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Corona-Pandemie trifft Wohnungslose in Hamm besonders hart

,,Die Corona-Pandemie trifft in erster Linie die Schwächsten in unserer Gesellschaft und dazu zählen Menschen ohne eigene Wohnung. Die Zahl der Wohnungslosen ist in Hamm in den letzten Jahren deutlich angestiegen und hat sich mit der Corona-Pandemie stark beschleunigt. Die Politik und die Stadtverwaltung haben unzureichend auf die absehbar, negative Entwicklung reagiert“, so Erol Gürle, Ratsherr und Mitglied im Ausschuss für Soziales und Gesundheit für die Wählergruppe Pro Hamm.

Erol Gürle weiter: ,,Die Entwicklung ist beschämend. Die Sozialverbände in Hamm klagen seit Jahren, dass die Fallzahlen steigen und das System der Wohnungslosenhilfe zu kollabieren droht, wenn nicht endlich entgegengewirkt wird. Die Entwicklung in den letzten zehn Jahre und die massiven Folgenwirkungen der Corona-Pandemie sollten uns wachrütteln. Die Zahl der Menschen, die wohnungs- und/oder obdachlos sind, ist deutlich angestiegen.

Die Politik gibt keine Antworten, wie diesen Menschen geholfen werden kann. Wir benötigen hier eine Umorientierung in der Arbeits- und Sozialpolitik, die die Zielsetzung hat, Prekariat zu vermeiden und Risikogruppen nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ Instrumente in die Hand zu geben, damit sie aus dem Teufelskreis der Armut ausbrechen können. Wir brauchen mehr Streetworker, die in den direkten Kontakt mit den Menschen treten und Lösungswege suchen. Hier müssen deutlich mehr kommunale Ressourcen investiert werden.

Leider bleibt das Koalitionspapier der Ampel-Regierung in der Frage der Bekämpfung von Armut schwammig und benennt keine konkreten Maßnahmen, wie z.B. die Wohnungs- und Obdachlosigkeit bekämpft werden kann. Der Vorschlag eines innenstadtnahen Obdachlosenheims, der in der Vergangenheit immer wieder in die politische Diskussion eingebracht wurde, wird durch die Ampelregierung nicht aufgegriffen. Das wäre aber eine zielgenaue Maßnahme, der den Menschen, die von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffen sind, weiterhelfen würde.

Des Weiteren muss den Verantwortlichen im Rathaus bewusst sein, dass die zunehmende Knappheit an bezahlbaren Wohnungen ein Brandbeschleuniger der Negativspirale ist. Diese muss und kann nur gestoppt werden, wenn die Hammer gemeinnützige Baugesellschaft (HGB) stärker als bisher in die Verantwortung genommen wird und sein Tätigkeitsbereich bei der Schaffung von sozial geförderten Wohnraum deutlich ausbaut.“

 

Erol Gürle
Ratsherr
Wählergruppe Pro Hamm

Ampel-Koalition will Straßenausbaubeiträge abschaffen?

,,Der 15 Punkte-Plan der Ampel-Regierung ist viel Schein und nur wenig Sein“, so Yusuf Kocabayraktar, verkehrspolitischer Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm und Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr. Dies exemplarisch beim Thema Straßenausbaubeiträge deutlich. Die Rathausspitze will das der Rat eine Resolution zu deren Abschaffung verabschiedet und an das Land NRW weiterleitet.

 

Yusuf Kocabayraktar hierzu: ,,Die Wählergruppe Pro Hamm hat zweimal eine Resolution, die eine Abschaffung der Straßenausbaubeiträge einforderte 2018 und 2019 in den Rat eingebracht. Die Resolution, die inhaltsgleich in vielen Kommunen in Nordrheinwestfalen verabschiedet wurde, fand keine Mehrheit im Rat. Die Parteien der Ampel-Regierung, d.h. die SPD, die Grünen und die FDP haben ihre Zustimmung verweigert. Dementsprechend muss man der Zielvorgabe der Koalitionspartner, in den nächsten 100 Tagen eine Resolutionsverabschiedung zu erreichen, ein erhebliches Maß Ironie zugestehen.

