Beiträge

Lauf- und Joggingstrecke im Friedrich-Ebert-Park

„Der Friedrich-Ebert-Part im Hammer Westen wird, verglichen mit anderen Parkanlagen in Hamm, eher stiefmütterlich behandelt. Die Politik sollte endlich stärker auf die Wünsche der Parkbesucher eingehen“, bringt es Farid Bhihi, der Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm, auf den Punkt.

Bhihi weiter: „Seit Jahren werden bestimmte Wünsche der Besucher immer wieder geäußert. Die Wählergruppe ist daher stets bemüht, die Umsetzbarkeit dieser Wünsche auch in den entsprechenden Gremien und Ausschüssen zu thematisieren und prüfen zu lassen. So wurde gegenüber der Wählergruppe u.a. vermehrt der Wunsch nach einer beschilderten Lauf- und Joggingstrecke im Friedrich-Ebert-Part zum Ausdruck gebracht.

Da zudem gerade die Corona-Pandemie verdeutlichte, wie wichtig es ist, den Bürgern öffentliche Sportanreize zu bieten, wird Pro Hamm das Thema aufgreifen und die zeitnahe Realisierung der besagten Lauf- und Joggingstrecke in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung beantragen.“

Renovierung des Jahnstadions

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert den desolaten Zustand des Jahnstadions und greift dabei die Kritik von Nutzern der Anlage auf. Andreas Kämper, Mitglied im Sportausschuss für die Wählergruppe Pro Hamm, erklärt:

,,Der Ist-Zustand ist nicht tragbar. Wir benötigen eine zeitnahe Instandsetzung, bei der zumindest die gröbsten Missstände behoben werden und ein gefahrenfreier Sport betrieben werden kann. Eine derzeitige Nutzung ist kaum vertretbar, da das Stadion mit seiner Anlage und den Räumlichkeiten zahlreiche Gefahrenquellen aufweist und der Bodenbelag nur noch eingeschränkt für die Sportnutzung brauchbar ist.

Der Rat der Stadt hat zwar in der Ratssitzung vom 15.12.2022 im Rahmen des Bundesprogramms ,,Sanierung kommunaler Einrichtungen“ in den Bereichen Sport mit dem Projekt ,,Sanierung Sportzentrum Ost“ umfangreiche Renovierungen am Jahnstadion beschlossen. Der Beginn der Umsetzungsphase wird aber frühestens im 1. Halbjahr 2023 sein und ob der Zeitplan gehalten werden kann, ist ein großes Fragezeichen. Die Knappheit und die Verteuerung von Rohstoffen, aber auch die vollen Auftragsbücher bei den Handwerksfirmen verzögern derzeit viele Projekte.

Dementsprechend sollte die Stadt jetzt schon aktiv werden und im Interesse der Vereine und Sportler eine kurzfristige Ertüchtigung des Standorts durchführen, um die gröbsten Missstände bis zur eigentlichen Renovierung im Jahr 2023 behelfsmäßig zu beseitigen und so eine Grund-Funktionalität des Standorts zu gewährleisten. Denn ansonsten besteht die Gefahr, dass das Jahnstadion ein komplettes Jahr für Sporttreibende ausfällt.

Das wäre ein schwerer Schlag für die Sportlandschaft in Hamm. Das Sportzentrum Ost nimmt eine wichtige Funktion ein und jetzt wo die Corona-Pandemie scheinbar überwunden ist, zieht es viele Menschen wieder zum Sport und die Frequentierung von Sportanlagen hat stark zugenommen. Diesem Bedarf sollte die Stadt Rechnung tragen.“ Die Wählergruppe Pro Hamm wird das Thema mit einem Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Sportausschusses setzen.

Warum wird allein das Hallenbad in Herringen geschlossen?

,,Warum ist allein die Lagune von einer vierwöchigen Schließung des öffentlichen Badebetriebs betroffen?“, fragt sich Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Herringen.

Dr. Cevdet Gürle weiter: ,,Ist Herringen weniger wichtig als die Nachbarn in Bockum-Hövel und Heessen? Es bleibt der bittere Beigeschmack, dass die Hallenbäder in anderen Stadtbezirken eine höhere Priorität genießen als die Lagune in Herringen. Herringen mag anders sein, aber die Menschen vor Ort sind nicht weniger wichtig.

