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In Herringen soll das Fahrradfahren attraktiver werden

,,Die Parteien in der Bezirksvertretung sind sich über die Parteiengrenzen hinweg einig: Herringen soll fahrradfreundlicher werden. Die Frage bleibt offen, welche Instrumente eingesetzt werden können, um die Attraktivität im Radverkehr zu steigern und damit den Verkehrsanteil der Fahrradfahrer im Stadtbezirk zu erhöhen.“, so Habib Kartal.

Der Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm greift eine Kritik und zugleich eine Anregung von Besuchern des Sundern auf, die monieren, dass Schranken, die quasi als „Fahrradsperren“ vollkommen deplatziert sind sich auf einen flüssigen Radverkehr im Wegenetz störend auswirken.

Habib Kartal: ,,Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd. Fahrradfahren ist gut für den Körper, den Geist und die Umwelt. Trotz der gefühlten Zunahme des Radverkehrs im öffentlichen Raum ist der Anteil der Fahrradfahrer an allen Verkehrsteilnehmern im Stadtbezirk Herringen weit unter dem städtischen Durchschnitt und stark ausbaufähig. Fahrradfahren muss attraktiver gemacht werden, damit die Nutzung des Rads substanziell gesteigert werden kann.

Ein Kritikpunkt, der in dem Zusammenhang an uns herangetragen wurde, sind sogenannte „Fahrradsperren“, die einen flüssigen Radverkehr unterbinden. Hier ist im Besonderen die Problematik im Sundern ins Blickfeld zu nehmen. Der Sundern ist als größtes zusammenhängendes Waldgebiet in Hamm ein immer beliebteres Ausflugsziel für Spaziergänger und Radfahrer. Leider befinden sich im Sundern bis heute noch ein halbes Dutzend Schranken, die keinen Zweck mehr erfüllen, aber als Wegesperren für viele ein Ärgernis sind. So sind sie für Fahrradfahrer sehr unpraktisch und unterbrechen ein flüssiges Fahrradfahren. Die Stadtverwaltung müsste dementsprechend aufgefordert werden die Schranken abzubauen und hierfür eventuell Gespräche mit dem „Eigentümer“ zu führen. Wenn die Stadt als Argument aufführt, dass mit den Schranken ein Einfahren in den Sundern mit Automobilen verhindert werden soll, sollte es zu zumindest möglich sein die Schranken abzubauen und nur den in der Regel dort befindlichen Sperrpfosten vor Ort zu belassen. Somit würde ein Einfahren in den Sundern mit Automobilen weiterhin unmöglich gemacht, aber die „Fahrradsperre“ wäre dennoch entfernt.“

Die Wählergruppe Pro Hamm setzt das Thema mit einem Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Herringen und beantragt, dass die Bezirksvertretung die Stadtverwaltung auffordert Maßnahmen zu ergreifen, um die Schranken im Sundern abzubauen.

Habib Kartal
Bezirksvertreter
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Folgen des ADFC Fahrradklima-Tests 2020 und des ADFC-Ideenmelders

Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd. Fahrradfahren ist gut für den Körper, den Geist und die Umwelt. Dementsprechend sind alle politischen Maßnahmen, die von der kommunalen, über die Landes- und Bundesebene bis zur Europäischen Union, die darauf abzielen den Verkehrsanteil der Radfahrer*innen am Gesamtverkehr zu steigern, zu begrüßen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern ist die größte Interessenvertretung der Radfahrer*innnen in Deutschland und weltweit. Der ADFC hat unter der Leitfrage: „Wie ist Radfahren in deiner Stadt?“ ein Fahrradklima-Test 2020 veröffentlicht. Die Ergebnisse für die Stadt Hamm sind nicht zufriedenstellend. Die Entwicklung weist seit 2012 in allen Untersuchungsfeldern einen deutlichen Negativtrend auf. Gehörte die Stadt vor zehn Jahren noch zu den Top-Adressen in Sachen Fahrradfreundlichkeit, muss man sich nunmehr mit dem Mittelfeld zufriedengeben.

Als besonders problematisch wird im Fahrradklima-Test, u.a. die Oberfläche und die Breite der (Rad-)wege, das Fahren im Mischverkehr mit dem Kfz und Ampelschaltungen für Radfahrer*innen bemängelt.

Der ADFC-Kreisverband Hamm hat darüber hinaus 2020 die Bevölkerung nach Vorschlägen zur Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs befragt. Dazu wurde online ein ADFC-Ideenmelder eingerichtet, bei dem interaktiv auf einer Karte von Hamm Texteinträge vorgenommen werden konnten. So kamen 396 Einträge zusammen, von denen 80% Vorschläge im Bereich Radverkehr und die restlichen 20 Prozent sich auf den Fußverkehr und den Öffentlichen Nahverkehr bezogen. Die rege Teilnahme unterstreicht, dass die Bürger*innen ein großes Interesse haben die Rad- und Fußwegesysteme in der Stadt zu stärken.

Die Ratsgruppe Pro Hamm möchte die Thematik Fuß- und Radwege stärker in die Öffentlichkeit transportieren und bittet in den Zusammenhang die Stadtverwaltung auf darzustellen, welche kurz-, mittel- und langfristigen Ziele diese hat, um die umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur zu verbessern.

Wir bitten die Stadtverwaltung ihre politischen bzw. verkehrspolitischen Instrumente und Zielvorgaben den einzelnen Entwicklungsindikatoren des ADFC Fahrradklima-Tests 2020 zuzuordnen. Diese wären:
1. Fahrrad- und Verkehrsklima
2. Stellenwert des Radfahrens
3. Sicherheit beim Radfahren
4. Komfort beim Radfahren
5. Infrastruktur & Radverkehrsnetz

Des Weiteren bitten wir die Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme zur Anfrage festzuhalten, welche Maßnahmen aus den 396 Einträgen, die im Rahmen des ADFC-Ideenmelders 2020 zusammenkamen bereits umgesetzt wurden bzw. 2021 umgesetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsherr

Erol Gürle
Ratsherr

Wählergruppe Pro Hamm

Farbliche Radwegemarkierung zur Steigerung des Sicherheitsempfindens der Radfahrer*innen

,,Wenn wir ein fahrradfreundlicher Bezirk sein wollen, dann müssen wir beginnen unsere Hausaufgaben zu machen“, so Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Herringen.

Die Wählergruppe Pro Hamm greift einen Kritikpunkt von Radfahrer*innen, die die Holzstraße im Abschnitt an der Lessingschule nutzen, auf und fordert, dass der Bereich eine farbliche Markierung bekommt.

Dr. Cevdet Gürle weiter: ,,Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd. Fahrradfahren ist gut für den Körper, den Geist und die Umwelt. Der Verkehrsbericht 2018 hat leider gezeigt, dass der Raum Herringen/Pelkum bei der Nutzung des Rads bei den Verkehrsteilnehmern die rote Laterne trägt. So nutzen nur rund 10 Prozent das Rad, aber knapp 52 Prozent das Auto. Die Zahlen sind seit 20 Jahren unverändert und scheinen fest zementiert zu sein. Die Ursachen für den geringen Radanteil unter allen Verkehrsteilnehmern sind, wie der jüngste ADFC Fahrradklima-Test gezeigt hat, vielfältig.

Als besonders problematisch wird im Fahrradklima-Test, u.a. die Oberfläche und die Breite der (Rad-)wege, das Fahren im Mischverkehr mit dem Kfz und Ampelschaltungen für Radfahrer*innen bemängelt. Das sind alles Probleme, die auch Radfahrer*innen in Herringen aus eigener Erfahrung kennen und „ertragen“ müssen. Es ist in dem Zusammenhang ausdrücklich zu begrüßen, dass die Ampel-Koalition und die Stadtverwaltung anstrebt, den Anteil an Fahrradfahren am Gesamtaufkommen der Verkehrsteilnehmer mit einem „Attraktivierung-Programm“ zu steigern.

Es gibt viele kleinere und größere Baustellen im Stadtbezirk, die angegangen werden müssen, wenn der Radanteil nachhaltig und substanziell gesteigert werden soll. Ein Kritikpunkt, der uns von Radfahrer*innen, die mit dem Rad ihre Kinder zur Lessingschule bringen, genannt wurde, ist die Radwegemarkierung an der Holzstraße. Es besteht zwar einen ausgewiesenen Radweg, der die Holzstraße vom Herringer Markplatz bis zum Sundern umfasst, jedoch wird dieser von den Autofahrern aber kaum bis gar nicht beachtet. Die Linienführung des Radweges ist an einigen Stellen nicht mehr zu erkennen und selbst bei guter Sichtbarkeit ignorieren die Autofahrer regelmäßig den Radweg und befahren diesen. Damit stellen sie einen nicht erheblichen Risikofaktor für die Sicherheit der Radfahrer*innen dar, die in den Morgen- und Mittagsstunden mit dem Rad zur Lessingschule fahren.

Einige Eltern beklagen in dem Zusammenhang, dass sie aufgrund der gefährlichen Radwegeführung an der Lessingschule darauf verzichten ihre Kinder mit dem Rad zur Schule zu bringen. Dementsprechend müsste der Radweg an der Holzstraße so gestaltet sein, dass das Sicherheitsempfinden der Radfahrer*innen erhöht wird.

Gemeinden und Städte in Deutschland nutzen aus eben diesen Gründen an sensiblen Stellen einer farblichen Markierung des Radwegs, um diesen dementsprechend von der reinen Autostraße visuell abzuheben. Diese Farbmarkierung wirkt sich auf das Verhalten der Autofahrer*innen aus, die tatsächlich stärker auf die Nutzer*innen des Radweges Acht geben .“

Die Wählergruppe Pro Hamm beantragt dementsprechend, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung auffordert, eine farbliche Markierung des Radweges an der Holzstraße, im Bereich der Lessingschule, vorzunehmen.

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Hamm bald wieder fahrrad-freundliche Stadt

,,Da wartet noch viel Arbeit auf uns“, so Erol Gürle, Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm, bezugnehmend auf die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) für Hamm. Der ADFC mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern ist die größte Interessenvertretung der Radfahrer*innnen in Deutschland und weltweit. Der ADFC hat unter der Leitfrage: „Wie ist Radfahren in deiner Stadt?“ ein Fahrradklima-Test 2020 veröffentlicht.

Erol Gürle: ,,Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd. Fahrradfahren ist gut für den Körper, den Geist und die Umwelt. Dementsprechend sind alle politischen Maßnahmen, die von der kommunalen, über die Landes- und Bundesebene bis zur Europäischen Union, die darauf abzielen den Verkehrsanteil der Radfahrer*innen am Gesamtverkehr zu steigern, zu begrüßen.

Die Ergebnisse für die Stadt Hamm sind leider nicht zufriedenstellend. Die Entwicklung weist seit 2012 in allen Untersuchungsfeldern einen deutlichen Negativtrend auf. Gehörte die Stadt vor zehn Jahren noch zu den Top-Adressen in Sachen Fahrradfreundlichkeit, muss man sich nunmehr mit dem Mittelfeld zufriedengeben. Als besonders problematisch wird im Fahrradklima-Test u.a. die Oberfläche und die Breite der (Rad-)wege, das Fahren im Mischverkehr mit dem Kfz und Ampelschaltungen für Radfahrer*innen bemängelt.

