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Ablehnungen an den Gesamtschulen

Sehr geehrter Herr Lindemann,

trotz der dritten Gesamtschule im Hammer Stadtgebiet und den allgemein sinkenden Schülerzahlen ist die Gesamtschule die einzige Schulform, die Schüler in nennenswerter Zahl, da die Anmeldezahlen deutlich über der Aufnahmekapazität liegen, ablehnen muss. Die Zahl der Ablehnungen an den Gesamtschulen ist unverändert hoch und wird im Schuljahr 2019/20 erneut bei über 40 liegen. Hierbei ist die bedenkliche Entwicklung zu beobachten, dass im Besonderen die Sophie-Scholl-Gesamtschule in Bockum-Hövel vermehrt Schüler ablehnen muss.

Die Bockum-Höveler Schule musste bereits im Vorjahr die meisten Ablehnungen verzeichnen und der negative Trend hat sich zum Schuljahr 2019/20 deutlich verstärkt. Ein Dutzend Eltern, die ein Ablehnungsbescheid für ihr Kind von den Gesamtschulen erhielten, traten an uns mit der Bitte um Beratung und Betreuung heran, um zu erfahren, welche Optionen man habe. Hierbei war auffällig, dass der Gros der Eltern, die eine Ablehnung erhielten, im Stadtbezirk Heessen wohnen. Falls diese subjektive Wahrnehmung durch Datenmaterial bestätigt würde, wäre es eine klare Diskriminierung der Elternschaft im Stadtbezirk Heessen, die im Vergleich zu Eltern z.B. in Herringen, Bockum-Hövel oder Mitte schlechtere Rahmenbedingungen hätten, einen Platz an einer Gesamtschule zu erhalten.

Wir bitten daher, dass die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang folgende Fragen beantwortet:

  1. Nach welchen Kriterien werden die Schüler an den Gesamtschulen ausgesucht? Hier bitten wir um eine differenzierte Auflistung, in der alle Kategorien (Geschlecht, Leistungsstärke, Wohnortnähe, Geschwisterregelung, Losverfahren etc.) genannt werden?
  2. Haben die Gesamtschulen Datenmaterial aus der hervorgeht, aus welchen Sozialräumen ihre Schülerschaft kommt? Wenn ja, dann bitten wir um eine Auflistung der Schülerzahlen in den einzelnen Gesamtschulen nach Postleitzahl beziehungsweise nach Sozialräumen/Stadtbezirken.
  3. Um Frage 2 zu spezifizieren, sollen die Schulverwaltungen auflisten, wo die abgelehnten Schüler zum Jahrgang 2019/20 der Gesamtschulen wohnhaft sind. Hier genügt die Nennung der Postleitzahl beziehungsweise des Sozialraums/Stadtbezirks.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Waleczek
Schulpolitischer Sprecher
Ratsgruppe Pro Hamm

Nachrichten aus dem Stadtrat – Thema: Schulentwicklungsplan

Es ist grundsätzlich von Vorteil, wenn die Politik und die Verwaltung einen Leitfaden in die Hand erhalten, um eine „optimale“ Arbeit zu machen.

Leider verdeutlicht der sogenannte qualitative Schulentwicklungsplan der CDU/SPD-Stadtregierung, den sie als Beschlussvorlage auf die Tagesordnung im Rat setzen, dass die Große Koalition die Wichtigkeit des Themas Bildung und Bildungschancen nicht annähernd verstanden haben.

In der Debatte im Rat hat de facto nur der Ratsvertreter von Pro Hamm, Dr. Cevdet Gürle, das Gutachten und die Handlungsempfehlungen der Stadtregierung kritisch auseinandergenommen. Das Ergebnis: Mangelhaft. Das kann an drei Punkten deutlich gemacht werden.

Punkt 1: Es wurde eine Lenkungsgruppe installiert, die aus 16 Personen der Politik und der Verwaltung besteht. Es findet sich unter den 16 Personen nicht ein Vertreter der Opposition. Hier erwarten wir mehr Fingerspitzengefühl der Großen Koalition und zu mindestens den Versuch über Parteigrenzen hinweg alle mitzunehmen.

Punkt 2: Die Gewichtung der Themen entspricht nicht den Bedürfnissen und den Bedarf der Schulen. So listet der Gutachter 12 Themen auf und diese werden den Schulen zur Priorisierung verschickt. Die Schwerpunkte der Schulen ist eindeutig. Unter den ersten vier Themen befinden sich Inklusion, Integration, Soziales Lernen in der Schule und Bildung ermöglichen – Abbau von Bildungsungleichheiten. Wie geht die Lenkungsgruppe mit der Schwerpunktsetzung um? Sie setzt unabhängig davon eigene „Wünsche“ als Maßstab und fasst drei der vier genannten Schwerpunkte der Schulen unter einem Punkt „Umgang mit Vielfalt“ zusammen. Das mag ja noch Okay sein, aber ein No-Go ist, dass das Thema (die Themen) auf nur noch 4 von insgesamt 126 Seiten des Gutachtens auftauchen. Das Thema Inklusion, dass als Wichtigstes von den Schulen genannt wird, taucht so gut wie gar nicht mehr auf und das, obwohl die schwarzgelbe Landesregierung die Belastungen für die Schulen in diesem Bereich weiter erhöht hat.

Punkt 3: Eingangsklassen. Es wird als Handlungsempfehlung empfohlen, das in Grundschulen mit besonderen Förderbedarf die maximale Größe einer Klasse 24 Kinder betragen darf – Ausnahmen sind aber möglich. Das hört ich erstmal nach einem Fortschritt an, ist aber nur eine leere Phrase, da de facto jetzt schon an den genannten Schulstandorten die Eingangsklassen fast alle durchgehend maximal 24 Kinder haben. Eine echte Verbesserung läge erst dann vor, wenn die Zahl auf höchstens 22 oder noch besser auf 20 begrenzt würde .

Wenn man sich konkret mit dem Gutachten auseinandersetzt, wird schnell deutlich, wie fehlerhaft dieser ist. Es ist (leider) kein großer qualitativer Wurf für die Bildungspolitik.

Hamm verdient eine bessere Schul- und Bildungspolitik!

Eure Wählergruppe Pro Hamm

Keine Inklusion an Hammer Gymnasien?

In den lokalen und überregionalen Medien wurde der Zick-Zack-Kurs der schwarz-gelben Landesregierung in der Schul- und Bildungspolitik mehrfach aufgegriffen. Der „neue“ Vorstoß, dass nun Kinder und Jugendliche mit einem sogenannten Inklusionsbedarf, konzentriert an bestimmten Schulformen unterrichtet werden sollen, halten wir für den falschen Weg.

Die Landesregierung strebt mit ihrer Schul- und Bildungspolitik mittelfristig an, dass das Gymnasium als Schulform von der Thematik Beschulung von Inklusionskindern herausgenommen wird. Wir halten es für eine destruktive Entwicklung, wenn die Herausforderungen, die mit der Beschulung von Inklusionskindern an Regelschulen, die wir für richtig und wichtig halten, einhergehen, auf wenige Schultern verlagert werden.

Die klare Botschaft der Landesregierung muss lauten, dass die Herausforderungen der Inklusion alle zusammen stemmen müssen und hier darf die schwarzgelbe Landesregierung eine Schulform, wie das Gymnasium nicht privilegieren.

Diese Entwicklung ist bereits in Hamm zu beobachten, wo nur noch das Hammonense als einziges Gymnasium Inklusionsunterricht anbietet. So sind die restlichen Schulen und Schulformen gezwungen, das weitgehende Ausscheiden der Gymnasien zu kompensieren. Damit ist niemanden ein Gefallen getan.

Wir bitten die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie steht die Stadtverwaltung dazu, dass sich immer mehr Gymnasien aus der Beschulung von Inklusionskindern ausklinken?
2. Hat die Stadtverwaltung diesbezüglich Gespräche mit den Schulleitungen der Gymnasien geführt oder plant zu führen, um die Herausforderung der Inklusion nicht einzelnen Schulformen anzulasten?
3. Laut NRW-Schulministerium dürfe nicht allein die Schule darüber bestimmen, ob sie das Konzept der Inklusion fallen lasse oder nicht. Darüber hätte die Schulaufsicht zu bestimmen. Trägt also allein die Schulaufsicht die Verantwortung darüber, dass es in Hamm nur noch ein einziges Gymnasium gibt, in dem Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden?
4. Welche jeweiligen Gründe gibt es bei den anderen Hammer Gymnasien, die ein zukünftiges Inklusionskonzept unmöglich machen?
5. Ist es geplant, dass Kinder mit einer Behinderung in Hamm ausschließlich sogenannte Schwerpunktschulen besuchen? Falls ja, welche wären das zukünftig?
6. In der unmittelbaren Umgebung verhält es sich in den Städten und Gemeinden so, dass zumindest mehr als ein Gymnasium an der Inklusion festhält. Wieso wird der Inklusionsunterricht nur an einem einzigen Hammer Gymnasium aufrechterhalten?
7. Ist davon auszugehen, dass auch das Hammonense Gymnasium zukünftig auf den Inklusionsunterricht verzichten wird? Falls ja, ab welchem Zeitpunkt?

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Waleczek
Mitglied im Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Weitere Gesamtschule für Heessen ist eine bildungspolitische Notwendigkeit

,,Es freut uns, dass die Linke in Hamm sich als lernfähig erweist. Nachdem sie noch einen Antrag der Wählergruppe im Schulausschuss im Dezember des vergangenen Jahres, mit dem wir die Verwaltung auffordern wollten, den Bedarf nach einer weiteren Gesamtschule auf Hammer Stadtgebiet zu prüfen, abgelehnt hat, scheint sie keine Hemmungen zu haben den Inhalt und die Intention unseres Antrags wort- und sinngemäß zu übernehmen“, so Daniel Waleczek, der schulpolitische Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm und Mitglied im Schulausschuss.

Der Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle macht keinen Hehl daraus, dass die Gründung einer dritten Gesamtschule in Herringen ein längs überfälliger Schritt in der Stärkung des integrativen Schulsystems war, aber nicht der Endpunkt in dieser Entwicklung sein darf. Dr. Cevdet Gürle: ,,Die jüngsten Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen, die sich u.a. daran ausmachen, dass trotz einer dritten Gesamtschule das integrative Schulsystem in Hamm immer noch die einzige Schulform bleibt, die Kinder aufgrund fehlender Kapazitäten ablehnen muss. Der Nachfrageboom an den Gesamtschulen hält an und setzt die Politik permanent unter Druck, dem integrativen Schulsystem eine stärkere Priorität auch in Hamm zukommen zu lassen. Wir brauchen ein Mehr von einer Schule des gemeinsamen, längeren Lernens statt eines anachronistischen, hierarchisch-gegliederten Schulsystems.

So verdeutlichen die Übergangsquoten der Schülerinnen und Schüler, im Besonderen in den Sozialräumen Norden und Heessen, von der Grundschule bis hin zu den weiterführenden Schulen, dass wir ein bildungspolitisches Defizit in diesen Raum haben. Die Heessener und Nordener Schülerschaft ist im städtischen Gesamtvergleich repräsentativ kaum an Schulen vertreten, an denen das Abitur erreicht werden kann. Wir halten es daher für dringend notwendig, sofern man den Bildungsstandort Heessen und Norden nachhaltig aufwerten möchte, dass mittelfristig eine öffentliche Schule des längeren, gemeinsamen Lernens mit einer Oberstufe im besagten Stadtbezirk geschaffen wird.

Wir werden das Thema Errichtung einer weiteren Gesamtschule daher auf die Tagesordnung des Rats setzen. Der Rat wird in dem Antrag aufgefordert der Stadtverwaltung einen Prüfauftrag zu erteilen, um den Bedarf und die mögliche Standortfestlegung für eine weitere Gesamtschule im Hammer Stadtgebiet zu prüfen.“

Dr. Cevdet Gürle                                                                               Daniel Waleczek
Sprecher / Ratsherr                                                                            Mitglied im Schulausschuss

Wählergruppe Pro Hamm

Wütende Eltern aus Heessen beklagen Absagen an den Gesamtschulen

,,Die Eltern sind wütend und das zurecht“, so kommentiert Daniel Waleczek, schulpolitischer Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm das Unverständnis von Eltern aus Heessen, die einen Ablehnungsbescheid für ihre Kinder von den Hammer Gesamtschulen erhielten. Hierbei scheinen Kinder aus Heessen, die einen Wunschplatz an der Sophie-Scholl-Gesamtschule anstrebten und eine Absage erhielten im stärkeren Maße betroffen zu sein als Kinder aus den anderen Stadtbezirken.

Daniel Waleczek weiter: ,,Trotz der dritten Gesamtschule im Hammer Stadtgebiet und allgemein sinkenden Schülerzahlen ist die Gesamtschule die einzige Schulform, die Schüler in nennenswerter Zahl, da die Anmeldezahlen deutlich über der Aufnahmekapazität liegen, ablehnen muss. Die Zahl der Ablehnungen an den Gesamtschulen ist unverändert hoch und wird im Schuljahr 2019/20 erneut bei über 40 liegen. Hierbei ist die bedenkliche Entwicklung zu beobachten, dass im Besonderen die Sophie-Scholl-Gesamtschule in Bockum-Hövel vermehrt Schüler ablehnen muss. Die Bockum-Höveler Schule musste bereits im Vorjahr die meisten Ablehnungen verzeichnen und der negative Trend hat sich zum Schuljahr 2019/20 deutlich verstärkt.

Ein Dutzend Eltern, die ein Ablehnungsbescheid für ihr Kind von den Gesamtschulen erhielten, traten an uns mit der Bitte um Beratung und Betreuung heran, ihnen ihre möglichen Optionen zu erklären. Hierbei war auffällig, dass das Gros der Eltern, die eine Ablehnung erhielten im Stadtbezirk Heessen wohnt. Falls diese subjektive Wahrnehmung durch Datenmaterial bestätigt würde, wäre es eine klare Diskriminierung der Elternschaft im Stadtbezirk Heessen, die im Vergleich zu Eltern z.B. in Herringen, Bockum-Hövel oder Mitte schlechtere Rahmenbedingungen hätten einen Platz an einer Gesamtschule zu erhalten.“

Die Wählergruppe Pro Hamm setzt das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Schulausschusses und fordert die Stadtverwaltung auf eine Stellungnahme zu folgenden Fragen abzugeben:

  1. Nach welchen Kriterien werden die Schüler an den Gesamtschulen ausgesucht? Hier bitten wir um eine differenzierte Auflistung, in der alle Kategorien (Geschlecht, Notenbild, Wohnortnähe, Geschwisterregelung, Losverfahren etc.) genannt werden?
  2. Haben die Gesamtschulen Datenmaterial aus der hervorgeht, aus welchen Sozialräumen ihre Schülerschaft kommt? Wenn ja, dann bitten wir um eine Auflistung der Schülerzahlen in den einzelnen Gesamtschulen nach Postleitzahl beziehungsweise nach Sozialräumen/Stadtbezirken.
  3. Um Frage 2 zu spezifizieren, sollen die Schulverwaltungen auflisten, wo die abgelehnten Schüler zum Jahrgang 2019/20 der Gesamtschulen wohnhaft sind. Hier genügt die Nennung der Postleitzahl beziehungsweise des Sozialraums/Stadtbezirks.

Die Wählergruppe Pro Hamm macht keinen Hehl daraus, dass der Stadtbezirk Heessen eine Gesamtschule benötigt. Daniel Waleczek ergänzt: ,,Das was Heessen braucht, ist ein Masterplan Bildung mit einer klaren Zielsetzung: Bildungsungleichheiten müssen nachhaltig abgebaut werden. Im Gespräch mit den Eltern wird rasch deutlich, dass viele die fehlende Möglichkeit einer gymnasialen Oberstufe im Stadtbezirk kritisieren und hier einen Nachholbedarf sehen. Wenn wir den Elternwillen ernst nehmen und die Bildungsteilhabe im Stadtbezirk verbessern wollen, dann kommen wir nicht drumherum eine Gesamtschule in Heessen zu errichten.

Die Errichtung einer Gesamtschule wäre ein wichtiger Baustein der Schul- und Bildungspolitik und ein zentrales Instrument die Bildungsteilhabe sozial benachteiligter Kinder in den Sozialräumen Norden und Heessen abzubauen.“

Daniel Waleczek
Schulpolitischer Sprecher
Ratsgruppe Pro Hamm

Planungskosten für eine Gesamtschule im Stadtbezirk Heessen

Sehr geehrter Herr Lindemann,

ein Punkt der heutigen Tagesordnung ist die Beratung über die Haushaltsansätze im Haushaltsplan 2019/2020.

Der Schulentwicklungsplan 2.0 hat unterstrichen, dass es einen hohen Bedarf an einem längeren, gemeinsamen Lernen in Hamm gibt. Das integrative Schulsystem hat unter Beweis gestellt, dass es Chancenungleichheiten in der Bildung abbaut und im Besonderen Kindern aus bildungsbenachteiligten Familien den Zugang zu höheren Abschlüssen ermöglicht. Das integrative Schulsystem ist in Deutschland, wie auch in Hamm und das unterstreichen die stetig steigenden Schülerzahlen eine Erfolgsgeschichte. Nachdem die Stadt nach jahrerlange Verweigerung der Gründung einer dritten Gesamtschule in Herringen zugestimmt hat, wurde ein wichtiger Schritt in der Stärkung des integrativen Schulsystems umgesetzt. Die Gründung der Gesamtschule in Herringen darf aber nicht der Endpunkt in dieser Entwicklung sein.

Die Übergangsquoten der Schüler im Stadtbezirk Heessen von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen verdeutlichen, dass wir ein bildungspolitisches Defizit haben. Die Heessener Schülerschaft ist an Schulen, wo das Abitur als Abschluss erreichbar ist, im städtischen Gesamtvergleich deutlich unterrepräsentiert.

Wir halten es für notwendig, um den Bildungsstandort Heessen nachhaltig aufzuwerten, dass mittelfristig im Stadtbezirk eine öffentliche Schule des längeren, gemeinsamen Lernens mit einer Oberstufe geschaffen wird.

Deswegen beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass der Schulausschuss die Stadtverwaltung auffordert investive Mittel bezüglich Planungskosten für eine optionale Gesamtschule für den Stadtbezirk Heessen in den Haushalt 2019/2020 einzustellen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Waleczek
Mitglied im Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Stärkung der Erwachsenenbildung durch Schaffung eines eigenständigen, vollwertigen Weiterbildungskollegs

Sehr geehrter Herr Lindemann,

ein Punkt der heutigen Tagesordnung ist die Beratung über die Haushaltsansätze im Haushaltsplan 2019/2020.

Im Mittelpunkt der Schulentwicklungsplanung, das wurde auch im jüngsten Schulentwicklungsplan deutlich stehen vordergründig Kinder und Jugendliche. Die Erwachsenenbildung hat die schwarzrote Stadtregierung kaum oder gar nicht auf dem politischen Radar.

Wir sollten die Fortschreibung und Umsetzung des Schulentwicklungsplans nutzen, um die derzeitige Schulstruktur in der Stadt kritisch zu reflektieren und um insbesondere in der Erwachsenbildung die Angebotsseite zu vergrößern. So ist es ein Unding und wir sehen es als Standortnachteil, dass die Stadt Hamm als einzige Stadt dieser Größenordnung in Nordrheinwestfalen nicht über ein eigenständiges, vollwertiges Weiterbildungskolleg verfügt. Es existiert derzeit nur eine Außenstelle des Hanse-Weiterbildungskolleg, welches aber seinen Hauptsitz in Lippstadt hat. Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm ist der Überzeugung, dass die Stadt Hamm, um die Bildungsattraktivität in der Kommune zu stärken, mittelfristig den Aufbau eines eigenständigen, vollwertigen Weiterbildungskollegs in zentraler Lage befürworten sollte.

Deswegen beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass der Schulausschuss die Stadtverwaltung auffordert, investive Mittel bezüglich Planungskosten für ein vollwertiges und eigenständiges Weiterbildungskolleg in den Haushalt 2019/2020 einzustellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Waleczek
Mitglied im Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Bezirk Mitte verdeutlicht die Zementierung des Hammer Bildungsgefälles

,,Die Zementierung des Bildungsgefälles in unserer Stadt zeigt sich in keinem Stadtbezirk so deutlich wie im Bezirk Mitte. Wir haben auf der einen Seite den Hammer Süden und im stärkeren Maße im Hammer Osten, in der knapp die Hälfte aller Kinder nach der Grundschule ein Gymnasium besuchen, aber nur zwei Prozent eine Hauptschule und auf der anderen Seite finden wir den Sozialraum Westen, wo zwar jedes zehnte Kind eine Hauptschule besucht, aber die Übergangsquote zu den Gymnasien unter 25 Prozent liegt. Das ist ein Ist-Zustand, der seit Jahren den jeweiligen Stadtregierungen bekannt ist. Dennoch erkennen die Hammer CDU und die SPD keinen hohen Handlungsbedarf und man glaubt mit Sonntagsreden und kleineren kosmetischen Optimierungen das strukturelle Problem aussitzen zu können“, so Nihat Altun, Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm in der Bezirksvertretung Mitte.

Nihat Altun weiter: ,,Das Thema Bildungsteilhabe und die Verbesserung der Chancenzugänge im Hammer Westen muss stärker in die politische Öffentlichkeit gerückt werden. Natürlich muss nicht jedes Kind das Abitur machen, aber es muss dieselben Chancen haben, das Abitur machen zu können, unabhängig davon, wo und in welchem Elternhaus es in Hamm wohnt. Und dass diese Startchancen ungleich in unserer Stadt verteilt sind, zeigt sich nirgends so deutlich wie im Stadtbezirk Mitte.

Da viele Eltern im Hammer Westen selber bildungsbenachteiligt waren beziehungsweise sind, können sie ihre Kinder nur unzureichend unterstützen. Hier muss die Bildungskette vom Elternhaus, über die Kindergärten, den Grundschulen bis zu den weiterführenden Schulen im Besonderen in den Sozialräumen, wo die Bedarfe bestehen, gestärkt werden. Bildungsbenachteiligte Kinder in den Schulen in sozialen Brennpunkten sind auf ein qualitativ gut ausgestattetes Schulumfeld angewiesen. So muss den Grundschulen, die in einem sozial schwierigen Umfeld arbeiten, deutlich mehr Ressourcen zugewiesen werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass solche Schulen feste Sozialarbeiter erhalten, dass diese Schulen eine bessere Raumausstattung bekommen, um einen zieldifferenten Unterricht zu ermöglichen und das die Klassenstärke bei maximal 20 Schülern liegt.

Des Weiteren muss die Große Koalition endlich der Erstellung eines sogenannten ,,schulbezogenen Sozialindexes“ zustimmen. Wir benötigen quantifizierte schulscharfe Sozialindices, um eine gerechte und systematische Förderung und Unterstützung von Schulen mit sozial höchst ungleichen Ausgangslagen zu ermöglichen. Die unterschiedlichen Unterstützungsbedarfe der Schulen müssen präzise aufgedeckt und Ungleiches ungleich behandelt werden. Es ist aber bezeichnend für die Bildungspolitik der Hammer SPD und CDU, dass sie einen Antrag der Wählergruppe auf Erstellung eines schulbezogenen Sozialindexes abgelehnt haben.“

Nihat Altun
Bezirksvertretung Mitte
Wählergruppe Pro Hamm

Heessen hinkt bei der Bildungsteilhabe weiter hinterher

,,Der Stadtbezirk Heessen verliert in der Bildungsteilhabe weiter an Boden und wird zunehmend von der gesamtstädtischen Entwicklung abgekoppelt“, so Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm vor dem Hintergrund der aktuellen Schulstatistik und den Anmeldezahlen zu den weiterführenden Schulen.

Dr. Cevdet Gürle: ,,Der Heessener Stadtbezirk hat trotz seines großen Potenzials in den letzten zehn Jahren in der Frage der Bildungsteilhabe eine negative Entwicklung verlaufen und trägt nunmehr die rote Laterne unter allen Stadtbezirken. Die CDU/SPD-Stadtregierung sollte sich selbstkritisch die Frage stellen, warum die Abiturquote bei den Schülern des Bezirks deutlich unter dem städtischen Durschnitt liegt. Die Kinder und Jugendlichen in Heessen sind nicht dümmer als die in anderen Stadtbezirken. Sie haben aber eine deutlich schlechtere Ausgangsbasis durch ein lokales Schulangebot, dass das Abitur als Schulabschluss ausschließt. So sollte es niemanden verwundern, dass die Zahl der Schüler, die eine weiterführende Schule außerhalb der Bezirksgrenzen besuchen in den letzten Schuljahren stetig gestiegen ist. Wir benötigen endlich eine Neuausrichtung der Schul- und Bildungspolitik, die im Interesse der Eltern und ihrer Zöglinge ist.“

Der schulpolitische Sprecher der Ratsgruppe und Mitglied im Schulausschuss Daniel Waleczek ergänzt: ,,Das was Heessen braucht, ist ein Masterplan Bildung mit einer klaren Zielsetzung: Bildungsungleichheiten müssen nachhaltig abgebaut werden. Im Gespräch mit den Eltern wird rasch deutlich, dass viele die fehlende Möglichkeit einer gymnasialen Oberstufe im Stadtbezirk kritisieren und hier einen Nachholbedarf sehen. Wenn wir den Elternwillen ernst nehmen und die Bildungsteilhabe im Stadtbezirk verbessern wollen, dann kommen wir nicht drumherum eine Gesamtschule in Heessen zu errichten. Die Errichtung einer Gesamtschule wäre ein wichtiger Baustein der Schul- und Bildungspolitik und ein zentrales Instrument die Bildungsteilhabe sozial benachteiligter Kinder in den Sozialräumen Norden und Heessen zu verbessern. Es sollte in dem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben, dass trotz der Errichtung einer dritten Gesamtschule in Herringen es im Schuljahr 2018/19 knapp 40 Abweisungen von Schülern von den bestehenden Gesamtschulen gegeben hat. Die Gesamtschule bleibt damit weiterhin die einzige Schulform in Hamm, die nicht ausreichend Kapazitäten besitzt den Elternwunsch in Gänze zu erfüllen. Der Nachfrageboom an den Gesamtschulen hält an und so überrascht es nicht, dass die Nachbargemeinde Ahlen mit dem Gedanken spielt die dortige Sekundarschule zur Gesamtschule weiterzuentwickeln. Wenn dieser Schritt erfolgen sollte, wird die Zahl der Schüler, die den Stadtbezirk nach der Grundschule verlassen – hier Richtung Ahlen weiter zunehmen.

Wir brauchen ein attraktives Schulangebot für Eltern und Schüler, um den Stadtbezirk schulpolitisch aufzuwerten. Deswegen fordern wir, dass die Mehrheitsfraktionen im Stadtrat ihre Blockadehaltung ablegen und die Schaffung einer Gesamtschule in Heessen auf die politische Tagesordnung setzen“.

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm

Daniel Waleczek
Schulpolitische Sprecher

Wählergruppe Pro Hamm

Pro Hamm fordert 100-prozentige Bezuschussung von integrativen Maßnahmen

Sehr geehrter Herr Burkert,

die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm hat im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration in
2018 zwei Anfragen zur Förderung von Integrations- und Bildungsmaßnahmen auf die Tagesordnung
gesetzt.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm hatte, u.a. angefragt, ob und inwiefern verwaltungsrechtliche
oder sonstige Gründe gegen eine Änderung des § 4 Satz 2 der Richtlinien zur Vergabe von Mitteln zur
Förderung von Integrations- und Bildungsmaßnahmen durch den Integrationsrat sprechen, so dass
Antragsteller eine 100-prozentige Bezuschussung der Maßnahme erhalten können.
Wir halten eine 100-prozentige Bezuschussung von integrativen Maßnahmen für sinnvoll, sehen darin
eine höhere Wertschätzung der Arbeit des Integrationsrats und insgesamt aller Akteure, die Projekte für
Migrantinnen und Migranten durchführen.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration dem Stadtrat eine Empfehlung ausspricht, der Änderung des § 4 Satz 2 der Richtlinien zur Vergabe von Mitteln zur Förderung von Integrations- und Bildungsmaßnahmen zuzustimmen, so dass statt wie bisher 50 Prozent, sondern zukünftig 100 Prozent der tatsächlich entstandenen und anerkennungsfähigen Kosten des Antragsstellers bezuschusst werden. Die maximal gültige Höchstgrenze bleibt erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Nurcan Varol                                                                                                                                          Volker Sartor
Mitglied im ASGI                                                                                                                                  Vertreter im ASGI

Wählergruppe Pro Hamm