Neue Wege, neue Gesichter

Tim Isenbeck besetzt für die Wählergruppe Pro Hamm den Wahlkreis 2 (Mitte-Westen). Der 44jährige Kandidat der Wählergruppe Pro Hamm ist ein waschechter Junge des Hammer Westens und hier seit seiner Kindheit tief verwurzelt. Tim Isenbeck, Vater einer Tochter, arbeitet im Technischen Vertrieb und saß von 2014 bis 2019 im Aufsichtsrat der Stadtwerke und sitzt aktuell für Pro Hamm als sachkundiger Bürger im Personal- und Feuerwehrausschuss und ist darüber hinaus Mitglied des Beirates Öffentlicher Nahverkehr.

Die westliche Innenstadt ist seit Jahren ein Sorgenkind der kommunalen Stadtentwicklung und mit der Schließung weiterer traditionsreicher Geschäfte, wie dem Kaufhaus Ter Veen einem massiven Anpassungsdruck ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, dass man positive Impulse setzt zu einer Wiederbelebung der Innenstadt.

 

Der Hammer Westen braucht eine starke Stimme

Erol Gürle wird für die Wählergruppe Pro Hamm im Wahlkreis 1 (Hammer Westen) ins Rennen gehen. Der Kandidat der Wählergruppe ist Allgemeinmediziner und betreibt als Hausarzt eine eigene Praxis. Erol Gürle, verheiratet und Vater von zwei Kindern, sitzt für die Wählergruppe Pro Hamm als Mitglied im Sportausschuss und ist zugleich deren gesundheitspolitischer Sprecher.

Der Hammer Westen befindet sich inmitten eines Strukturwandels und steht im neuen Jahrzehnt vor großen Herausforderungen, aber auch großen Chancen. Der Westen unserer Stadt muss stärker auf die politische Agenda im Rathaus gesetzt werden.

Für Hamm wählen, heißt Pro Hamm wählen!

Natur statt Beton

Nachrichten aus der Hammer Politik …

Natur statt Beton

Die Stadt Hamm plant am Wiesenteich an der Schachtstraße (am Lippepark) ein Neubaugebiet. Das Projekt wird von der CDU/SPD-Stadtregierung unterstützt.

Wir haben der Beschlussvorlage nicht zugestimmt. Derzeit stehen auf dem Gelände mehrere alte Mietskasernen aus Zechenzeiten. Diese sollen, wenn es nach der Großen Koalition geht, abgerissen und einen Neubauquartier weichen.

Wir sehen das Vorhaben kritisch. Im Stadtbezirk Heringen haben wir jetzt schon ein Dutzend Neubaugebiete, ob dies nun an der Waldendorfer Straße, der Holzstraße oder auf der früheren Sportgelände des Fortuna Herringen ist. Andere stehen in der Planung, z.B. das ehemalige Fußballgelände des Herringer SV. Wir brauchen auf der einen Seite natürlich günstigen Wohnraum, der mit den oben genannten Projekten entstehen wir, wir müssen aber andererseits darauf achten, dass wir nicht alles zubetonieren und ein Überangebot schaffen. Die Alterstruktur auch in Herringen wird sich in den nächsten 20 Jahren massiv verändern. Alle Prognosen gehen davon aus, dass wir bei einer geringeren Einwohnerzahl deutlich weniger Wohnraum benötigen werden.

Die Anlage am Wiesenteich sollte dementsprechend als „Grünanlage“, als sogenannte Frischluftschneise für Nordherringen erhalten bleiben. Das Wohnquartier in Nordherringen ist schon massiv zugebaut. Außerdem bietet der Wiesenteich die Möglichkeit den Lippepark auszuweiten und hier das vorhandene Wäldchen aufzuforsten und zu erweitern.

Das ist eine einmalige Chance für mehr Umwelt- und Naturschutz, die wir nicht ungenutzt verstreichen lassen sollten.

Euer Pro Hamm Team

Geplantes Epiedemie-Gesetz: Danke sagen statt zu bestrafen!

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert auf Schärfste das geplante Epidemie-Gesetz der schwarzgelben Landesregierung, das als Notstandsgesetz dem Land erhebliche Machtbefugnisse in die Hand geben soll. So würden massive Grundrechtseingriffe vorgenommen werden, die z.B. die freie Berufswahl des medizinischen Personals außer Kraft setzen und Pfleger und Ärzte zwingen würde Mehrarbeit zu tätigen.

Erol Gürle, gesundheitspolitischer Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm und selbst praktizierender Allgemeinmediziner, lehnt ein solches Epidemie-Gesetz kategorisch ab: ,,Wir Hausärzte haben schon vor der Corona-Pandemie am Limit gearbeitet und jetzt, wo einige Hausärzte krankheitsbedingt ihre Praxen zumachen mussten, hat sich die Situation zusätzlich verschärft. Wenn das Notstandsgesetz in seiner geplanten Version Realität werden sollte, dann ist das eine deftige Ohrfeige für alle Frauen und Männer, die im medizinischen Bereich tätig sind. Die Politik sollte diesen Menschen mehr Wertschätzung entgegenbringen und sie nicht mit einem solchen Gesetz unter Generalverdacht stellen. Ein Generalverdacht mit der Botschaft, dass die Frauen und Männer, ob z.B. in den Krankenhäusern oder den Altenheimen ihre Arbeit nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit tätigen würden und man sie bevormunden müsse.

Jetzt rächt sich, dass wir einen massiven Fachkräftemangel beim medizinischen Personal haben, der sich über die Jahre angestaut hat. Ein Mangel, den die Politik in Düsseldorf und Berlin zu verantworten hat und nun sollen diejenigen, die am wenigsten dafür können das Versagen der Politik ausbaden. Pflegerinnen und Pfleger, die z.B. in den Altenheimen arbeiten, brauchen nicht den Applaus der Politik, sondern sie benötigen bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Entlohnung ihrer Tätigkeit. Ein anderes Problem ignoriert die Politik in Gänze. So ist bis heute die Ausstattung der Hausarztpraxen mit Schutzausrüstung mangelhaft. Der Schutz der Arbeitskräfte in den Krankenhäusern und den Pflegeeinrichtungen ist ebenfalls stark verbesserungsbedürftig. Hier müsste die Politik aktiv werden und rasch handeln und nicht durch ein Notstandsgesetz Aktionismus betreiben. Ein Epidemie-Gesetz, dass in einem ad hoc Verfahren und rechtlich anfechtbar im Landtag durch die CDU/FDP-Landesregierung durchgeboxt werden soll, erschüttert nicht nur für die mehr als eine Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Gesundheitsbranche das Vertrauen in die Politik, sondern fügt unserer Demokratie erheblichen Schaden zu.“

Erol Gürle
Gesundheitspolitischer Sprecher
Wählergruppe Pro Hamm

Gleiche Chancen für alle? Nicht erwünscht!

Nachrichten aus der Hammer Politik …

Gleiche Chancen für alle? Nicht erwünscht!

Die CDU/SPD-Stadtregierung sagen, unterstützt von der FDP und der Linke NEIN zur Einführung von anonymisierten Bewerbungen

Weiß, männlich, Elite – so lautet das Fazit vieler nationaler und internationaler Studien, die sich mit der Zusammensetzung des Führungspersonals in Unternehmen auseinandersetzen. Wir sind leider noch weit davon entfernt die Unterrepräsentanz von z.B. Frauen, Migranten oder älteren Arbeitnehmern in Unternehmen und nichts anderes ist die Stadt Hamm als größter Arbeitgeber in unserer Kommune, aufzubrechen.

Wir möchten an dieser Stelle, u.a. auf die Studie „Diskriminierung am Arbeitsmarkt“ verweisen, in der empirisch festgehalten wurde, dass ein Bewerber mit einem typisch deutschen Namen im Schnitt fünf Bewerbungen schreiben muss bis er eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhält, aber ein Bewerber mit einem türkischen Namen mindestens sieben Bewerbungen absenden muss, um dasselbe Ergebnis zu erlangen. Ich bringe es pointiert auf den Punkt: Tim schlägt Ali! Das ist ein Dauerzustand, der nicht hinnehmbar ist und den wir als Stadtgesellschaft entgegentreten müssen. Hier sind wir alle in der Pflicht, auch und im Besonderen die Politik und die Stadtverwaltung.

Für die Rathausspitze ist selbstverständlich allein die Eignung und die Leistung eines Bewerbers die Grundlage für die Einstellung ist. Nun, dann sei folgende Frage erlaubt: Ist das ein reiner Zufall, dass zwar nur rund 4 Prozent aller Bundesbürger Mitglied in einer Partei sind, aber knapp 20 Prozent aller Hausmeister, Mitarbeiter in den Schulsekretariaten oder in einem kommunalen Energieversorger ein Parteibuch haben oder einer Partei zu mindestens nahe stehen?

Kommunen in Deutschland, aber auch Großunternehmen, die international tätig sind, greifen zunehmend auf das Instrument sogenannter anonymisierter Bewerbungen zurück. Bei einem anonymisierten Bewerbungsverfahren werden auf Angaben wie Name, Geschlecht oder Herkunft verzichtet, so dass allein die Qualifikation der Bewerber*innen die Grundlage für eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ist. So werden nachweislich die Chancen insbesondere für Frauen, ältere Arbeitnehmer und Menschen mit Migrationsgeschichte erhöht. Bei einer Anonymisierung herrscht tendenziell Chancengleichheit für alle Bewerbenden. Der Personalchef hat nicht die Möglichkeit nach einem kurzen Blick aufs Foto oder das Alter die Bewerbung auszusortieren. Im angelsächsischen Sprachraum ist der Verzicht auf persönliche Angaben in vielen Unternehmen schon lange üblich. Alle Organisationen, die anonymisierte Bewerbungen durchführen, berichten durchweg über positive Erfahrungen. Die anonymisierte Bewerbung ist ein gutes Instrument um mehr Chancengerechtigkeit zu erreichen und es beugt gleichzeitig politischen Kungeleien und einer Stellenvergabe unter der Hand vor. Weder darf die ethnische Herkunft oder das richtige Parteibuch für die Besetzung einer Stelle ein Kriterium sein. Alle Bewerber müssen nicht nur theoretisch, sondern auch in der Realität die gleichen Chancen haben. Das wird nur der Fall sein, wenn die Entscheidungsgrundlage auf einer anonymisierten Bewerbung beruht.

Der Antragder der Wählergruppe Pro Hamm sah vor, dass die Stadtverwaltung und ihre Tochtergesellschaften anonymisierte Bewerbungen einführen. Des Weiteren soll die Wirtschaftsförderung stärker als bisher u.a. Workshops und Fortbildungen anbieten, die die Diskriminierung bei der Personalsuche thematisieren und Arbeitgeber für die Thematik sensibilisieren.

Der Antrag wurde abgelehnt!

Euer Pro Hamm Team

Überprüfung von Straßenschildern?

In vielen Kommunen Deutschlands gibt es bis heute Straßennahmen, die an die „dunklen“ Seiten der deutschen Geschichte erinnern. Ob dies nun zum Beispiel eine Carl Peters Straße oder eine Herrmann von Wissmann Straße ist. Während „Nazigrößen“ nach der Befreiung durch Hitlerdeutschland aus den Straßenbezeichnungen verschwanden, stehen bis heute Straßennamen, die an die nationalistische oder imperialistische Politik des Deutschen Kaiserreichs erinnern in vielen Städten.

Das gilt auch für rund ein Dutzend Straßen in Hamm. Hier wären exemplarisch aufzulisten:
1. Die Sedanstraße, benannt nach der Entscheidungsschlacht im deutsch-französischen Krieg bei Sedan am 2. September 1870, der die Niederlage Frankreichs und den Sieg Preußens und seiner Verbündeten besiegelte. Sedan war in der Folge der Nährboden für ein übersteigertes Nationalbewusstsein der Deutschen, was sich unter anderem in alljährlichen „Sedanfeiern“ bis 1945 zeigte.
2. Die Straße Tannenberg ist benannt nach dem Ort, wo die 8. Armee unter der Generalität Hindenburg/Ludendorff 1914 die russische Narev-Arme schlug. Die Schlacht von Tannenberg war die Grundlage für das Entstehen des Personenkults um Paul von Hindenburg („Held von Tannenberg“), dem späteren Reichspräsidenten und Mit-Totengräber der Weimarer Republik.
3. Die Roonstraße ist benannt nach dem Kriegsminister und preußischen Feldherrn Albrecht Theodor Emil von Roon. Roon war ein Erfüllungsgehilfe der aggressiven und gegen „innere Reichsfeinde“ ausgerichteten Innenpolitik des Reichskanzlers Bismarck. So setzte er die Armee ohne zu zögern gegen das Volk ein, um das Entstehen demokratischer Ideen im Keim zu ersticken.

Weitere Namen in Hamm, die aufgelistet werden könnten, wären u.a. die Bismarckstraße, die Wilhelmstraße oder die Richthofenstraße. Da eine mögliche Umbenennung von Straßen oder die Ergänzung von Straßenamen, wo mit einer Hinweistafel auf den Namensgeber verwiesen wird, immer ein heißes Thema in den Gemeinden ist, ist es empfehlenswert diesbezüglich eine Expertenkommission zu bilden. Die Expertenkommission, die u.a. aus Mitarbeitern des Stadtarchivs, der Politik und der Zivilgesellschaft bestehen kann, prüft die Straßennamen in Hamm und gibt dem Rat und der Stadtverwaltung zeitnah eine Empfehlung, ob ein Straßenname geändert werden oder der Straßenzug eine Hinweistafel auf den Namensgeber erhalten sollte.

Wir finden im Besonderen, wenn man bedenkt, dass die Stadt Hamm bald ihr 800jährigen Bestehen feiern wird, es für wichtig, dass man sich stärker als bisher mit seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzt.

Der Antrag der Wählergruppe Pro Hamm wurde angenommen und der Antrag dem Stadtarchiv zur federführenden Weiterbearbeitung zugeleitet.

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

Hass und Rassismus dürfen kein Mittel der Politik und des Miteinanders sein

Das politische Klima ist in Deutschland in den letzten Jahren deutlich rauer geworden. In dieser Atmosphäre von Hass und Hetze und einem zunehmenden vergifteten Diskurs wurden u.a. die Morde in Hanau oder die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten durch rechtsextreme Terroristen begangen.

Die Wählergruppe Pro Hamm hat mit der Einbringung einer Resolution gegen Hass und Rassismus die Parteien im Stadtrat aufgefordert eine klare Botschaft zu senden, dass wir unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung durch Extremisten nicht zerstören lassen.

Die Resolution wurde einstimmig (mit Ausnahme des Nazis von der Partei die Rechte) angenommen. Die Resolution hat folgenden Text:

Hamm ist eine weltoffene, vielfältige, tolerante und internationale Stadt. Dies betont der Rat der Stadt Hamm mit der Annahme dieser Resolution noch einmal ausdrücklich vor dem Hintergrund der rechtsextremistischen Morde in Hanau und des versuchten Angriffs eines Rechtsextremen auf die Synagoge in Halle und des Mordes an zwei Personen. Die Täter haben aus antisemitischen und rechtsextremistischen Motiven gehandelt.

Für den Rat der Stadt Hamm ist es deshalb wichtig, noch einmal deutlich zu machen, dass rechte Hetze, Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und Gewalt keinen Platz in unserer Stadt haben. Dies haben wir in der Vergangenheit wiederholt und konsequent zum Ausdruck gebracht und werden dies auch weiterhin tun.

Wir müssen deutlich und unmissverständlich zeigen, dass die Mehrheit der Menschen in Hamm in einer toleranten, gewaltfreien und weltoffenen Gesellschaft leben will. Diskriminierungen jedweder Form und gleich welcher Grundlage sind mit diesem Anspruch unvereinbar und treffen auch weiterhin auf den entschiedenen Widerstand der Hammer Zivilgesellschaft.

Das sind alle Demokrat*innen den Opfern und den Angehörigen der Morde in Hanau und Halle, der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der NSU-Mordserie und der insgesamt über 200 Menschen, die seit der deutschen Einheit durch rechtsextreme Gewalt gestorben sind, schuldig. Hanau reiht sich schrecklicherweise in eine Kette von Gewalttaten ein, die sich quer durch die ganze Republik zieht. Es darf so nicht weitergehen! Nährboden für solche Taten sind Gedankengut und Äußerungen, die darauf abzielen, Ausgrenzung und Verachtung salonfähig zu machen und die Gesellschaft zu spalten. Wer Hass schürt, zündelt an dem, was Stadt und Land im Innersten zusammenhält. Man kann, will und wird nicht weghören, wenn Menschen ausgegrenzt oder herabgewürdigt werden, wenn Worte Gewalttaten vorbereiten, wenn Taten wie in Hanau relativiert oder NS-Verbrechen verharmlost, gar geleugnet werden. Die Morde in Hanau sind ein Anschlag auf die Freiheit und auf den gesellschaftlichen Frieden. Es gibt einen tiefen Rassismus in Deutschland. Unser Land hat ein Rassismusproblem! Das Erkennen dieser Realität und des Alltagsrassismus, dem Mitbürger*innen ethnischer und religiöser Minderheiten, aber auch Mitbürger*innen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ausgesetzt sind, ist die Voraussetzung, damit Politik und Gesellschaft sich mit der Thematik konstruktiv auseinandersetzen kann.

Der Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung duldet weder Alternativen noch Ausnahmen noch Relativierungen noch graduelle Abstufungen. Er ist allumfassend und richtet sich gegen jedwede Formen von Diskriminierung und Gewalt auf welcher Grundlage auch immer sie erfolgen. Der Rat nimmt die Resolution zugleich als Verpflichtung, Bemühungen um den Zusammenhalt der Gesellschaft, gesellschaftliche Integration und das Zurückdrängen von Rechtsextremismus, Rassismus, Diskriminierung und Gewalt zu verstärken, wo immer dies möglich ist.

Euer Pro Hamm Team

Das St. Josef Krankenhaus muss bleiben!

,,Unser Gesundheitssystem wird in den nächsten Wochen, wenn die Zahl der Infizierten mit dem Corona-Virus im selben Tempo weiter ansteigen sollte, an seine Grenze kommen. Das betrifft im Besonderen die Belegung von Intensivbetten mit Covid-19-Patienten“, so Erol Gürle, gesundheitspolitischer Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm und selbst praktizierender Allgemeinmediziner.

Erol Gürle weiter: ,,Andere NRW-Kommunen schauen mit Neid auf die noch bestehende Hammer Krankenhauslandschaft. Die Bettenversorgung ist ausreichend, da wir mit dem St. Josef ein Krankenhaus haben, der im Besonderen die Bevölkerung im Bockum-Hövel und in Teilen von Herringen klinisch versorgen tut. Die Corona-Pandemie, die zwar eine Extremsituation darstellt, verdeutlicht, dass die Gesundheitsvorsorge ein wichtiges öffentliches Gut ist, dass sichergestellt sein muss. Die Schließung des St. Josef-Krankenhauses wäre in dem Zusammenhang nicht nur ein Desaster für die strukturelle Entwicklung, die besonders stark Bockum-Hövel treffen würde, sondern gefährdet insgesamt die Gesundheitsversorgung der Hammer Bevölkerung. Wir sollten uns nicht der Illusion hergeben, dass der Spuk nach dem Corona-Virus vorbei sein wird. Es ist davon auszugehen, dass in einer so vernetzten Welt wie unserer in Abstand von mehreren Jahren immer wieder neue Virentypen auftauchen werden, die auch Deutschland treffen. Um diesem Gefährdungspotenzial zu begegnen, müssen wir die Zahl der Krankenhausbetten deutlich aufstocken und unser Gesundheitssystem zukunftsfähig machen.

Dementsprechend ist die Politik in der Verantwortung stärker einzugreifen, um Fehlentwicklungen zu verhindern. Dass der Bund, den Krankenhäusern eine finanzielle Unterstützung zukommen lassen will, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, muss aber vom Land mit mindestens derselben Summe flankiert werden, um die Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen stabil zu halten. Das St. Josef-Krankenhaus ist für die gesundheitliche, klinische Versorgung in Hamm unabdingbar. Hier können auch Neubauten an der Barbara-Klinik den Wegfall der Bettenzahl und die ärztliche Versorgung nicht kompensieren. Wenn man mitbedenkt, dass rund ein Drittel der Hausärzte in Bockum-Hövel in den letzten zehn Jahren ohne einen Nachfolger ihre Praxen geschlossen haben, zeigt sich der dramatische Negativtrend der Gesundheitsversorgung, der sich im Stadtbezirk zeigt. Dementsprechend darf die Schließung des St. Josef nicht als alternativlos hingestellt werden. Politik darf prinzipiell nie alternativlos sein!

Eine Option, die wir weiterhin befürworten, ist eine Kommunalisierung des Krankenhauses. Das Beispiel des Josef-Hospitals in Delmenhorst, wo der Stadtrat in einer Sondersitzung vor zwei Jahre einer Kommunalisierung des Krankenhauses mehrheitlich zugestimmt hat, zeigt, dass eine Gemeinde, wenn der politische Wille da ist, ein öffentliches Gut, wie ein Krankenhaus in die städtische Verantwortung übertragen kann. Der Oberbürgermeister und die Große Koalition müssen sich mit der Thematik auseinandersetzen und eine Lösung finden, in der die Gesundheitsinteressen der Hammer Bevölkerung höher zu wiegen sind, als das kapitalistische Finanzgebaren einer Klinikgesellschaft. Denn eins muss allen Beteiligten klar sein: Medizinische Versorgung ist Daseinsvorsorge.“

Erol Gürle
Gesundheitspolitischer Sprecher
Wählergruppe Pro Hamm

Pro Hamm aktiv: Zuhören und Handeln

Die Wählergruppe Pro Hamm hat das Thema „Ausbau der Hüserstraße“ in Bockum-Hövel mit einer Anfrage auf die Tagesordnung des Verkehrsausschusses gesetzt. Der konkrete Anlass war, dass Unternehmer, die ihre Betriebe an der Hüserstraße haben, an uns herangetreten sind und den Mangelzustand der Straße beklagt haben.

Die Straßenoberfläche ist beschämend und die Stadt Hamm schiebt das Problem seit Jahren vor sich hin. Obwohl der Endausbau schon im Haushalt eingeplant war, wurde er geschoben.

Die Hüserstraße ist wahrlich keine „Werbung“ für den Wirtschaftsstandort Hamm. Nachdem die Wählergruppe Pro Hamm das Thema wieder in die Öffentlichkeit gebracht hat, gelobt die Stadtverwaltung eine Besserung der Straße und hat sie auf ihre to-do-Liste gesetzt. Das freut uns. Pro Hamm wirkt.

Zuhören und Handeln – das ist unser Leitmotto als Wählergruppe Pro Hamm. Wir sind für euch da und haben stets ein offenes Ohr. Danke für das Vetrauen, dass man in uns setzt.

Euer Pro Hamm Team

Rechtsextremes Gedankengut auch in der Hammer Polizei?

Die rechtsextremistischen Morde in Hanau, aber auch die Zerschlagung der rechten Terrorzelle Gruppe S einige Tage vorher haben unterstrichen, dass braunes Gedankengut tief in der Gesellschaft verwurzelt ist und das es sogar Aktive in der Hammer Polizei gab.

Die Polizeiführung in Hamm hat in den letzten Jahren kläglich versagt, in der Frage, wie man mit rechten Polizisten umgehen muss. Polizisten, die vertraulich an uns herangetreten sind, haben deutlich gemacht, dass manch ein Kollege aus seiner rechtsextremistischen Weltsicht kein Hehl macht und regelmäßig durch menschenverachtende Äußerungen zu „Ausländern“ aufgefallen sei. Die Vorgesetzten dies aber als nicht „relevant“ eingestuft haben.

Die Polizei genießt unser Vertrauen und sie ist zurecht unser Freund und Helfer. Dennoch ist sie in der Pflicht und das im Besonderen auch gegenüber allen (und das ist die große Mehrheit!) Polizistinnen und Polizisten, die die Werte des Grundgesetzes notfalls mit ihrem Leben verteidigen, konsequent gegen rechtes Gedankengut in den eigenen Reihen vorzugehen.

Der jetzt erfolgte Schritt der Hammer Polizei einen Mitarbeitr aufgrund seiner rechten Hetze zu suspendieren, war ein längst überfällig und muss mit aller Konsequenz verfolgt werden.