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Sachstandsbericht zur Schließung des Vereins „Gesundheit und Fitness 1999 e.V.“ und Prüfung eines neuen Standorts an einem möglichen medizinischen Versorgungszentrum (MVZ)

Die mit der Schließung des St.-Josef-Krankenhauses einhergehenden Probleme wurden bereits lang und breit diskutiert. Wir hatten in der früheren Anfrage 133/21 auf die Auswirkungen auf all jene Vereine verwiesen, die u.a. das Schwimmbad im Keller des Krankenhauses genutzt haben. Die Antworten in der Stellungnahme 240/21 waren unbefriedigend und auf die Fragestellungen unsererseits wurde, wenn überhaupt nur ausweichend geantwortet. So wird festgehalten, dass die Stadtverwaltung mit den Nutzern des Schwimmbades in Kontakt steht, um alternative Möglichkeiten einer Badnutzung zu prüfen. Es wird darauf hingewiesen, ohne aber darauf konkreter einzugehen, dass bereits Angebote unterbreitet wurden. Die Anfrage der Wählergruppe vom 12.08.2021 lässt nicht nur viele Fragen offen, sondern wirft zugleich aus den Antworten der Verwaltung weitere Fragen auf. Dementsprechend sollte die Stadtverwaltung in einem mündlichen Bericht den Sachstand zur Thematik vorstellen und für Fragen aus der Bezirksvertretung zur Verfügung stehen.

Die Mitteilung, dass der Verein Gesundheit und Fitness 1999 e.V. nun offiziell seine Auflösung bekannt gegeben hat, kam für viele überraschend. Man hätte sich dazu gezwungen gefühlt, heißt es von Seiten des Vereins. Selbst die Minimalanforderung, nämlich ein bloßes Warmwasser-Schwimmbecken (gerade für das Baby-Schwimmen ganz elementar) zu finden, dass dem Verein für seine Vielzahl an Kursen zur Verfügung stünde, musste letzten Endes aufgegeben werden.

Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Auflösung hat der Verein rund 300 Mitglieder und davor, zum Zeitpunkt der letzten Nutzung (vor Beginn der Corona-Pandemie) waren es ca. 500 Mitglieder.

Da, trotz Schließung des Vereins, weiterhin ein großes Interesse an einem Verein mit ähnlichem Angebot besteht und die Verantwortlichen sich ggfs. vorstellen könnten, einen neuen Verein zu gründen, sollte man Ihnen ein bedarfsdeckendes Schwimmbad anbieten können.

In diesem Sinne beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass die Stadtverwaltung 1. einen mündlichen Bericht zum Sachstand „Gesundheit und Fitness 1999 e.V.“ abgibt und 2. aufgefordert wird in Abstimmung mit der St. Franziskus-Stiftung zu prüfen, ob ein Schwimmbad an dem geplanten Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) umgesetzt werden kann. Die Ergebnisse des Abstimmungsgesprächs sind dann unaufgefordert den Mitgliedern der Bezirksvertretung mitzuteilen.

Entwicklung des Quartiers am Sport-Aquarium

Die Attraktivierung der Außenfläche am Sport-Aquarium mit dem Bau eines Außenbeckens ist eine gute Nachricht für den Stadtbezirk. Das war eine Entscheidung, die längst überfällig gewesen ist. Nichtsdestotrotz wünschen sich viele Eltern einen noch größeren Außenbereich, der das Areal des angrenzenden Spielplatzes miteinschließt. Die Wählergruppe teilt diese Ansicht und sieht hier eine gute Möglichkeit, die Aufenthaltsqualität im Quartier und in Bockum-Hövel erheblich weiter aufzuwerten.

In diesem Sinne beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass die Stadtverwaltung die Pläne zur Umgestaltung des Sport-Aquariums derart erweitert werden, dass auch die Fläche des angrenzenden Spielplatzes mit einbezogen wird. Der eigentliche Spielplatz könnte dann im nahen benachbarten Wäldchen als Waldspielplatz neu errichtet werden.

Nihat Altun
Bezirksvertreter Bockum-Hövel
Wählergruppe Pro Hamm

Ausbau des Sport-Aquariums in Bockum-Hövel ein erster guter Schritt

„Die Attraktivierung der Außenfläche am Sport-Aquarium mit dem Bau eines Außenbeckens ist eine gute Nachricht für den Stadtbezirk. Das war eine Entscheidung, die längst überfällig gewesen ist. Damit wird zwar kein Ersatz für den Verlust des früheren Freibads geschaffen, dennoch ist es grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung“, so Nihat Altun.

Der Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm betont aber zugleich, dass die Ampel-Regierung das Areal am Hallenbad mit dem anliegenden Wäldchen und dem daneben befindlichen Spielplatz in ein Gesamtkonzept zur langfristen Aufwertung des Hallenbadgeländes integrieren sollte. Nihat Altun weiter: ,, Die Umgestaltung des Hallenbadgeländes sollte konsequent weitergeführt werden. So sollte die Politik und die Stadtverwaltung eine häufig vorgetragene Anregung aus der Bürgerschaft aufgreifen, laut der viele Familien bemängeln, dass die Liegefläche im Hallenbad zu klein und für Kinder kaum Sportmöglichkeiten biete. Hier schlagen wir vor, das Gelände zu erweitern und den benachbarten Spielplatz in das Hallenbad einzubinden und gleichzeitig neu zu gestalten.

Parallel dazu sollte als Ausgleich im Wäldchen, wo derzeit die Fußballtore stehen, die de facto nie benutzt werden, ein neuer Spielplatz angelegt werden. Hier wäre es wünschenswert, die Spielplatzanlage von ihrer Konzeption inklusiv zu gestalten und sie in den Naturraum des Waldes zu integrieren.

Die Ampel-Regierung wäre gut beraten, wenn sie die Chance einer ganzheitlichen Neuordnung des Quartiers aufgreift und diese in die politischen Entscheidungsgremien mit hineinträgt. Wenn die Stadtregierung im Bezirk und im Rathaus sich allein auf das Anlegen eines Außenbeckens beschränkt, lässt sie eine einmalige Möglichkeit verstreichen, die Aufenthaltsqualität im Quartier und im Bockum-Hövel langfristig zu steigern.“

Die Wählergruppe Pro Hamm plant das Thema „Entwicklung des Quartiers am Sport-Aquarium“ mit einem Antrag auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung zu setzen und somit stärker in die politische Diskussion einzubringen.

Wassersportvereine des St. Josef Krankenhauses erwarten Klarheit

,,Wie lange müssen wir noch auf eine Stellungnahme warten?“, fragt sich Nihat Altun, Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm und kritisiert, dass die Anfrage der Wählergruppe zur Thematik „Verbleib der Wassersportvereine des St. Josef-Krankenhauses“ vom 12. August 2021 bis heute unbeantwortet ist.

Nihat Altun weiter: ,,Es ist ein Unding, dass die Beantwortung der Anfrage so lange auf sich warten lässt. Wir haben immerhin jetzt vor fast sechs Monaten vier relativ simple Fragen gestellt, die die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der St. Franziskaner-Stiftung eigentlich längst hätte abarbeiten müssen. Das bis heute eine Antwort fehlt, ist nicht nachvollziehbar und unterstreicht, dass Politik und Verwaltung in Hamm entweder die Verantwortlichen bei der St. Franziskaner-Stiftung mit Samthandschuhen anfassen und keinerlei Druck aufbauen wollen oder die Bedeutung des Schwimmbeckens für die Menschen im Ortsteil und darüber hinaus nicht erkannt wird.

Natürlich ist derzeit durch die Corona-Pandemie ein regulärer Betrieb kaum möglich, aber wenn die pandemische Lage hoffentlich spätestens im Frühsommer beendet ist, brauchen wir einen klaren Zeitplan, wie es mit den Wassersportvereinen weitergeht. Dieser Zeitplan muss frühzeitig kommuniziert werden, so dass alle Akteure sich auf ihn einstellen können.

Eine Bereitschaft oder gar Elan der Franziskaner den Verbleib der Wassersportvereine, die u.a. eine wertvolle und wichtige Arbeit in der Gesundheitsprävention machen, proaktiv anzugehen, ist nicht erkennbar. Die Schließung des St. Josef Krankenhaus wurde, trotz aller Widerstände, von den politischen Mehrheitsfraktionen in Hamm beschlossen oder zu mindestens bereitwillig hingenommen. Hier erwartet die Bürgerschaft zurecht, dass Politik und Verwaltung größere Anstrengungen unternehmen und eine klarere Haltung zeigen, dass den wassersporttreibenden Vereinen, die das Schwimmbad nutzen, nach einer Schließung des St. Jupp eine Alternative angeboten wird und somit nicht gezwungen sind, ihre Arbeit einzustellen.

