Sinnhaftigkeit der Baumfällungen

Sehr geehrter Herr Burgard,

in der Lokalpresse wurde das Thema der aktuellen Baumfällungen aufgegriffen. Insbesondere die Baumfällungen im Zuge von Bauprojekten erwecken den Eindruck, dass hierbei zwanghaft Gründe entworfen werden, um die Fällungen dem Bürger gegenüber zu rechtfertigen.

Zum besseren Verständnis möchten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen bitten:

  1. Im Zuge der Umgestaltung der Berghalde Radbod und der Kanalkante wurden und werden Bäume gefällt. Um welche Arten handelt es sich hierbei konkret und welche Menge der jeweiligen Art wurden und werden noch gefällt?
  2. Was versteht die Stadtverwaltung unter „nicht besonders schützenswerte Bäume“ oder auch unter der Begrifflichkeit „Ruderaler Bewuchs“? Gibt es dazu aus ökologischer Sicht irgendwelche Argumente, die solche Bezeichnungen rechtfertigen?
  3. Ist die jeweilige Baumfällung, gerade auf der Berghalde Radbod, alternativlos bzw. notwendig? Warum ist es nicht möglich, die natürlich gewachsenen Bäume zu erhalten, bzw. bei der Neugestaltung der Halde mit einzuplanen?
  4. Wie sehen die Ersatzpflanzungen im Detail aus? Welche Arten werden gepflanzt? Handelt es sich dabei ausschließlich um heimische Arten? Und wie viele Jungbäume werden pro gefällten Baum neu gesetzt und kann damit der Verlust der ausgewachsenen Bäume aus ökologischer Sicht kompensiert werden?
  5. Was kostet die Fällung eines Baumes im Durchschnitt? Wie hoch ist der Preis pro neu gesetzten Jungbaum?

Mit freundlichen Grüßen,

Denni May
Vertreter im Umweltausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Entwicklung von Sport-Kitas in Hamm

Sehr geehrter Herr Heggemann,

die Wählergruppe Pro Hamm begrüßt die Entscheidung der SV Westfalia Ryhnern eine Sport-Kita in dem geplanten Vereinsneubau zu integrieren.

Eine Sport-Kita ist für den Stadtbezirk Ryhnern im Besonderen, aber auch für die Stadt im Ganzen ein Mehrwert. Wenn die Sport-Kita in Ryhnern in betrieb geht, wäre es die vierte Einrichtung dieser Form in unserer Stadt. Die Nachfrage der Elternschaft an der Angebotsform verdeutlicht, dass die Sport-Kitas sehr gut angenommen werden.

Sport-Kitas legen einen hohen Stellenwert in der Stärkung der frühkindlichen Erziehung und der Persönlichkeitsentwicklung. Sie stellen die Bewegungsförderung in den Mittelpunkt ihrer pädagogischen Arbeit und kommen so den kindlichen Bedürfnissen nach Bewegung und Spiel entgegen. Körperbildung, Bewegung und Spielen sind lebensbedeutsam für die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Bewegungsmangel und Übergewicht sind hingegen zentrale Ursache für viele Krankheiten.

Wenn wir die Sport-Kitas, die bereits im Betrieb sind oder in Planung betrachten, so müssen wir leider feststellen, dass diese sich ausschließlich in den östlichen Stadtbezirken und Heessen befinden oder befinden werden. Die Sozialräume Bockum-Hövel, Norden, Westen, Herringen und Pelkum tauchen auf dieser Karte nicht auf.

Wir halten es für notwendig, dass das Angebot der Sport-Kita flächendeckend in Hamm angeboten wird, das bedeutet auch in den oben genannten Sozialräumen.  Signifikante sportwissenschaftliche Studien unterstreichen, dass es eine enge Relation zwischen Bewegungsarmut und sozialer Armut gibt. Das bedeutet, dass in den Wohnräumen, wo Kinder mit SGB-Bezug überdurchschnittlich vertreten sind, Bewegungsarmut und Übergewicht und die damit verbundenen negativen Folgewirkungen deutlich häufiger auftauchen. Dementsprechend halten wir es für notwendig, dass u.a. der Hammer Westen und der Hammer Norden Kitas mit einem eindeutigen Bewegungsschwerpunkt erhalten.