Hallen- und Freibäder nehmen eine bedeutende Funktion ein und spielen für die Aufenthalts- und Lebensqualität in einem Wohnquartier eine wichtige Rolle. So haben z.B. Familien oder ältere Menschen, die weniger mobil sind, die Möglichkeit, ortsnah schwimmen zu gehen. Diese Option nimmt man ihnen nunmehr weg.

Wenn man bedenkt, dass das Herringer Bad auch bezirksübergreifend von etlichen Menschen, auch aus Pelkum und dem Hammer Westen, besucht wird, ist eine Komplettschließung für einen solch langen Zeitraum nicht vertretbar. Dass die Stadtwerke es scheinbar nicht mal für nötig halten, die Schließung des Herringer Hallenbads zu begründen, ist eine Ohrfeige für alle Besucher der Anlage.

Als Wählergruppe Pro Hamm werden wir das Thema auch im Nachgang auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung setzen und in einer Anfrage die Stadtwerke auffordern, ihre Entscheidung zu begründen. Denn eine zentrale Frage scheint, aus welchen Gründen auch immer, nicht ernsthaft diskutiert worden zu sein: Hätte man die Personalengpässe nicht gleichmäßig auf alle drei Hallenbäder verteilen können, so dass z.B. die Lagune maximal zwei statt vier Wochen ihre Türen für den öffentlichen Betrieb hätte verschließen müssen? Dann müssten nicht allein die Besucher der Lagune als Sündenbock für eine verfehlte Personalpolitik der Stadt in den letzten zwanzig Jahre herhalten.“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Rat sieht Zuständigkeit des Lippeparks weiterhin als überbezirklich an

In der vergangenen Ratssitzung hatte Pro Hamm einen Antrag gestellt, um die Zuständigkeit des Lippeparks wieder den Bezirken zu übergeben.

Der Lippepark ist über die letzten Jahre zu einem regelrechten Besuchermagnet geworden und dies wäre wohl sicher nicht der Fall, wenn die Zuständigkeit ausschließlich beim Rat gelegen hätte. Ganz im Gegenteil, als die Bezirke noch selbst über die Zukunft des Lippeparks entscheiden konnten, wurden viele Entscheidungen getroffen, die heute zum maßgeblichen Erfolg des Parks beitragen.

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Die Bezirke wissen naturgemäß am besten, was in ihrem Bezirk gut bzw. schlecht läuft und können daher auch wesentlich besser einschätzen, welche Maßnahme erforderlich ist, als das beispielsweise ein Ratspolitiker aus Rhynern könnte, der womöglich noch nie selbst einen Fuß in den Park gesetzt hat.

Da nun jedoch der Rat die Zuständigkeit übernommen hat, sind keine neuen Impulse mehr zu beobachten und auch vorherrschende Missstände können nur noch verzögert thematisiert werden. Hier seien die seit Monaten fehlenden Mülleimer oder auch die fehlende Schaukel genannt. Beides hätte man früher kurzerhand in der Bezirksvertretung thematisiert und eine Entscheidung getroffen.

Man kann den Lippepark nicht auf eine Ebene mit dem Maxipark oder dem Kurpark stellen, die beide tatsächlich eher als überbezirklich zu betrachten sind. Der Lippepark steht viel eher mit dem Hallohpark auf einer Stufe.

Die gesamte Diskussion ist für den Bürger letztlich völlig irrelevant, denn unter dem Strich zählt am Ende nur, ob diese Zuständigkeitsentscheidungen das Leben der Anwohner und Besucher verbessert oder verschlechtert haben und hier ist bereits eine tendenzielle Entwicklung erkennbar, die sich nur negativ deuten lässt.

Pro Hamm hält die veränderte Zuständkeit beim Lippepark und die damit verbundene Engstirnigkeit des Rates nach wie vor für einen Fehler. Wir werden die Situation daher weiterhin kritisch beobachten und auch zukünftig darum kämpfen, dass der Lippepark nicht ins politische Abseits gedrängt wird.