 

Wenn die SPD in Hamm und im Land sich nun hinstellt und verkündet, dass Straßenausbaubeiträge abgeschafft gehören, sollte man in dem Zusammenhang nicht außer Acht lassen, dass die SPD in Düsseldorf, als sie viele Jahre in der Regierungsverantwortung war, keinerlei Initiativen ergriffen hat, um eine Abschaffung der Straßenausbaubeiträge zu ermöglichen. Da unser Oberbürgermeister Marc Herter auf Landesebene unter der Regierung Kraft mit Sicherheit kein Hinterbänkler gewesen ist, trägt er eine politische Mitverantwortung, dass die Straßenausbaubeiträge in NRW bis heute nicht abgeschafft worden sind.

 

Straßenausbaubeiträge sind ein stetiges Ärgernis für viele Bürger und das zu Recht. So ist in Hamm, wie auch in anderen Kommunen in NRW immer öfter zu beobachten, dass sich Anlieger über die Straßenausbaumaßnahmen, die oftmals fünf- oder vereinzelt auch sechsstellige Straßenausbaubeiträge betragen, zahlen müssen, auf die Barrikaden gehen. Für viele bedeutet dies eine existenzgefährdende Belastung beziehungsweise der wirtschaftliche Ruin, da sie schlichtweg nicht in der Lage sind, derart hohe Kosten aufzubringen.

 

Straßenausbaubeiträge sind ein Relikt des 20. Jahrhunderts und gehören abgeschafft. Die Parteien der Ampelregierung sind im Landtag vertreten und mit der FDP sitzt eine Partei auch in der Regierung. Es ist nicht davon auszugehen, dass es zu einer Abschaffung der Straßenausbaubeiträge kommen wird. Dennoch „freuen“ wir uns, dass man im Rathaus jetzt zumindest bereit ist, eine Resolution zu dem Thema zu verabschieden.“

 

Yusuf Kocabayraktar

Verkehrspolitischer Sprecher

Wählergruppe Pro Hamm

 

Corona-Verteilung in Hamm

,,Corona macht eben doch nicht alle gleich“, so Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm zur Ausbreitung des Coronavirus in der Stadt. Das Virus tritt überdurchschnittlich im Hammer Westen und Norden auf.

 

Dr. Cevdet Gürle weiter: ,,Wenn die Botschaft vermittelt werden soll, dass Menschen mit einer Migrationsgeschichte bewusst Corona-Einschränkungen brechen und für den hohen Corona-Stand in den Sozialräumen Westen und Norden verantwortlich sind, ist das beschämend und wird der komplexen Gemengelage in keiner Weise gerecht. Gerade Menschen mit einem schlechteren, sozioökonomischen Status sind überproportional von den Folgewirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Das Virus macht gesundheitliche Ungleichheiten zwischen gesellschaftlichen Gruppen in erschreckender Weise sichtbar und verschärft sie.

 

So verwundert es nicht, dass diejenigen Menschen am schwersten vom Virus betroffen sind, die ohnehin sozial benachteiligt werden: Menschen mit prekären Beschäftigungen, mit Zuwanderungshintergrund und Asylsuchende. Das höchste Infektionsrisiko haben die finanzschwächsten Mitglieder einer Gesellschaft, ob in Hamm oder anderswo und im Hammer Norden und den Westen unserer Stadt haben wir eine hohe Armutskonzentration, die über Jahrzehnte von der Stadtverwaltung und den jeweiligen Stadtregierungen unzureichend bekämpft wurde. Die Menschen in den Wohnquartieren, von denen nicht wenige in sehr engen Verhältnissen wohnen, sind nun mit den direkten Folgen einer gescheiterten Armutsbekämpfung konfrontiert.

