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Welche Zukunft hat das Glück-auf-Stadion?

Die Wählergruppe Pro Hamm beurteilt die Stellungnahme der Verwaltung zur Anfrage „Ist-Zustand und Entwicklungspotenzial des Glück-Auf-Stadions“ differenter als die Stadt.

,,Für das historische Gedächtnis und das Bewusstseins des Stadtbezirks ist es eine gute Entscheidung, dass für die Statuen an den Eingangstoren der Anlage ein Denkmalswert festgestellt wurde und eine Restaurierung der Statuen nach 2022 vorgesehen ist“, so Habib Kartal, Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm.

Habib Kartal begrüßt des Weiteren die Feststellung der Stadtverwaltung, dass auf der Grundlage des weiterhin rechtskräftigen Bebauungsplans eine sportliche Weiternutzung des Glück-Auf-Stadion grundsätzlich möglich wäre. Habib Kartal weiter: ,,Die Beurteilung der Stadt, dass eine Integration der Fläche des Glück-Auf-Stadions in eine ,,Sportlandschaft Lippepark“ keinen Mehrwert für das Quartier hätte, widersprechen wir hingegen klar.

Das Glück-Auf-Stadion wurde über viele Jahrzehnte als Sportanlage genutzt und bei einer Ertüchtigung des Areals wäre es erneut möglich. Einen Bedarf sehen wir, da bis heute z.B. Prüfungen zum Sportabzeichen im Stadion durchgeführt werden und es keine alternativen Ausweichstandorte im Bezirk gibt. Die Ersatzsportplätze, die im Kontext des Lippeparks entstanden sind, können bei Weitem nicht den Bedarf an Spiel- und Sportraum decken, der in Herringen defizitär ist. So konnten wir allein in den letzten Tagen und im Besonderen an den Wochenenden, wo wir spätsommerliche Temperaturen hatten, sehen, dass u.a. der Bolzplatz am Lippepark, in dem zugleich auch eine Basketballanlage eingebunden ist, bei Weitem nicht die Kapazität hat, um den Sportbedarf im Bezirk abzudecken.

Hier benötigen wir mittelfristig eine Lösung, die aus unserer Sicht idealerweise in der Integration des Glück-Auf-Stadions in ein Sportkomplex Lippepark aussehen könnte. So könnte im Glück-Auf-Stadion u.a. die Laufstrecke, das Weitsprungfeld oder das Fußballfeld wieder ertüchtigt und eventuell mit z.B. Outdoor-Fitnessgeräten erweitert und zugleich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Einbindung des Glück-Auf-Stadions in den Lippepark wäre für diesen ein starker positiver Impuls der Weiterentwicklung und würde den Lippepark im neuen Jahrzehnt einen massiven Attraktivitätsschub geben. Des Weiteren würden wir zugleich den Dornröschenschlaf des Glück-Auf-Stadions beenden.“

Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzende der Bezirksfraktion Herringen ergänzt die Äußerungen seines Kollegen: ,,Der Bebauungsplan von 2005 mit der Zielsetzung das Areal einer Wohnbebauung zukommen zu lassen, hat sich überlebt. Die Entwässerungsproblematik ist bis heute nicht gelöst und es ist höchst unwahrscheinlich, dass in den nächsten fünf Jahren eine Lösung erzielt werden wird. Außerdem stellt sich die grundsätzliche Frage, ob das Gebiet versiegelt und dafür Natur zerstört werden muss.

Wir haben in direkter Nachbarschaft mit dem Bebauungsplan am Wiesenteich bereits ein groß angelegtes Projekt zur Schaffung von Wohnraum. Wenn man bedenkt, dass die Einwohnerzahl Herringens, trotz Zuwanderung in den letzten 20 Jahren rückläufig war und der demografische Wandel sich nach 2025 noch stärker auswirken wird, muss die Frage gestellt werden, ob ein Bebauungsgebiet „Glück-Auf-Stadion“, deren Realisierung frühestens in den 2030er Jahren überhaupt umsetzbar sein wird, dann noch notwendig ist.“

Die Wählergruppe Pro Hamm plant die Thematik „Entwicklungspotenziale des Glück-Auf-Stadions“ in die Haushaltsplanungen für 2022/23 in die Bezirksvertretung einzubringen.

Habib Kartal
Bezirksvertreter

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen

Wählergruppe Pro Hamm

Impressionen vom Marktfest der Herringer Interessensgemeinschaft (HIG) auf dem Herringer Marktplatz

Es war eine schöne Veranstaltung bei herrlichem Wetter, wo nach einer kleinen Ewigkeit das „Dorf“ Herringen zusammen kam. So standen viele Gespräche mit den Bürger*innen im Mittelpunkt.
Wir sagen Danke an das Orga-Team und an alle Mitwirkenden.

Islamische Mitbürger wünschen sich mehr Pflege für ihre Begräbnisstelle auf dem Parkfriedhof in Herringen

Die Wählergruppe Pro Hamm setzt die Thematik „Islamische Begräbnisstelle auf dem Parkfriedhof“ mit zwei Anträgen auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung. Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Bezirksfraktion Herringen, geht auf den Inhalt der Anträge ein:

,,Die islamische Begräbnisstelle auf den Parkfriedhof hat sich in den letzten zehn Jahren stark ausgeweitet. Aufgrund der offenen Fläche und der fehlenden Beschattung, z.B. durch Bäume ist die Sonneneinstrahlung relativ hoch. Ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger haben uns auf den Missstand hingewiesen, dass die Sitzbank, die vor einigen Jahren an der islamischen Begräbnisstelle aufgestellt wurde häufig, da sie nicht in den Boden befestigt ist, entfernt und woanders platziert wird z.B. nahe des Barfußpfades. So fehlt den Besucherinnen und Besuchern der islamischen Grabstelle eine Sitzbank zum Ruhen.

Wir beantragen daher, dass die Bezirksvertretung die Stadtverwaltung auffordert entweder eine weitere Sitzbank an der islamischen Begräbnisstelle aufzustellen, die idealerweise im Boden verankert und somit nicht fortbewegt werden kann oder die bestehende Bank zu befestigen. Als ideal erscheint uns hier ein Platz im Schatten des dortigen Baumes, der den hinteren Bereich der Grabstelle begrenzt.

Des Weiteren, da es in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung bezüglich unseres Antrages, welcher sich ebenfalls mit dem Zustand am und im Umfeld der islamischen Begräbnisstelle auseinandersetzte, Irritationen gab, konkretisieren wir diesen und fordern, dass die Verwaltung den Stein- und Erdhügel, der total überwuchert ist und bei starken Regenfällen die Zuwegung total vermatscht, nach hinten verlagert. Somit könnte das direkte Umfeld auch im Sinne der Pietät zugleich neugestaltet werden.“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Sommer- und Kinderfest des Festkomitee Hammer Karnival

Während im letzten Jahr die Veranstaltung coronabedingt ausfallen musste, konnte das Festkomitee Hammer Karneval dieses Jahr sein beliebtes Sommer- und Kinderfest durchführen. Die Veranstaltung fand bei schönen Wetter hinter dem Bürgeramt Herringen statt.

Der Pro Hammer Dr. Cevdet Gürle besuchte das Fest und konnte so mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.

Wir sagen als Pro Hamm Danke für alle Mitwirkenden, die das Fest ermöglicht haben.

In Herringen soll das Fahrradfahren attraktiver werden

,,Die Parteien in der Bezirksvertretung sind sich über die Parteiengrenzen hinweg einig: Herringen soll fahrradfreundlicher werden. Die Frage bleibt offen, welche Instrumente eingesetzt werden können, um die Attraktivität im Radverkehr zu steigern und damit den Verkehrsanteil der Fahrradfahrer im Stadtbezirk zu erhöhen.“, so Habib Kartal.

Der Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm greift eine Kritik und zugleich eine Anregung von Besuchern des Sundern auf, die monieren, dass Schranken, die quasi als „Fahrradsperren“ vollkommen deplatziert sind sich auf einen flüssigen Radverkehr im Wegenetz störend auswirken.

