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Situation mit Poser-Szene an der Sachsenhalle weiterhin unbefriedigend

,,Außer Spesen nichts gewesen“, so bringt es Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm die Situation an der Sachsenhalle auf den Punkt. Dr. Cevdet Gürle weiter: ,,Der Einbau der Poller hat, wenn überhaupt und wie erwartet zur einer Verlagerung der Problematik geführt. An den Beschwerden der Anwohner über Lärmbelästigung und Müll hat sich nichts geändert.

Die Situation ist altbekannt und dennoch hat die Stadtverwaltung es versäumt in den letzten Monaten in ein echtes Gespräch mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu kommen. Natürlich ist das Fehlverhalten der Anwesenden, die sich auf dem Parkplatz der Sachsenhalle an den Wochenenden treffen und mit ihrer Lautstärke die Anwohner stören nicht zu rechtfertigen. Natürlich benötigen wir stärkere Kontrollen durch den Kommunalen Ordnungsdienst und der Polizei, aber niemand sollte sich dem Irrglauben hergeben, dass das die Problemlage an der Sachsenhalle lösen wird. Ich vermisse hier einen Runden Tisch oder ein Forum, das eventuell vom Stadtteilzentrum moderiert werden könnte, wo alle Beteiligten zusammenkommen und man mögliche Lösungswege aufzeigt.

Man muss zweigleisig fahren: Fehlverhalten ahnden, aber auch ein Angebot für die jungen Leute machen. Wenn man das Gespräch aufnimmt, dann erkennt man, dass die Mehrheit, z.B. offen ist für alternative Standorte. Unterbleibt dies, dann wird das Problem zu einem Dauerzustand und der Unmut der Anwohner wird ebenfalls zwangsläufig steigen.“

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

Man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter!

Die Entscheidung von Thomas A., der für die Wählergruppe Pro Hamm bei den Kommunalwahlen als Bezirksvertreter für den Stadtbezirk Heessen gewählt wurde, Pro Hamm zu verlassen und sein Mandat mitzunehmen, ist charakterlich unterstes Niveau! Sein Argument, dass er sich in Heessen „allein gelassen fühle“, ist lächerlich und das muss jemand sagen, der kein Interesse hatte in den letzten vier Wochen an den Sitzungen der Mandatsträger von Pro Hamm teilzunehmen.
Die Bürger in Heessen haben primär mit ihrer Stimme die Wählergruppe Pro Hamm gewählt und nicht Thomas A.. Wenn er sein Mandat in der Liste nicht weitergibt, ist das ein Betrug an den Wählern und ein absolutes Armutszeugnis.
Er ist mit Sicherheit mit seinem Charakter eine „Bereicherung“ für jede Partei!

Ein Ortsteil, der die soziale Spaltung in der Stadt deutlich macht

Amin Karabegovic geht für die Wählergruppe Pro Hamm im Wahlkreis 29 (Heessener Dorf) ins Rennen. Der 38jährige Kandidat ist geboren und aufgewachsen in Heessen. Nach seinem Abschluss an der Sophie-Scholl-Gesamtschule hat er eine Ausbildung als Industriemechaniker erfolgreich abgelegt und ist beruflich nach einer Weiterbildung zum Industriemeister bis heute in diesem Bereich tätig. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Die Verbesserung von Bildungschancen für Kinder, unabhängig ihrer sozialen Herkunft und die erfolgreiche Integration der Mitbürger mit einer Migrationsgeschichte sind wichtige Schwerpunkte seiner politischen Arbeit.

Der Wahlkreis Heessener Dorf macht die zunehmende soziale Spaltung in Hamm im Allgemeinen und im Besonderen im Stadtbezirk deutlich. Wir haben auf der einen Seite, die schönen Seiten des Ortsteils mit dem Schloss Oberwerries, den Heessener Wald, den Lippeauen oder der über die Stadtgrenzen hinweg bekannten Waldbühne, die die Wohn- und Lebensqualität im Ortsteil unterstreichen. Auf der anderen Seite hingegen sehen wir, dass sich die sozialen Probleme, z.B. in und um die Wohnquartiere der Ahlener Straße und der Amtsstraße verschärfen. Der Heessener Bahnhof und der Parkplatz an der Sachsenhalle sind nur zwei Brennpunkte, wo sich die zunehmende Schere in der Gesellschaft offenbart. Hier muss die Politik gegensteuern und den Menschen vor Ort neue Perspektiven anbieten, u.a. mit einer stärkeren direkten Teilhabe der Bürger an der Gestaltung der Politik. Die Menschen müssen das Gefühl bekommen ernst genommen zu werden und sich mit dem Bezirk identifizieren. Das geht nur über den Weg, dass man die Bürger aktiv in die Entscheidungen stärker einbindet.