Anmeldezahlen an den Hammer Schulen sprechen eine eindeutige Sprache

Die Wählergruppe Pro Hamm nimmt die Anmeldezahlen zu den weiterführenden Schulen zum kommenden Schuljahr als Anlass die Schul- und Bildungspolitik der Stadt kritisch zu hinterfragen und sich die Frage zu stellen, welche Weichenstellungen die Stadtspitze stellen sollte. Hatice Chaaouani, die schulpolitische Sprecherin der Wählergruppe Pro Hamm hält fest:

,,Wir brauchen mehr Ehrlichkeit in der Schul- und Bildungspolitik und sollten diese den neuen Rahmenbedingungen anpassen, um alle Kinder in allen Sozialräumen zielgenau fördern zu können. Die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr unterstreichen die Entwicklung der letzten 20 Jahre. So beobachten wir, erstens – trotz einer verstärkten Zuwanderung in den letzten Schuljahren, einen insgesamten Rückgang der Gesamtschülerzahl und zweitens, dass dieser Rückgang die weiterführenden Schulformen unterschiedlich stark trifft. Während im Schuljahr 2008/09 noch 3752 Schüler in Hamm eine Realschule besuchten, so liegt die Zahl derzeit nur noch bei knapp 3500.

Die Gymnasien müssen einen noch deutlicheren Aderlass hinnehmen und kommen im Vergleich zum Schuljahr 2012/13 (Schülerzahl: 5294) auf jetzt noch etwas weniger als 4000 Schüler. Hingegen, und das ist wenig überraschend, ist die Zahl der Schüler, die eine integrative Schule besuchen in den letzten 15 Jahren in Hamm stetig gestiegen. So weisen die Hammer Gesamtschulen auf eine Gesamtzahl von gut 2900 Schülern, die eine integrative Schule besuchen. Im Schuljahr 2008/09 waren es „nur“ 2305. Das ergibt ein Plus von mehr als 600 in absoluten Zahlen und eine prozentuelle Steigerung um knapp ein Fünftel.

Wenn man zusätzlich noch bedenkt, dass jedes Jahr, trotz der dritten Gesamtschule in Herringen die Gesamtschule die einzige Schulform ist, die Schüler ablehnen muss, dann kann man von einem „Run“ auf das integrative Schulsystem sprechen und dass die integrative Schule unangefochten die Wunschschule 1 in der Hammer Elternschaft ist.“

Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe ergänzt: ,,Die Schülerschaft ist an den integrativen Schulen in den letzten sechs Jahren stetig gestiegen. Wir haben in keiner Schulform einen größeren Zuwachs als bei den integrativen Schulen. Die Errichtung einer dritten Gesamtschule am Standort der Arnold-Freymuth-Schule war goldrichtig. Die Anmeldezahlen, die über dem Soll liegen, unterstreichen, dass trotz aller Unkenrufe und des langjährigen politischen Widerstands eine integrative Schule mit einer Oberstufe in Herringen überfällig gewesen ist. Die Arnold-Freymuth-Gesamtschule und das unterstreichen die Anmeldezahlen für das Schuljahr 2022/23 erneut ist die mit Abstand beliebteste weiterführende Schule in den Räumen Herringen, Pelkum und dem Westen. Der Erfolg der Arnold-Freymuth-Gesamtschule auf der einen Seite, aber auch der stetig versiegende Zustrom an den Hauptschulen muss zu einem Umdenken in der Schulpolitik führen. Die Politik darf die Entwicklung nicht ignorieren, sondern muss aktiv handeln und dementsprechend schlagen wir vor, dass eine weitere Stärkung des integrativen Schulsystems vorangetrieben wird, z.B. mit der Errichtung einer Schule des gemeinsamen, längeren Lernens im Hammer Norden/Heessen.

Wenn wir den Elternwillen ernst nehmen und die Bildungsteilhabe im Stadtbezirk Heessen verbessern wollen, dann kommen wir nicht drumherum eine Gesamtschule in Norden/Heessen zu errichten. Die Errichtung einer Gesamtschule wäre ein wichtiger Baustein der Schul- und Bildungspolitik, um die Bildungsteilhabe sozial benachteiligter Kinder in den Sozialräumen Norden und Heessen zu verbessern und es wäre ein wegweisendes bildungspolitische und soziales Zukunftsprojekt für den Norden.“

Die Wählergruppe Pro Hamm wird dementsprechend das Thema ,,Errichtung einer weiteren Gesamtschule“ auf die Tagesordnung des Rats setzen. Der Rat wird in dem Antrag aufgefordert der Stadtverwaltung einen Auftrag zu erteilen, um die mögliche Standortfestlegung für eine weitere Gesamtschule im Hammer Stadtgebiet mit dem klaren Schwerpunkt auf den Hammer Norden/Heessen zu prüfen und einen Fahrplan zu erstellen.

Verlagerung der Notfallpraxis dauerhaft nach Heessen nicht hinnehmbar

,,Solidarität sieht anders aus“, so Erol Gürle, der gesundheitspolitischer Sprecher und Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm kritisiert die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe die Notfallpraxis an der St. Barbara-Klinik in Heessen dauerhaft anzusiedeln und fordert diese auf an ihren alten Standort am St. Marienhospital zurückzukehren. Man übt aber auch zugleich Kritik an der Ampel-Regierung:

,,Die Bürgerinnen und Bürgerinnen erwarten ein geschlossenes und gemeinsames Auftreten der Politik gegenüber der KVWL und das Ausscheren der Heessener Bezirksbürgermeisterin Frau Brennecke, die die Verlagerung der Notfallpraxis von der Innenstadt an die St. Barbara-Klinik ausdrücklich begrüßt, verdeutlicht eine egoistische Grundhaltung, die für das Gemeinwohl schädlich ist. Bei einem Thema, wie der allgemeinen, gesundheitlichen Grundversorgung der Bevölkerung sollte nicht das Interesse Weniger, sondern das Wohl Vieler im Mittelpunkt stehen. Ich rate der SPD in Heessen nicht allein an den Eigennutz zu denken, sondern zu erkennen, welche negativen Folgewirkungen die dauerhafte Verlagerung der Notfallpraxis von der Innenstadt in eine Randzone hätte.

Hier erwarten zu Recht viele Bürgerinnen und Bürger zugleich eine klare Positionierung des Oberbürgermeisters. Was wir aber derzeit aus dem Rathaus vernehmen, ist nur betretenes Schweigen.“ Die Wählergruppe Pro Hamm wird das Thema „Erhalt der Notfallpraxis am Standort des St. Marienhospitals“ auf die Tagesordnung des Rats setzen und den Stadtrat auffordern in einer gemeinsamen Resolution klar Position zu beziehen.

Die Resolutionsvorlage lautet wie folgt: Der Rat der Stadt verurteilt auf Schärfste und lehnt die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) die Notfallpraxis dauerhaft an der St. Barbara Klinik anzusiedeln, ab. Die Verlagerung der Notfallpraxis aus der Stadtmitte nach Heessen wurde von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) stets als ein begrenzter Zeitraum kommuniziert und im Kontext der Corona-Pandemie und dem Infektionsschutz legitimiert. Es war nie die Rede davon, dass es sich hierbei um einen Dauerzustand handeln wird und die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) dauerhaft die Notfallpraxis nach Heessen auszulagern plant. Die nun getroffene Entscheidung kommt einen Wortbruch gleich und erschüttert das Vertrauern der Öffentlichkeit in die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat eine öffentliche Verantwortung, eine möglichst optimale ärztliche Grundversorgung sicherzustellen. Wenn die Notfallpraxis in Heessen verbleiben sollte, ist das nicht mehr sichergestellt. Der Standort an der St. Barbara-Klinik liegt für die meisten Menschen in Hamm in einer Randzone und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen. Die Verlagerung aus der Innenstadt in die Peripherie bedeutet, dass im Besonderen Menschen, die mobil eingeschränkt sind, d.h. zum Beispiel ältere Bürger*innen oder sozial schwache Gruppen in ihrer Gesundheitsversorgung massiv benachteiligt werden.

Eine Notfallpraxis muss für alle Menschen gleichermaßen gut erreichbar sein und das ist am neuen Standort an der St. Barbara-Klinik nicht der Fall. Des Weiteren ist zu befürchten, dass mit der Verlagerung der Notfallpraxis die Notfallambulanzen der Krankenhäuser, die sich in der Innenstadt befinden, stark belastet werden. Dass die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) eine Entscheidung mit solcher Tragweite scheinbar im Alleingang und ohne Abstimmung mit der Politik getroffen hat, kritisieren wir in aller Deutlichkeit. Dementsprechend fordern wir die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf von ihrer Entscheidung Abstand zu nehmen und mit der Notfallpraxis an ihren alten Standort, dem St. Marienhospital zurückzukehren.

