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Zwischenbericht Parkraumkonzept Herringer Mitte

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Alewelt,

die Thematik bezüglich des Parkraumkonzepts der Herringer Mitte ist in den letzten vier Jahren zu einem Dauerthema in der Bezirksvertretung Herringen, aber auch für die Herringer Bürgerschaft, geworden.

Die Ankündigung und nunmehr Umsetzung der Parkzeitbegrenzung auf den privaten Parkplatz im Lippe Carée hat zu den erwartbaren Verlagerungen geführt.

Der Parkdruck, der an der Funkellandstraße und An der Falkschule schon relativ hoch war, hat sich deutlich verschärft. Die Anwohner der Straßenzüge beklagen zurecht, dass ihnen nun Parkraum fehlt. Dieser wird von den Fahrzeughaltern genutzt, die ihr Fahrzeug bisher auf dem Lippe Carée abgestellt haben. Des Weiteren kommt hinzu, dass die Zahl der freien Parkplätze am Herringer Marktplatz im Vor- und Nachmittagszeitraum deutlich knapper geworden ist. Kunden der Sparkasse und der hiesigen Geschäfte haben zunehmend Probleme noch einen freien Raum für ihr Auto zu finden. Dass die Parkplätze am Bürgeramt und dem Wiesenpark hingegen kaum genutzt werden, liegt u.a. auch daran, dass diese in der Wahrnehmung der Mitarbeiter und der Kundschaft des Lippe Carée nicht vorkommen. Dass Patienten des Ärztehauses bereits erste Knöllchen entrichten mussten, unterstreicht, dass das Parkraumkonzept Herringer Mitte nicht ausgereift ist und einer Optimierung bedarf.

Die Mehrheitsfraktionen haben 2018 mit ihrer Zustimmung zum Parkraumkonzept einen Schnellschuss in den Ofen abgegeben. Die Problematik mit den erwartbaren negativen Folgenwirkungen hätte bekannt sein müssen.

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung auffordert, einen mündlichen Zwischenbericht zum Parkraumkonzept Herringer Mitte abzugeben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                               Günay Yildirim
Fraktionsvorsitzender                                                                        Bezirksvertreterin

Wählergruppe Pro Hamm

Instandsetzung des Spielplatzes an der Feldstraße

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Alewelt,

der Spielplatz an der Feldstraße ist in einem äußerst schlechten Zustand. Der Spielplatz wird im Besonderen von Familien, die an der Juffernbuschstraße und den anliegenden Straßen Richtung Dortmunder Straße wohnhaft sind, genutzt.

Leider lädt der Ist-Zustand nicht zum Verweilen ein. Die Rutsche ist nicht nutzbar, die Schaukeln fehlen oder sind marode, die Wiese in Teilen überwuchert, der Sandbereich verdreckt, um nur einige Mängel aufzulisten.

Wir sehen die Notwendigkeit, dass der Spielplatz an der Feldstraße zeitnah instandgesetzt und attraktiver gestaltet wird.

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung auffordert, den Mangelzustand am Spielplatz an der Feldstraße zu beseitigen und diesen attraktiver zu gestalten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                                        Günay Yildirim
Fraktionsvorsitzender                                                                               Bezirksvertreterin

Wählergruppe Pro Hamm

Zeitliche Verschiebung der Maßnahme „Erneuerung der Beleuchtung“

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Alewelt,

Anwohner des Isenbecker Hofs erhielten im April einen Bescheid der Stadt Hamm, aus dem hervorgeht, dass die Beleuchtung in den Straßenzügen der Siedlungskolonie erneuert werden soll.

Die Stadt Hamm will die Leuchtenköpfe der vorhandenen Beleuchtungsanlage gegen eine neue LED-Beleuchtung austauschen. Diese Maßnahme löse aus Sicht der Stadtverwaltung nach §8 des Kommunalabgabengesetzes (KAG) NRW in Verbindung mit der Straßenausbaubeitragssatzung der Stadt Hamm Beitragspflichten aus.

