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Möbelhaus Finke vernichtet Einzelhandel

Die Wählergruppe Pro Hamm lehnt die Ansiedlung des Möbelhauses Finke zwischen der A 2 und der Unnaer Straße ab. ,,Die Ansiedlung auf der grünen Wiese ist weder unter ökologischen Gesichtspunkten, noch unter ökonomischen vertretbar“, so der Vorsitzende von Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle. ,,Der Finke-Bau wird massiv Kaufkraft aus der Innenstadt abziehen und damit eine Wiederbelebung der City unmöglich machen.“, so Gürle weiter. Zu diesem Ergebnis kommen auch die Experten der BBE-Handelsberatung in ihrer Endfassung der Auswirkungsanalyse zur geplanten Ansiedlung des Möbelhauses. Die im Dezember in einer Ersteinschätzung vorgestellten Prognosen bleiben demnach bestehen: „Nach der Analyse ist davon auszugehen, dass die Anbieter der Hammer City in der Summe Umsatzrückgänge von rund 1,5 Millionen Euro hinnehmen müssen“, so die Experten. Die kritische Haltung der Geschäfteinhaber in Rhynern und der Innenstadt zum Finke-Bauprojekt wird von der schwarz-gelben Stadtregierung völlig ignoriert. Ein Baustart, der für 2014 anvisiert ist, muss aus Sicht von Pro Hamm gestoppt werden. Die Wählergruppe betont, dass Naturflächen endlich sind und deswegen eine Erschließung großer Industrieflächen auf der grünen Wiese ein Ende haben muss! Gürle: ,,Die schwarz-gelbe Stadtregierung weist eine gehörige Portion Doppelmoral auf, indem sie auf der einen Seite alles tut, um die Realisierung eines Factory-Outlet-Centers (FOC) in Werl zu verhindern, aber auf der anderen Seite den Finke-Bau befürwortet. Die Pläne für das FOC werden vehement mit dem Argument, es würde mit dem Verlust von Kaufkraft negative Folgeerscheinungen für die Innenstadt mit sich bringen, abgelehnt. Dass das Finke-Möbelhaus mit einer Verkaufsfläche von über 40.000 Quadratmeter denselben Effekt haben wird, scheinen die Damen und Herren von den Schwarzgelben nicht realisiert zu haben.“ Wenn die Hammer Stadtregierung Ja zum Finke-Bau sagt, so die Wählergruppe, müsste sie auch folgerichtig Ja zum FOC sagen. Das tut sie aber nicht, da sie scheinheilig handelt. Dr. Gürle macht deutlich: ,,Wir brauchen sowohl eine starke, vitale Innenstadt, wie auch lokale Nahversorgungszentren in den Stadtbezirken. Was wir aber nicht brauchen, ist ein Möbelhaus auf der grünen Wiese.“

 

Dr. Cevdet Gürle

Vorsitzender
Pro Hamm