachtstraße. Es lassen sich weitere Müllablagerungen, sowohl auf der Süd- und Nordfläche des Lippeparks finden. Des Weiteren beschweren sich Anwohner der Albert-Funk-Straße in der Isenbeck-Hof-Siedlung, dass man in den Gärten in den Abendstunden keine Ruhe habe, da der Promenadenweg im Lippepark zu einen Treffpunkt von jungen Erwachsenen geworden sei, die die Anwohner im vorderen Abschnitt der Albert-Funk-Straße unfreiwillig mit Musik beschallen. Hier erwarten wir, dass die Stadt in ihrem Handeln konsequent ist und Fehlverhalten im Lippepark stärker sanktioniert. Ein Weiter so, kann es nicht geben. Die Gründung eines Fördervereines für die beliebte Freizeitanlage wäre ein zentrales Element, um bestehende Probleme des Lippeparks aufzugreifen und mit den Akteuren im Förderverein, die die Herringer Zivilgesellschaft wiederspiegeln sollten, kritisch zu reflektieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die Mitglieder des Fördervereins wären im Idealfall erster Ansprechpartner bei Konflikthemen. Außerdem bin ich nicht erfreut darüber, dass ich als Bezirksvertreter den lokalen Medien entnehmen muss, dass im Lippepark 2020 das Radfest NRW stattfinden wird. Hier kann ich erwarten, dass die Stadtverwaltung nicht allein die Vertreter der Großen Koalition in Vorfeld in Kenntnis setzt, sondern alle politischen Gruppen, die in der Bezirksvertretung sitzen, gleichermaßen informiert. Die Große Koalition hat nichts aus den Kommunikationsfehlern der Vergangenheit gelernt und zieht es wieder vor, erst Fakten zu schaffen und dann zu reden. Die Durchführung des Radfests NRW im Rahmen des Lippeparks begrüßen wir und sehen darin einen großen Mehrwert. Dennoch wäre es für alle hilfreich, einen Förderverein zu haben, der direkt in die Veranstaltungen im Lippepark eingebunden ist. An diesen drei Beispielen wird deutlich, dass die zeitnahe Gründung eines Fördervereins Lippepark zwingend ist“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Bürgerpreis in Hamm unerwünscht?!

,,Die Entscheidung des Rats die Schaffung eines Bürgerpreises abzulehnen, können wir in keiner Weise nachvollziehen“, so Dr. Cevdet Gürle, Sprecher und Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm. Die Wählergruppe hatte den Antrag zur Erarbeitung eines Bürgerpreises auf die Tagesordnung der jüngsten Ratssitzung gestellt. Dr. Cevdet Gürle kritisiert: ,,Es ist bezeichnend für die Mehrheitsfraktionen, aber auch für die Kolleginnen und den Kollegen aus der Opposition, dass sie es nicht mal für nötig halten, zur Beantragung des Bürgerpreises Stellung zu beziehen und mögliche Gegenargumente auf den Tisch zu legen. So hätte man auf dieser Grundlage ergebnissoffen diskutieren können. Das kommentarlose Nein zum Bürgerpreis ist eine vertane Chance der Politik, auf die Bürger einen Schritt zuzugehen. Viele Menschen unserer Stadt haben Anregungen und konstruktive Kritik, die jedoch ungehört bleiben, weil sie nicht wissen, wie sie sich Gehör verschaffen können. Zum Glück gibt es aber auch Bürger, die z.B. mit Bürgeranregungen ihre Ansichten und Vorschläge klar und deutlich zum Ausdruck bringen können, um sie im öffentlichen Raum zu diskutieren und wenn machbar, im besten Fall auch zu realisieren. Dieses Engagement einiger Bürger ist keine Selbstverständlichkeit und die Politik ist gut beraten, wenn sie dieses Engagement wertschätzt und diese Wertschätzung den Bürgern gegenüber auch deutlich macht. Eine Form der Wertschätzung wäre der Bürgerpreis gewesen. Die Stadtverwaltung und die Mehrheitsfraktionen hätten mit ihrem Ja zum Antrag nichts verloren, aber die Bürger zu einer verstärkten politischen Partizipation ermutigt.“ Der Rat der Stadt hat den Antrag der Wählergruppe Pro Hamm, nach dem dieser durch den Gruppensprecher Dr. Cevdet Gürle vorgestellt wurde, ohne weitere Diskussion abgelehnt.

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

Fortschreibung des NVP mit Durchmesserlinien

,,Die Handlungsempfehlungen, die in der Fortschreibung des Nahverkehrsplans enthalten sind, bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück“, so Dr. Cevdet Gürle, Ratsherr und Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm. Dr. Cevdet Gürle hält fest: ,,Der Verkehrsbericht, der 2018 vorgestellt und kritisch reflektiert wurde, hat bereits herausgestellt, dass umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Fuß- und Radwege, aber auch der öffentliche Nahverkehr in Hamm stiefmütterlich behandelt werden.

Die „Ideensammlung“ in der Fortschreibung des Nahverkehrsplans, die sich allein auf die Errichtung sogenannter Durchmesserlinien konzentriert, ist mutlos und lässt jegliche Vision vermissen. Die Stadtverwaltung und die Mehrheitsfraktionen betonen zwar, dass die Beratungen über den Nahverkehrsplan ergebnissoffen seien und dennoch sind die Handlungsvorschläge sehr verbindlich formuliert. Der Bürger könne sich zwar einbringen, aber dass man als Zeitraum der Einbringung von Anregungen die ersten drei Sommerferienwochen, wo ein Großteil der Bürger im Urlaub sein wird, nimmt, zeigt, dass eine ernsthafte Bürgerbeteiligung unerwünscht ist. Gewollte Bürgermitwirkung bleibt für die schwarzrote Stadtregierung nur eine leere Phrase.

Während der Gutachter im Sinne der Großen Koalition eine kritische Betrachtung der Durchmesserlinien und die daraus zunehmenden Verkehre in der Innenstadt ignoriert, scheint er sich berufen, der Ringbuslinie eine kategorische Absage zu geben. Hier hat die CDU/SPD-Stadtregierung einen klaren Auftrag gegeben, nicht ergebnissoffen zu arbeiten, sondern hat ihre Vorstellungen der öffentlichen Nahverkehrsstruktur in den Endbericht zum Busbericht 2019 einarbeiten lassen.

Die Kommunen sind deutschlandweit bemüht, der sich verändernden Klimapolitik anzupassen und möglichst in naher Zukunft klimaneutral zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es sehr unterschiedliche Ansätze und wie so oft scheint es nicht die eine universelle Lösung zu geben. Ein Ansatz, der in einigen Kommunen bereits getestet wird, ist die kostenlose Beförderung durch Bus und Bahn im Freizeitverkehr. Laut der neuesten Mobilitätsstudie sei die Nutzung von Bus und Bahn im Freizeitverkehr derart niedrig, dass vorhandene Kapazitäten nicht ausgeschöpft würden.

Die vermehrte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist jedoch eine erstrebenswerte Alternative zur privaten PKW-Nutzung. Die Schülerverkehre machen rund 35 Prozent des Fahrgastaufkommens in unserer Stadt aus. Diese entfallen fast in Gänze an den Wochenenden. Die Freiräume, die dabei entstehen, sollten nicht ungenutzt bleiben.

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt dementsprechend, dass der Rat der Stadt die Stadtverwaltung auffordert, ein Konzept zu erstellen, um die Voraussetzungen für die kostenfreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs von Sonnabend und Sonntag zu erarbeiten. Im Anschluss soll diese zeitlich befristet umgesetzt werden. Nach der Testphase erfolgt eine umfassende Evaluierung, um eventuell eine dauerhafte Umsetzung vorzunehmen oder den Zeitraum der kostenfreien, öffentlichen Nutzung anzupassen.“

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsherr
Ratsgruppe Pro Hamm

Eine gute Nachricht für die Freiwillige Feuerwehr Hamm

Der Personal- und Feuerwehrausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr beschlossen.

Ratsherr und Ausschussmitglied Dr. Cevdet Gürle begrüßte den längst überfälligen Schritt. Die Freiwillige Feuerwehr Hamm hatte zuletzt 1994 eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung. So kritisierte Dr. Cevdet Gürle, dass die Verwaltung eine Erhöhung schon vor Jahren hätte zustimmen müssen. Wie heißt es so schön: Lieber zu spät als nie!

Die Freiwillige Feuerwehr leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Sicherheit und verdient jeden Euro für ihr Ehrenamt.

Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden in Hamm?

Das Umweltbewusstsein der Menschen in Europa wächst seit Jahren glücklicherweise kontinuierlich. Bei den Fridays-For-Future-Demos zeigt sich u.a., dass das Thema Umwelt- und Naturschutz eine hohe gesellschaftliche Relevanz hat“, so Denni May, umweltpolitischer Sprecher und Mitglied im Umweltausschuss für die Wählergruppe Pro Hamm.

Denni May weiter: ,,Die Bundesregierung verspricht den Umweltschutz insbesondere in Form der Klimaziele stärker auf ihre Agenda zu setzen. Aufgrund der Wichtigkeit des Themas ist vollkommen klar, dass auch die Kommunen ihren Teil zu leisten haben. Hamm setzt hierbei vermehrt darauf, CO2-Emissionen durch vermehrten Einsatz von Elektroautos einzusparen, möchte dabei sogar eine Vorreiterrolle in NRW einnehmen. Dies ist in der Tat ein guter Anfang, kann aber dennoch kein Grund sein, sich darauf auszuruhen. So ist auch der Ausbau von Photovoltaikanlagen hinsichtlich Kosten-Nutzen-Verhältnis eine gute Möglichkeit klimafreundlichen Strom zu produzieren und gleichzeitig die städtischen Finanzen zu entlasten.

Öffentliche Gebäude sind in der Regel mit großflächigen, geraden Dächern ausgestattet. Dies macht eine Installation von Solar-/Photovoltaik-Anlagen nicht nur deutlich einfacher, sondern birgt durch die große Fläche auch ein riesiges Potential. Bei einer direkten Installation durch die Betreiber kann die jeweilige Einrichtung große Einsparungen in puncto Energie erreichen und dabei außerdem die Umwelt schonen. Die Investition rentiert sich bereits nach wenigen Jahren und birgt ein riesiges Energiesparpotential.

Selbst bei einer Vermietung an Dritte wird so wenigstens der Anteil erneuerbarer Energien erhöht und die Einrichtung wird zu einer langfristigen Einnahmequelle. Einige Kommunen haben daher damit begonnen, besagte Photovoltaikanlagen vermehrt auf städtische Gebäude zu installieren. Hier scheint Hamm noch in den Kinderschuhen zu stecken und das Potenzial dieser Möglichkeit nicht erkannt zu haben.“ Um zu klären, ob dies auch für Hamm eine Möglichkeit ist oder evtl. sein könnte, bitten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Bei wie viel Prozent des Hammer Stroms handelt es sich um sogenannten Öko-Strom?
  2. Auf wie vielen städtischen Gebäuden befinden sich Photovoltaikanlagen im Einsatz?
  3. Bei wie vielen dieser Gebäude handelt es sich um Schulen? Um wie viel Prozent handelt es sich, wenn man es an der Anzahl der Schulen misst?
  4. Existieren Pläne die Anzahl der Photovoltaikanlagen zu erhöhen? Ist hierbei auch der Einsatz auf Schulen geplant? Wenn nicht, was steht dem entgegen? Schulen bieten zumeist ausreichend Fläche um eine größere Anlage zu realisieren.
  5. Was kostet eine von der Stadt installierte Photovoltaikanlage im Einkauf und bei der Installation durchschnittlich?
  6. Werden die Anlagen bei verschiedenen Firmen erworben oder setzt die Stadt ausschließlich auf einen Anbieter? Sind diese/dieser auch gleichzeitig für die Installation verantwortlich? Aufgrund welcher Kriterien wurden die oder der Anbieter ausgewählt?

Denni May
Mitglied im Umweltausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Umbesetzung in der Bezirksvertretung Herringen

Die Bezirksfraktion Herringen der Wählergruppe Pro Hamm nimmt eine Umbesetzung in der Bezirksvertretung vor. Günay Yildirim, die das Mandat der Bezirksvertreterin seit den Kommunalwahlen 2014 ausübte, legt dieses ab. Günay Yildirim: ,,Ich habe das Mandat mit Leidenschaft ausgeübt und habe viel positive Resonanz aus der Herringer Bevölkerung erlebt. Leider bin ich nunmehr an einem Punkt angelangt, wo ich mir eingestehen muss, dass ich neben den Verpflichtungen aus Familie und Arbeit dem Ehrenamt als Bezirksvertreterin nicht mehr gerecht werde. Es fehlt mir schlichtweg die Zeit, um angemessen das Mandat auszuüben. Deswegen ist es folgerichtig den Stab an jemanden weiterzureichen, der ausreichend Zeit mitbringt, um die Arbeit am Bürger produktiv fortzusetzen. Ich bleibe aber der Wählergruppe Pro Hamm erhalten und übe mein Vorstandsamt weiter aus. Ich bedanke mich in dem Zusammenhang für die gute kollegiale Zusammenarbeit in der Bezirksvertretung.

Der Fraktionsvorsitzende der Wählergruppe Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle ergänzt: ,,Es ist natürlich suboptimal, dass neben Bärbel Flamme-Planke eine weitere Frau die Bezirksvertretung verlässt. Dennoch habe ich vollstes Verständnis für die Entscheidung von Günay Yildirim politisch kürzer zu treten. Als Nachfolger rückt Habib Kartal nach. Er ist von Beruf Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkten Verkehrs- und Strafrecht und hat seine Kanzlei am Holzkampweg inmitten der Isenbecker Hofsiedlung. Habib Kartal kann bereits auf politische Erfahrung zurückgreifen. So sitzt er seit 2014 als sachkundiger Bürger für die Wählergruppe im Personal- und Feuerwehrausschuss der Stadt Hamm.“

Dr. Cevdet Gürle                                                                               Günay Yildirim
Fraktionsvorsitzender                                                                       Bezirksvertreterin

Bezirksfraktion Herringen / Wählergruppe Pro Hamm