 

Man sollte sich in dem Zusammenhang die Frage stellen: Wie viele Arbeitnehmer im Hammer Westen und Norden haben den Luxus in Homeoffice tätig zu sein, aber wie viele dieser Menschen arbeiten, z.B. in der Fleischindustrie oder in anderen Industriezweigen, wo es immer wieder zu Covid-19-Ausbrüchen kam und kommt? Wenn man den Gesamtkontext außer Acht lässt und populistische Mutmaßungen von sich gibt, ist niemanden geholfen.

 

Die Corona-Pandemie führt zu wachsender Ungleichheit und auf diese Entwicklung muss die neue Ampel-Regierung eine Antwort finden. Hier ist sie in der politischen Verantwortung einen „Sozial Deal“ auf den Weg zu bringen, um für eine Nach-Corona-Zeit Maßnahmen einzuleiten, die durch die Corona-Pandemie verschärfte Armut und die Vertiefung sozialer Ungleichheiten entgegenwirkt.“

 

Dr. Cevdet Gürle

Sprecher / Ratsgruppe Pro Hamm

Wählergruppe Pro Hamm

 

Neue Hammer Stadtregierung im Fokus

,,Natürlich ist es noch zu früh ein erstes Urteil über die Arbeit der Ampel-Koalition zu fällen. Dennoch werden im Koalitionsvertrag die Schwerpunktsetzungen der SPD/Grünen/FDP-Stadtregierung deutlich und hier zeigt sich, was die Koalitionäre im Rathaus scheinbar nicht auf dem politischen Radar haben“, so Dr. Cevdet Gürle.

 

Der Ratsherr und Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm macht die Defizite an drei Punkten deutlich, wo er Nachholungsbedarf sieht: 1. Eine Stärkung der Bildungsgerechtigkeit, 2. Eine Aufwertung von strukturell benachteiligten Sozialräumen und 3. Die Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit einer Migrationsgeschichte.

 

Dr. Cevdet Gürle konkretisiert die genannten drei Punkte: ,,Die Absage der Ampel-Regierung an einer weiteren Gesamtschule im Hammer Norden/Heessen ist eine deftige Ohrfeige für alle Eltern, die ein Platz für ihre Kinder an einer integrativen Schule mit Oberstufe suchen, aber aufgrund fehlender Kapazitäten Jahr für Jahr eine Absage erhalten. Die Nachfrage an Gesamtschulplätzen ist trotz der Weiterentwicklung der Arnold-Freymuth-Schule in Herringen zur Gesamtschule deutlich größer als das zur Verfügung stehende Angebot. Eltern wünschen sich eine Stärkung des integrativen Schulsystems und dementsprechend sollte es ein Muss sein, dass eine weitere Schule des längeren, gemeinsamen Lernens mit einer Oberstufe zeitnah im Stadtgebiet errichtet wird. Das wäre im Sinne einer „familienfreundlichen“ Stadt, in der man alle Kinder mitnimmt und sie nicht auf bestimmte Schulformen zwangs zuweist.

 

Ein sozialer Überbau ist im Koalitionspapier nur schwer erkennbar. Hier scheinen sich die Schreiber von der FDP und den Grünen eher durchgesetzt zu haben. So scheinen die Sozialräume Westen und Norden, in der sich in den letzten zwanzig Jahren viele soziale Probleme angestaut haben und wo die Wohnbevölkerung u.a. auch durch die Corona-Pandemie am Stärksten betroffen ist, nicht auf der Agenda der Ampel-Regierung zu stehen. So sind konkrete Maßnahmen, die eine substanzielle und nachhaltige Aufwertung des Hammer Westens und Nordens anvisieren Fehlanzeige.

