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Zusammensetzung der Eingangsklassen an Grundschulen mit besonderen Lernbedingungen

Der im Frühjahr beschlossene Schulentwicklungsplan sieht vor, dass die Klassenstärke von Eingangsklassen an Schulstandorten mit zusätzlichen Förderbedarf begrenzt wird. Der qualitative Schulentwicklungsplan schreibt als Empfehlung für Eingangsklassen an Schulstandorten mit besonderen Lernbedingungen die Obergrenze von 24 Schülerinnen und Schülern vor.

Der Lokalpresse konnte man leider entnehmen, dass an einer Reihe von Grundschulstandorten, die die Kriterien der besonderen Förderung erfüllen, die Klassenfrequenz bei den Erstklässlern deutlich über die anvisierte Marke von 24 liegt.

Es betrifft im Besonderen die Gutenbergschule im Stadtbezirk Heessen und die Wilhelm-Busch-Schule und die Mathias-Claudius-Schule im Stadtbezirk Mitte. Diese Schulen sind im Schulentwicklungsplan als Schulen mit besonderen Lernbedingungen ausgewiesen in denen eine Höchstgrenze von 24 Kinder je Klasse gelten soll, aber nicht gilt.

In diesem Zusammenhang möchten wir die Stadtverwaltung daher bitten, uns folgende
Fragen zu beantworten:

1. Warum greift der Schulentwicklungsplan bei der Klassenstärke der
Eingangsklassen bei den Schulen mit besonderen Lernbedingungen nicht?
2. Sind durch die Stadtverwaltung Maßnahmen geplant, die die die Klassenstärke an Schulen mit besonderen Lernbedingungen zum Schuljahr 2020/21 begrenzen soll?
3. Sind darüber hinaus kommunale Unterstützungsmaßnahmen für die Schulen mit besonderen Lernbedingungen vorgesehen? Wenn ja, welche wären das konkret?
4. Wie sind diese Unterschiede bei den Begrenzungen der Klassenstärke an den
Hammer Schulen zu erklären?
5. Nach welchen Kriterien werden die Begrenzungen vorgenommen?
6. Spielt die qualitative Schulentwicklung bei der Begrenzung der Klassenstärke an den Hammer Schulen überhaupt noch eine Rolle? Wenn ja, inwiefern?

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Waleczek
Mitglied im Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Neuregelung der Anliegerbeiträge – Folgen für Herringen

Die schwarz-gelbe Landesregierung hat nach starken Protesten aus der Zivilgesellschaft einer Neuregelung der Anliegerbeiträge zugestimmt. Hier wurden die Kosten für die Anlieger bei Straßenbaumaßnahmen rückwirkend zum 01.01.2018 reduziert.

Die Wählergruppe Pro Hamm hält diesen Schritt für halbherzig und bleibt bei ihrer Forderung nach einer vollständigen Abschaffung der Anliegerbeiträge.

Anwohner der Isenbecker Hofsiedlung erhielten im 2. Quartal 2019 einen Mitteilungsbescheid, aus der hervorgeht, dass sie bei Austausch der Leuchtmittel in Straßenlaternen zur Kasse gebeten werden. Des Weiteren sind Straßenausbaumaßnahmen geplant, bei denen Kosten für die Anlieger entstehen.

Die Bezirksfraktion Herringen der Wählergruppe Pro Hamm bittet die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Welche Straßenbaumaßnahmen im Stadtbezirk Herringen sind von der Neuregelung der Anliegerbeiträge betroffen? Wie hoch ist die jeweilige finanzielle Entlastung für die Anlieger an diesen Straßenbaumaßnahmen?
2. Die Mitteilung der Stadt die Anlieger in der Isenbecker Hofsiedlung beim Austausch der Leuchtmittel in den Straßenlaternen an den Kosten zu beteiligen, hat für viel Unverständnis gesorgt. Hat die Neuregelung der Anliegerbeiträge auf NRW-Ebene Auswirkungen auf die geplante Maßnahme in der Isenbecker Hofsiedlung? Kann davon ausgegangen werden, dass der Eigenanteil der Anlieger gesenkt wird?

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender

Habib Kartal
Bezirksvertreter

Wählergruppe Pro Hamm

Brandgefahr bei Leuchtmittelaustausch?

Bei einem Vororttermin an der Albert-Funk-Straße konnte demonstriert werden, dass der bloße Austausch von defekten Energiesparleuchten durch LED-Leuchten problemlos möglich war. Dadurch wurde ersichtlich, dass ein Austausch des gesamten Kopfes völlig überflüssig ist.

Wichtiger ist jedoch der daraus resultierende Fakt, dass der bloße Glühbirnenaustausch, um den es sich ja nun handelte, eine Instandsetzungsmaßnahme ist, auf die keine Anliegerbeiträge zu erheben sind.

Ein Vertreter der Stadtwerke behauptete jedoch, dass die LED-Leuchten nicht für den Dauereinsatz bei Horizontaleinbau vorgesehen seien, da diese aufgrund ihres Eigengewichts abknicken oder gar reißen könnten. Dies könne im schlimmsten Fall einen Brand auslösen und jegliche Brandgefahr sei nicht hinnehmbar, weshalb sie weiterhin an den Plänen für den teureren Austausch der Leuchtköpfe festhalten.

Da uns diese Argumentation bislang eher vorgeschoben erscheint, bitten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Bei wie vielen Straßenlaternen im Stadtbezirk Herringen soll in den nächsten fünf Jahren ein Austausch der Leuchtköpfe erfolgen? Wie hoch sind die Gesamtkosten für dieses Vorhaben?
2. Wie hoch wären die Gesamtkosten, wenn man nur die Energiesparleuchten durch LED-Leuchten ersetzen würden?
3. Gibt es etwaige Gutachten darüber, dass der Austausch der Leuchten bei Horizontaleinbau tatsächlich die Brandgefahr erhöht?
4. Stimmt die Stadtverwaltung der Aussage zu, dass es im Sinne der Bürger ist, wenn man ein solches Gutachten in Auftrag gibt, um ihnen evtl. unnötige Kosten zu ersparen?
5. Ist die Stadtverwaltung willens ein solches Gutachten einzuholen, sollte es nicht bereits vorliegen? Falls nicht, welche Gründe sprechen dagegen?

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender

Habib Kartal
Bezirksvertreter

Wählergruppe Pro Hamm

Einzäunung schulischer Spiel- und Sportflächen

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Lindemann,

schulische Spiel- und Sportflächen werden von Kindern und Jugendlichen häufig auch nach der regulären Schulzeit genutzt. Sie sind zum Teil sogar wichtiger Dreh und Angelpunkt in der Freizeitgestaltung mancher Jugendlicher.

In den Kommunen ist zu beobachten, dass diese Flächen über die letzten zehn Jahre jedoch zunehmend eingezäunt werden und somit eine Nutzung außerschulische Nutzung unmöglich machen. Um zu klären, ob und in welcher Form dies auch ein Problem in Hamm ist oder evtl. werden könnte, bitten wir die Stadtverwaltung, uns folgende Fragen zu beantworten:

  1. Bei welchen Hammer Schulen sind die Spiel- und Sportflächen auf dem jeweiligen Schulhof eingezäunt bzw. umfriedet?
  2. Bei welchen dieser Schulen erfolgte die Umzäunung innerhalb der letzten zehn Jahre?
  3. Sind darüber hinaus weitere Einzäunungen von Schulhofsflächen in der Zukunft geplant?
  4. Falls es Einzäunungen gegeben hat und oder welche geplant sind, möchten wir gern wissen, welche Gründe für die jeweilige Einzäunung sprachen/sprechen?
  5. Wie hoch waren die Kosten der jeweiligen Umzäunung?
  6. Wurden die Pläne für die Einzäunungen zuvor im Schulausschuss thematisiert?

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Waleczek
Mitglied im Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Verkehrssicherheit auf dem Prüfstand

Im Zuge etlicher besorgniserregender Studien zum Fortschreiten des Klimawandels, aber auch durch die FridaysForFuture-Demos von Schülern in unzähligen Ländern werden viele Mitmenschen wachgerüttelt und beginnen umweltbewusster zu leben. Dies führt in vielen deutschen Städten zu einem enormen Zuwachs der Fahrradnutzung und dem Ausbau jeglicher Elektromobilität. Projekte, die auch in Hamm am seidenen Faden hingen, wie beispielsweise die Nutzung von Leihfahrrädern, erfreuen sich mittlerweile größter Beliebtheit.

Damit einhergehend sinkt in einer Vielzahl deutscher Städte jedoch auch die Verkehrssicherheit und es kommt vermehrt zu tödlichen Unfällen im Straßenverkehr. Gerade im Hinblick auf die Erlaubnis des Bundes, dass fortan auch E-Scooter Fuß- und Radwege und mitunter auch die Fahrbahn mitbenutzen dürfen, scheint es nur allzu logisch zu sein, das zukünftige Gefahrenpotential möglichst frühzeitig zu erkennen, damit die veränderte Situation auf den Straßen gemeistert und letztlich auch wirklich als Chance für die Umwelt verstanden werden kann.

In diesem Zusammenhang bitten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Ist die PKW-Nutzung in Hamm in den letzten zwei Jahren signifikant zurückgegangen? Gibt es evtl. Statistiken, die Aufschluss darüber geben?
  2. Ist im gleichen Zeitraum auch die Anzahl der Fahrradfahrer deutlich angewachsen? Ist dies ebenfalls an Zahlen auszumachen?
  3. Falls die PKW-Nutzung wirklich zurückging, ist dies in Korrelation zur Fahrradnutzung zu sehen? Und ist das potentielle Mehr an Fahrradnutzung tatsächlich auf ein größeres Umweltbewusstsein in der Bevölkerung zurückzuführen?
  4. Laut der ADFC sei die Zufriedenheit der Radfahrer in Hamm jedoch rückläufig. Gleiches gilt lt. Verkehrsbericht auch für die Nutzung der Hammer Rad- und Fußwege. Kann die Stadtverwaltung dies bestätigen? Worauf ist dieser Umstand zurückzuführen?
  5. So sei gerade das Sicherheitsgefühl auf den Straßen und Radwegen ein großes Manko aus Sicht der Radfahrer. Wie ist dies zu erklären und wie kann die Sicherheit verbessert werden?
  6. Wenn in absehbarer Zeit die E-Scooter nun auch offiziell auf deutschen Fuß-, Radwegen und Straßen Zugang erhalten, wird die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer noch weiter in den Fokus gerückt werden müssen. Existieren diesbezüglich vielleicht bereits Pläne, wie dies gewährleistet werden kann? Falls ja, wie sehen diese Pläne im Detail aus?
  7. In einer früheren Anfrage (0830/18) versuchten wir zu erfahren, ob das Hammer Radwegenetz optimiert werden könnte, bzw. ob überhaupt ein Interesse von Seiten der Stadt an einer Optimierung besteht. In der dazugehörigen Stellungnahme (1333/18) heißt es sinngemäß, dass bereits für den Radverkehr optimierte Strecken gut angenommen würden und man bei Einzelanlagen (Ampelanlagen) testen könnte, ob eine Optimierung tatsächlich sinnvoll wäre. Da diese Stellungnahme nun fast ein Jahr her ist, würden wir gern erfahren, welche Ampelanlagen diesbezüglich getestet wurden und zu welchem Ergebnis man kam? Hat man infolgedessen einige dieser Ampelanlagen optimiert?
  8. Falls nicht, plant man dies nun im Zuge der sich verändernden Verkehrslage nachzuholen?
  9. Gibt es anderweitig Bestrebungen das Hammer Radnetz sicherer zu machen? Wo sieht die Stadtverwaltung dringenden Handlungsbedarf?
  10. Gibt es Hammer Straßen mitsamt Kreuzungen an denen es statistisch gesehen häufiger zu Unfällen mit Radfahrern kommt? Welche wären das und aus welchen Gründen kommt es zu den Unfällen? Wird hier an Lösungskonzepten gearbeitet? Falls ja, wie sehen diese im Detail aus und bis wann sollen sie in die Tat umgesetzt werden?
  11. Wie hat sich die Zahl an Fahrraddiebstählen in den letzten fünf Jahren entwickelt. Wie viele Fahrräder wurden konkret in den einzelnen Jahren gestohlen und wie hoch ist die Aufklärungsrate bei diesen Delikten? Gibt es Orte in Hamm, wo derartige Diebstähle vermehrt passieren und wie versuchen die Stadtverwaltung und die Polizei die Zahl dieser Delikte zu senken?
  12. Welche konkreten Bestrebungen gibt es von Seiten der Stadt, um …
    a) Elektroautos
    b) Fahrräder
    c) E-Scooter
    für die Hammer Bevölkerung attraktiver zu machen? Und wieviel Geld investiert die Stadt konkret in die Realisierung der jeweiligen Bestrebungen/Projekte? Bis wann wird die jeweilige Realisierung fertiggestellt sein?
  1. Andere europäische Städte sind diesbezüglich Vorreiter und Trendsetter. So gibt es ehemalige U-Bahn-Schächte, die in das Fahrradnetz integriert werden. Ebenso werden zunehmend Fahrradautobahnen in die Stadtplanungen mit aufgenommen, auf denen Fahrradfahrer ungehindert und ohne einen einzigen Stopp die ganze Stadt durchqueren können. In London plant man bereits eine Fahrradtrasse auf dem Fluss, die sich automatisch den einzelnen Pegelständen anpassen kann. Gerade im Hinblick auf das Thema „Hamm ans Wasser“ wäre dies doch geradezu ein naheliegender Gedanke, den man sich zumindest durch den Kopf gehen lassen könnte. Gibt es derartig visionäre Ideen bezüglich des Fahrradverkehrs für die Zukunft in Hamm? Falls nicht, plant man derartige Zukunftsprojekte vielleicht auszuschreiben?
  2. Wie sehen die aktuellen Pläne für den Ausbau des Leihfahrradnetzes aus? Gibt es konkrete Pläne für die Realisierung neuer Standorte und bis wann ist mit diesen zu rechnen?

Mit freundlichen Grüßen,

Nihat Altun
Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr
Wählergruppe Pro Hamm

„Europa bei uns zuhause“

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

der Wettbewerb „Europa bei uns zuhause“ wird seit etlichen Jahren erfolgreich durchgeführt. Hierbei werden „Projekte von bestehenden oder sich anbahnenden europäischen Städtepartnerschaften in Nordrhein-Westfalen und Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Partnern in den Niederlanden und Belgien“ mit einer Prämie bis zu 5.000 Euro unterstützt. Erklärtes Ziel ist es unter anderem das ehrenamtliche Engagement für Europa zu fördern. Die Stadt Hamm zählte bereits im Jahr 2018 zu den erfolgreichsten Bewerbern. Es verwundert daher umso mehr, dass die Stadt Hamm für das Jahr 2019 offenbar noch keine Bewerbung eingereicht hat. In diesem Zusammenhang bitten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Stimmt es, dass weder die Stadt Hamm noch zivilgesellschaftliche Organisationen in diesem Jahr Bewerbungen für den Wettbewerb „Europa bei uns zuhause“ eingereicht haben?
  2. Falls dem so ist, sind evtl. noch Bewerbungen bis zum Ende der Bewerbungsfrist (01.06.2019) geplant?
  3. Falls nicht, weshalb wird man dieses Jahr nicht an dem Wettbewerb teilnehmen? Gab es keine Projekte, die infrage gekommen wären?
  4. Oder gibt es andere Gründe, die gegen die diesjährige Teilnahme an dem Projekt sprachen? Welche wären das?