Die Wählergruppe Pro Hamm lehnt die Einziehung von Anliegerbeiträgen zur Instandsetzung von Straßenausbaumaßnahmen ab. Die Wählergruppe Pro Hamm sieht darin ein Relikt aus dem 20. Jahrhundert. Die Nutzung der Straßen erfolgt durch die Allgemeinheit und ist nicht auf die Anlieger beschränkt. Somit entspricht die derzeitige gesetzliche Regelung nicht mehr der Lebenswirklichkeit. Deshalb ist es erforderlich, die Ermächtigungsgrundlage ersatzlos zu streichen und die Anlieger von Straßenausbaubeiträgen freizustellen, wie dies auch in anderen Bundesländern wie beispielsweise Baden-Württemberg praktiziert wird. Hiernach fordern wir das Kosten für den Straßenausbau und der Erneuerung von Beleuchtungen insgesamt aus allgemeinen Steuermitteln finanziert werden.

Die Anwohner der Isenbeck-Hofsiedlung erhielten, je nachdem, in welchen Straßenzug sie leben, in ihrem Bescheid eine Gesamtsumme genannt, die als Aufwand von den dortigen Anliegern zu tragen ist. Die Stadt Hamm ist demnach nicht in der Lage im Vorfeld der beabsichtigten Maßnahme der Erneuerung der Beleuchtung den Anwohnern im Konkreten zu sagen, wie hoch deren Eigenanteil tatsächlich sein wird. Das führt verständlicherweise zu massiven Irritationen und der Sorge eine Rechnung zugestellt zu bekommen, die die Betroffenen in finanzielle Schwierigkeiten bringt. Hier müsste die Stadtverwaltung ihrer Pflicht nachkommen und den Anwohnern mit einer besseren Informationspolitik dienlich sein.

Das Kommunalabgabengesetz ist einer massiven Kritik ausgesetzt und der hohe öffentliche Druck hat dazu geführt, dass sie schwarzgelbe Landesregierung das Thema auf die Tagesordnung gesetzt hat. Die CDU/FDP-Landesregierung plant noch 2019 eine Gesetzesnovelle, in der das Kommunalabgabengesetz reformiert werden soll.

Es ist davon auszugehen, dass in Folge der Anpassung des Kommunalabgabengesetzes, u.a. der Austausch von Leuchtmitteln in den Straßenlaternen als reine Unterhaltungskosten definiert und die Kosten an die Anwohner nicht mehr weitergeleitet werden. Wir möchten in dem Zusammenhang zur Sprache bringen, dass die Stadt Hamm in der Vergangenheit bei der Erneuerung von Straßenleuchten auf Fördermittel z.B. der Europäischen Union zurückgreifen konnte. Diese Zuschüsse wurden finanziell nicht bei der Berechnung der Anliegerbeiträge für solche Maßnahmen hinzugezogen. Des Weiteren schreibt §8 Abs. 2. Satz 2 KAG NRW vor, dass Beiträge von den Grundstückseigentümern als Gegenleistung dafür erhoben werden, dass ihnen dadurch die Möglichkeit der Inanspruchnahme der Einrichtungen und Anlagen wirtschaftliche Vorteile geboten werden. Die Installierung von LED-Leuchten würde die Ausleuchtung verbessern, aber ein wirtschaftlicher Vorteil für den Grundstückeigentümer ist hier nicht erkennbar. Ein Vorteil liege hingegen bei der Stadt Hamm, da u.a. der Stromverbrauch und somit die Kosten der Laterne gesenkt würden.

Aufgrund der offenen Fragen zur Thematik und der noch nicht vorliegenden Entscheidung der schwarzgelben Landesregierung befürworten wir, dass die Maßnahme „Erneuerung der Beleuchtung“ bis auf weiteres verschoben wird.

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung auffordert bis auf weiteres auf die Maßnahme „Erneuerung der Beleuchtung“ in der Isenbecker Hofsiedlung zu verzichten – zu mindestens so lange bis das Kommunalabgabengesetz durch die Landesregierung novelliert ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                               Günay Yildirim
Fraktionsvorsitzender                                                                        Bezirksvertreterin

Wählergruppe Pro Hamm

Mündlicher Sachstandsbericht über die Ergebnisse des Jugendforums Herringen

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Alewelt,

am 29.03.2019 fand erstmalig ein Jugendforum Herringen im Haus der Jugend statt. Die Jugendforen sind ein zentraler Baustein des Kinder- und Jugendförderplans der Stadt Hamm, welche mehrheitlich 2018 im Rat beschlossen wurden und zweimal im Jahr stattfinden sollen. Die Leitungen der Stadtteilzentren moderieren federführend die Jugendforen, die sich als Plattform verstehen, um die Anregungen und Vorstellungen von Kindern und Jugendlichen stärker in die politischen Prozesse und Entscheidungen einzubinden.

Die Wählergruppe Pro Hamm begrüßt die Plattform der Jugendforen, um jungen Menschen in den Stadtbezirken ein mögliches Sprachrohr zu geben. Die Resonanz zum Jugendforum am 29.03.2019 war sehr positiv. Zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene beteiligten sich an der Veranstaltung und brachten ihre Ideen ein. Die Frequentierung in Herringen war die mit Abstand die Beste unter allen bisher durchgeführten Jugendforen in Hamm. Das unterstreicht, dass die Entwicklung des Stadtbezirks den jungen Menschen nicht unwichtig ist. Die Politik sollte das Engagement flankierend unterstützen und die Anregungen der Jugend, soweit umsetzbar, in die politischen Entscheidungsprozesse einbinden. Im Vorfeld muss die Bezirksvertretung über die Konstruktion der Jugendforen und die Ergebnisse der ersten Sitzung des Jugendforums unterrichtet werden.

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung auffordert, Frau Raziye Duman, die Leiterin des Hauses der Jugend, oder eine andere verantwortliche Fachkraft zeitnah zur Sitzung der Bezirksvertretung einzuladen, um die Mandatsträgerinnen und Mandatsträger mit einem Sachstandsbericht zu den Ergebnissen des Jugendforums in Herringen zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                               Günay Yildirim
Fraktionsvorsitzender                                                                        Bezirksvertreterin

Wählergruppe Pro Hamm

Installierung von Wasserspendern im Lippepark

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Alewelt,

der Lippepark verfügte über einen Wasserspender, der sich auf Höhe der Skateranlage befand. Dieser Wasserspender war aufgrund der intensiven Nutzung häufig defekt und wurde, nachdem er monatelang den Besuchern des Lippeparks nicht mehr zur Verfügung stand, im Frühjahr 2018 abmontiert.

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass den Besuchern der Parkanlage gerade in den Sommermonaten eine mögliche Trinkwasserquelle auf dem Areal angeboten wird. Da ein einzelner Wasserspender aufgrund der relativ hohen Nutzfrequenz nicht den Bedarf decken konnte, fordern wir die Installierung von bis zu vier Wasserspendern auf der Südfläche des Lippeparks.

Die Jugendlichen des Stadtbezirks, die sich im Jugendforum trafen, haben auf diesen Missstand ausdrücklich hingewiesen und daher betont, dass man sich wieder einen funktionierenden Wasserzugang im Lippepark wünsche und man daher die Realisierung eines eben solchen empfehle. Die Politik und die Verwaltung sollten den Vorschlag der Jugend nicht pauschal als nicht umsetzbar abstempeln, sondern als konstruktiven Beitrag für eine Aufwertung des Stadtbezirks bewerten.

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung auffordert, bis zu vier Wasserspender auf der Südfläche des Lippeparks zu installieren.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                                        Günay Yildirim
Fraktionsvorsitzender                                                                               Bezirksvertreterin

Wählergruppe Pro Hamm

Trampolin am Spielplatz an der Schachtstraße

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Alewelt,

die Bezirksvertretung Herringen hat in ihrer Sitzung vom 21.03.2019 mehrheitlich beschlossen, dass die Stadtverwaltung das Minitrampolin am Spielplatz an der Schachtstraße instand setzt.

Das ist leider bis heute nicht geschehen. Der Bereich wurde hingegen mit Sand zugeschüttet. Die Bezirksfraktion der Wählergruppe Pro Hamm bittet in dem Zusammenhang die Stadtverwaltung, die Fragen, ob eine Instandsetzung des Trampolins geplant ist und wann mit einer Umsetzung gerechnet werden kann, zu beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                                        Günay Yildirim
Fraktionsvorsitzender                                                                               Bezirksvertreterin

Wählergruppe Pro Hamm

Prüfauftrag: Antragstellung zum Landesförderprogramm „Heimat-Zeugnis“ für den Alten Bauhof

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Alewelt,

„Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ So hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen das Landesförderprogramm zur Förderung und Stärkung der vielfältigen Heimat in Nordrhein-Westfalen überschrieben.

Hierzu werden im Landesprogramm folgende Förderinitiativen und –programme vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert: Heimat-Werkstatt, Heimat-Zeugnis, Heimat-Scheck, Heimat-Fonds und Heimat-Preis.

Das Förderprogramm Heimat-Zeugnis könnte für den Stadtbezirk Herringen eine besondere Bedeutung einnehmen. Das Heimat-Zeugnis stellt, so in den Förderrichtlinien festgehalten, die in herausragender Weise für die Schaffung und Bewahrung von der lokalen und regionalen Geschichte prägenden Bauwerke, Gebäude oder entsprechenden Orte in der freien Natur in den Fokus. Projekte mit einem Volumen ab 100.000 Euro können mit maximal 90 % (Private) bzw. 80 % (Kommunen) unterstützt werden. Antragsberechtigt sind Gemeinden und Gemeindeverbände sowie private und gemeinnützige Organisationen. Gefördert werden können Projekte und Maßnahmen, mit denen in herausragender Weise lokale und regionale Geschichte, Traditionen sowie lokale und regionale Besonderheiten aufgearbeitet und öffentlich präsentiert werden.

Die Bezirksfraktion Herringen der Wählergruppe Pro Hamm sieht die Möglichkeit, dass der Stadtbezirk von dem Landesprogramm profitieren kann. Die Bezirksvertretung Heessen hat in dem Zusammenhang in Kooperation mit dem Heimatverein Heessen e.V. eine Antragstellung für das Kultur- und Begegnungszentrum Brokhof initiiert.

Wir haben im Stadtbezirk Herringen mit dem denkmalgeschützten Gebäude „Alter Bauhof Herringen“ eine Lokalität, die die Anforderungen für eine Antragstellung erfüllen würde. Das denkmalgeschützte Gebäude “Bauhof Herringen” entstand 1938 als Bauhof der damaligen Zeche De Wendel, später Zeche Heinrich-Robert, zuletzt Bergwerk Ost. 1994 wurde der Bauhof in seiner Funktion als Werkstättensitz stillgelegt. Die Stadt Hamm mietete 1996 den Komplex von der RAG und 1999 erfolgte schließlich der Kauf. Der Bauhof dient heute als Begegnungs- und Kulturstätte, in der heimatliche Kultur gefördert und zahlreiche Vereine eine neue „Heimat“ gefunden haben.

Der Alte Bauhof ist ein Kleinod für den Stadtbezirk. Trotz dieser hervorgehobenen Bedeutung ist der Bauhof in die „Jahre gekommen“ und Bedarf investiver Maßnahmen, um die historische Substanz zu erhalten.

Das Landesförderprogramm ,,Heimat-Zeugnis“ ist eine Chance den Alten Bauhof als einen Ort der Herringer Geschichte massiv aufzuwerten und für Folgegenerationen zu erhalten. Des Weiteren könnten mit dem Förderprogramm weitere Schwerpunkte und Kooperationen, u.a. mit Schulen, Vereinen und sonstigen Einrichtungen angestoßen werden.

Die Bezirksfraktion Herringen der Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung beauftragt, die Machbarkeit einer Antragstellung zum Landesförderprogramm „Heimat-Zeugnis“ für den Alten Bauhof zu prüfen. Das soll selbstverständlich in enger Zusammenarbeit mit dem Trägerverein Bauhof geschehen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                             Günay Yildirim
Fraktionsvorsitzender                                                                    Bezirksvertreterin

Wählergruppe Pro Hamm

Alter Bauhof ist ein Stück schützenswerte Heimat für Herringen!

Die Wählergruppe Pro Hamm setzt die Kultur- und Begegnungsstätte Alter Bauhof auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung Herringen. Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt, dass die Bezirksvertretung die Stadtverwaltung auffordert, die Machbarkeit einer Antragstellung zum Landesförderprogramm „Heimat-Zeugnis“ für den Bauhof zu prüfen.

Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe in Herringen erläutert die Hintergründe: ,,Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet. So überschreibt das Heimatministerium das Landesförderprogramm zur Förderung und Stärkung der vielfältigen Heimat in Nordrhein-Westfalen. Ein Bestandteil des Förderprogramms ist das sogenannte Heimat-Zeugnis. Das Förderprogramm Heimat-Zeugnis könnte für den Stadtbezirk Herringen eine besondere Bedeutung einnehmen. Das Heimat-Zeugnis steht, so in den Förderrichtlinien festgehalten für die Schaffung und Bewahrung von in herausragender Weise die lokale und regionale Geschichte prägender Bauwerke, Gebäude oder entsprechender Orte in der freien Natur im Fokus. Projekte mit einem Volumen ab 100.000 Euro können unterstützt werden. Wir haben im Stadtbezirk Herringen mit dem denkmalgeschützten Gebäude „Alter Bauhof Herringen“ eine Lokalität, die die Anforderungen für eine Antragstellung erfüllen würde.

Das denkmalgeschützte Gebäude “Bauhof Herringen” entstand 1938 als Bauhof der damaligen Zeche De Wendel, später Zeche Heinrich-Robert, zuletzt Bergwerk Ost. 1994 wurde der Bauhof in seiner Funktion als Werkstättensitz stillgelegt. Die Stadt Hamm mietete 1996 den Komplex von der RAG und 1999 erfolgte schließlich der Kauf. Der Bauhof dient heute als Begegnungs- und Kulturstätte, in der heimatliche Kultur gefördert und zahlreiche Vereine eine neue „Heimat“ gefunden haben.

Der Bauhof ist ein Stück Herringer und Hammer Heimatgeschichte, in der die regionalen Traditionen und lokalen Besonderheiten aufgearbeitet und öffentlich präsentiert werden. Der Alte Bauhof ist, ohne Wenn und Aber ein Kleinod für den Stadtbezirk. Trotz dieser hervorgehobenen Bedeutung ist der Bauhof in die „Jahre gekommen“ und Bedarf investiver Maßnahmen, um die historische Substanz zu erhalten.

Das Landesförderprogramm ,,Heimat-Zeugnis“ ist eine Chance den Alten Bauhof als ein Ort der Herringer Geschichte massiv aufzuwerten und für Folgegenerationen zu erhalten. Des Weiteren könnten mit dem Förderprogramm weitere Schwerpunkte und Kooperationen, u.a. mit Schulen, Vereinen und sonstigen Einrichtungen angestoßen werden.“

Die Wählergruppe Pro Hamm erinnert in dem Zusammenhang, dass das Landesförderprogramm in Hamm bereits beantragt wurde. So hat die Bezirksvertretung Heessen in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Heessen e.V. einen Antrag für das Kultur- und Begegnungszentrum Brokhof initiiert.

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Mängel an Herringer Spielplätzen verderben den Spaß

Die Wählergruppe Pro Hamm greift in zwei Anträgen, die sie auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung Herringen gesetzt hat, die Nutzung von Spielplätzen im Bezirk auf. So bemängelt die Wählergruppe Pro Hamm, dass das Netz des Mini-Trampolins am Spielplatz an der Schachtstraße seit mehreren Wochen fehlt und somit das Trampolin nicht nutzbar ist.

Günay Yildirim, die Bezirksvertreterin der Wählergruppe hält fest: ,,Leider befindet sich der Spielplatz nicht mehr im ,,besten Zustand“. Da die Zahl der Spielgeräte am Spielplatz, trotz der starken Frequentierung sehr überschaubar sind, halten wir es für zwingend notwendig, dass das Mini-Trampolin zeitnah repariert wird.“

Einen weiteren Mangelzustand greift die Wählergruppe auf Initiative der Familien der Isenbecker Hofsiedlung auf.  In der Isenbecker Hofsiedlung befindet sich an der Seelhofstraße ein kleiner Spielplatz, der von den Familien der Siedlung rege genutzt wird. Günay Yildirim: ,,Die Familien haben angemerkt, dass der Spielplatz nur über die Seelhofstraße begehbar ist. Ein Zugang über die Ludwig-Isenbeck-Straße ist nicht möglich, obwohl der Spielplatz von hier einsehbar ist. Das Betreten des Spielplatzes wird für die Familien durch das Vorhandensein eines Zauns unmöglich gemacht. Dieser Zaun befindet sich am Ende eines Privatwegs, an dem sich Garagen befinden. Die Anregung, die an uns herangetragen wurde, ist, dass man den Zaun im hinteren Bereich des Spielplatzes zumindest teilweise entfernt und so den Familien einen Zugang auf die Ludwig-Isenbeck-Straße ermöglicht.“

Die Bezirksfraktion Herringen der Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung beauftragt, dass diese prüft, inwiefern eine Überarbeitung des Zauns am Spielplatz möglich ist, um einen Zugang vom Spielplatz auf die Ludwig-Isenbeck-Straße zu realisieren.

Günay Yildirim
Bezirksvertreterin
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Nachnutzung auf dem Areal des ehemaligen Bergwerk Ost

,,Die Nachnutzung des Areals des Bergwerk Ost ist von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der Stadtbezirke Herringen und Pelkum. Hier müssen die Weichen richtiggestellt werden, damit man einen höchstmöglichen positiven Mehrwert erzielen kann“, so Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm in Herringen und Farid Bhihi, sein Kollege in der Bezirksvertretung Pelkum.

Ein Thema für die Teilnehmer des jüngsten Bürgerfrühstücks der Wählergruppe war die Nachnutzung des Bergwerkareals. Dr. Cevdet Gürle und Farid Bhihi erklären: ,,Im Gespräch mit den Herringer und Pelkumer Bürgern wurde schnell deutlich, dass das ein Thema ist, das den Menschen immens wichtig ist. Sie machten aber auch deutlich, dass die Politik und die Verwaltung ihre Anliegen und Anregungen ernst nehmen und sie stärker in die Entscheidungsprozesse einbinden müssen.

Eine Sorge, die an uns herangetragen wurde und die wir teilen, ist, dass der Aspekt Gewerbenutzung auf dem Areal des früheren Bergwerks einen zu hohen Stellenwert einnehmen könnte. Das Areal ist sehr attraktiv für eine Wohnbebauung und auf diese sollte aus unserer Sicht die klare Schwerpunktsetzung liegen. So könnte mittelfristig die Vision einer Wohnsiedlung entstehen, die eingebettet ist in die Halden, verbunden mit einer Grünachse zum Lippepark und dem Friedrich-Ebert-Park, zudem räumlich nah am Schul- und Einkaufszentrum West und der Arnold-Freymuth-Gesamtschule. Wenn die Priorität klar auf der Schaffung von neuem Wohnraum liegt, könnte man damit zugleich den angespannten städtischen Wohnungsmarkt dauerhaft entlasten.

Eine parallele Mischnutzung auf der einen Seite Gewerbe mit einer eventuellen Ansiedlung von Logistikunternehmen, die eine starke Verkehrsbelastung in den umliegenden Quartieren verursachen würde und auf der anderen Seite einer partiellen Schaffung von Wohnraum, stehen wir hingegen ablehnend gegenüber. Bei der Entwicklung der Nachnutzung des Areals des Bergwerk Ost muss ausgeschlossen werden, dass eine abgespeckte Version eines Industriegebiets á la Inlogparc entsteht. Damit würde man alle Anstrengungen, das Areal nachhaltig positiv zu entwickeln, konterkarieren. Es gibt in der Sache Nachnutzung des Bergwerk Ost Gesprächsbedarf.“

Dementsprechend beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass zur Sitzung der Bezirksvertretung Herringen und Pelkum jeweils ein Vertreter der Stadtverwaltung und der Tempelmann Hamm GmbH eingeladen werden, um einen mündlichen Bericht zum aktuellen Sachstand abzugeben und offene Fragen zu beantworten.

Dr. Cevdet Gürle                                                                               Farid Bhihi
Fraktionsvorsitzender Herringen                                                       Bezirksvertreter Pelkum

Wählergruppe Pro Hamm