Das Bad war bereits zuvor von einer möglichen Schließung aus Kostengründen bedroht, woraufhin sich die Vereine bis dato mit einer nicht unerheblichen Geldsumme an der Renovierung und Finanzierung des Bades beteiligten. Diese Beteiligung kam jedoch nur zustande, da von der Politik in Hamm suggeriert wurde, dass das Krankenhaus auch längerfristig bestehen bliebe. Die Vereine blicken somit in eine ungewisse Zukunft, die sie nicht selbst verschuldet haben.“

Die Wählergruppe hatte der Stadtverwaltung, folgende Fragen zur Klärung des Sachverhalts mit der Bitte um eine Beantwortung weitergeleitet:
1. Wie viele Vereine nutzen aktuell das besagte Schwimmbad? Wie viele Vereinsmitglieder wären in etwa von einer Schließung des Bades betroffen?
2. Die Schließung des Krankenhauses scheint gewollt und beabsichtigt zu sein. Gibt es daher bereits Pläne, wie mit den regionalen und überregionalen Wassersportvereinen verfahren wird? Hat die Stadt den Vereinen bereits mögliche Lösungen bzw. Alternativen in Aussicht gestellt?
3. Wie könnten solche Lösungen, gerade mit Blick auf die bis dato sehr intensive Frequentierung bzw. Nutzung des Bades, letztlich aussehen?
4. Ein weiterer nicht unwichtiger Punkt betrifft die bereits geleistete Investitionssumme der Vereine. Bekommen die Vereine das Geld ganz oder zum Teil erstattet?

Anschluss der nahen Spielplätze an das Hallenbad „Sport-Aquarium“

Der Spielplatz am Hallenbad „Sport-Aquarium“ bleibt leider hinter seinen Möglichkeiten zurück. Gerade in einem Gesamtkonzept, welches das Hallenbad mit einbezieht, sieht die Wählergruppe Pro Hamm eine hervorragende Möglichkeit das Hallenbad aufzuwerten und in seiner Attraktivität zu steigern.

In diesem Sinne beantragen wir, dass investive Mittel im Haushaltsplan 2022/23 bereitgestellt werden, damit die Fläche des Spielplatzes dem Außenbereich des Hallenbades „Sport-Aquarium“ hinzugefügt wird. Auf dieser erweiterten Fläche könnte dann neben der neuen Wasserfläche z.B. auch ein neuer, aufgewerteter und in den Wald integrierter Spielplatz entstehen.

Etliche Vereine von möglicher Schließung des St. Josef Krankenhauses betroffen

Die Wählergruppe Pro Hamm setzt mit einer Anfrage das Thema St. Josef-Krankenhaus auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung Bockum-Hövel.

Der Fragenkatalog setzt jedoch nicht die ärztliche Gesundheitsversorgung in den Fokus, sondern das Hallenbad, welches sich im Keller am Krankenhausstandort befindet und von vielen Vereinen täglich von morgens bis abends genutzt wird.
Was passiert mit den Vereinen und den Menschen, die das Schwimmbad nutzen? Diese Frage wirft Nihat Altun, Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Bockum-Hövel auf.

Nihat Altun weiter: ,,Die Schließung des St. Josef Krankenhaus wurde, trotz aller Widerstände, von den politischen Mehrheitsfraktionen in Hamm beschlossen bzw. bereitwillig hingenommen. Neben den eigentlichen Patienten des Krankenhauses sind auch etliche regionale und überregionale Wassersportvereine von der möglichen Schließung betroffen, da diese täglich intensiv im krankenhauseigenen Schwimmbad trainieren. Selbst bei einer Verlegung auf ein anderes Schwimmbad, wäre das für viele Nutzer kaum eine wirkliche Alternative, da viele Nutzer aufgrund von Alter oder Krankheit körperlich eingeschränkt sind und ein Schwimmbad am anderen Standort nicht werden nutzen können, wenn es nicht fußläufig erreichbar ist, wodurch längerfristig auch negative Folgewirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen entstehen könnten.
Das Bad war bereits zuvor von einer möglichen Schließung aus Kostengründen bedroht, woraufhin sich die Vereine bis dato mit einer nicht unerheblichen Geldsumme an der Renovierung und Finanzierung des Bades beteiligten und noch immer beteiligen.

Diese Beteiligung kam jedoch nur zustande, da von der Politik in Hamm suggeriert wurde, dass das Krankenhaus auch längerfristig bestehen bliebe. Die Vereine blicken somit in eine ungewisse Zukunft, die sie nicht selbst verschuldet haben.“ Die Wählergruppe bittet daher die Stadtverwaltung, folgende Fragen zur Klärung des Sachverhalts zu beantworten:

1. Wie viele Vereine nutzen aktuell das besagte Schwimmbad? Wie viele Vereinsmitglieder wären in etwa von einer Schließung des Bades betroffen?
2. Die Schließung des Krankenhauses scheint gewollt und beabsichtigt zu sein. Gibt es daher bereits Pläne, wie mit den regionalen und überregionalen Wassersportvereinen verfahren wird? Hat die Stadt den Vereinen bereits mögliche Lösungen bzw. Alternativen in Aussicht gestellt?
3. Wie könnten solche Lösungen, gerade mit Blick auf die bis dato sehr intensive Frequentierung bzw. Nutzung des Bades, letztlich aussehen?
4. Ein weiterer nicht unwichtiger Punkt betrifft die bereits geleistete Investitionssumme der Vereine. Bekommen die Vereine das Geld ganz oder zum Teil erstattet?

Nihat Altun
Bezirksvertreter Bockum-Hövel
Bezirksvertretung Bockum-Hövel
Wählergruppe Pro Hamm

Zukünftige Gesundheitsversorgung in Bockum-Hövel wirklich sicher?

,,Die Zahlen sprechen für sich“, so Nihat Altun. Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Bockum-Hövel zur medizinischen Versorgung im Stadtbezirk.

Nihat Altun weiter: ,,Wenn man bedenkt, dass rund ein Drittel der Hausärzte in Bockum-Hövel in den letzten zehn Jahren ohne einen Nachfolger ihre Praxen geschlossen haben, zeigt sich der dramatische Negativtrend der Gesundheitsversorgung vor Ort. Die Versorgungsquote der Haus- und Fachärzte in Hamm und im Besonderen in Bockum-Hövel ist unzureichend. Wir haben jetzt schon einen Ärztemangel, der sich bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich zu verschärfen droht. Etliche der Haus- und Fachärzte im Stadtbezirk sind deutlich über 60 Jahre alt und hier stellt sich die Frage, ob hier Nachfolger gefunden werden können. Die Problematik wird sich, wenn das St. Josef-Krankenhaus mit seiner gut-frequentierten Notfall-Ambulanz schließt, massiv für Bockum-Hövel verschärfen. Es müsste die kommunale Politik und die Stadtverwaltung auf die Barrikaden bringen, dass die St. Franziskus-Stiftung bis heute keine klare Aussage gegeben hat, ob und wie ein Medizinisches Notfallzentrum für den Bereich der Chirurgie vor Ort sichergestellt werden kann. Wir brauchen hier eine zeitnahe Klarstellung, um eine weitere Erosion der ärztlichen Nahversorgung zu verhindern.“

Erol Gürle, gesundheitspolitischer Sprecher der Wählergruppe und praktizierender Hausarzt im Nachbarbezirk Herringen ergänzt: ,,Wir haben jetzt schon relativ viele Patienten aus Bockum-Hövel, die wir in Herringen mitversorgen. Wenn weitere Praxen ohne Nachfolge schließen sollten, wird die fehlende Versorgung in den Nachbarbezirken nicht ohne Weiteres aufgefangen werden können. Viele Hausarztpraxen haben aktuell bereits einen Patientenstopp und nehmen keine Neupatienten mehr auf. Die Corona-Pandemie hat diesbezüglich nochmal deutlich gemacht, dass der Markt für Ärzte weitgehend leergefegt ist. Viele Kommunen, auch die Stadt Hamm, suchen für ihre Gesundheitsämter vergeblich nach medizinischem Personal.“

Nihat Altun resümiert: ,,Die zukünftige Sicherstellung der Ärzteversorgung in den Bezirken und das gilt im Besonderen für Bockum-Hövel, ist unbestreitbar eine Herkulesaufgabe. Da die Ampel-Regierung im Rathaus die Schließung des St. Josef-Krankenhauses politisch akzeptiert hat, ist sie hier nun in der Pflicht zu liefern.“

Nihat Altun
Bezirksvertreter
Bockum-Hövel

Erol Gürle
Gesundheitspolitischer Sprecher

Wählergruppe Pro Hamm

 

Schaffung von öffentlichen Grillplätzen im Hallohpark

ein Punkt der heutigen Tagesordnung ist die Beratung über die bezirksbezogenen Haushaltsansätze im Haushaltsplan 2021.

Der Hallohpark ist die „grüne Oase“ des Stadtbezirks und genießt weiterhin eine hohe Beliebtheit. Die Anlage hat, da in den letzten zehn Jahren nur wenige Gelder in eine Weiterentwicklung der Freizeitanlage investiert wurden, im Vergleich zum Lippepark (Herringer Teil) oder den Selbachpark an Attraktivität verloren. Deswegen begrüßen wir die Entscheidung der Ampel-Regierung, dass die dortige Spielplatzanlage erweitert werden soll, um eine größere Zielgruppe anzusprechen. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, aber dem müssen weitere folgen.

Eine Kritik, die uns von Bürger*innen des Stadtbezirks herangetragen wurde, ist das Fehlen von Grillplätzen im Hallohpark. Der Sozialraum Bockum-Hövel ist in seinem Kerngebiet gekennzeichnet durch einen hohen, verdichteten Wohnraum, in der viele Anwohner nicht über eine eigene Gartenanlage verfügen und so auf das Grün im öffentlichen Raum angewiesen sind. Nicht wenige dieser Menschen besuchen derzeit regelmäßig den Lippepark im Herringer Teil, um u.a. die dortigen Grillmöglichkeiten zu nutzen. Hier muss wohnortnah ein Alternativangebot auf die Beine gestellt werden. Die Schaffung von öffentlich-zugänglichen Grillplätzen im Hallohpark wäre ein solche Möglichkeit.

Deswegen beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass die Bezirksvertretung Bockum-Hövel die Stadtverwaltung auffordert, investive Mittel für die Schaffung von öffentlichen Grillplätzen im Hallohpark in den Haushalt 2021 einzustellen.

Stärkung des Angebots „Sport im Grünen“ – Schaffung von Outdoor-Fitnessgeräten und Überplanung der Spielplatzanlage am Bürgerpark Katzenkuhle

Ein Punkt der heutigen Tagesordnung ist die Beratung über die bezirksbezogenen Haushaltsansätze im Haushaltsplan 2021.

Leider müssen wir hier zu Kenntnis nehmen, dass im bezirksbezogenen Haushaltsplan für den Stadtbezirk Bockum-Hövel Investitionen im Bürgerpark Katzenkuhle nicht vorgesehen sind.

Der Hammer Norden muss stärker auf die politische Agenda gesetzt werden. Die Spielplatzanlage ist nicht zeitgemäß und wird der hohen Nutzung durch die Anwohner nicht mehr gerecht. Damit die Aufenthalts- und Lebensqualität im Ortsteil verbessert werden kann, brauchen wir neue Impulse für den Bürgerpark Katzenkuhle.

Die Wählergruppe Pro Hamm begrüßt die Entwicklung, dass immer mehr Menschen sportliche Aktivitäten im Außenbereich wahrnehmen. Die Stadt Hamm unterstützt wie andere Kommunen in Deutschland diese Veränderung des Sportverhaltens, die durch die Corona-Pandemie zusätzlich beschleunigt wurde, in dem z.B. sogenannte Outdoor-Fitnessgeräte in Parkanlagen installiert werden. Die Schaffung von Outdoor-Fitnessgeräten im Bürgerpark Katzenkuhle hätte eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität der Freizeitanlage zur Folge und würde das Angebot vor Ort deutlich ausweiten.

Deswegen beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass die Bezirksvertretung Bockum-Hövel die Stadtverwaltung auffordert, investive Mittel für die Schaffung von Outdoor-Fitnessgeräten, verbunden mit einer generellen Überplanung der Freizeitanlage im Bürgerpark Katzenkuhle, in den Haushalt 2021 einzustellen.

Haushaltsplan 2021 bei vielen Themen vage oder lässt sie außen vor

,,Licht und Schatten halten sich die Waage“, so Nihat Altun, Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm zum bezirksbezogenen Haushaltsplan 2021 für Bockum-Hövel.

Nihat Altun: ,,Es ist eine gute Nachricht, dass die Stadtwerke Hamm für die Attraktivierung der Außenfläche am Sport-Aquarium Gelder in den Wirtschaftsplan 2021 eingestellt haben. Das wird den Hallenbad-Standort nachhaltig stärken. Man sollte in dem Gesamtkontext überlegen, inwiefern es sinnvoll ist, die Spielplatzanlage, die derzeit noch außerhalb des Hallenbads ist, in die Fläche des Sport-Aquariums mit einzubinden und gleichzeitig neu zu gestalten.

Dass die Sanierung der Freiligrathschule und des Schulhofes der Johannesschule in den Haushaltsplanentwurf aufgenommen wurde, war ebenfalls eine längst überfällige Entscheidung und ist zu begrüßen. Leider nimmt der bezirksbezogene Haushaltsplan die Verbesserung der Aufenthalt- und Lebensqualität in einigen Ortsteilen zu wenig in den Fokus. So spielt der Hammer Norden im Haushaltsentwurf nur eine untergeordnete Rolle.
Der Hammer Norden muss stärker auf die politische Agenda gesetzt werden. So müssen wir zu Kenntnis nehmen, dass z.B. Investitionen im Bürgerpark Katzenkuhle nicht vorgesehen sind. Die Spielplatzanlage ist nicht zeitgemäß und wird der hohen Nutzung durch die Anwohner nicht mehr gerecht und benötigt eine Überplanung. So müsste der Bolzplatz und die Basketballanlage, um eine Anregung der Jugendlichen und der Familien aufzugreifen, die den Park aufsuchen, umzäunt werden, damit eine sportgerechte Nutzung möglich wird. Die Politik und die Stadt sollten die Veränderung des Freizeitverhaltens unterstützen. Die Nachfrage der Bürger nach Sportmöglichkeiten im Grünen ist gerade corona-bedingt stark angestiegen. Sogenannte Outdoor-Fitnessgeräte im Bürgerpark zu installieren, würde diesem Wunsch nachkommen und somit auch das Angebot vor Ort deutlich ausweiten.“

Yusuf Kocabayraktar, Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm für den Hammer Norden geht noch einen Schritt weiter: ,,Die Entscheidung der Ampel-Regierung, dass jeder Stadtbezirk 100.000 Euro zur Verfügung gestellt bekommt, um in eigener Verantwortung investive Maßnahmen durchzuführen, müsste um die Dimension der sozialen Lagen vor Ort erweitert werden und die Summe dementsprechend angepasst werden. Unser Vorschlag ist, dass nicht jeder Stadtbezirk, sondern jeder Sozialraum 100.000 Euro bereitgestellt bekommt. So hätte man für den Hammer Norden als Sozialraum gezielt Fördergelder, um die deutliche strukturelle Benachteiligung gegenüber anderen Sozialräumen entgegenzuwirken. Die zusätzliche Summe würde dann paritätisch auf die Bezirke Bockum-Hövel und Heessen aufgeteilt, aber mit der Zweckbindung, dass das Geld für den Norden investiert werden muss. Da es sich hierbei um einen überbezirklichen Haushaltsansatz handelt, werden wir das im Hauptausschuss auf die Tagesordnung setzen.“

Die Wählergruppe Pro Hamm bringt neben der Thematik Bürgerpark Katzenkuhle zwei weitere Anträge zum bezirksbezogenen Haushalt ein, die sich mit der Schaffung einer Aufenthaltsmöglichkeit an der Radrennstrecke/Hüserstraße und der Prüfung der Errichtung einer öffentlichen Grillplatzanlage im Hallohpark auseinandersetzen.

Nihat Altun abschließend: ,,Der bezirksbezogene Haushalt bleibt in vielen Punkten im Allgemeinen. So wird ein Einzelposten Radwege-Erneuerungsprogramm als Haushaltsansatz festgeschrieben, ohne dass man davon ableiten kann, welche Wege in Bockum-Hövel von dem Programm 2021 profitieren werden. Darüber müsste die Bezirksvertretung zeitnah durch die Stadtverwaltung mit einer Mitteilungsvorlage informiert werden. Der Haushaltsplan 2021 mit seiner mittelfristigen Planung bis 2024 umfasst ohne Anhänge rund 800 Seiten. Das Thema, das die Bockum-Höveler Bevölkerung mit am stärksten beschäftigt, nämlich ‚Der Erhalt des St. Josef-Krankenhauses und damit der allgemeinen Gesundheitsversorgung vor Ort‘, wird mit keiner Silbe erwähnt. Der Haushaltsplan schweigt sich hierzu komplett aus.“

Nihat Altun
Bezirksvertreter

Yusuf Kocabayraktar
Sprecher Hammer Norden

Wählergruppe Pro Hamm