Natürlich sind wir in Kenntnis darüber, dass die Stadt Hamm nur als Partner auftritt und die Sportvereine die Träger der Sport-Kitas sind. Dennoch ist allen Beteiligten zugleich bewusst, dass eine Realisierung der Konzeption einer Sport-Kita nur in enger Absprache und Befürwortung durch die Stadt möglich ist. Hier erwarten wird, dass die Stadtverwaltung die Errichtung von Sport-Kitas zum Beispiel in den Sozialräumen des Westens und Nordens in Zusammenarbeit mit den lokalen Sportvereinen prüft und bei Machbarkeit zeitnah umsetzt

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Sportausschuss die Stadtverwaltung beauftragt, in Gespräch mit den lokalen Sportvereinen in den westlichen Stadtbezirken und Bockum-Hövel die Machbarkeit der Realisierung einer Sport-Kita zu prüfen und die Mitglieder des Sportausschusses über die Ergebnisse der Gespräche zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Erol Gürle
Mitglied im Sportausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Zwischenstand des Modellprojekts in Bockum-Hövel zur Verbesserung der Eingliederungshilfe

Sehr geehrter Herr Burkert,

da das Modellprojekt in Bockum-Hövel zur Teilhabeförderung bereits Anfang 2017 gestartet ist, scheint es an der Zeit den Zwischenstand abzufragen und in Erfahrung zu bringen, inwieweit Änderungen der Eingliederungshilfe durch das BTHG vom Projekt berücksichtigt werden und ob durch das Projekt bereits erste Veränderungen hinsichtlich der Eingliederungshilfe in Hamm vollzogen wurden.

Die Fraktion der Grünen fragte bereits mit der Anfrage 0870/18 nach dem Sachstand nach, welcher mit 1520/18 beantwortet wurde, dass eine entsprechende Evaluation erst im ersten Halbjahr 2019 vorgelegt würde. Am 02.10.18 gab es jedoch eine Veranstaltung zu diesem Thema, bei der eine Vielzahl an geladenen und interessierten Gästen teilnahm. Hier wurden auch schon fundierte Erkenntnisse aus dem Projekt präsentiert.