Für Hamm wählen, heißt Pro Hamm wählen!

Gartenstadt Dasbeck, das sportliche Zentrum des Stadtbezirks, sollte weiter gefördert werden

Baris Cayir tritt für die Wählergruppe Pro Hamm im Wahlkreis 28 (Gartenstadt Dasbeck) an. Der 36jährige Kandidat der Wählergruppe Pro Hamm ist in Heessen geboren und wohnt bis heute mit seiner Familie (verheiratet, zwei Kinder) im Stadtteil. Nach seinem erfolgreichen Abschluss an der Sophie-Scholl-Gesamtschule war er vier Jahre Zeitsoldat und wechselte anschließend in die private Sicherheitsbranche. Er ist seit 2011 angestellt bei der Deutschen Bahn als Fachkraft für Schutz und Sicherheit.

Baris Cayir ist seit 2011 Mitglied der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), seit 2018 Fördermitglied des Fördervereins der AWO Kita Nelkenstraße und Mitglied der Alevitischen Gemeinde Münsterstraße. Die politischen Schwerpunkte seines Engagements sind neben einer positiven Entwicklung des Stadtbezirks Heessen die Bereiche Sicherheit und Ordnung. So sind der zunehmende Vandalismus und die Ruhestörung zurecht ein großes Ärgernis für viele Menschen im Stadtbezirk. Hier ist neben konsequenten Kontrollen, die einhergehen müssen mit einer Sanktionierung des Fehlverhaltens, aber auch die Schaffung von Räumen, wo sich junge Menschen zurückziehen können von hoher Wichtigkeit.

Der Wahlkreis 28, der im Kern, die sogenannte Gartenstadt Dasbeck und die umliegenden Wohnquartiere umfasst, ist mit dem SVE Heessen e.V. und der Familienoase das sportliche Zentrum des Stadtbezirks. Dementsprechend muss die Politik auch in den Folgejahren Rahmenbedingungen des Sports im Ortsteil optimal fördern. Eine Anregung, die die Menschen im Ort an uns herangetragen haben war, dass der Außenbereich der Familienoase ausgebaut und stärker nutzbar gemacht werden sollte. Wir werden das Anliegen aufgreifen und in unser kommunales Wahlprogramm einfügen.

Für Hamm wählen, heißt Pro Hamm wählen!

Jugend für Hamm = Pro Hamm

Esmanur Balci geht für die Wählergruppe Pro Hamm im Wahlkreis 27 (Heessen West) ins Rennen. Die Kandidatin der Wählergruppe Pro Hamm, die in den letzten drei Wochen ihre Abiturprüfungen am Märkischen Gymnasium abgelegt hat, ist mit ihren erst 18 Jahren die Jüngste im Kreis der Direktwahlkreiskandidaten.

Esmanur Balci ist seit zwei Jahren bei der Pro Hamm Jugend aktiv und hat für diese bereits an vielen Veranstaltungen teilgenommen. Sie setzt sich als Leistungssportlerin im Besonderen für eine stärkere Interessensvertretung des organisierten Sports in Hamm ein. Der Sport kann in seiner integrativen und sinnstiftenden Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden und muss in der kommunalen Politik der Stadt Hamm eine höhere Gewichtung annehmen. Wir brauchen einen Neustart in der Hammer Politik, das einhergeht mit unverbrauchten Gesichtern und die Jugend von Pro Hamm steht für diese.

Im Ortsteil Heesen West entstand in den letzten Jahren viel neuer Wohnraum für verschiedene Zielgruppen, ob das die klassische Familie mit Kindern war oder für den rüstigen Senior. Das Baugebiet Heimshof Ost ist ein Beispiel dafür. Es genügt aber nicht allein Häuser und Wohnungen zu bauen, sondern man muss auch für eine gute Infrastruktur im Umfeld sorgen, d.h. die Sicherstellung von ausreichend Kindergartenplätzen oder altersgerechte Angebote im Sozialraum zur Verfügung stellen. Das Stadtteilzentrum Bockelweg nimmt dabei eine wichtige Funktion ein und so muss es im Interesse der Politik sein, die Arbeit am Bockelweg konstruktiv zu unterstützen und weiterzuentwickeln.

Für Hamm wählen, heißt Pro Hamm wählen!

Gesamtschule für den Norden/Heessen ist ein Muss

Thomas Ahlke tritt für die Wählergruppe Pro Hamm im Wahlkreis 26 (Norden II) an. Der 41-jährige Kandidat der Wählergruppe Pro Hamm ist in Heessen geboren, im Hammer Norden aufgewachsen und dementsprechend eng mit dem Stadtbezirk und dessen Menschen verbunden. Er ist geschieden und hat eine Tochter. Nach seinem Fachabitur verpflichtete er sich bei der Bundeswehr und machte dort seine Ausbildung zum Bürokaufmann. Von 2010 bis 2017 war er im Justizvollzug des Landes NRW tätig und wurde 2017 wieder in die Bundeswehr im Bereich Flugberatung eingestellt.

Thomas Ahlke ist aktives Mitglied im Schützenverein Hamm-Nordenfeldmark 1839 e.V. und spielt in seiner Freizeit Eishockey bei den Hammer Eisbären. Der Kandidat ist seit 2018 Sprecher des Stadtbezirks Heessen für die Wählergruppe Pro Hamm. Die Schwerpunkte seines politischen Engagements sind die Lebensbedingungen im Stadtbezirk zu verbessern und ein Mehr an Chancengleichheit zu ermöglichen. Die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks sollen, unabhängig ihrer Herkunft, sich willkommen fühlen und sich mit ihrem Bezirk identifizieren und bei den Entscheidungsprozessen aktiv teilhaben können.

Der Hammer Norden ist neben dem Hammer Westen der Sozialraum, in dem in den letzten Jahren immer wieder Ungleichheiten im Besonderen verfestigt haben. So verwundert es nicht, dass die Arbeitslosenquote und die Haushalte, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind im Hammer Norden deutlich über dem städtischen Schnitt liegen. So haben wir für den Hammer Norden zwei klare Forderungen. Erstens, die Errichtung einer Gesamtschule, in der alle Kinder des Bezirks die Möglichkeit haben alle Schulabschlüsse bis zum Abitur abzulegen und zweitens, eine aufsuchende und betreuende Sozialstation nahe des Karlsplatzes, die den Mitgliedern der dortigen „Szene“ unterstützend zur Seite steht. Gerade die sozial Schwachen dürfen nicht als Problem angesehen werden, sondern sollten bei der Lösung der Probleme mitgenommen werden und nicht auf der Strecke bleiben. Nur gemeinsam wird der Hammer Norden an Stärke gewinnen und zu einer, für alle Bürger, attraktiven Heimat.

Für Hamm wählen, heißt Pro Hamm wählen!

Abschneiden der AFD in Bockum-Hövel und Heessen ein Rechtsruck?

„Der starke Zuspruch, der sich im Ergebnis der AfD wiederspiegelt, zeigt die Zerrissenheit unserer Gesellschaft. Der Erfolg einer rechten Partei, die in Heessen und noch stärker in Bockum-Hövel deutlich die 10-Prozent-Marke überschritten hat, muss mit einer Kehrtwende in der städtischen Politik beantwortet werden“, so unisono Daniel Waleczek, Sprecher für den Stadtbezirk Heessen und Orhan Bozdemir, Bezirksvertreter in Bockum-Hövel, für die Wählergruppe Pro Hamm.

Daniel Waleczek: ,,Der Erfolg der AfD, einer Partei, die völkisches Gedankengut propagiert, rüttelt an den Grundwerten unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft.  Die Konsequenz des Rechtsrucks darf aber nicht sein, dass alle Wähler der AfD pauschal als Nazis tituliert werden. Wenn man repräsentative Wählerstudien zugrundlegt, so zeigen diese, dass neben einem harten ideologischen Kern von einem Drittel, immerhin Zweidrittel der AfD-Wähler ihre Stimme der Partei keineswegs aus Überzeugung gegeben haben, sondern aus ihrer Anti-Haltung gegenüber den etablierten Parteien.“

Orhan Bozdemir ergänzt: ,,Die demokratischen Parteien haben die Verantwortung und die Verpflichtung diese Wählerklientel mit einer bürgernahen Politik für sich zurückzugewinnen. Nicht wenige dieser Bürgerinnen und Bürger sind sogenannte Modernisierungsverlierer, die traditionell ein eher „linkes“ Weltbild haben, und von der Politik, ob aus Berlin oder Brüssel, aber auch aus dem Rathaus sich im Stich gelassen fühlen. So ist es nicht verwunderlich, dass die AfD tendenziell in den Wahllokalen, wo wir Haushalte mit einem niedrigen Einkommen haben, ihre Hochburgen hat. Der Bezirk Bockum-Hövel spielte in der Stadtentwicklungspolitik der letzten 20 Jahren ein Nischendasein. So gab es nur wenige positive Impulse der Stadtentwicklung aus dem Rathaus, die die Wohnquartiere im Stadtbezirk nach vorne gebracht haben. Der geplante Abriss des St. Josef-Krankenhauses hat den Extremisten in die Hände gespielt. Diese Politik wurde am Wahlsonntag abgestraft und der Bürger hat nicht selten aus Protest sein Kreuz bei einer rechten Partei gemacht.“

„Wir müssen der AfD den Boden entziehen und das wird nur gelingen, wenn im Rathaus die Basta-Politik nach Gutsherrnart ein Ende findet und man die Politikverdrossenheit nicht weiterschürt, in dem eine Große Koalition Posten und Pöstchen nach Gutdünken an „Parteisoldaten“ vergibt“, so Daniel Waleczek.

Orhan Bozdemir                                                                    Daniel Waleczek
Bezirksvertreter Bockum-Hövel                                           Sprecher Heessen
Wählergruppe Pro Hamm                                                     Wählergruppe Pro Hamm

Geplante Investitionen in Heessen gleichen dem sprichwörtlichen Tropfen auf dem heißen Stein

Die Wählergruppe Pro Hamm hat sich in einer Klausurtagung mit den bezirksbezogenen Haushaltsplänen für die Stadtbezirke auseinandergesetzt. Die Bilanz für den Stadtbezirk Heessen ist ernüchternd. Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm, kommentiert: ,,Der bezirksbezogene Haushaltsplan bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. So stehen die Wohnquartiere im Sozialraum Norden des Stadtbezirks weit weniger im Fokus als notwendig. Die Vertreter der Großen Koalition haben keinen Grund sich zu beweihräuchern.

Viele Maßnahmen, die in den Doppelhaushalt eingestellt sind, kommen um Jahre verspätet und die Summen sind teilweise so gering, dass sie drohen zu einem Tropfen auf dem heißen Stein zu werden. Es ist zwar begrüßenswert, dass für Investitionsmaßnahmen an der Karlschule endlich Gelder im Haushalt eingeplant sind, ob diese aber ausreichen werden, um den massiven Sanierungsbedarf in den Klassenräumen zu beheben, kann angezweifelt werden. Über Investitionen in den Ganztagsbereich der Karlschule, der im Schulentwicklungsplan noch als defizitär gekennzeichnet wurde, wird im Haushaltsplan kein Wort verloren.“

Der schulpolitische Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm Daniel Waleczek ergänzt: ,,Die Grundschulen im Stadtbezirk schaffen es nur begrenzt auf den politischen Radar der CDU/SPD. Die Stephanusschule findet sich mit keinem Wort im Doppelhaushalt 2019/2020 wieder. Hier bleibt grundsätzlich das Problem bestehen, dass trotz kleinerer Verbesserungen, der Schulhof insgesamt unansehnlich ist und wir fehlenden Stauraum für Garderoben und Lagerflächen haben. Die Notwendigkeit einer Sanierung der Sanitärinstallation an der Josefschule wird glücklicherweise erkannt, die Maßnahmendurchführung wird aber erst für 2020 angesetzt. Dieser sollte um ein Jahr nach vorne verlegt werden und bereits kommendes Jahr erfolgen. Der insgesamt schlechte bauliche Zustand der Josefschule, der mittelfristig einer Grundsanierung bedarf, wird hingegen mit keinem Wort erörtert. Der Haushaltsplan im Bereich der Schul- und Bildungspolitik ist weitgehend Stückwerk. Die Leitfrage, wo soll der Stadtbezirk in 2, 3 Jahren bildungspolitisch stehen, wird nicht aufgeworfen. Man schweigt sich beispielsweise zum Thema integratives Schulsystem komplett aus. Die Übergangsquoten der Schüler im Stadtbezirk Heessen von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen verdeutlichen, dass wir ein bildungspolitisches Defizit haben. Die Heessener Schülerschaft ist an Schulen, wo das Abitur als Abschluss erreichbar ist, im städtischen Gesamtvergleich deutlich unterrepräsentiert.

Wir halten es für notwendig, um den Bildungsstandort Heessen nachhaltig aufzuwerten, dass mittelfristig im Stadtbezirk eine öffentliche Schule des längeren, gemeinsamen Lernens mit einer Oberstufe geschaffen wird. Das wäre ein Meilenstein in der Entwicklung Heessens. Der Vorschlag der Linke die Karlschule zu einer Gesamtschule weiterzuentwickeln, halten wir aber für zu kurz gedacht. Wenn wir eine ausreichende Heterogenität der Schülerschaft sicherstellen wollen, dann müssen wir den Standort der Realschule in eine mögliche Gesamtschule mitintegrieren.“

Dr. Cevdet Gürle geht in seiner Schlussbetrachtung zudem auf drei Aspekte ein. Dr. Cevdet Gürle: ,,Das Potenzial der Familien-Oase für den Stadtbezirk wird bei Weitem nicht abgeschöpft. Wir haben ein Außenbereich, in der sich u.a. ein kleines Kinderbecken befindet. Wir werden im Rahmen der Haushaltsberatungen Investitionen in den Außenbereich der Familien-Oase einfordern, die eine Erweiterung der Wasserfläche vorsehen und damit dem Hallenbad stärker einen Freibadcharakter zukommen lassen.

Einen Haushaltsposten zum Karlsplatz mit einer möglichen Reaktivierung des Brunnens und einer Aufwertung des Platzes sucht man in der Planung 2019/2020 vergebens. Wir werden diesen Punkt in Rahmen der Haushaltsberatungen ebenfalls beantragen. Dasselbe gilt auch für eine Stärkung der Mobilität, die kommt kaum oder gar nicht im Haushaltsplan vor, weder die Schaffung einer Ringbuslinie noch ein breit angelegtes Radwegeerneuerungsprogramm. Der Haushaltsansatz für das Radwegerneuerungsprogramm ist grundsätzlich viel zu gering angesetzt und müsste unter dem Strich mindestens doppelt so hoch ausfallen, wenn wir die umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel wie Fuß und Rad effektiv stärken wollen. Der bezirksbezogene Haushaltsplan für Heessen macht deutlich, dass er kein relevanter Schritt nach vorne ist, um die Lebens- und Wohnqualität nachhaltig zu steigern.“

Dr. Cevdet Gürle                                                                                                                                                                    Daniel Waleczek
Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm                                                                                                                                       Schulpolitischer Sprecher

Wählergruppe Pro Hamm

Investitionen an den Heessener Schulen

,,Ein Tropfen auf dem heißen Stein“, so kommentiert Adrian Brosterhues-Niedziolka, Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm für den Stadtbezirk, die geplanten Investitionen an den Heessener Schulen. Die Wählergruppe Pro Hamm begrüßt grundsätzlich, dass Gelder in die Hand genommen werden, um durch Baumaßnahmen den Bildungsstandort Heessen zu stärken. Adrian Brosterhues-Niedziolka merkt an: ,,Wenn sich die Rathausspitze mit dem Maßnahmenpaket beweihräuchert, sollte zur Wahrheit genannt werden, dass die Stadt Hamm nur aktiv werden kann, da der Bund mit dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz ein Förderprogramm auf die Beine gestellt hat, dass finanzschwache Kommunen in die Lage versetzt Maßnahmen im Schulbereich zu tätigen. Der städtische Eigenanteil beträgt bei allen Maßnahmen knapp 10 Prozent. Dass die Stadt endlich einen Handlungsbedarf an der Karlschule sieht und hier Investitionen, u.a. in die Errichtung neuer naturwissenschaftlicher Räume und den Umbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung für schulische Zwecke vornimmt, sind Schritte in die richtige Richtung. Hier muss aber sichergestellt werden, dass in dem Rahmen fehlende Fachräume für Musik, Kunst und Textiles Gestalten ebenfalls geschaffen werden. Dass die Stadt keine Investitionen in den Ganztagsbereich der Karlschule, der im Schulentwicklungsplan (S. 276) als defizitär gekennzeichnet wird, sieht, ist bezeichnend für das halbgare Vorgehen der Großen Koalition. Die massiven Dämmprobleme und der Sanierungsbedarf in den Klassenräumen werden mit einer Selbstverständlichkeit ignoriert. Hier haben wir einen eklatanten Sanierungsstau vor dem die CDU/SPD-Stadtregierung die Augen zu macht.“ Daniel Waleczek, schulpolitischer Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm, empfiehlt die Beschlussvorlagen der Verwaltungsspitze mit den Ergebnissen des Schulentwicklungsplans in Relation zu setzen. ,,Hier empfiehlt sich im Besonderen ein Blick auf die Bestandsaufnahmen der Stephanusschule und der Josefschule. Die Problemlagen an beiden Grundschulen im Sozialraum Heessen schaffen es nicht auf den politischen Radar der CDU/SPD “, so Daniel Waleczek. Der schulpolitische Sprecher der Wählergruppe verweist auf den Schulentwicklungsplan (S. 98 ff.), wo konkret für die Stephanusschule festgehalten wird „Im Rahmen des Schulbesuchs wurde durch die Schulleitung ein Bedarf an Garderoben und Lagerflächen formuliert. Auf den Fluren ist kaum Stauraum für Kleidung vorhanden, was zu Unordnung und Stolpergefahren auf den Gängen führt. Da der Keller feucht und somit für die Lagerung ungeeignet sei und auch der Dachboden nicht als Lager genutzt werden dürfe, werden Räume zu Lagerungszwecken blockiert, die pädagogisch genutzt werden könnten. So befindet sich derzeit beispielsweise Musikmaterial im Mehrzweckraum. Auch die wenigen Nebenräume der Klassen werden zur Lagerung genutzt. Weiterhin besteht bei der Schulleitung der Wunsch, dass hinsichtlich des Schulhofes etwas unternommen werden soll. Der Hof sei insgesamt unansehnlich, da große Flächen asphaltiert und Grünflächen sehr abgelegen seien. Außerdem seien die Sitzmöglichkeiten marode und nicht ausreichend vorhanden. (…) Ungeachtet dessen bleibt anzumerken, dass die Kinder im Offenen Ganztag sowie der Übermittagsbetreuung in denselben Räumlichkeiten betreut werden, was wie auch bei der Kappenbuschschule zu Problemen führt. Im Schulbesuch formuliert die Schulleitung, dass die Kinder sich bei den Eltern beschweren, da es zu laut und zu eng in der Betreuung sei. Mit Blick auf den Vergleich zu anderen Schulen im und außerhalb des Sozialraums, ist die Schule rein rechnerisch zwar räumlich gut aufgestellt – auch für das prognostizierte Jahr 2022/23 ergibt sich kein Raummehrbedarf dennoch führt die räumliche Überschneidung von Offenem Ganztag und Übermittagsbetreuung in der Zeit nach Schulschluss bis 13 Uhr zu Belegungsspitzen.“ Adrian Brosterhues-Niedziolka ergänzt: ,,Der Gestaltungsbedarf an der Stephanusschule, wo der Schulhof attraktiver gestaltet werden muss oder der fehlende Stauraum für Kleidung an den Klassenräumen schaffen es nicht auf die politische Agenda der Stadt“. Das die Kappenbuschschule in der Prioritätenliste oben mitspielt, ist eine gute Nachricht. Adrian Brosterhues-Niedziolka kommentiert das schlicht mit den Worten: ,,Das war längst überfällig. Sie hat es verdient! Leider wurde im Maßnahmenpaket für die Kappenbuschschule ein Sanierungsbedarf im Hinblick auf den Boden der Turnhalle, der marode ist, nicht gesehen. Der bauliche Zustand der Josefschule hingegen und die defizitäre Basisausstattung in den Klassenräumen, wo Schülerinnen und Schüler sich bis heute über fehlende Handtuchhalter oder die Nichtmöglichkeit einer Verdunkelung von Räumen beschweren, sowie über einen Pausenhof, der uneben ist, nicht zum Spielen einlädt, schaffen es nicht in das Investitionspaket der Stadt.“ Daniel Waleczek resümiert: ,,Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Wir werden die Entwicklung an den Heessener Schulen mit Argusaugen beobachten. In dem Zusammenhang müssen wir uns auch der ergebnisoffenen Diskussion stellen, da, obwohl mit einer dritten Gesamtschule in Herringen, das im Schuljahr 2018/19 an den Start gehen wird und zwei bestehender Gesamtschulen es auch 2018 Ablehnungen von Schülerinnen und Schülern für diese Schulform geben wird, sich der Stadtbezirk Heessen für eine weitere integrative Schule mit einer gymnasialen Oberstufe stark machen sollte. Dieser Schritt, den wir befürworten, wäre ein Meilenstein für den Bildungsstandort in Heessen und die Bürgerschaft vor Ort.“