Der ADFC-Kreisverband Hamm hat darüber hinaus 2020 die Bevölkerung nach Vorschlägen zur Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs befragt. Dazu wurde online ein ADFC-Ideenmelder eingerichtet, bei dem interaktiv auf einer Karte von Hamm Texteinträge vorgenommen werden konnten. So kamen 396 Einträge zusammen, von denen 80% der Vorschläge im Bereich Radverkehr und die restlichen 20 Prozent sich auf den Fußverkehr und den Öffentlichen Nahverkehr bezogen. Die rege Teilnahme unterstreicht, dass die Bürger*innen ein großes Interesse daran haben, die Rad- und Fußwegesysteme in der Stadt zu stärken.“

Die Wählergruppe Pro Hamm möchte die Thematik „Fuß- und Radwege“ stärker in die Öffentlichkeit transportieren und bittet in diesem Zusammenhang die Stadtverwaltung darzustellen, welche kurz-, mittel- und langfristigen Ziele diese verfolgt, um die Umweltbilanz der Verkehrsinfrastruktur zu verbessern. So soll die Stadtverwaltung ihre politischen bzw. verkehrspolitischen Instrumente und Zielvorgaben den einzelnen Entwicklungsindikatoren des ADFC Fahrradklima-Tests 2020 zuordnen.

Diese wären:
1. Fahrrad- und Verkehrsklima
2. Stellenwert des Radfahrens
3. Sicherheit beim Radfahren
4. Komfort beim Radfahren
5. Infrastruktur & Radverkehrsnetz

Des Weiteren wird die Stadtverwaltung aufgefordert, in ihrer Stellungnahme festzuhalten, welche Maßnahmen aus den 396 Einträgen, die man im Rahmen des ADFC-Ideenmelders 2020 sammelte, bereits umgesetzt wurden bzw. 2021 umgesetzt werden.

Erol Gürle
Ratsherr
Ratsgruppe Pro Hamm

Service-Stationen für Radfahrer

Im Rahmen des sich verändernden Mobilitätsverständnisses im Zuge des Klimawandels wird das Fahrrad von immer mehr Menschen als eine gute Möglichkeit zur Bekämpfung des Klimawandels gefeiert. Die Stadt weist selbst in ihrem Städtebaulichen Rahmenplan bis 2030 darauf hin, einen wesentlich stärkeren Fokus auf den Ausbau des Fahrradverkehrs legen zu wollen.

Um das Fahrradfahren zukünftig für die Bürger noch attraktiver zu machen, werden im besagten Rahmenplan einige Vorschläge gemacht. Einige dieser Vorschläge werden dabei ausführlich und andere wiederum so gut wie gar nicht erläutert.

Größter Wehrmutstropfen ist jedoch der unklare Zeitpunkt einer möglichen Realisierung der einen einzelnen möglichen Maßnahmen.

Wir bitten daher die Stadtverwaltung, um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Sind für die nächsten zwei Jahre Erneuerungen für Radfahrer im gesamten innerstädtischen Raum geplant? Falls ja, welche konkret?
2. Werden u.a. auch Service-Stationen für Radfahrer eingeplant und in den nächsten zwei Jahren realisiert?
3. Würde eine solche Station, sofern sie denn eingeplant ist, auch die Möglichkeit zum Aufpumpen von Fahrrädern beinhalten?
4. Gibt es Vorbehalte gegen derartige Service-Stationen, falls ja, welche?
5. Was würde die Umsetzung einer solchen Station kosten, insbesondere wenn man sie auch überdachen wollte?
6. Als Gegenargument bezüglich Service-Stationen werden zumeist zu hohe Vandalismusschäden angeführt. Welche Möglichkeiten sieht die Stadt, um derartigen Vandalismus zu verhindern oder zumindest zu erschweren?

Mit freundlichen Grüßen

Nihat Altun
Mitglied im ASEV
Wählergruppe Pro Hamm

Verkehrssicherheit auf dem Prüfstand

Im Zuge etlicher besorgniserregender Studien zum Fortschreiten des Klimawandels, aber auch durch die FridaysForFuture-Demos von Schülern in unzähligen Ländern werden viele Mitmenschen wachgerüttelt und beginnen umweltbewusster zu leben. Dies führt in vielen deutschen Städten zu einem enormen Zuwachs der Fahrradnutzung und dem Ausbau jeglicher Elektromobilität. Projekte, die auch in Hamm am seidenen Faden hingen, wie beispielsweise die Nutzung von Leihfahrrädern, erfreuen sich mittlerweile größter Beliebtheit.

Damit einhergehend sinkt in einer Vielzahl deutscher Städte jedoch auch die Verkehrssicherheit und es kommt vermehrt zu tödlichen Unfällen im Straßenverkehr. Gerade im Hinblick auf die Erlaubnis des Bundes, dass fortan auch E-Scooter Fuß- und Radwege und mitunter auch die Fahrbahn mitbenutzen dürfen, scheint es nur allzu logisch zu sein, das zukünftige Gefahrenpotential möglichst frühzeitig zu erkennen, damit die veränderte Situation auf den Straßen gemeistert und letztlich auch wirklich als Chance für die Umwelt verstanden werden kann.

In diesem Zusammenhang bitten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Ist die PKW-Nutzung in Hamm in den letzten zwei Jahren signifikant zurückgegangen? Gibt es evtl. Statistiken, die Aufschluss darüber geben?
  2. Ist im gleichen Zeitraum auch die Anzahl der Fahrradfahrer deutlich angewachsen? Ist dies ebenfalls an Zahlen auszumachen?
  3. Falls die PKW-Nutzung wirklich zurückging, ist dies in Korrelation zur Fahrradnutzung zu sehen? Und ist das potentielle Mehr an Fahrradnutzung tatsächlich auf ein größeres Umweltbewusstsein in der Bevölkerung zurückzuführen?
  4. Laut der ADFC sei die Zufriedenheit der Radfahrer in Hamm jedoch rückläufig. Gleiches gilt lt. Verkehrsbericht auch für die Nutzung der Hammer Rad- und Fußwege. Kann die Stadtverwaltung dies bestätigen? Worauf ist dieser Umstand zurückzuführen?
  5. So sei gerade das Sicherheitsgefühl auf den Straßen und Radwegen ein großes Manko aus Sicht der Radfahrer. Wie ist dies zu erklären und wie kann die Sicherheit verbessert werden?
  6. Wenn in absehbarer Zeit die E-Scooter nun auch offiziell auf deutschen Fuß-, Radwegen und Straßen Zugang erhalten, wird die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer noch weiter in den Fokus gerückt werden müssen. Existieren diesbezüglich vielleicht bereits Pläne, wie dies gewährleistet werden kann? Falls ja, wie sehen diese Pläne im Detail aus?
  7. In einer früheren Anfrage (0830/18) versuchten wir zu erfahren, ob das Hammer Radwegenetz optimiert werden könnte, bzw. ob überhaupt ein Interesse von Seiten der Stadt an einer Optimierung besteht. In der dazugehörigen Stellungnahme (1333/18) heißt es sinngemäß, dass bereits für den Radverkehr optimierte Strecken gut angenommen würden und man bei Einzelanlagen (Ampelanlagen) testen könnte, ob eine Optimierung tatsächlich sinnvoll wäre. Da diese Stellungnahme nun fast ein Jahr her ist, würden wir gern erfahren, welche Ampelanlagen diesbezüglich getestet wurden und zu welchem Ergebnis man kam? Hat man infolgedessen einige dieser Ampelanlagen optimiert?
  8. Falls nicht, plant man dies nun im Zuge der sich verändernden Verkehrslage nachzuholen?
  9. Gibt es anderweitig Bestrebungen das Hammer Radnetz sicherer zu machen? Wo sieht die Stadtverwaltung dringenden Handlungsbedarf?
  10. Gibt es Hammer Straßen mitsamt Kreuzungen an denen es statistisch gesehen häufiger zu Unfällen mit Radfahrern kommt? Welche wären das und aus welchen Gründen kommt es zu den Unfällen? Wird hier an Lösungskonzepten gearbeitet? Falls ja, wie sehen diese im Detail aus und bis wann sollen sie in die Tat umgesetzt werden?
  11. Wie hat sich die Zahl an Fahrraddiebstählen in den letzten fünf Jahren entwickelt. Wie viele Fahrräder wurden konkret in den einzelnen Jahren gestohlen und wie hoch ist die Aufklärungsrate bei diesen Delikten? Gibt es Orte in Hamm, wo derartige Diebstähle vermehrt passieren und wie versuchen die Stadtverwaltung und die Polizei die Zahl dieser Delikte zu senken?
  12. Welche konkreten Bestrebungen gibt es von Seiten der Stadt, um …
    a) Elektroautos
    b) Fahrräder
    c) E-Scooter
    für die Hammer Bevölkerung attraktiver zu machen? Und wieviel Geld investiert die Stadt konkret in die Realisierung der jeweiligen Bestrebungen/Projekte? Bis wann wird die jeweilige Realisierung fertiggestellt sein?
  1. Andere europäische Städte sind diesbezüglich Vorreiter und Trendsetter. So gibt es ehemalige U-Bahn-Schächte, die in das Fahrradnetz integriert werden. Ebenso werden zunehmend Fahrradautobahnen in die Stadtplanungen mit aufgenommen, auf denen Fahrradfahrer ungehindert und ohne einen einzigen Stopp die ganze Stadt durchqueren können. In London plant man bereits eine Fahrradtrasse auf dem Fluss, die sich automatisch den einzelnen Pegelständen anpassen kann. Gerade im Hinblick auf das Thema „Hamm ans Wasser“ wäre dies doch geradezu ein naheliegender Gedanke, den man sich zumindest durch den Kopf gehen lassen könnte. Gibt es derartig visionäre Ideen bezüglich des Fahrradverkehrs für die Zukunft in Hamm? Falls nicht, plant man derartige Zukunftsprojekte vielleicht auszuschreiben?
  2. Wie sehen die aktuellen Pläne für den Ausbau des Leihfahrradnetzes aus? Gibt es konkrete Pläne für die Realisierung neuer Standorte und bis wann ist mit diesen zu rechnen?