 

Das Hamm bunt und durch eine kulturelle Vielfalt geprägt ist, spielt im Koalitionsvertrag eine unterordnete Rolle. Mehr als ein Drittel der Menschen in unserer Stadt haben eine sogenannte Migrationsgeschichte. Die gesellschaftliche und politische Relevanz von Migration mit der Zielsetzung eines erfolgreichen, integrativen Zusammenlebens ist unstrittig. Dennoch taucht dieses Inhaltsfeld mit keiner Silbe im Koalitionsvertrag auf. Die Ampelregierung hat mit dem Koalitionsvertrag erste Pflöcke gesetzt und deutlich gemacht, dass es u.a. zu den oben genannten Themen noch deutlichen Verbesserungsbedarf gibt.“

 

Dr. Cevdet Gürle

Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm

Wählergruppe Pro Hamm

 

Kleidercontainer am Lippepark dient als wilde Müllkippe?

Anwohner und Besucher des Lippeparks haben der Wählergruppe Pro Hamm massive Beschwerden vorgebracht, dass vor dem Kleidercontainer an der Schachtstraße/Seilfahrt direkt gegenüber dem Kindergarten Seilfahrt seit Wochen unsachgemäß Müll auf dem Boden zerstreut liegt und die Menge in den letzten Tagen zugenommen habe.

Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm, geht auf den Missstand ein: ,,Nach einer Ortsbesichtigung konnten wir den Sachstand bestätigen. Es liegen Müllsäcke wahllos herum, da diese teilweise stark verschmutzt und mit Essensresten verschmiert sind, verweisen Anwohner und die Besucher des Lippeparks zurecht auf die Gefahr eines vermehrten Auftretens durch Ratten und Ungeziefer hin. Wir begrüßen grundsätzlich die Möglichkeit der Abgabe von Kleidung in Kleidercontainern, verurteilen aber die unsachgemäße Nutzung dieser als „Abfalldeponie“. Nichtsdestotrotz muss es im allgemeinen Interesse sein, einen Mindeststandard an Sauberkeit an dem Standort und dem Wohngebiet zu gewährleisten.

Da an dem Standort bereits in der Vergangenheit immer wieder eine starke Vermüllung zu beobachten war und eine soziale Kontrolle kaum gegeben ist, fordern wir die Stadtverwaltung auf zu prüfen, ob der Bedarf eines Kleidercontainers gegeben ist. Da in Herringen bereits ein Dutzend Kleidercontainer sich befinden und das an deutlich geeigneten Plätzen, empfehlen wir den Kleidercontainer an der Schachtstraße/Seilfahrt zu entfernen. Eine relevante Nutzung als Kleidercontainer scheint es seit einer geraumen Zeit auch nicht mehr zu geben.“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Rassismus in städtischen Flüchtlingseinrichtungen: Was wusste die Rathausspitze?