Zustand der Karlschule bleibt weiterhin ein Endlosproblem

Der Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm für den Stadtbezirk Heessen Adrian Brosterhues-Niedziolka kann bei der Stellungnahme der Verwaltung auf die Anfrage der Wählergruppe zum Zustand der Karlschule nur den Kopf schütteln. Adrian Brosterhues-Niedziolka hält fest: ,,Die Nominierung der Karlschule für den Deutschen Schulpreis 2018 unterstreicht, dass alle relevanten Akteure, angefangen von den Schülern, den Eltern bis zu den Lehrern, einen exzellenten Job machen. Wenn man in dem Zusammenhang die Stellungnahme der Verwaltung auf die Anfrage von Pro Hamm zum Zustand der Karlschule durchliest, kommt man sich ernsthaft verschaukelt vor. Da wird unsererseits gefragt, ob die Stadtverwaltung Kenntnis über bauliche Probleme und Mängel an der Karlschule hat und wo diese konkret liegen. Die Verwaltung antwortet ihrerseits, dass ihr Mängel zwar bekannt seien, verweigert aber eine Stellungnahme, welche das konkret sind. Hier weicht die Verwaltung bewusst ihrer Verantwortung aus, die Anfrage beantworten zu wollen. Das I-Tüpfelchen ist aber die Botschaft, die mit dieser Aussage verbunden ist. Man kennt zwar den Sanierungsbedarf, aber da Haushaltsmittel nicht zur Verfügung stehen, wird dieser schlichtweg ignoriert. Die Schulgemeinde muss dementsprechend mit den massiven Dämmproblemen, die zu unzumutbaren Temperaturen in den einzelnen Klassenräumen führen, zurechtkommen. Hier fehlt letztendlich, wenn man die zynische Intention der Stellungnahme perfektionieren will, noch die Empfehlung der Verwaltung, dass sich die Schüler und Lehrer vormittags bei frischen Temperaturen am besten mit dicken Pullovern und Jacken im Unterrichtsraum sich aufhalten sollen. Die schwierige Situation an der Karlschule ist nicht erst seit gestern bekannt. Die Problematik hat sich über die letzten Jahre angestaut und die CDU/SPD-Stadtregierung hat sich entweder als unfähig oder als nicht willens gezeigt, hier mit Investitionen gezielt entgegenzusteuern. Die gute Arbeit der Karlschule wird im Rathaus leider in keiner Weise honoriert.“

Adrian Brosterhues-Niedziolka
Stadtbezirk Heessen
Wählergruppe Pro Hamm