In diesem Sinne bitten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wird das vom Friedrich-Wilhelm-Stift durchgeführte Modellprojekt in Bockum-Hövel „Ein guter Ort für alle – Wir gestalten Inklusion!“ von der Stadt als Erfolg gewertet?
  2. Wenn es als Erfolg gewertet wird, möchten wir gerne wissen, an welchen Punkten dieser Erfolg auszumachen ist?
  3. Auf dem Fachtag am 02.10.2018 zum Thema „Das Kind im Zentrum – Optionen für systemische Teilhabeunterstützung“ wurde das Projekt sowohl von Seiten der Politik und des Friedrich-Wilhelm-Stiftes als auch der begleitenden Wissenschaftler aus Münster beleuchtet. Auffällig war, dass der Stift und die Politik ihren Fokus ganz klar auf die „positiven“ Ergebnisse legten, wohingegen die Wissenschaft, vertreten durch Prof. Dr. Böttcher, diese positiven Ergebnisse grundsätzlich in Frage stellte, indem er darauf verwies, dass die vorgelegten Erkenntnisse bislang einen kaum messbaren Unterschied zu anderen Inklusionsprojekten vorweisen könnten. Generell fehlten in Hamm auch Vergleichsschulen, um wirkliche Verbesserungen objektiv nachweisen zu können. Wie steht die Stadtverwaltung zu diesen Aussagen des Professors?
  4. Im vorgelegten Evaluationsbericht wird sogar explizit auf die Sorge der Integrationshelfer der Projektschulen hingewiesen, die aufgrund ihrer befristeten Verträge eine ständige Angst vor baldiger Arbeitslosigkeit hätten. Ist es in der Tat so, dass die Integrationshelfer des Projektes nur befristet beschäftigt werden? Falls ja, weshalb? Falls nein, wie viele Integrationshelfer werden konkret unbefristet und wie viele befristet im Zuge des Projekts beschäftigt?
  5. In einem der Workshops auf dem Fachtag berichtete die Referentin, dass bei ihr in Kamen/Bergkamen …
  • Diagnostik und Empfehlungen nur noch aus einer Hand (Beratungsstelle) erfolgen würden
  • nur noch 10 % der beantragten Hilfen letztlich bewilligt würden
  • Fachärztliche Stellungnahmen derart „eigenwillig“ interpretiert würden, dass Ablehnungen der Hilfen letzten Endes rechtskonform seien. Schließlich würde man ja selbst für die Gutachten zahlen und getreu dem Motto „Wer die Musik bestellt, darf auch die Titel wählen“ dürfe man die Aussagen der Ergebnisse dem Eigennutzen entsprechend dehnen. Wie steht die Stadtverwaltung zu derartigen Äußerungen? Ist auch in Hamm das eigentliche Ziel, dass möglichst viele Hilfsanträge abgelehnt werden, um auf diese Weise Geld einzusparen?
  1. Das Modellprojekt zielt grundsätzlich darauf ab, schulische Teilhabeförderung zu verbessern, indem „Hilfen nicht mehr im Einzelfall zu leisten [seien], sondern durch eine kommunale Finanzierung eine fallunabhängige Teilhabeförderung in den Schulen zu organisieren.“[1] Ist dies tatsächlich auch die Zielsetzung der Stadt? Besteht ein Bestreben dieses Vorhaben flächendeckend für Hamm zum Einsatz zu bringen? Dient ein solches Ziel wirklich dem Wohlergehen betroffener Kinder oder wäre nicht viel eher eine individuelle Eingliederungshilfe, die exakt auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kindes zugeschnitten ist und wie sie von vielen engagierten Trägern bereits seit Jahren erfolgreich geleistet wird, eher im Interesse des Kindes?
  2. Ist ein solches Ziel wie unter 6. beschrieben überhaupt zukünftig zulässig, wenn im Zuge des BTHG gerade Menschen mit persönlichen Bedürfnissen in den Mittelpunkt gesetzt werden? Ab 2020 werden Poollösungen, wie sie im Modellprojekt durchgeführt werden, durch die nächste Phase des BTHG extrem erschwert, da gerade der individuelle Einzelanspruch und damit einhergehend auch die freie Trägerwahl gestärkt werden soll. Ist dieser Umstand der Stadtverwaltung bekannt und wenn ja, welchen Einfluss wird dies auf die Ergebnisse des Modellprojekts haben?
  3. Ist das gesamte Modelprojekt unter dieser Prämisse nicht ohnehin bereits obsolet? Welchen Sinn macht eine Fortführung des Projekts aus Sicht der Stadtverwaltung?

Mit freundlichen Grüßen,

Nurcan Varol                                                                         Volker Sartor
Ratsherrin                                                                             Vertreter im ASGI

Wählergruppe Pro Hamm

Finanzierung von Straßenbeleuchtungen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in den letzten Wochen wurde vermehrt darüber berichtet, dass in etlichen Straßen im Hammer Stadtgebiet die Leuchtmittel der Straßenlaternen ausgetauscht wurden. Die betroffenen Anwohner kritisieren scharf, dass sie einen Teil der Kosten tragen müssen und äußerten ihren Unmut über die „Kommunikationspolitik“ der Stadt Hamm. Da die Vorgehensweise der Stadtverwaltung in der Frage der Finanzierung von Straßenbeleuchtungen scheinbar, weder stringent noch transparent zu sein scheint, muss das Thema aus unserer Sicht auf die politische Tagesordnung gesetzt werden.

Wir bitten in dem Zusammenhang die Stadtverwaltung folgende Fragen zu beantworten:

  1. In welchen Straßen fand in Zeitraum von 2010 bis 2018 ein Austausch der Leuchtmittel der Straßenlaternen statt?
  2. Wie hoch waren die Gesamtkosten, die durch den Austausch der Leuchtmittel entstanden sind und wie wurden diese zwischen den Anwohnern und der Stadt Hamm aufgeteilt? Hier bitten wir um eine detaillierte Auflistung aller Straßen, in der eine solche Maßnahme durchgeführt wurde und wie die konkrete Finanzierung aussah, d.h. welchen Anteil mussten die Anwohner und welchen die Stadt tragen?
  3. Den Beschwerden aus der Bürgerschaft kann man entnehmen, dass infolge des Umtauschs der Leuchtkörper zumindest in manchen Straßen Leuchtkörper mit schwächerer Leuchtkraft verwendet wurden.
  4. Sind solche Beschwerden der Stadtverwaltung bekannt?
  5. Wenn ja, sind sie korrekt und falls ja, wie ist der Umstand zu erklären?
  6. Hier soll es laut lokaler Berichterstattung zukünftig eine Nachrüstung geben. Wann soll diese erfolgen und vor allem wird diese den Anwohnern erneut in Rechnung gestellt?
  7. Werden zukünftig nur noch LED-Leuchtmittelkörper zum Einsatz kommen? Falls nicht, weshalb? Welche alternativen Möglichkeiten gibt und was sind deren Vorteile gegenüber dem LED-Licht?
  8. Die Anwohner wurden bislang häufig erst im Nachhinein über anfallende Kosten informiert. Wieso kam es überhaupt dazu und inwiefern lässt sich dies zukünftig vermeiden?
  9. Handelt es sich bei dem Austausch der Leuchtmittelkörper in den Straßenlaternen und der Einsatz von LED-Leuchtköpfen nicht grundsätzlich um Unterhaltungsmaßnahmen?
  10. Wenn dies bejaht wird, sind diese Unterhaltungsmaßnahmen den Anwohnern tatsächlich in Rechnung zu stellen? Schließlich stellt die Umrüstung keine wirkliche Verbesserung für die Anwohner dar.
  11. Auf NRW-Ebene scheint diesbezüglich Uneinigkeit vorzuherrschen. Manche Städte verlangen eine finanzielle Beteiligung von den Anwohnern und manche Kommunen verzichten darauf. Wie ist die konkrete Handhabe in der kommunalen Abgabenordnung für die Stadt Hamm geregelt?
  12. Bekommt die Kommune Fördergelder für den Einsatz der LED-Leuchtkörper? Wenn ja, wie hoch sind diese Fördergelder und werden diese Fördergelder in die anfallenden Kosten für den Austausch der Leuchtkörper mit eingerechnet, so dass die Anwohner ebenfalls davon einen Mehrwert haben?
  13. Gleiches gilt für die Energieeinsparungen durch den LED-Einsatz? Wie viel Energiekosten verursachte eine Straßenlaterne mit veraltetem Leuchtkörper durchschnittlich in einem Jahr und wie verhält es sich dagegen bei einer Straßenlaterne mit LED? Kommen diese Einsparungen den jeweiligen Anwohnern in der Kostenberechnung des Eigenanteils zugute? Wenn ja, wie ist es rechtlich geregelt?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Cevdet Gürle
Ratsherr / Sprecher
Ratsgruppe Pro Hamm

Verpflegung und Betreibung der Kioske an den Berufskollegs

Sehr geehrter Herr Lindemann,

unser Anliegen bezüglich der Anfrage (0883/18) vom 14.09.2018 war es, aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung, auf eventuelle Missstände bei den Ausschreibungen für Bewirtungsstellen an den Schulen hinzuweisen. Ein Teil der Fragen konnte durch die Stellungnahme geklärt werden.

Mittlerweile sind jedoch weitere Beschwerden zu dem Thema bei der Wählergruppe eingegangen, so dass sich dadurch einige weiterführende Fragen ergeben haben, um deren Beantwortung wir die Stadtverwaltung bitten möchten:

  1. Die Verpflegung der Schülerschaft an den Berufskollegs erfolgt nicht über einen Mensabetrieb vergleichbar mit den der sonstigen weiterführenden Schulen, sondern wird über eine „Kioskversorgung“ sichergestellt. Ist das korrekt?
  2. Wer ist für die Vergabe der „Lizenzen“ für das Betreiben der „Kioske“ an den Berufskollegs verantwortlich?
  3. Wenn die Stadt Hamm als Schulträger für das Betreiben der ,,Kioske“ mitverantwortlich ist, nach welchen Kriterien wurden und werden die Betreiber der Stätten bestimmt? Fanden hierzu im Zeitraum von 2010 bis 2018 öffentliche Ausschreibungen statt? Wenn ja, wurde der Schulausschuss über diese z.B. in Form einer Mitteilungsvorlage durch die Stadtverwaltung informiert? Falls nicht, warum wurde vom Standardverfahren der Vergabe abgewichen?
  4. Wie wird das gegenwärtige Verpflegungsangebot an den Kiosken der Berufskollegs durch die Stadtverwaltung bewertet? Bieten diese ein warmes Essen oder ein alternatives gleichwertiges Angebot an? Entspricht das angebotene Essen den Qualitätskriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.?
  5. Ist die Aussage korrekt, dass die Vergabe der besagten Mittagsverpflegung an den Berufskollegs mitunter ohne Ausschreibung an ein- und demselben Anbieter erfolgte? Falls es so war, warum hat man sich für ein solches Vorgehen entschieden und somit alle anderen Mitbewerber von vornherein außen vorgelassen?
  6. Wie sahen die Nutzungszahlen an den Berufskollegs in den letzten fünf Schuljahren aus? Wieso fehlten hierzu die tendenziellen Angaben im Anhang der Stellungnahme 1437/18?

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Waleczek
Mitglied im Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Benachrichtigungen von Hammer Haushalten bezüglich von Straßenausbaubeiträgen

Sehr geehrter Herr Dr. Scholz,

in den Lokalmedien wurde das Thema der anfallenden Straßenausbaubeiträge für Grundstücksbesitzer mehrfach aufgegriffen. Die Wählergruppe Pro Hamm hatte das Thema bereits auf die Tagesordnung der letzten Sitzung des Rats gesetzt. Hier forderte die Wählergruppe, dass der Stadtrat eine Resolution, in der die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge festgehalten ist, adressiert an die NRW-Landesregierung verabschiedet. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Die Kritik an den Straßenausbaubeiträgen nimmt stetig zu. Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich durch die Erhöhungen zurecht übermäßig finanziell belastet. Auf vollkommenes Unverständnis stößt in dem Zusammenhang, dass Anwohner scheinbar bei Straßenausbaumaßnahmen nicht im Vorfeld über die finanziellen Verpflichtungen in Kenntnis gesetzt werden. So wurde u.a. berichtet, dass vielerorts in Hamm Straßenlaternen erneuert wurden, ohne dass die Anwohner darüber jedoch informiert waren. Einige Zeit später wurden sie dann aber per Gebührenbescheid zur Kasse gebeten. Natürlich hat diese Vorgehensweise zu Unmut in der Bevölkerung geführt. Aus diesem Grund möchten wir versuchen, die Vorgänge etwas mehr zu beleuchten und so womöglich auch das eine oder andere Missverständnis zu beseitigen.

Wir bitten die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Ist der Stadtverwaltung bekannt, dass die Vorgehensweise, nämlich die Bürger nicht über geplante Maßnahmen zu informieren, bei diesen zu großem Unmut führt? Sind diesbezüglich auch Beschwerden von Bürgern bei der Stadtverwaltung eingegangen? Falls ja, in welcher Größenordnung?
  2. Wie funktioniert die Kommunikation seitens der Stadt mit den Bürgern, insbesondere mit den Grundstücksbesitzern? Werden die Grundstücksbesitzer im Vorfeld über anstehende Reparaturen/Erneuerungen und damit einhergehenden Kosten informiert? Falls ja, von welcher Stelle aus? Falls nein, wäre es gut zu wissen, weshalb man darauf verzichtet und welche Intention die Stadtverwaltung mit diesen überfallartigen Gebührenbescheiden verfolgt?
  3. Wenn es Informationen für Anwohner im Vorfeld gibt, würden wir gern wissen, wie groß die Zeitspanne zwischen Information, der eigentlichen Maßnahme und dem Gebührenbescheid im Durchschnitt ist.
  4. Ist der Mangel an Information evtl. auf interne Verfahrensfehler zurückzuführen? Wenn ja, welche bzw. wie kann es dazu kommen? Wird sich dies zukünftig vermeiden lassen und wenn ja, wodurch?

Mit freundlichen Grüßen

Nihat Altun
Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr
Wählergruppe Pro Hamm

Mängel an Herringer Spielplätzen verderben den Spaß

Die Wählergruppe Pro Hamm greift in zwei Anträgen, die sie auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung Herringen gesetzt hat, die Nutzung von Spielplätzen im Bezirk auf. So bemängelt die Wählergruppe Pro Hamm, dass das Netz des Mini-Trampolins am Spielplatz an der Schachtstraße seit mehreren Wochen fehlt und somit das Trampolin nicht nutzbar ist.

Günay Yildirim, die Bezirksvertreterin der Wählergruppe hält fest: ,,Leider befindet sich der Spielplatz nicht mehr im ,,besten Zustand“. Da die Zahl der Spielgeräte am Spielplatz, trotz der starken Frequentierung sehr überschaubar sind, halten wir es für zwingend notwendig, dass das Mini-Trampolin zeitnah repariert wird.“

Einen weiteren Mangelzustand greift die Wählergruppe auf Initiative der Familien der Isenbecker Hofsiedlung auf.  In der Isenbecker Hofsiedlung befindet sich an der Seelhofstraße ein kleiner Spielplatz, der von den Familien der Siedlung rege genutzt wird. Günay Yildirim: ,,Die Familien haben angemerkt, dass der Spielplatz nur über die Seelhofstraße begehbar ist. Ein Zugang über die Ludwig-Isenbeck-Straße ist nicht möglich, obwohl der Spielplatz von hier einsehbar ist. Das Betreten des Spielplatzes wird für die Familien durch das Vorhandensein eines Zauns unmöglich gemacht. Dieser Zaun befindet sich am Ende eines Privatwegs, an dem sich Garagen befinden. Die Anregung, die an uns herangetragen wurde, ist, dass man den Zaun im hinteren Bereich des Spielplatzes zumindest teilweise entfernt und so den Familien einen Zugang auf die Ludwig-Isenbeck-Straße ermöglicht.“

Die Bezirksfraktion Herringen der Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung Herringen die Stadtverwaltung beauftragt, dass diese prüft, inwiefern eine Überarbeitung des Zauns am Spielplatz möglich ist, um einen Zugang vom Spielplatz auf die Ludwig-Isenbeck-Straße zu realisieren.

Günay Yildirim
Bezirksvertreterin
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm

Nachnutzung auf dem Areal des ehemaligen Bergwerk Ost

,,Die Nachnutzung des Areals des Bergwerk Ost ist von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der Stadtbezirke Herringen und Pelkum. Hier müssen die Weichen richtiggestellt werden, damit man einen höchstmöglichen positiven Mehrwert erzielen kann“, so Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm in Herringen und Farid Bhihi, sein Kollege in der Bezirksvertretung Pelkum.

Ein Thema für die Teilnehmer des jüngsten Bürgerfrühstücks der Wählergruppe war die Nachnutzung des Bergwerkareals. Dr. Cevdet Gürle und Farid Bhihi erklären: ,,Im Gespräch mit den Herringer und Pelkumer Bürgern wurde schnell deutlich, dass das ein Thema ist, das den Menschen immens wichtig ist. Sie machten aber auch deutlich, dass die Politik und die Verwaltung ihre Anliegen und Anregungen ernst nehmen und sie stärker in die Entscheidungsprozesse einbinden müssen.

Eine Sorge, die an uns herangetragen wurde und die wir teilen, ist, dass der Aspekt Gewerbenutzung auf dem Areal des früheren Bergwerks einen zu hohen Stellenwert einnehmen könnte. Das Areal ist sehr attraktiv für eine Wohnbebauung und auf diese sollte aus unserer Sicht die klare Schwerpunktsetzung liegen. So könnte mittelfristig die Vision einer Wohnsiedlung entstehen, die eingebettet ist in die Halden, verbunden mit einer Grünachse zum Lippepark und dem Friedrich-Ebert-Park, zudem räumlich nah am Schul- und Einkaufszentrum West und der Arnold-Freymuth-Gesamtschule. Wenn die Priorität klar auf der Schaffung von neuem Wohnraum liegt, könnte man damit zugleich den angespannten städtischen Wohnungsmarkt dauerhaft entlasten.

Eine parallele Mischnutzung auf der einen Seite Gewerbe mit einer eventuellen Ansiedlung von Logistikunternehmen, die eine starke Verkehrsbelastung in den umliegenden Quartieren verursachen würde und auf der anderen Seite einer partiellen Schaffung von Wohnraum, stehen wir hingegen ablehnend gegenüber. Bei der Entwicklung der Nachnutzung des Areals des Bergwerk Ost muss ausgeschlossen werden, dass eine abgespeckte Version eines Industriegebiets á la Inlogparc entsteht. Damit würde man alle Anstrengungen, das Areal nachhaltig positiv zu entwickeln, konterkarieren. Es gibt in der Sache Nachnutzung des Bergwerk Ost Gesprächsbedarf.“

Dementsprechend beantragt die Wählergruppe Pro Hamm, dass zur Sitzung der Bezirksvertretung Herringen und Pelkum jeweils ein Vertreter der Stadtverwaltung und der Tempelmann Hamm GmbH eingeladen werden, um einen mündlichen Bericht zum aktuellen Sachstand abzugeben und offene Fragen zu beantworten.

Dr. Cevdet Gürle                                                                               Farid Bhihi
Fraktionsvorsitzender Herringen                                                       Bezirksvertreter Pelkum

Wählergruppe Pro Hamm

 

 

SV Westfalia Rhynern integriert Sport-Kita im geplanten Vereins-Neubau

Die Wählergruppe Pro Hamm begrüßt die Entscheidung der SV Westfalia Rhyhnern eine Sport-Kita in dem geplanten Vereinsneubau zu integrieren und fordert die Politik und Stadtverwaltung auf, in Kooperation mit den Sportvereinen weitere Sport-Kitas in den Stadtbezirken, die bisher ein solches Angebot nicht vorweisen können, zu ermöglichen.

Erol Gürle, sportpolitischer Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm und Mitglied im Sportausschuss macht deutlich: ,,Eine Sport-Kita ist für den Stadtbezirk Ryhnern im Besonderen, aber auch für die Stadt im Ganzen ein Mehrwert. Wenn die Sport-Kita in Ryhnern in Betrieb geht, wäre es die vierte Einrichtung dieser Form in unserer Stadt. Die Nachfrage der Elternschaft an der Angebotsform verdeutlicht, dass die Sport-Kitas sehr gut angenommen werden. Sie haben einen hohen Stellenwert in der Stärkung der frühkindlichen Erziehung und der Persönlichkeitsentwicklung. Die Bewegungsförderung wird in den Sport-Kitas in den Mittelpunkt ihrer pädagogischen Arbeit gestellt. Damit kommen sie den kindlichen Bedürfnissen nach Bewegung und Spiel entgegen. Körperbildung, Bewegung und Spielen sind lebensbedeutsam für die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Bewegungsmangel und Übergewicht sind hingegen zentrale Ursache für viele Krankheiten.

Wenn wir die Sport-Kitas, die bereits im Betrieb sind oder in Planung betrachten, so müssen wir leider feststellen, dass diese sich ausschließlich in den östlichen Stadtbezirken und Heessen befinden oder befinden werden. Die Sozialräume Bockum-Hövel, Norden, Westen, Herringen und Pelkum tauchen auf dieser Karte nicht auf. Wir halten es für notwendig, dass das Angebot der Sport-Kita flächendeckend in Hamm angeboten wird, das bedeutet auch in den oben genannten Sozialräumen. Signifikante sportwissenschaftliche Studien unterstreichen, dass es eine enge Relation zwischen Bewegungsarmut und sozialer Armut gibt. Daraus folgt, dass in den Wohnräumen, wo Kinder mit SGB-Bezug überdurchschnittlich vertreten sind, Bewegungsarmut und Übergewicht und die damit verbundenen negativen Folgewirkungen deutlich häufiger auftauchen. Dementsprechend halten wir es für notwendig, dass u.a. der Hammer Westen und der Hammer Norden Kitas mit einem eindeutigen Bewegungsschwerpunkt erhalten.

Natürlich ist uns völlig klar, dass die Stadt Hamm nur als Partner auftritt und die Sportvereine die Träger der Sport-Kitas sind. Dennoch ist allen Beteiligten zugleich bewusst, dass eine Realisierung der Konzeption einer Sport-Kita nur in enger Absprache und Befürwortung durch die Stadt möglich ist. Hier erwarten wir, dass die Stadtverwaltung die Errichtung von Sport-Kitas zum Beispiel in den Sozialräumen des Westens und Nordens in Zusammenarbeit mit den lokalen Sportvereinen prüft und bei Machbarkeit zeitnah umsetzt.“

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Sportausschuss die Stadtverwaltung beauftragt, in Gespräch mit den lokalen Sportvereinen in den westlichen Stadtbezirken und Bockum-Hövel die Machbarkeit der Realisierung einer Sport-Kita zu prüfen und die Mitglieder des Sportausschusses über die Ergebnisse der Gespräche zu informieren.

Erol Gürle
Sportpolitischer Sprecher
Mitglied im Sportausschuss
Wählergruppe Pro Hamm

Einführung einer FreizeitCard für Hamm

Berichterstattung im Lokalradion zur Idee der Einführung einer FreizeitCard für Hamm – ein Muss für unsere Stadt