Welche Zukunft hat der Herringer Wochenmarkt

,,Wie lange müssen wir noch auf eine Antwort der Stadtverwaltung warten?“, fragt sich Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksfraktion Herringen und nimmt Bezug auf die Anfrage „Zukunft des Herringer Wochenmarkts“ vom 26.11.2020, die am 03.12.2020 erstmals auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung stand und seither von Sitzung zur Sitzung stets vor sich hingeschoben wird.

Dr. Cevdet Gürle weiter: ,,Wir haben zwei simple Fragen gestellt und es sollte, trotz der mit Sicherheit vorhandenen Belastung der Stadtverwaltung durch die Corona-Pandemie möglich sein in 14 Monaten diese zu beantworten. Leider fehlt bis heute jegliche Stellungnahme.

Ganz untätig ist die Stadtverwaltung aber nicht geblieben. So ist im Internetauftritt der Stadt Hamm der Herringer Wochenmarkt bei der Auflistung der Wochenmärkte in den Stadtteilen nicht mehr zu finden. Die Bezirksvertretung wurde über diesen Schritt nicht in Kenntnis gesetzt.

Der Herringer Wochenmarkt darbt vor sich hin und der Marktplatz ist in seiner Funktion de facto zu einem Parkplatz für Autos und in jüngster Zeit zu einem Lagerplatz der Gelsenwasser-Baustelle reduziert worden. Das darf kein Dauerzustand sein.

Der Marktplatz bietet als historischer Kern unseres Stadtbezirks viel Entwicklungspotenzial und müsste ein Kleinod Herringens sein und nicht als Dauerparkplatz missbräuchlich genutzt werden.“ Die Wählergruppe Pro Hamm setzt die Thematik Herringer (Wochen-)Markt mit einer ergänzenden Anfrage erneut auf die Tagesordnung und bittet die Stadtverwaltung, um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Wann ist mit einer Beantwortung der Anfrage zu rechnen? Müssen wir davon ausgehen, dass eine Beantwortung noch weitere 14 Monaten oder gar noch länger auf sich warten lassen wird?
2. Warum wurde der Herringer Wochenmarkt bei der Auflistung der Wochenmärkte von der Internetpräsenz der Stadt Hamm entfernt? Wann ist das erfolgt und warum wurde die Bezirksvertretung nicht über diese Maßnahme informiert?

Ausbau des Sport-Aquariums in Bockum-Hövel ein erster guter Schritt

„Die Attraktivierung der Außenfläche am Sport-Aquarium mit dem Bau eines Außenbeckens ist eine gute Nachricht für den Stadtbezirk. Das war eine Entscheidung, die längst überfällig gewesen ist. Damit wird zwar kein Ersatz für den Verlust des früheren Freibads geschaffen, dennoch ist es grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung“, so Nihat Altun.

Der Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm betont aber zugleich, dass die Ampel-Regierung das Areal am Hallenbad mit dem anliegenden Wäldchen und dem daneben befindlichen Spielplatz in ein Gesamtkonzept zur langfristen Aufwertung des Hallenbadgeländes integrieren sollte. Nihat Altun weiter: ,, Die Umgestaltung des Hallenbadgeländes sollte konsequent weitergeführt werden. So sollte die Politik und die Stadtverwaltung eine häufig vorgetragene Anregung aus der Bürgerschaft aufgreifen, laut der viele Familien bemängeln, dass die Liegefläche im Hallenbad zu klein und für Kinder kaum Sportmöglichkeiten biete. Hier schlagen wir vor, das Gelände zu erweitern und den benachbarten Spielplatz in das Hallenbad einzubinden und gleichzeitig neu zu gestalten.

Parallel dazu sollte als Ausgleich im Wäldchen, wo derzeit die Fußballtore stehen, die de facto nie benutzt werden, ein neuer Spielplatz angelegt werden. Hier wäre es wünschenswert, die Spielplatzanlage von ihrer Konzeption inklusiv zu gestalten und sie in den Naturraum des Waldes zu integrieren.

Die Ampel-Regierung wäre gut beraten, wenn sie die Chance einer ganzheitlichen Neuordnung des Quartiers aufgreift und diese in die politischen Entscheidungsgremien mit hineinträgt. Wenn die Stadtregierung im Bezirk und im Rathaus sich allein auf das Anlegen eines Außenbeckens beschränkt, lässt sie eine einmalige Möglichkeit verstreichen, die Aufenthaltsqualität im Quartier und im Bockum-Hövel langfristig zu steigern.“

Die Wählergruppe Pro Hamm plant das Thema „Entwicklung des Quartiers am Sport-Aquarium“ mit einem Antrag auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung zu setzen und somit stärker in die politische Diskussion einzubringen.

Wassersportvereine des St. Josef Krankenhauses erwarten Klarheit

,,Wie lange müssen wir noch auf eine Stellungnahme warten?“, fragt sich Nihat Altun, Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm und kritisiert, dass die Anfrage der Wählergruppe zur Thematik „Verbleib der Wassersportvereine des St. Josef-Krankenhauses“ vom 12. August 2021 bis heute unbeantwortet ist.

Nihat Altun weiter: ,,Es ist ein Unding, dass die Beantwortung der Anfrage so lange auf sich warten lässt. Wir haben immerhin jetzt vor fast sechs Monaten vier relativ simple Fragen gestellt, die die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der St. Franziskaner-Stiftung eigentlich längst hätte abarbeiten müssen. Das bis heute eine Antwort fehlt, ist nicht nachvollziehbar und unterstreicht, dass Politik und Verwaltung in Hamm entweder die Verantwortlichen bei der St. Franziskaner-Stiftung mit Samthandschuhen anfassen und keinerlei Druck aufbauen wollen oder die Bedeutung des Schwimmbeckens für die Menschen im Ortsteil und darüber hinaus nicht erkannt wird.

Natürlich ist derzeit durch die Corona-Pandemie ein regulärer Betrieb kaum möglich, aber wenn die pandemische Lage hoffentlich spätestens im Frühsommer beendet ist, brauchen wir einen klaren Zeitplan, wie es mit den Wassersportvereinen weitergeht. Dieser Zeitplan muss frühzeitig kommuniziert werden, so dass alle Akteure sich auf ihn einstellen können.

Eine Bereitschaft oder gar Elan der Franziskaner den Verbleib der Wassersportvereine, die u.a. eine wertvolle und wichtige Arbeit in der Gesundheitsprävention machen, proaktiv anzugehen, ist nicht erkennbar. Die Schließung des St. Josef Krankenhaus wurde, trotz aller Widerstände, von den politischen Mehrheitsfraktionen in Hamm beschlossen oder zu mindestens bereitwillig hingenommen. Hier erwartet die Bürgerschaft zurecht, dass Politik und Verwaltung größere Anstrengungen unternehmen und eine klarere Haltung zeigen, dass den wassersporttreibenden Vereinen, die das Schwimmbad nutzen, nach einer Schließung des St. Jupp eine Alternative angeboten wird und somit nicht gezwungen sind, ihre Arbeit einzustellen.

Das Bad war bereits zuvor von einer möglichen Schließung aus Kostengründen bedroht, woraufhin sich die Vereine bis dato mit einer nicht unerheblichen Geldsumme an der Renovierung und Finanzierung des Bades beteiligten. Diese Beteiligung kam jedoch nur zustande, da von der Politik in Hamm suggeriert wurde, dass das Krankenhaus auch längerfristig bestehen bliebe. Die Vereine blicken somit in eine ungewisse Zukunft, die sie nicht selbst verschuldet haben.“

Die Wählergruppe hatte der Stadtverwaltung, folgende Fragen zur Klärung des Sachverhalts mit der Bitte um eine Beantwortung weitergeleitet:
1. Wie viele Vereine nutzen aktuell das besagte Schwimmbad? Wie viele Vereinsmitglieder wären in etwa von einer Schließung des Bades betroffen?
2. Die Schließung des Krankenhauses scheint gewollt und beabsichtigt zu sein. Gibt es daher bereits Pläne, wie mit den regionalen und überregionalen Wassersportvereinen verfahren wird? Hat die Stadt den Vereinen bereits mögliche Lösungen bzw. Alternativen in Aussicht gestellt?
3. Wie könnten solche Lösungen, gerade mit Blick auf die bis dato sehr intensive Frequentierung bzw. Nutzung des Bades, letztlich aussehen?
4. Ein weiterer nicht unwichtiger Punkt betrifft die bereits geleistete Investitionssumme der Vereine. Bekommen die Vereine das Geld ganz oder zum Teil erstattet?