Mit freundlichen Grüßen,

Nihat Altun
Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr
Wählergruppe Pro Hamm

Erhöhung der investiven Mittel für das Radwege-Erneuerungsprogramm

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

der Haushaltsplan 2019/2020 sieht für die Maßnahme 662H1201015220 RadwegeErneuerungsprogramm einen Haushaltsansatz von jeweils 150 000 Euro für 2019 und 2020 vor. Wir halten diese investive Summe für deutlich zu gering angesetzt, um eine Neuausrichtung in der
städtischen Verkehrspolitik zu schaffen.

Das Datenmaterial des Verkehrsberichts und des Lärmaktionsplans 2018 haben unterstrichen, dass umweltfreundliche Verkehrsmittel und die zugrundliegende Infrastruktur, angefangen von Rad- und Fußwegen bis zum öffentlichen Personennahverkehr keine politische Priorität genießen. So ist es kaum verwunderlich, dass die Entwicklung zu umweltschonenden Fortbewegungsmitteln seit 1984 stagniert.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm hält den Haushaltsansatz für die Maßnahme 662H1201015220 Radwege-Erneuerungsprogramm für deutlich zu gering angesetzt.

Deswegen beantragt die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm, dass erweiterte investive Mittel für die Maßnahme 662H1201015220 Radwege-Erneuerungsprogramm von jeweils 150 000 Euro jährlich in den Haushalt 2019/2020 eingestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                   Nurcan Varol
Gruppensprecher / Ratsherr                                                Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm

Grüne Welle für Radfahrer

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in Oberhausen startete am 06.06.2018 das Projekt „Grüne Welle“, wodurch die Stadtplaner das Radfahren für die Bevölkerung attraktiver machen möchten. Dabei werden wichtige Ampeln im Verkehrsnetz derart umgerüstet, dass diese nahende Radfahrer erkennen können und dann automatisch auf „Grün“ schalten, damit die Wartezeiten für Radfahrer so kurz wie nur möglich ausfallen.

Da das Radfahren auch in Hamm weiter gefördert werden könnte, sieht die Wählergruppe Pro Hamm ebenfalls Einsatzmöglichkeiten und ungenutztes Potential für Hamm, um das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bürger zu steigern.

In diesem Zusammenhang möchten wir die Stadtverwaltung, um die Beantwortung folgender Fragen bitten:

  1. Ist der Stadtverwaltung das Projekt „Grüne Welle“ bekannt? Falls ja, gibt es bereits Überlegungen, wie ein solches Projekt auch in Hamm umgesetzt werden könnte?
  2. Was würde die Umrüstung einer Ampelanlage kosten?
  3. Wie hoch würden die Kosten ausfallen, wenn wie in Oberhausen zehn Ampeln umgerüstet und der Verkehr dementsprechend verändert werden müsste?
  4. Gibt es Straßen/Strecken in Hamm, wo eine solche „Grüne Welle“ aus Sicht der Stadtverwaltung Sinn machen würde? Wenn ja, wo konkret?
  5. Wie lang würde es in etwa dauern, um ein solches Projekt umzusetzen?
  6. Wäre es möglich, vor konkreter Festlegung einer Strecke, zuvor Teststrecken einzurichten, um zu schauen, wo eine solche Strecke am meisten von den Bürgern angenommen wird?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                              Nurcan Varol
Ratsherr                                                                                            Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm

Grüne Welle in Hamm

,,Die Stadt rühmt sich gerne als fahrradfreundliche Kommune. Die Praxis macht aber deutlich, dass die lokale Infrastruktur noch weit davon entfernt ist, uneingeschränkt das Label Fahrradfreundlichkeit zu erhalten“, so Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm. ,,Wir brauchen ein neues Denken der Mobilität, das sich auch in der Verkehrspolitik der Stadt wiederspiegeln muss. So müssen Instrumente eingesetzt werden, die das Radfahren für Bürger attraktiver machen. Hier könnte die Beteiligung am Projekt „Grüne Welle“ ein wichtiger Baustein sein. Dabei werden wichtige Ampeln im Verkehrsnetz derart umgerüstet, damit diese nahende Radfahrer erkennen können und dann automatisch auf „Grün“ schalten, umso die Wartezeiten für Radfahrer, so kurz wie nur möglich zu halten. Wir hätten mit diesem Instrumentarium eine bewusste und gewollte Bevorzugung der Radfahrer. So könnten Bürger motiviert werden, verstärkt vom Auto auf das Rad umzusteigen. Das Radfahren in der Stadt muss stärker gefördert werden. Wir haben viel ungenutztes Potenzial und mit einfachen Maßnahmen, könnte man das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bürger steigern und in Zeiten von Dieselfahrverboten eine mögliche Reduktion des Autoverkehrs erreichen. Die Stadt Hamm sollte die Installierung von „Grünen Wellen“ ernsthaft prüfen und im weiteren Schritt in den Verkehrsfluss integrieren.“

In diesem Zusammenhang stellt die Wählergruppe Pro Hamm eine Anfrage an die Stadtverwaltung und bittet um die Beantwortung folgender Fragen.

  1. Ist der Stadtverwaltung das Projekt „Grüne Welle“ bekannt? Falls ja, gibt es bereits Überlegungen, wie ein solches Projekt auch in Hamm umgesetzt werden könnte?
  2. Was würde die Umrüstung einer Ampelanlage kosten?
  3. Wie hoch würden die Kosten ausfallen, wenn wie in Oberhausen zehn Ampeln umgerüstet und der Verkehr dementsprechend verändert werden müsste?
  4. Gibt es Straßen/Strecken in Hamm, wo eine solche „Grüne Welle“ aus Sicht der Stadtverwaltung Sinn machen würde? Wenn ja, wo konkret?
  5. Wie lang würde es in etwa dauern, um ein solches Projekt umzusetzen?
  6. Wäre es möglich, vor konkreter Festlegung einer Strecke, zuvor Teststrecken einzurichten, um zu schauen, wo eine solche Strecke am meisten von den Bürgern angenommen wird?

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm