Der Gedenkstein Bismark-Eiche in Herringen bedarf einer Generalüberholung

Die sogenannte „Bismarck-Eiche“ mit dem Gedenkstein als Ehrenzeichen des Reichskanzlers Otto von Bismarck setzt die Wählergruppe Pro Hamm auf die Tagesordnung der nächsten Bezirksvertretung Herringen. Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe in Herringen, erläutert die Beweggründe: ,,Die „Bismarck-Eiche“ ist ein Bestandteil der Herringer Geschichte und Identität und aus dem Ortskern nicht wegzudenken. Die Zeit hat am Schriftzug des Gedenksteins ihre Spuren hinterlassen, so dass diese kaum noch lesbar ist und einer dringenden Restaurierung bedarf. Die Wiederherstellung des Gedenksteins ist aber nur eine Zielsetzung des Antrags, die auch nur zweitrangig zu betrachten ist. Wenn wir die ,,Bismarck-Eiche“ in das öffentliche Interesse zurückrücken, dann muss das einhergehen mit einer kritischen Aufarbeitung der Kanzlerschaft Bismarcks. Der Reichskanzler, der aus „Blut und Eisen“ einen Nationalstaat gründete, war eine höchst umstrittene Persönlichkeit. Die Verklärung des „eisernen Kanzlers“, die bis in die 1970er die Diskurse in der Geschichtswissenschaft beherrschte, ist einer kritischen Sichtweise auf das Lebenswerk und die Politik Bismarcks gewichen. Während eine friedenssichernde und auf dem Erhalt des Status quo die Leitmaxime in der Außenpolitik nach 1871 war, ging der Reichskanzler Bismarck in der Innenpolitik restriktiv gegen von ihm deklarierte „innere Reichsfeinde“, wie z.B. Sozialdemokraten, Katholiken oder nationale Minderheiten vor und spaltete somit die Gesellschaft in „gute“ und „schlechte“ Deutsche. Die Ambivalenz seiner Politik sollte in Form einer historischen Stele am Standort der Bismarck-Eiche kritisch reflektiert werden. Die demokratischen Parteien müssen es als ihre Verpflichtung ansehen, ein kritisches Geschichtsbewusstsein in der Stadtgesellschaft, ganz besonders in einer Zeit, in der zunehmend extremistische Parteien versuchen, der öffentlichen Diskussion ihren Stempel aufzudrücken, zu fördern. Dementsprechend beantragen wir, dass die Bezirksvertretung die Stadtverwaltung auffordert, eine historische Stele an der „Bismarck-Eiche“ zu errichten. Eine Finanzierung kann über das Förderprogramm des Heimatministeriums erfolgen und sollte in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Herringen durchgeführt werden.“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Der Lehrermangel verschärft bestehende Bildungsungleichheiten

,,Der Lehrermangel verschärft bestehende Bildungsungleichheiten und zementiert das Bildungsgefälle in den Gemeinden und Städten. Das können wir exemplarisch an unserer Kommune erkennen“, so Daniel Waleczek, schulpolitischer Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm und für diese Mitglied im Schulausschuss.

Die Wählergruppe Pro Hamm schließt sich der Kritik der Bildungsgewerkschaft GEW an der Schulpolitik der schwarzgelben Landesregierung an. Daniel Waleczek: ,,Wir haben eine dauerhafte personelle Unterversorgung an den Schulen und das betrifft im Besonderen die Schulstandorte, die für angehende Lehrer als weniger „attraktiv“ gelten. Während bei offenen Stellen an den Gymnasien noch mehrere Bewerber mit einem regulären Lehramtsstudium auf eine Stelle kommen, ist das an den Grundschulen, den Real- und im Besonderen den Hauptschulen die Ausnahme gewonnen. Hier müssen die Schulleitungen verstärkt auf sogenannte Seiteneinsteiger zurückgreifen.

Ein Seiteneinsteiger muss nicht bedingt ein schlechterer Lehrer sein, dennoch halten wir es für unabdinglich für eine erfolgreiche Integration der Seiteneinsteiger in das Lehrerkollegium, dass die Anzahl der Quereinsteiger an einer Schule eine Handvoll nicht übersteigen sollte. So sehen wir in Hamm, dass auf Lehrerstellen an den Haupt- und Realschulen und im Primarbereich sich kaum Bewerber finden und Leiter von Schulen, die sich in sozial benachteiligten Wohnräumen befinden, sind letztendlich überhaupt froh, wenn man Bewerber hat, die die Mindestanforderungen erfüllen.

So haben wir in Hamm zwar eine Talentschule, der auf dem Papier mehr Personalstellen zustehen, die diese über Monate aber aufgrund fehlender Lehrer auf dem Markt gar nicht besetzen konnte. Die schwarzgelbe Landesregierung doktert, wie die rotgrüne Landesregierung an den Symptomen, ohne grundlegende Reformen durchzuführen.

Es sollte ein Muss sein, dass jeder Lehrer, egal auf welcher Schulform er unterrichtet, dieselbe Vergütung bekommt und dieselbe Stundenzahl zu unterrichten hat. Die Ungleichbehandlung und die Privilegierung der Gymnasien gehen auf Kosten der anderen Schulformen. Deswegen benötigen wir eine Aufwertung des Lehrerberufs gerade im Primar- und Sekundarstufenbereich und hier ist natürlich ein relevantes Instrument die Anhebung der Besoldung auf A13 für alle Lehrkräfte und eine Begrenzung der wöchentlichen Unterrichtszeit von 25,5 Stunden in allen Schulformen. Das würde dem Burn-Out von Lehrern vorbeugen und ihnen die gesellschaftliche Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdienen.“

Daniel Waleczek
Schulpolitischer Sprecher
Wählergruppe Pro Hamm

Welche Zukunft wünschen wir uns für die Geithe

In der Lokalpresse wurde über die geplanten Industrieflächen an der Geithe berichtet. Im Zuge der Baumaßnahmen und durch die beabsichtigte Versiegelung von ca. 48 Hektar Freiraumfläche sei der bestehende Lebensraum etlicher Tierarten bedroht.

Um diesen Umstand besser beurteilen zu können, bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie bewertet die Stadtverwaltung den Vorwurf, dass der geplante zehn Meter breite Schutzstreifen an den Ufern der Geithe nicht ausreiche, um tatsächlich den angestrebten Schutz zu gewährleisten? Aus aktueller Sicht wäre dafür mindestens ein Schutzstreifen von 30 Meter Breite erforderlich und frühere Verfahrensweisen und Ansichten diesbezüglich gelten in Fachkreisen als überholt. Besteht die Möglichkeit oder das Interesse diesbezüglich eine Zweitmeinung von unabhängigen Experten einzuholen und die Ergebnisse in den weiteren Planungen zu berücksichtigen?
2. Stimmt es, dass sich Gewässerschleifen und Kolke im Plangebiet realisieren ließen?
3. In den bisherigen Plänen war von einer Renaturierung der Geithe die Rede. In der Stellungnahme 1669/19 heißt es:
„Für die Geitheaue ist ein Korridor mit wechselnden Breiten von ca. 30 – 80 m Breiten vorgesehen. Innerhalb dieses Korridors wird die Geithe mäandrierend umgestaltet und Feuchtflächen geschaffen. Dabei werden auch Steilufer geschaffen.“
Hält man an diesen Plänen fest? Wie lang werden die einzelnen Teilgebiete in den verschiedenen Breiten werden? Beispielsweise in der Breite von 30 m. Welche Breite wird der Schutzstreifen mitsamt Geithe im Durchschnitt haben?
4. Wie wertet die Stadtverwaltung den Vorschlag, „die Fläche südlich der Geithe bis zum Kanal vollständig von der Bebauung durch Industrie“ freizuhalten, um den Lebensraum für viele ansässige Arten dauerhaft zu schützen, da die Artenvielfalt in dem Areal überdurchschnittlich hoch sei?
5. Gibt es bereits Feststellungen, welche Tier- und Pflanzenarten in dem gesamten Areal leben und ob einige dieser Tierarten evtl. als bereits bedroht eingestuft werden? Falls es Feststellungen dazu gibt, wäre es sehr hilfreich, wenn diese angehangen werden könnten.
6. Schon allein die Beleuchtung auf dem späteren Industriegelände würde für viele Tiere eine ständige Dauerbelastung bedeuten. Gibt es irgendwelche Ideen seitens der Stadtverwaltung, wie dies verhindert oder zumindest gemindert werden könnte? Falls nicht, wird man dies nachholen und im Umweltausschuss vorstellen?
7. Wird man neue Industrien in dem Gebiet dazu verpflichten, im Sinne des Klimaaktionsplanes Dach- und Fassadenbegrünungen zeitnah zu realisieren? Falls nicht, welche Gründe sprechen dagegen?
8. Die zukünftigen Gewerbe sollen lt. Aussage der Stadtverwaltung in eigener Verantwortung ihre Abwässer prüfen, bevor sie in die Geithe eingeleitet werden. Ist dieses Vorgehen wirklich im Sinne der Bürger? Wäre es nicht zielführender, wenn man zumindest in unregelmäßigen Abständen die Abwässer sowohl auf dem Gelände in den Auffangbecken als auch an den betreffenden Stellen der Geithe von unabhängiger Stelle prüfen lässt, um getreu dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ die Gewissheit zu haben, dass nicht doch in naher oder ferner Zukunft die Gesundheit von Mensch und Tier durch Fahrlässigkeit oder Absicht in Mitleidenschaft gezogen wird?

Impressionen vom Bürgerfrühstück bei Jahns

Die Wählergruppe Pro Hamm lud zum heutigen Bürgerfrühtstück in das Restaurant bei Jahns ein. So nutzten rund 50 Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit in einer lockeren Atmosphäre zusammenzukommen und ihre Ideen und Vorstellungen auszutauschen.

So entstanden viele interessante Gespräche. „Unsere Reihe Bürgerfrühstück unterstreicht, dass den Menschen ihre Stadt und was hier passiert nicht unwichtig ist. Man will mitmachen und mitgestalten. Pro Hamm bietet ihnen diese Möglichkeit“, so Dr. Cevdet Gürle, Sprecher und Oberbürgermeister-Kandidat der Wählergruppe.

Die Wählergruppe Pro Hamm lädt an dieser Stelle auch zum 1. Bürgerforum, dass am Sonntag den 08. März im Alten Bauhof von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr stattfinden wird, ein. Hier können die Bürgerinnen und Bürger basisdemokratisch ihre Anregungen für das kommunalpolitische Programm der Wählergruppe mitteilen.

Muss das sein?

Immer wieder findet man Vandalismus und Schmierereien. Hier jüngst am Beispiel der „Bemalung“ an der Haltestelle Jahnschule.

Das ist ein No-Go. Dabei handelt es sich nicht bloß um ein „Kavaliersdelikt“, sondern um bewusste Sachbeschädigung, die nicht zu dulden ist.

WIR alle wohnen in den Wohnquartieren dieser Stadt. Es ist UNSERE Stadt und dementsprechend sollten wir uns verhalten und so ein Mist unterlassen.

 

DEINE Stadt – DEINE Zukunft

Die Wählergruppe Pro Hamm lädt alle Bürger*innen zum Bürgerforum in den Alten Bauhof (Herringen) am Sonntag den 08.03.2020 in der Zeit von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr ein.

Im Dialog mit dem Bürger*innen wollen wir als Wählergruppe Pro Hamm ein kommunalpolitisches Wahlprogramm auf die Beine stellen. Das Bürgerforum bietet eine Plattform, um ins Gespräch zu kommen und basisdemokratisch Ideen und Anregungen aus der Bürgerschaft aufzunehmen.

Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit an Thementischen Kernbotschaften zu formulieren und Prioritäten für eine „to-do-Liste“ zu erstellen. Die Themenfelder sind vielfältig und umfassen ein breites Spektrum. So sollen die Bürger*innen, u.a. ihre Vorstellungen zu den Bereichen Soziales, Bildung, Wirtschaft, Umwelt, Infrastruktur, Entwicklung der Bezirke, Integration, Sport oder Kultur konkretisieren und dem Pro Hamm-Team ein Leitfaden in die Hand geben, die sich mit zwei zentralen Fragestellungen auseinandersetzt. Erstens, wo liegen die „Baustellen“ in der Stadt und zweitens, wie kann die Vision einer idealen Stadt Hamm 2030 aussehen.

Liebe Bürger*innen, eine aktive und demokratische Stadtgesellschaft lebt vom Mitmachen. Deswegen nutzen Sie das offene Angebot des Bürgerforums und gestalten Sie die Zukunft von Hamm mit.

Wir bitten, damit wir eine bessere Planung durchführen können, um eine zeitnahe Anmeldung. Diese kann entweder via Mai (info@prohamm.de) oder telefonisch über 02381 / 173184 (alternativ: 0176 / 81166315) erfolgen.

Wir alle sind FÜR Hamm – wir alle sind PRO HAMM.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.