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Sportboxen in den Stadtbezirken?

Die Stadt Hamm erhält vom Land NRW eine Fördersumme von rund 500 000 Euro mit der Zielsetzung „moderne Sportstätten“ zu schaffen. Hierzu sollen vier Einzelmaßnahmen umgesetzt werden. Diese Fördermittel ermöglichen in der Tat einen großen Schritt, die Sportangebote innerhalb der Stadt massiv auszubauen.

Eine Förderprojekt sieht die Aufstellung von sogenannten Sportboxen in den Stadtteilen vor. Die Stadt beabsichtigt, app-gesteuerte Sportboxen in den Bezirken aufzustellen, die Sportbegeisterten, auch ohne Vereinszugehörigkeit, „Zugang zu Sportausrüstung“ bieten sollen.

Wir bitten die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie viele Sportboxen sollen im Hammer Stadtgebiet aufgestellt werden?
2. An welchen konkreten Standorten sollen diese Boxen aufgestellt werden?
3. Werden alle Stadtbezirke mit der gleichen Anzahl an Sportboxen ausgestattet? Falls nicht, wäre eine Übersicht bezüglich der Verteilung hilfreich.
4. Nach welchen Kriterien wurden die Standorte konkret ausgewählt? Wer hat darüber entschieden? Wurden die Sportvereine in diesen Auswahlprozess mit einbezogen?
5. Wann werden die Sportboxen aufgestellt, bzw. ab wann stehen sie den Sportinteressierten zur Verfügung?
6. Welche Geräte beinhalten die Sportboxen? Sind alle Sportboxen identisch? Falls nicht, worin bestehen die Unterschiede?

 

Sachstandsbericht zur Schließung des Vereins „Gesundheit und Fitness 1999 e.V.“ und Prüfung eines neuen Standorts an einem möglichen medizinischen Versorgungszentrum (MVZ)

Die mit der Schließung des St.-Josef-Krankenhauses einhergehenden Probleme wurden bereits lang und breit diskutiert. Wir hatten in der früheren Anfrage 133/21 auf die Auswirkungen auf all jene Vereine verwiesen, die u.a. das Schwimmbad im Keller des Krankenhauses genutzt haben. Die Antworten in der Stellungnahme 240/21 waren unbefriedigend und auf die Fragestellungen unsererseits wurde, wenn überhaupt nur ausweichend geantwortet. So wird festgehalten, dass die Stadtverwaltung mit den Nutzern des Schwimmbades in Kontakt steht, um alternative Möglichkeiten einer Badnutzung zu prüfen. Es wird darauf hingewiesen, ohne aber darauf konkreter einzugehen, dass bereits Angebote unterbreitet wurden. Die Anfrage der Wählergruppe vom 12.08.2021 lässt nicht nur viele Fragen offen, sondern wirft zugleich aus den Antworten der Verwaltung weitere Fragen auf. Dementsprechend sollte die Stadtverwaltung in einem mündlichen Bericht den Sachstand zur Thematik vorstellen und für Fragen aus der Bezirksvertretung zur Verfügung stehen.

Die Mitteilung, dass der Verein Gesundheit und Fitness 1999 e.V. nun offiziell seine Auflösung bekannt gegeben hat, kam für viele überraschend. Man hätte sich dazu gezwungen gefühlt, heißt es von Seiten des Vereins. Selbst die Minimalanforderung, nämlich ein bloßes Warmwasser-Schwimmbecken (gerade für das Baby-Schwimmen ganz elementar) zu finden, dass dem Verein für seine Vielzahl an Kursen zur Verfügung stünde, musste letzten Endes aufgegeben werden.

Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Auflösung hat der Verein rund 300 Mitglieder und davor, zum Zeitpunkt der letzten Nutzung (vor Beginn der Corona-Pandemie) waren es ca. 500 Mitglieder.

Da, trotz Schließung des Vereins, weiterhin ein großes Interesse an einem Verein mit ähnlichem Angebot besteht und die Verantwortlichen sich ggfs. vorstellen könnten, einen neuen Verein zu gründen, sollte man Ihnen ein bedarfsdeckendes Schwimmbad anbieten können.

In diesem Sinne beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass die Stadtverwaltung 1. einen mündlichen Bericht zum Sachstand „Gesundheit und Fitness 1999 e.V.“ abgibt und 2. aufgefordert wird in Abstimmung mit der St. Franziskus-Stiftung zu prüfen, ob ein Schwimmbad an dem geplanten Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) umgesetzt werden kann. Die Ergebnisse des Abstimmungsgesprächs sind dann unaufgefordert den Mitgliedern der Bezirksvertretung mitzuteilen.

Lauf- und Joggingstrecke im Friedrich-Ebert-Park

„Der Friedrich-Ebert-Part im Hammer Westen wird, verglichen mit anderen Parkanlagen in Hamm, eher stiefmütterlich behandelt. Die Politik sollte endlich stärker auf die Wünsche der Parkbesucher eingehen“, bringt es Farid Bhihi, der Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm, auf den Punkt.

Bhihi weiter: „Seit Jahren werden bestimmte Wünsche der Besucher immer wieder geäußert. Die Wählergruppe ist daher stets bemüht, die Umsetzbarkeit dieser Wünsche auch in den entsprechenden Gremien und Ausschüssen zu thematisieren und prüfen zu lassen. So wurde gegenüber der Wählergruppe u.a. vermehrt der Wunsch nach einer beschilderten Lauf- und Joggingstrecke im Friedrich-Ebert-Part zum Ausdruck gebracht.

Da zudem gerade die Corona-Pandemie verdeutlichte, wie wichtig es ist, den Bürgern öffentliche Sportanreize zu bieten, wird Pro Hamm das Thema aufgreifen und die zeitnahe Realisierung der besagten Lauf- und Joggingstrecke in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung beantragen.“

Renovierung des Jahnstadions

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert den desolaten Zustand des Jahnstadions und greift dabei die Kritik von Nutzern der Anlage auf. Andreas Kämper, Mitglied im Sportausschuss für die Wählergruppe Pro Hamm, erklärt:

,,Der Ist-Zustand ist nicht tragbar. Wir benötigen eine zeitnahe Instandsetzung, bei der zumindest die gröbsten Missstände behoben werden und ein gefahrenfreier Sport betrieben werden kann. Eine derzeitige Nutzung ist kaum vertretbar, da das Stadion mit seiner Anlage und den Räumlichkeiten zahlreiche Gefahrenquellen aufweist und der Bodenbelag nur noch eingeschränkt für die Sportnutzung brauchbar ist.

Der Rat der Stadt hat zwar in der Ratssitzung vom 15.12.2022 im Rahmen des Bundesprogramms ,,Sanierung kommunaler Einrichtungen“ in den Bereichen Sport mit dem Projekt ,,Sanierung Sportzentrum Ost“ umfangreiche Renovierungen am Jahnstadion beschlossen. Der Beginn der Umsetzungsphase wird aber frühestens im 1. Halbjahr 2023 sein und ob der Zeitplan gehalten werden kann, ist ein großes Fragezeichen. Die Knappheit und die Verteuerung von Rohstoffen, aber auch die vollen Auftragsbücher bei den Handwerksfirmen verzögern derzeit viele Projekte.

Dementsprechend sollte die Stadt jetzt schon aktiv werden und im Interesse der Vereine und Sportler eine kurzfristige Ertüchtigung des Standorts durchführen, um die gröbsten Missstände bis zur eigentlichen Renovierung im Jahr 2023 behelfsmäßig zu beseitigen und so eine Grund-Funktionalität des Standorts zu gewährleisten. Denn ansonsten besteht die Gefahr, dass das Jahnstadion ein komplettes Jahr für Sporttreibende ausfällt.

Das wäre ein schwerer Schlag für die Sportlandschaft in Hamm. Das Sportzentrum Ost nimmt eine wichtige Funktion ein und jetzt wo die Corona-Pandemie scheinbar überwunden ist, zieht es viele Menschen wieder zum Sport und die Frequentierung von Sportanlagen hat stark zugenommen. Diesem Bedarf sollte die Stadt Rechnung tragen.“ Die Wählergruppe Pro Hamm wird das Thema mit einem Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Sportausschusses setzen.

Warum wird allein das Hallenbad in Herringen geschlossen?

,,Warum ist allein die Lagune von einer vierwöchigen Schließung des öffentlichen Badebetriebs betroffen?“, fragt sich Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Herringen.

Dr. Cevdet Gürle weiter: ,,Ist Herringen weniger wichtig als die Nachbarn in Bockum-Hövel und Heessen? Es bleibt der bittere Beigeschmack, dass die Hallenbäder in anderen Stadtbezirken eine höhere Priorität genießen als die Lagune in Herringen. Herringen mag anders sein, aber die Menschen vor Ort sind nicht weniger wichtig.

Hallen- und Freibäder nehmen eine bedeutende Funktion ein und spielen für die Aufenthalts- und Lebensqualität in einem Wohnquartier eine wichtige Rolle. So haben z.B. Familien oder ältere Menschen, die weniger mobil sind, die Möglichkeit, ortsnah schwimmen zu gehen. Diese Option nimmt man ihnen nunmehr weg.

Wenn man bedenkt, dass das Herringer Bad auch bezirksübergreifend von etlichen Menschen, auch aus Pelkum und dem Hammer Westen, besucht wird, ist eine Komplettschließung für einen solch langen Zeitraum nicht vertretbar. Dass die Stadtwerke es scheinbar nicht mal für nötig halten, die Schließung des Herringer Hallenbads zu begründen, ist eine Ohrfeige für alle Besucher der Anlage.

Als Wählergruppe Pro Hamm werden wir das Thema auch im Nachgang auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung setzen und in einer Anfrage die Stadtwerke auffordern, ihre Entscheidung zu begründen. Denn eine zentrale Frage scheint, aus welchen Gründen auch immer, nicht ernsthaft diskutiert worden zu sein: Hätte man die Personalengpässe nicht gleichmäßig auf alle drei Hallenbäder verteilen können, so dass z.B. die Lagune maximal zwei statt vier Wochen ihre Türen für den öffentlichen Betrieb hätte verschließen müssen? Dann müssten nicht allein die Besucher der Lagune als Sündenbock für eine verfehlte Personalpolitik der Stadt in den letzten zwanzig Jahre herhalten.“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Dauerhafter Umzug der Notfallpraxis

Der Entschluss der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe(KVWL) die Notfallpraxis dauerhaft an der St. Barbara Klinik in Heessen anzusiedeln, war nicht im Sinne des Gemeinwohls und daher aus Sicht der Wählergruppe gelinde gesagt ein Unding.

Natürlich sollte die Notfallpraxis auch zukünftig möglichst zentral gelegen sein, um allen Bürgern gerade in Zeiten einer Pandemie eine optimale ärztliche Grundversorgung zu bieten. Daher war es selbstverständlich, die Idee im Sinne der Bürger abzulehnen und mittels Antrag zu fordern, dass die Notfallpraxis wieder an ihren angestammten Platz am St. Marienhospital zurückkehrt.

Wir begrüßen es außerordentlich, dass der Stadtrat diese Notwendigkeit ebenfalls erkannte und daher auch absegnete. Die Notfallpraxis wird sich also zukünftig wieder am St. Marienhospital befinden.

Ärzteversorgung in Pelkum ausreichend?

 

Volle Schulbusse als Corona-Infektionsherde?

Raumluftfilteranlagen an Schulen sinnvoll oder sinnlos?

Resolution zum Erhalt der Notfallpraxis der kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) am Standort St. Marien-Hospital

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert auf Schärfste die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) die Notfallpraxis an der St. Barbara-Klinik in Heessen dauerhaft zu installieren und fordert diese auf an ihren alten Standort am St. Marienhospital zurückzukehren.

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt, dass der Rat der Stadt Hamm folgende Resolution beschließt:

Der Rat der Stadt verurteilt auf Schärfste und lehnt die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) die Notfallpraxis dauerhaft an der St. Barbara Klinik anzusiedeln, ab.

Die Verlagerung der Notfallpraxis aus der Stadtmitte nach Heessen wurde von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) stets als ein begrenzter Zeitraum kommuniziert und im Kontext der Corona-Pandemie und dem Infektionsschutz legitimiert. Es war nie die Rede davon, dass es sich hierbei um einen Dauerzustand handeln wird und die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) dauerhaft die Notfallpraxis nach Heessen auszulagern plant. Die nun getroffene Entscheidung kommt einen Wortbruch gleich und erschüttert das Vertrauern der Öffentlichkeit in die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat eine öffentliche Verantwortung, eine möglichst optimale ärztliche Grundversorgung sicherzustellen. Wenn die Notfallpraxis in Heessen verbleiben sollte, ist das nicht mehr sichergestellt.

Der Standort an der St. Barbara-Klinik liegt für die meisten Menschen in Hamm in einer Randzone und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen. Die Verlagerung aus der Innenstadt in die Peripherie bedeutet, dass im Besonderen Menschen, die mobil eingeschränkt sind, d.h. zum Beispiel ältere Bürger*innen oder sozial schwache Gruppen in ihrer Gesundheitsversorgung massiv benachteiligt werden. Eine Notfallpraxis muss für alle Menschen gleichermaßen gut erreichbar sein und das ist am neuen Standort an der St. Barbara-Klinik nicht der Fall. Des Weiteren ist zu befürchten, dass mit der Verlagerung der Notfallpraxis die Notfallambulanzen der Krankenhäuser, die sich in der Innenstadt befinden, stark belastet werden.

Dass die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) eine Entscheidung mit solcher Tragweite scheinbar im Alleingang und ohne Abstimmung mit der Politik getroffen hat, kritisieren wir in aller Deutlichkeit.

Dementsprechend fordern wir die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf von ihrer Entscheidung Abstand zu nehmen und mit der Notfallpraxis an ihren alten Standort, dem St. Marienhospital zurückzukehren.