Wettbüros in Hamm schließen?

In Bremen ließ der Innensenator Ulrich Mäurer alle Wettbüros kurzerhand schließen, weil der Vorwurf der Geldwäsche im Raum stand und die Wettbüros nicht bereit waren, Angaben zu ihrem Startkapital zu machen. Die Schließung hätte zudem einen guten Nebeneffekt, da man so auch gleichzeitig die Glücksspielsucht bekämpfe.

Die Wählergruppe befürwortet die Entscheidung des Bremer Innensenators. Die Wettbüros stellen für den innerstädtischen Raum keinen positiven Mehrwert dar, sondern sorgen eher gegenteilig oftmals dafür, dass die Entwicklung in den Quartieren massiv negativ beeinflusst wird.
Infolgedessen scheint es uns angebracht, die Situation in Hamm näher zu beleuchten. In diesem Zusammenhang bitten wir die Stadtverwaltung, uns folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wie viele Wettbüros gibt es aktuell in Hamm und wo befinden sie sich?
  2. Wie hat sich die Zahl der Wettbüros in den letzten zehn Jahren entwickelt?
  3. Wer ist für die Kontrolle der Wettbüros verantwortlich?
  4. Erfolgten in den letzten zwei Jahren Straftaten in unmittelbarer Nähe der Wettbüros in Hamm, in welche die Betreiber involviert waren? Falls ja, wie viele?
  5. Besteht die Möglichkeit, von den hiesigen Wettbürobetreibern ebenfalls eine Aufklärung über ihr Startkapital zu fordern? Falls nicht, weshalb? Falls doch, wird dieser Schritt von Seiten der Stadt in Erwägung gezogen? Beziehungsweise was spricht andernfalls dagegen?
  6. Gibt es Möglichkeiten bzw. liegen Gründe vor, die es der Stadt ermöglichen würden, alle oder vereinzelte der bestehenden Wettbüros zu schließen?