Der Oberbürgermeisterkandidat und Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle zeigt sich über die ihm zugetragenen Missstände von Rassismus und Vetternwirtschaft im Ausländer- und Flüchtlingsamt schockiert.
Dr. Cevdet Gürle: ,,Die Missstände, die uns von Mitarbeiter*innen aus dem Ausländer- und Flüchtlingsamt und Flüchtlingen zugetragen wurden, sind schockierend und zeugen von einem Versagen der Rathausspitze. Hauswarte, die als Mitarbeiter der Stadtverwaltung in städtischen Flüchtlingseinrichtungen eingesetzt sind, haben aus ihrem Hass und ihrer rassistischen Einstellung gegenüber den Flüchtlingen keinen Hehl gemacht und sie mit menschenverachtenden Äußerungen und sexualisierter Gewalt traktiert. Hauswarte, die selbst eine Migrationsgeschichte haben und es wagten Nein zu diesem Apparat der Erniedrigung zu sagen, wurden von ihren Kollegen*innen nicht nur gemobbt, sondern selbst zum Opfer eines rassistischen Umfelds. So wurden uns Videos zugeleitet, die u.a. zeigen wie Mitarbeiter der Verwaltung, die bis heute noch bei der Stadt angestellt sind, belustigt zuschauen, wie zwei Schwarzafrikaner sich prügeln. Hauswarte, die nicht mehr bereit waren, zu schweigen, haben die Missstände an die Sachgebietsleitung und die Amtsleitung weitergeleitet. Die Amtsleitung hat die Ernsthaftigkeit der Thematik nicht erkannt, personelle Konsequenzen nicht zeitnah vollzogen und als diese getroffen wurden, waren diese nur halbherzig.
Die Hauswarte, die es wagten die Atmosphäre des Schweigens zu brechen, wurden massiv unter Druck gesetzt, nichts davon in die Öffentlichkeit zu tragen. Nachdem auch die weiteren Schritte, u.a. die Einschaltung des Personalamts und des Personalrats, aber auch ein Brief an den Oberbürgermeister, der persönlich im Büro des Oberbürgermeisters abgegeben wurde, weitgehend ergebnislos blieben und einige Mitarbeiter ihren Rassismus in den Flüchtlingseinrichtungen weiterhin ausleben konnten, trat man hilfesuchend an uns. Die Zustände im Amt für Ausländer und Flüchtlinge sind in keiner Form entschuldbar. Hier trägt der Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann als Verwaltungschef nicht nur die politische, sondern auch die personelle Verantwortung. Er hat als Oberbürgermeister, wie auch die Führungselite der Verwaltung versagt. Was wir hier sehen, ist zugleich ein Ergebnis von 21 Jahren CDU-geführte Stadtregierung mit einem Oberbürgermeister an der Spitze, der sich für unfehlbar hält und mit der damit verbundenen Betriebsblindheit eine Mitverantwortung an dem Rassismus und der Vetternwirtschaft im Flüchtlingsamt trägt.
Der Oberbürgermeister sollte dementsprechend auch personell Konsequenzen ziehen und seine Kandidatur zurückziehen und sich in den politischen Ruhestand verabschieden. Wir brauchen endlich einen politischen Neustart in Hamm und der ist mit einem Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann nicht möglich. Die Kritik an der Stadtverwaltung ist nicht als pauschale Kritik zu verstehen. Der Gros der Mitarbeiter*innen macht eine exzellente Arbeit, aber sie alle leiden unter einer Führungskultur, die autoritär ist und andere Meinungen nicht akzeptiert.“
Dr. Cevdet Gürle
OB-Kandidat / Sprecher
Wählergruppe Pro Hamm

Das Zentrum Bockum-Hövels: Ein Problemfall?

,,Das Areal um das Bürgeramt ist eines der größten Baustellen im Stadtbezirk“, so Nihat Altun, Spitzenkandidat der Wählergruppe Pro Hamm. Die Wählergruppe Pro Hamm greift hierbei die deutliche Kritik von Anwohnern, aber auch von Jugendlichen und Familien, die die Sportanlage am Parkplatz oder die Spielplatzanlage aufsuchen, auf.
Nihat Altun: ,,Die Stadtverwaltung und die Große Koalition haben in den letzten Jahren die Problematik in diesem Bereich ignoriert und zugelassen, dass es mehr und mehr zu einem sozialen Brennpunkt wurde. Die Spielplatzanlage ist in einem beschämenden Zustand und wenig familienfreundlich gestaltet. Die Sitzbänke sind verdreckt und es fehlen Mülleimer. Der ganze Bereich angefangen vom Parkplatz bis zur Spielplatzanlage ist darüber hinaus vermüllt und teilweise mit Scherben versehen. Das ist wahrlich keine Augenweide.
So verwundert es nicht, dass immer weniger Familien die Spielplatzanlage noch nutzen und das in einem Wohnquartier, wo sehr viele Familien mit Kleinkindern leben. Das Quartier befindet sich seit Jahren in einer Negativspirale und die schwarzrote Stadtregierung hat es versäumt das Thema auf die politische Agenda zu setzen. So verwundert es nicht, dass z.B. Ruhestörungen in den letzten Monaten verstärkt zugenommen haben. Wir brauchen eine zeitnahe Umplanung des Quartiers, der sich über den Markt, den Parkplatz bis zur Spielplatzanlage erstrecken muss und eingebettet ist in eine Gesamtkonstrukt, wie man die Aufenthaltsqualität in dem Bereich, im Besonderen für die Anwohner, aber auch für die Besucher der Sport- und Spielanlagen verbessern kann. Als eine erste Maßnahme sollten zu mindestens die Missstände auf den Spielplatz bereinigt und der Unrat weggeräumt werden.“
Nihat Altun
Spitzenkandidat Bockum-Hövel
Wählergruppe Pro Hamm