Welche Zukunft hat das Glück-auf-Stadion?

Die Wählergruppe Pro Hamm beurteilt die Stellungnahme der Verwaltung zur Anfrage „Ist-Zustand und Entwicklungspotenzial des Glück-Auf-Stadions“ differenter als die Stadt.

,,Für das historische Gedächtnis und das Bewusstseins des Stadtbezirks ist es eine gute Entscheidung, dass für die Statuen an den Eingangstoren der Anlage ein Denkmalswert festgestellt wurde und eine Restaurierung der Statuen nach 2022 vorgesehen ist“, so Habib Kartal, Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm.

Habib Kartal begrüßt des Weiteren die Feststellung der Stadtverwaltung, dass auf der Grundlage des weiterhin rechtskräftigen Bebauungsplans eine sportliche Weiternutzung des Glück-Auf-Stadion grundsätzlich möglich wäre. Habib Kartal weiter: ,,Die Beurteilung der Stadt, dass eine Integration der Fläche des Glück-Auf-Stadions in eine ,,Sportlandschaft Lippepark“ keinen Mehrwert für das Quartier hätte, widersprechen wir hingegen klar.

Das Glück-Auf-Stadion wurde über viele Jahrzehnte als Sportanlage genutzt und bei einer Ertüchtigung des Areals wäre es erneut möglich. Einen Bedarf sehen wir, da bis heute z.B. Prüfungen zum Sportabzeichen im Stadion durchgeführt werden und es keine alternativen Ausweichstandorte im Bezirk gibt. Die Ersatzsportplätze, die im Kontext des Lippeparks entstanden sind, können bei Weitem nicht den Bedarf an Spiel- und Sportraum decken, der in Herringen defizitär ist. So konnten wir allein in den letzten Tagen und im Besonderen an den Wochenenden, wo wir spätsommerliche Temperaturen hatten, sehen, dass u.a. der Bolzplatz am Lippepark, in dem zugleich auch eine Basketballanlage eingebunden ist, bei Weitem nicht die Kapazität hat, um den Sportbedarf im Bezirk abzudecken.

Hier benötigen wir mittelfristig eine Lösung, die aus unserer Sicht idealerweise in der Integration des Glück-Auf-Stadions in ein Sportkomplex Lippepark aussehen könnte. So könnte im Glück-Auf-Stadion u.a. die Laufstrecke, das Weitsprungfeld oder das Fußballfeld wieder ertüchtigt und eventuell mit z.B. Outdoor-Fitnessgeräten erweitert und zugleich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Einbindung des Glück-Auf-Stadions in den Lippepark wäre für diesen ein starker positiver Impuls der Weiterentwicklung und würde den Lippepark im neuen Jahrzehnt einen massiven Attraktivitätsschub geben. Des Weiteren würden wir zugleich den Dornröschenschlaf des Glück-Auf-Stadions beenden.“

Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzende der Bezirksfraktion Herringen ergänzt die Äußerungen seines Kollegen: ,,Der Bebauungsplan von 2005 mit der Zielsetzung das Areal einer Wohnbebauung zukommen zu lassen, hat sich überlebt. Die Entwässerungsproblematik ist bis heute nicht gelöst und es ist höchst unwahrscheinlich, dass in den nächsten fünf Jahren eine Lösung erzielt werden wird. Außerdem stellt sich die grundsätzliche Frage, ob das Gebiet versiegelt und dafür Natur zerstört werden muss.

Wir haben in direkter Nachbarschaft mit dem Bebauungsplan am Wiesenteich bereits ein groß angelegtes Projekt zur Schaffung von Wohnraum. Wenn man bedenkt, dass die Einwohnerzahl Herringens, trotz Zuwanderung in den letzten 20 Jahren rückläufig war und der demografische Wandel sich nach 2025 noch stärker auswirken wird, muss die Frage gestellt werden, ob ein Bebauungsgebiet „Glück-Auf-Stadion“, deren Realisierung frühestens in den 2030er Jahren überhaupt umsetzbar sein wird, dann noch notwendig ist.“

Die Wählergruppe Pro Hamm plant die Thematik „Entwicklungspotenziale des Glück-Auf-Stadions“ in die Haushaltsplanungen für 2022/23 in die Bezirksvertretung einzubringen.

Habib Kartal
Bezirksvertreter

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen

Wählergruppe Pro Hamm