Habib Kartal: ,,Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd. Fahrradfahren ist gut für den Körper, den Geist und die Umwelt. Trotz der gefühlten Zunahme des Radverkehrs im öffentlichen Raum ist der Anteil der Fahrradfahrer an allen Verkehrsteilnehmern im Stadtbezirk Herringen weit unter dem städtischen Durchschnitt und stark ausbaufähig. Fahrradfahren muss attraktiver gemacht werden, damit die Nutzung des Rads substanziell gesteigert werden kann.

Ein Kritikpunkt, der in dem Zusammenhang an uns herangetragen wurde, sind sogenannte „Fahrradsperren“, die einen flüssigen Radverkehr unterbinden. Hier ist im Besonderen die Problematik im Sundern ins Blickfeld zu nehmen. Der Sundern ist als größtes zusammenhängendes Waldgebiet in Hamm ein immer beliebteres Ausflugsziel für Spaziergänger und Radfahrer. Leider befinden sich im Sundern bis heute noch ein halbes Dutzend Schranken, die keinen Zweck mehr erfüllen, aber als Wegesperren für viele ein Ärgernis sind. So sind sie für Fahrradfahrer sehr unpraktisch und unterbrechen ein flüssiges Fahrradfahren. Die Stadtverwaltung müsste dementsprechend aufgefordert werden die Schranken abzubauen und hierfür eventuell Gespräche mit dem „Eigentümer“ zu führen. Wenn die Stadt als Argument aufführt, dass mit den Schranken ein Einfahren in den Sundern mit Automobilen verhindert werden soll, sollte es zu zumindest möglich sein die Schranken abzubauen und nur den in der Regel dort befindlichen Sperrpfosten vor Ort zu belassen. Somit würde ein Einfahren in den Sundern mit Automobilen weiterhin unmöglich gemacht, aber die „Fahrradsperre“ wäre dennoch entfernt.“

Die Wählergruppe Pro Hamm setzt das Thema mit einem Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Herringen und beantragt, dass die Bezirksvertretung die Stadtverwaltung auffordert Maßnahmen zu ergreifen, um die Schranken im Sundern abzubauen.

Habib Kartal
Bezirksvertreter
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Pro Hamm wirkt: Endlich Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Schachtstraße

Anwohnende Familien und Besucher des Lippeparks beklagten immer wieder die ungehemmte Raserei vieler Autofahrer auf der Straße. Die Wählergruppe Pro Hamm brachte daher immer wieder Anträge und Anfragen bei der Bezirksvertretung Herringen ein, in denen gefordert wurde, dass die Stadtverwaltung Lösungen für das Problem umsetzt.

Obwohl die Mühlen bekanntlich langsam mahlen, haben sich die Bemühungen nun ausgezahlt. Vor kurzem wurden nun endlich Maßnahmen ergriffen, um die erhöhte Geschwindigkeit mancher Verkehrsteilnehmer zum Wohle und der Sicherheit der anwohnenden Familien auszubremsen.

Eine gute Entscheidung der Stadt, die nun offenbar die Sinnhaftigkeit der früheren Forderungen erkannt hat. Wir sagen Danke!

Zu wenig Spielplätze für Kinder und Jugendliche in Herringen

Der Rat der Stadt Hamm hat Ende 2017 die Erarbeitung einer aktuellen konzeptionellen Grundlage zur Entwicklung der Freiflächen in der Stadt Hamm beschlossen. Als Ergebnis der Erarbeitung wurde 2021 der Masterplan Freiraum vorgestellt, der damit das Freiraumentwicklungskonzept aus dem Jahre 1995 ablöst. Der Masterplan Freiraum ist eine konzeptionelle Grundlage zur Entwicklung des innerstädtischen Freiraumsystems. Das Freiraumkonzept stellt eine differenzierte Analyse des Ist-Zustands dar und entwickelt Leitlinien für eine „Stadt der Zukunft“.

Ein Inhaltsfeld des Masterplans Freiraum ist die Analyse und die Bewertung der Freiraumsituation in den Quartieren. Hier wird u.a. die Versorgung mit Spielraum untersucht. Die Versorgung mit Spielraum liegt im gesamtstädtischen Wert bei 2,7 m²/E. Empfohlen wurde im Runderlass des Innenministers NRW von 1974 ein Wert von 4 m² Spielfläche pro Einwohner. Bei differenzierter Datenanalyse wird deutlich, dass besonders Spielflächen für Kinder zwischen 0-5 Jahren in allen Stadtteilen fehlen. Auch Spielflächen für Kinder von 14-17 Jahren sind in fast allen Stadtteilen nicht ausreichend. Der Masterplan Freiraum betont, dass im Besonderen die Stadtbezirke Mitte und Herringen bei der Versorgung mit Spielplätzen stark unterversorgt sind. Während im Stadtbezirk Mitte aufgrund der starken Wohnbauverdichtung eine bedarfsgerechte Flächenversorgung für Kinder und Jugendliche kaum möglich ist, wirft das deutliche Defizit für den Stadtbezirk Herringen Fragen auf und sollte ein Verwaltungshandeln zu Folge haben.

Die Wählergruppe Pro Hamm bittet in dem Zusammenhang die Stadtverwaltung, um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie viele Spielplätze (inklusive Bolzplätze) hat der Stadtbezirk Herringen derzeit?
a) Wie viele sind davon für Kleinkinder (0-5 Jahre) konzipiert?
b) Wie viele sind für Kinder und Jugendliche (ab 6 Jahren) angedacht?
2. Wie viele Spielplätze (inklusive Bolzplätze) wurden im Zeitraum 2010 bis 2020 im Stadtbezirk neu geschaffen und an welchen Standorten befinden sich diese?
3. Sind in dem Zeitraum 2010 bis 2020 Spielplätze (inklusive Bolzplätze) im Stadtbezirk abgebaut worden? Wenn ja, wie viele und an welchen Standorten?
4. Wie hoch war das Gesamtbudget für investive Mittel an Spielplätzen (inklusive Bolzplätze) im Stadtbezirk für den Zeitraum 2010 bis 2020?
5. Der Masterplan Freiraum zeigt auf, dass es ein starkes Defizit an Spielplatzflächen im Stadtbezirk gibt.
a) Ist die Problematik der Stadtverwaltung bekannt?
b) Wenn ja, welche Maßnahmen wurden seit 2010 bis heute durchgeführt, um das Defizit abzubauen?
c) Welche konkreten Maßnahmen stehen eventuell auf der „to-do-Liste“ der Stadtverwaltung, um kurz- und mittelfristig (1 bis 4 Jahre) eine bedarfsgerechte Flächenversorgung für Kinder und Jugendliche im Stadtbezirk zu ermöglichen?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender

Habib Kartal
Bezirksvertreter

Wählergruppe Pro Hamm

Farbliche Radwegemarkierung zur Steigerung des Sicherheitsempfindens der Radfahrer*innen

,,Wenn wir ein fahrradfreundlicher Bezirk sein wollen, dann müssen wir beginnen unsere Hausaufgaben zu machen“, so Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Herringen.

Die Wählergruppe Pro Hamm greift einen Kritikpunkt von Radfahrer*innen, die die Holzstraße im Abschnitt an der Lessingschule nutzen, auf und fordert, dass der Bereich eine farbliche Markierung bekommt.

Dr. Cevdet Gürle weiter: ,,Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd. Fahrradfahren ist gut für den Körper, den Geist und die Umwelt. Der Verkehrsbericht 2018 hat leider gezeigt, dass der Raum Herringen/Pelkum bei der Nutzung des Rads bei den Verkehrsteilnehmern die rote Laterne trägt. So nutzen nur rund 10 Prozent das Rad, aber knapp 52 Prozent das Auto. Die Zahlen sind seit 20 Jahren unverändert und scheinen fest zementiert zu sein. Die Ursachen für den geringen Radanteil unter allen Verkehrsteilnehmern sind, wie der jüngste ADFC Fahrradklima-Test gezeigt hat, vielfältig.

Als besonders problematisch wird im Fahrradklima-Test, u.a. die Oberfläche und die Breite der (Rad-)wege, das Fahren im Mischverkehr mit dem Kfz und Ampelschaltungen für Radfahrer*innen bemängelt. Das sind alles Probleme, die auch Radfahrer*innen in Herringen aus eigener Erfahrung kennen und „ertragen“ müssen. Es ist in dem Zusammenhang ausdrücklich zu begrüßen, dass die Ampel-Koalition und die Stadtverwaltung anstrebt, den Anteil an Fahrradfahren am Gesamtaufkommen der Verkehrsteilnehmer mit einem „Attraktivierung-Programm“ zu steigern.

Es gibt viele kleinere und größere Baustellen im Stadtbezirk, die angegangen werden müssen, wenn der Radanteil nachhaltig und substanziell gesteigert werden soll. Ein Kritikpunkt, der uns von Radfahrer*innen, die mit dem Rad ihre Kinder zur Lessingschule bringen, genannt wurde, ist die Radwegemarkierung an der Holzstraße. Es besteht zwar einen ausgewiesenen Radweg, der die Holzstraße vom Herringer Markplatz bis zum Sundern umfasst, jedoch wird dieser von den Autofahrern aber kaum bis gar nicht beachtet. Die Linienführung des Radweges ist an einigen Stellen nicht mehr zu erkennen und selbst bei guter Sichtbarkeit ignorieren die Autofahrer regelmäßig den Radweg und befahren diesen. Damit stellen sie einen nicht erheblichen Risikofaktor für die Sicherheit der Radfahrer*innen dar, die in den Morgen- und Mittagsstunden mit dem Rad zur Lessingschule fahren.

Einige Eltern beklagen in dem Zusammenhang, dass sie aufgrund der gefährlichen Radwegeführung an der Lessingschule darauf verzichten ihre Kinder mit dem Rad zur Schule zu bringen. Dementsprechend müsste der Radweg an der Holzstraße so gestaltet sein, dass das Sicherheitsempfinden der Radfahrer*innen erhöht wird.

Gemeinden und Städte in Deutschland nutzen aus eben diesen Gründen an sensiblen Stellen einer farblichen Markierung des Radwegs, um diesen dementsprechend von der reinen Autostraße visuell abzuheben. Diese Farbmarkierung wirkt sich auf das Verhalten der Autofahrer*innen aus, die tatsächlich stärker auf die Nutzer*innen des Radweges Acht geben .“

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt dementsprechend, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung auffordert, eine farbliche Markierung des Radweges an der Holzstraße, im Bereich der Lessingschule, vorzunehmen.

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Zu wenig Spielplätze in Herringen/Westen

,,Welche Schlussfolgerungen ziehen wir aus den Masterplan Freiraum?“, fragt sich Habib Kartal, Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Herringen.

Habib Kartal weiter: ,,Der Masterplan Freiraum bestätigt die bisher gefühlte Wahrnehmung vieler Eltern, dass der Stadtbezirk zu wenig Spielplatzflächen für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche aufweist.“ Der Rat der Stadt Hamm hat Ende 2017 die Erarbeitung einer aktuellen konzeptionellen Grundlage zur Entwicklung der Freiflächen in der Stadt Hamm beschlossen. Als Ergebnis der Erarbeitung wurde 2021 der Masterplan Freiraum vorgestellt, der damit das Freiraumentwicklungskonzept aus dem Jahre 1995 ablöst.

Der Masterplan Freiraum ist eine konzeptionelle Grundlage zur Entwicklung des innerstädtischen Freiraumsystems. Das Freiraumkonzept stellt eine differenzierte Analyse des Ist-Zustands dar und entwickelt Leitlinien für eine „Stadt der Zukunft“.

Habib Kartal weiter: ,,Ein Inhaltsfeld des Masterplans Freiraum ist die Analyse und die Bewertung der Freiraumsituation in den Quartieren. Hier wird u.a. die Versorgung mit Spielraum untersucht. Die Versorgung mit Spielraum liegt im gesamtstädtischen Wert bei 2,7 m²/E. Empfohlen wurde im Runderlass des Innenministers NRW von 1974 ein Wert von 4 m² Spielfläche pro Einwohner. Bei differenzierter Datenanalyse wird deutlich, dass besonders Spielflächen für Kinder zwischen 0-5 Jahren in allen Stadtteilen fehlen. Auch Spielflächen für Kinder von 14-17 Jahren sind in fast allen Stadtteilen nicht ausreichend. Der Masterplan Freiraum betont, dass im Besonderen die Stadtbezirke Mitte und Herringen bei der Versorgung mit Spielplätzen stark unterversorgt sind. Während im Stadtbezirk Mitte aufgrund der starken Wohnbauverdichtung eine bedarfsgerechte Flächenversorgung für Kinder und Jugendliche kaum möglich ist, wirft das deutliche Defizit für den Stadtbezirk Herringen Fragen auf und sollte ein Verwaltungshandeln zur Folge haben.“

Die Wählergruppe Pro Hamm hat in diesem Zusammenhang folgenden Fragenkatalog erstellt, der als Anfrage an die Stadtverwaltung weitergeleitet wird:
1. Wie viele Spielplätze (inklusive Bolzplätze) hat der Stadtbezirk Herringen derzeit?
a) Wie viele sind davon für Kleinkinder (0-5 Jahre) konzipiert?
b) Wie viele sind für Kinder und Jugendliche (ab 6 Jahren) angedacht?
2. Wie viele Spielplätze (inklusive Bolzplätze) wurden im Zeitraum 2010 bis 2020 im Stadtbezirk neu geschaffen und an welchen Standorten befinden sich diese?
3. Sind in dem Zeitraum 2010 bis 2020 Spielplätze (inklusive Bolzplätze) im Stadtbezirk abgebaut worden? Wenn ja, wie viele und an welchen Standorten?
4. Wie hoch war das Gesamtbudget für investive Mittel an Spielplätzen (inklusive Bolzplätze) im Stadtbezirk für den Zeitraum 2010 bis 2020?
5. Der Masterplan Freiraum zeigt auf, dass es ein starkes Defizit an Spielplatzflächen im Stadtbezirk gibt.
a) Ist die Problematik der Stadtverwaltung bekannt?
b) Wenn ja, welche Maßnahmen wurden seit 2010 bis heute durchgeführt, um das Defizit abzubauen?
c) Welche konkreten Maßnahmen stehen eventuell auf der „to-do-Liste“ der Stadtverwaltung, um kurz- und mittelfristig (1 bis 4 Jahre) eine bedarfsgerechte Flächenversorgung für Kinder und Jugendliche im Stadtbezirk zu ermöglichen?

Habib Kartal
Bezirksvertreter
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Baumpflanzung am Spielplatz im Lippepark

Der Lippepark hat sich in den letzten Jahren bezüglich der Besucherfrequenz sehr positiv entwickelt. Ein Kritikpunkt, der von den Besuchern des Lippeparks, insbesondere von Familien mit Kleinkindern immer wieder angebracht wird, ist der unzureichende „Sonnenschutz“ am Spielplatz an der Schachtstraße.

Da die angrenzende Baumpflanzung, aufgrund der räumlichen Entfernung keine oder kaum Schatten auf die Spielplatzanlage wirft und am Standort kein Sonnensegel vorhanden ist, sind die Kinder und Kleinkinder an Sommertagen der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt. Da der Sand die Sonnenstrahlung zusätzlich reflektiert, verschärft dies die Problematik.

Dementsprechend halten wir es für zwingend notwendig, dass, schon allein aus gesundheitlichen Gründen, eine Beschattung am Spielplatz ermöglicht werden muss. Da die Verwaltung ein Sonnensegel als wirksames Instrument ablehnt, schlagen wir als alternative Möglichkeit eine ausreichende Baumpflanzung an der Spielplatzanlage vor. Die zu anzupflanzenden Bäume sollten schnellwachend und großblättrig sein, damit sie als Schattenspender fungieren können. Die Platzierung der Bäume müsste des Weiteren so gestaltet sein, dass diese in der Mittags- und Nachmittagszeit einen Schatten auf den Spielplatz werfen.

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung auffordert, eine Baumpflanzung im Sinne des Antrags am Spielplatz an der Schachtstraße im Lippepark durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender

Habib Kartal
Bezirksvertreter

Wählergruppe Pro Hamm