Wann erwacht der Titania-Park aus dem Dornröschenschlaf?

,,Der Titania-Jugendpark befindet sich in einem Dornröschenschlaf. Das Gelände hat viel Potenzial, das aber bei Weitem nicht abgerufen wird“, so Elvan Balci, Kandidatin der Wählergruppe Pro Hamm für die Bezirksvertretung Pelkum. Sie moniert, dass die Politik der Anlage in den letzten fünf Jahren kaum Beachtung geschenkt hat.
Elvan Balci: ,,Wenn man mit jungen Leuten, die den Jugendpark noch aufsuchen ins Gespräch kommt, so zeigt sich, dass die Anlage immer weniger angenommen wird. Man weicht zunehmend auf andere Plätze, wie z.B. den Lippepark aus. Der Titania-Park, obwohl er sich in direkter Nachbarschaft zum Schulzentrum West befindet und praktisch ein Teil der Friedrich-Ebert-Parkanlage ist, droht mehr und mehr zu verweisen. Wir sehen den Bedarf für eine solche Anlage, der an den Hammer Westen angrenzt und damit ein Einzugsgebiet hat mit einer sehr jungen Wohnbevölkerung. Es spricht also viel für die Notwendigkeit eines solchen Standorts, der aber, wenn politisch gewollt, stärker auf die Agenda gesetzt werden muss.
Der Titania-Park bietet mit seiner großen Fläche viel Potenzial. Hier sollte man mit den Jugendlichen zusammen überlegen, ob und wie weitere Sportmöglichkeiten werden können. Außerdem müssen Missstände, wie der Zugang zum Parkplatz, deren Zufahrt bei Starkregen schnell unter Wasser steht oder der Kieselhügel, der seit Monaten direkt hinter der Basketballanlage steht endlich entfernt werden. Die tropischen Temperaturen der letzten Tage und Wochen haben nochmal deutlich gemacht, dass wir mehr Beschattung benötigen. Hier wäre es empfehlenswert Bäume als Sonnenschutz um die Sportanlage zu pflanzen. Der Asphalt wärmt sich rasend schnell auf, so dass ab dem Mittag bis in den Abend hinein nichts mehr geht. Eine weitere Anregung, die an uns herangetragen wurde, ist die Beleuchtung im Sportbereich zu verbessern. Denn im Besonderen im Winter, wenn es früh dunkel ist, ist am frühen Abend kein Sporttreiben mehr möglich.“
Elvan Balci
Kandidaten Pelkum
Wählergruppe Pro Hamm

Erweiterung des Hallenbads „Sport-Aquarium“ eine Chance für Bockum-Hövel

Die Wählergruppe Pro Hamm fordert in ihrem kommunalpolitischen Wahlprogramm, dass das Hallenbad Sport-Aquarium erweitert wird und schlägt u.a. ein Außenbecken vor.
Nihat Altun, Bockum-Höveler Spitzenkandidat der Wählergruppe Pro Hamm begründet das wie folgt: ,,Das Sport-Aquarium gehört zu den wichtigsten Freizeitmöglichkeiten, die im Stadtbezirk vorhanden sind und im Besonderen von Familien und älteren Menschen gut angenommen wird. Wir sollten das Hallenbad und das nähere Umfeld für das neue Jahrzehnt attraktiver gestalten. So schlagen wir vor, dass der Liegebereich erweitert wird und man den angrenzenden Spielplatz, der kaum genutzt und wahrlich kein Blickfang ist zwischen dem Wäldchen und dem Hallenbad in das Badgelände integriert und mit einer Wasserspiellandschaft für Kinder versieht. Wir halten darüber hinaus ein Außenbecken für zwingend notwendig. Das würde den Standort langfristig erhalten und wäre für Bockum-Hövel bei der Steigerung der Aufenthalt- und Lebensqualität ein wichtiger Schritt nach vorne.
Gerade Personengruppen, die weniger mobil sind, wie häufig Familien oder ältere Menschen würden von einer Aufwertung des Hallenbadgeländes massiv profitieren. Die Gespräche mit den Bürgern vor Ort haben gezeigt, dass für viele, die über kein eigenes Auto verfügen eine Fahrt in die Hammer Freibäder immer noch eine große Herausforderung darstellt. Die Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs aus Bockum-Hövel zu den Freibädern ist bis heute nicht zufriedenstellend. Wir benötigen dementsprechend ein lokales Angebot, das notfalls fußläufig erreichbar ist. Jeder Euro, der in das Badgelände investiert wird, ist gut angelegt. Bockum-Hövel ist ein einwohnerstarker Bezirk und so würde eine Aufwertung des Sport-Aquariums eine stärkere Besucherfrequentierung zu Folge haben. Wenn man sich mit der Thematik Sport-Aquarium beschäftigt, sollte man das angrenzende Wäldchen in eine Gesamtkonzeption mit einbeziehen. So müssten teilweise die Bänke erneuert oder überhaupt welche aufgestellt werden. Außerdem muss die Frage geklärt werden und das sollte in Dialog mit den Familien vor Ort geschehen, ob ein Ersatzspielplatz am Standort sinnvoll ist.“
Nihat Altun
Spitzenkandidat Bockum-Hövel
Wählergruppe Pro Hamm

Ein Tierfriedhof für Hamm ist ein Muss

Die Wählergruppe Pro Hamm fordert in ihrem kommunalpolitischen Wahlprogramm einen Tiefriedhof für Hamm. Martin Klaßen, der seit Jahrzehnten sich für den Tierschutz und hier im Besonderen, um das Wohl von Hunden in Hamm stark macht, greift eine alte Forderung der Hammer Hundefreunde, die er bereits in der Vergangenheit mehrfach zur Diskussion gestellt hat, auf.
Der Kandidat im Team der Wählergruppe Pro Hamm für die Bezirksvertretung Rhynern hält fest: ,,Hamm braucht endlich einen Tierfriedhof und Rhynern hat genug Standorte, um den Wunsch vieler Tierliebhaber zur verwirklichen. Die nächstgelegenen Tierfriedhöfe in der Region sind in Dortmund und Münster. Das ist für Menschen, die weniger mobil oder älter sind Strecken, die nicht einfach so nebenbei zu meistern sind. Die Corona-Pandemie hat nochmal unterstrichen, wie wichtig Haustiere für uns Menschen sind. Haustiere spenden den Menschen Trost und vermitteln Zuversicht.
Haustiere machen Menschen glücklicher und ausgeglichener und haben damit einen direkten positiven Effekt auf unser Wohlbefinden und unsere Psyche. Auf den Punkt gebracht: Haustiere fördern die Gesundheit der Menschen. So sollte es ein Muss sein, dass eine Großstadt wie Hamm einen Tierfriedhof unterhält und damit den Wunsch vieler Haustierbesitzer nachkommt den Körper ihres Lieblings angemessen beerdigen zu können.“
Martin Klaßen
Kandidat Rhynern
Wählergruppe Pro Hamm