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

Trampolin am Spielplatz an der Schachtstraße

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Alewelt,

die Bezirksvertretung Herringen hat in ihrer Sitzung vom 21.03.2019 mehrheitlich beschlossen, dass die Stadtverwaltung das Minitrampolin am Spielplatz an der Schachtstraße instand setzt.

Das ist leider bis heute nicht geschehen. Der Bereich wurde hingegen mit Sand zugeschüttet. Die Bezirksfraktion der Wählergruppe Pro Hamm bittet in dem Zusammenhang die Stadtverwaltung, die Fragen, ob eine Instandsetzung des Trampolins geplant ist und wann mit einer Umsetzung gerechnet werden kann, zu beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle                                                                                        Günay Yildirim
Fraktionsvorsitzender                                                                               Bezirksvertreterin

Wählergruppe Pro Hamm

Windsicherung der Mülltonnen der HGB-Wohnungen in der Westenheide

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Dr. Scholz,

Anwohner der Westenheide berichteten der Wählergruppe über Müll, der aus den Mülltonnen der anliegenden HGB-Wohnungen stamme und frei über Straßen und durch die Gärten der Anwohner geweht würde. Die Problematik entstehe dadurch, dass die besagten Mülltonnen nicht windgeschützt aufgestellt worden seien. Da uns diese Berichte noch vor dem jetzigen Sturm erreichten, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Situation vor Ort noch verschlimmert hat. Da wir die Situation gern geklärt sehen würden, bitten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. War und ist der HGB die Problematik des frei herumfliegenden Mülls in der Westenheide bekannt? Hat es vielleicht bereits Anwohnerbeschwerden gegeben? Falls ja, wann wurden diese vorgebracht?
  2. Wird die HGB zeitnah eine Lösung für das Problem finden? Welche Lösungsansätze könnten das sein?
  3. Sollten Sachschäden durch den besagten Müll entstehen, z.B. im Zuge des aktuellen Sturms, wer wird dann die Verantwortung dafür übernehmen und die jeweiligen Kosten tragen?

Mit freundlichen Grüßen

Nihat Altun
Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr
Wählergruppe Pro Hamm

Ablehnungen an den Gesamtschulen

Sehr geehrter Herr Lindemann,

trotz der dritten Gesamtschule im Hammer Stadtgebiet und den allgemein sinkenden Schülerzahlen ist die Gesamtschule die einzige Schulform, die Schüler in nennenswerter Zahl, da die Anmeldezahlen deutlich über der Aufnahmekapazität liegen, ablehnen muss. Die Zahl der Ablehnungen an den Gesamtschulen ist unverändert hoch und wird im Schuljahr 2019/20 erneut bei über 40 liegen. Hierbei ist die bedenkliche Entwicklung zu beobachten, dass im Besonderen die Sophie-Scholl-Gesamtschule in Bockum-Hövel vermehrt Schüler ablehnen muss.

Die Bockum-Höveler Schule musste bereits im Vorjahr die meisten Ablehnungen verzeichnen und der negative Trend hat sich zum Schuljahr 2019/20 deutlich verstärkt. Ein Dutzend Eltern, die ein Ablehnungsbescheid für ihr Kind von den Gesamtschulen erhielten, traten an uns mit der Bitte um Beratung und Betreuung heran, um zu erfahren, welche Optionen man habe. Hierbei war auffällig, dass der Gros der Eltern, die eine Ablehnung erhielten, im Stadtbezirk Heessen wohnen. Falls diese subjektive Wahrnehmung durch Datenmaterial bestätigt würde, wäre es eine klare Diskriminierung der Elternschaft im Stadtbezirk Heessen, die im Vergleich zu Eltern z.B. in Herringen, Bockum-Hövel oder Mitte schlechtere Rahmenbedingungen hätten, einen Platz an einer Gesamtschule zu erhalten.

Wir bitten daher, dass die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang folgende Fragen beantwortet:

  1. Nach welchen Kriterien werden die Schüler an den Gesamtschulen ausgesucht? Hier bitten wir um eine differenzierte Auflistung, in der alle Kategorien (Geschlecht, Leistungsstärke, Wohnortnähe, Geschwisterregelung, Losverfahren etc.) genannt werden?
  2. Haben die Gesamtschulen Datenmaterial aus der hervorgeht, aus welchen Sozialräumen ihre Schülerschaft kommt? Wenn ja, dann bitten wir um eine Auflistung der Schülerzahlen in den einzelnen Gesamtschulen nach Postleitzahl beziehungsweise nach Sozialräumen/Stadtbezirken.
  3. Um Frage 2 zu spezifizieren, sollen die Schulverwaltungen auflisten, wo die abgelehnten Schüler zum Jahrgang 2019/20 der Gesamtschulen wohnhaft sind. Hier genügt die Nennung der Postleitzahl beziehungsweise des Sozialraums/Stadtbezirks.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Waleczek
Schulpolitischer Sprecher
Ratsgruppe Pro Hamm

Keine Inklusion an Hammer Gymnasien?

In den lokalen und überregionalen Medien wurde der Zick-Zack-Kurs der schwarz-gelben Landesregierung in der Schul- und Bildungspolitik mehrfach aufgegriffen. Der „neue“ Vorstoß, dass nun Kinder und Jugendliche mit einem sogenannten Inklusionsbedarf, konzentriert an bestimmten Schulformen unterrichtet werden sollen, halten wir für den falschen Weg.

Die Landesregierung strebt mit ihrer Schul- und Bildungspolitik mittelfristig an, dass das Gymnasium als Schulform von der Thematik Beschulung von Inklusionskindern herausgenommen wird. Wir halten es für eine destruktive Entwicklung, wenn die Herausforderungen, die mit der Beschulung von Inklusionskindern an Regelschulen, die wir für richtig und wichtig halten, einhergehen, auf wenige Schultern verlagert werden.

Die klare Botschaft der Landesregierung muss lauten, dass die Herausforderungen der Inklusion alle zusammen stemmen müssen und hier darf die schwarzgelbe Landesregierung eine Schulform, wie das Gymnasium nicht privilegieren.

Diese Entwicklung ist bereits in Hamm zu beobachten, wo nur noch das Hammonense als einziges Gymnasium Inklusionsunterricht anbietet. So sind die restlichen Schulen und Schulformen gezwungen, das weitgehende Ausscheiden der Gymnasien zu kompensieren. Damit ist niemanden ein Gefallen getan.

Wir bitten die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie steht die Stadtverwaltung dazu, dass sich immer mehr Gymnasien aus der Beschulung von Inklusionskindern ausklinken?
2. Hat die Stadtverwaltung diesbezüglich Gespräche mit den Schulleitungen der Gymnasien geführt oder plant zu führen, um die Herausforderung der Inklusion nicht einzelnen Schulformen anzulasten?
3. Laut NRW-Schulministerium dürfe nicht allein die Schule darüber bestimmen, ob sie das Konzept der Inklusion fallen lasse oder nicht. Darüber hätte die Schulaufsicht zu bestimmen. Trägt also allein die Schulaufsicht die Verantwortung darüber, dass es in Hamm nur noch ein einziges Gymnasium gibt, in dem Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden?
4. Welche jeweiligen Gründe gibt es bei den anderen Hammer Gymnasien, die ein zukünftiges Inklusionskonzept unmöglich machen?
5. Ist es geplant, dass Kinder mit einer Behinderung in Hamm ausschließlich sogenannte Schwerpunktschulen besuchen? Falls ja, welche wären das zukünftig?
6. In der unmittelbaren Umgebung verhält es sich in den Städten und Gemeinden so, dass zumindest mehr als ein Gymnasium an der Inklusion festhält. Wieso wird der Inklusionsunterricht nur an einem einzigen Hammer Gymnasium aufrechterhalten?
7. Ist davon auszugehen, dass auch das Hammonense Gymnasium zukünftig auf den Inklusionsunterricht verzichten wird? Falls ja, ab welchem Zeitpunkt?

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Waleczek
Mitglied im Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm