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Anfrage

Tätigkeit als Tagespflegeperson

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Arbeitssituation der Personen, die als Tagespflegeperson in der Kindertagesbetreuung tätig sind, wird von diesen als unbefriedigend wahrgenommen.

Wir bitten die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Welche Qualifikation müssen Personen, die als Tagespflegeperson (,,Tagesmütter/väter“) tätig sind, mitbringen?
  2. Wenn eine solche Qualifikation bei Interessenten nicht vorhanden ist, aber durch eine Qualifizierung bei der Stadt ermöglicht werden kann, welche Kosten (Kursgebühr, etc.) entstehen für die Teilnehmer?
  3. Welchen Stundenlohn erhalten Tagespflegepersonen? Ist der Stundenlohn zu allen Arbeitsstunden des Tages identisch oder gibt es Zeiten, in denen keine Entlohnung trotz Anwesenheit des Tagespflegepersonals am Arbeitsort gezahlt wird?
  4. Wer ist für die Auszahlung des Stundenlohns verantwortlich?
  5. Wie hat sich die Entlohnung des Tagespflegepersonals seit 2010 entwickelt? Hier bitten wir um eine Auflistung des Stundenlohns, differenziert nach Kalenderjahren.
  6. Welche Kriterien bestimmen die Höhe der Entlohnung des Tagespflegepersonals? Ist eine Erhöhung des Stundenlohns im Doppelhaushalt 2017/2018 geplant?
  7. Zahlt die Stadt dem Personal der Tagespflege den staatlichen Mindestlohn?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                                                        Nurcan Varol
Gruppensprecher                                                                                                      Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm

antrag

Antrag an den Rat der Stadt Hamm bezüglich eines Prüfauftrags zur Errichtung von 24-Stunden-Kitas

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die gesellschaftliche Realität des 21. Jahrhunderts ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Pluralisierung der Lebensformen, die einhergeht mit der Schwierigkeit Familie und Arbeit unter einem Hut zu bringen.

Die steigende Erwartungshaltung der Arbeitswelt, die sich u.a. in einer verstärkten Schichtarbeit zeigt, ist insbesondere für die soziale Gruppe der Alleinerziehenden ein großes Problem. Die Zahl der Menschen, die am Tag schlafen und nachts arbeiten, ob Ärztinnen oder Krankenschwestern, nimmt zu. So entsteht ein Bedarf an professioneller Kinderbetreuung in Randzeiten.

Der Begriff „24-Stunden-Kita“ ist aber irreführend. Denn selbstverständlich wird ein Kind nicht ganztägig abgegeben. Die Kinder bleiben insgesamt nicht länger, sondern nur zu anderen Zeiten. Es geht in der Regel um die jeweiligen Arbeitszeiten, also um acht oder neun Stunden.

Es existieren bereits in rund einem Dutzend Kommunen in Deutschland sogenannte „24-Stunden-Kitas“ und die Tendenz ist steigend. So unterhält Schwerin seit einigen Jahren zwei Angebote dieser Einrichtung und das mit einer hohen Nachfrage.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Rat der Stadt die Verwaltung auffordert einen Prüfauftrag durchzuführen, in der der Bedarf zur Errichtung von sogenannten 24-Stunden-Kitas analysiert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                                             Nurcan Varol
Ratsherr                                                                                                            Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm