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Haben die deutlichen Preissteigerungen bei den Baumaterialien negative Auswirkungen auf die städtischen Infrastrukturmaßnahmen?

Aufgrund der stark steigenden Materialpreise im Bauhandwerk und der teilweise jetzt schon nicht mehr verfügbaren Baumaterialien wie Stahl, Holz oder Dämmstoffe, werden zukünftig Probleme beim Einhalten von Fertigstellungsterminen nicht vermeidbar sein.

Die deutlichen Preissteigerungen werden Auswirkungen auf die Bautätigkeiten der Fachämter der Stadt Hamm und der städtischen Töchter sowie eine Anpassung ihrer Vertragspraxis zur Folge haben. Mittelbar wird auch die Vielzahl der klein- und mittelständischen Handwerksunternehmen von der deutlichen Preissteigerung bei Baumaterialien betroffen sein, mit erheblichen Auswirkungen auf ihre handwerkliche Tätigkeitsausübung. Um auch zukünftig als zuverlässige und verlässliche Partnerin im Sinne einer transparenten Vertragspraxis gegenüber den Handwerksunternehmen und ihren Mitarbeiter*innen auftreten zu können, ist der Umgang der Stadtverwaltung mit den Auswirkungen der deutlichen Preissteigerungen bei Baumaterialien eine wichtige Fragestellung.

Deswegen bitten wir die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang, um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Sind der Stadtverwaltung und den städtischen Töchtern bereits beauftragte und laufende Projekte bekannt, deren Zeitplan aufgrund der deutlichen Preissteigerungen bei Baumaterialien und eingetretener Lieferengpässe nicht eingehalten werden können, um welche Projekte der Bauherrenämter/ städtischen Töchter handelt es sich?

2. In welchen Abständen führen die Stadtverwaltung bzw. ihre Bauherrenämter Kostenkontrollen bei laufenden Projekten durch und ergeben sich durch marktbedingte Preissteigerungen, Überschreitungen der geplanten Budgets, und führen diese zu der Notwendigkeit von planerischen/baulichen Einsparungen oder Budgeterhöhungen?

3. Wie bewertet die Stadtverwaltung, dass eine nach Beauftragung von Handwerker*innenleistungen erfolgte Steigerung der Materialpreise, zukünftig durch die Handwerksunternehmen an die Bauherrenämter weitergegeben werden und ist beabsichtigt, bei neuabzuschließenden Verträgen Preisanpassungsklauseln zu implementieren oder entsprechende Risikoaufschläge der Handwerker*innen zu akzeptieren?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsherr

Erol Gürle
Ratsherr