Wassersportvereine des St. Josef Krankenhauses erwarten Klarheit

,,Wie lange müssen wir noch auf eine Stellungnahme warten?“, fragt sich Nihat Altun, Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm und kritisiert, dass die Anfrage der Wählergruppe zur Thematik „Verbleib der Wassersportvereine des St. Josef-Krankenhauses“ vom 12. August 2021 bis heute unbeantwortet ist.

Nihat Altun weiter: ,,Es ist ein Unding, dass die Beantwortung der Anfrage so lange auf sich warten lässt. Wir haben immerhin jetzt vor fast sechs Monaten vier relativ simple Fragen gestellt, die die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der St. Franziskaner-Stiftung eigentlich längst hätte abarbeiten müssen. Das bis heute eine Antwort fehlt, ist nicht nachvollziehbar und unterstreicht, dass Politik und Verwaltung in Hamm entweder die Verantwortlichen bei der St. Franziskaner-Stiftung mit Samthandschuhen anfassen und keinerlei Druck aufbauen wollen oder die Bedeutung des Schwimmbeckens für die Menschen im Ortsteil und darüber hinaus nicht erkannt wird.

Natürlich ist derzeit durch die Corona-Pandemie ein regulärer Betrieb kaum möglich, aber wenn die pandemische Lage hoffentlich spätestens im Frühsommer beendet ist, brauchen wir einen klaren Zeitplan, wie es mit den Wassersportvereinen weitergeht. Dieser Zeitplan muss frühzeitig kommuniziert werden, so dass alle Akteure sich auf ihn einstellen können.

Eine Bereitschaft oder gar Elan der Franziskaner den Verbleib der Wassersportvereine, die u.a. eine wertvolle und wichtige Arbeit in der Gesundheitsprävention machen, proaktiv anzugehen, ist nicht erkennbar. Die Schließung des St. Josef Krankenhaus wurde, trotz aller Widerstände, von den politischen Mehrheitsfraktionen in Hamm beschlossen oder zu mindestens bereitwillig hingenommen. Hier erwartet die Bürgerschaft zurecht, dass Politik und Verwaltung größere Anstrengungen unternehmen und eine klarere Haltung zeigen, dass den wassersporttreibenden Vereinen, die das Schwimmbad nutzen, nach einer Schließung des St. Jupp eine Alternative angeboten wird und somit nicht gezwungen sind, ihre Arbeit einzustellen.

Das Bad war bereits zuvor von einer möglichen Schließung aus Kostengründen bedroht, woraufhin sich die Vereine bis dato mit einer nicht unerheblichen Geldsumme an der Renovierung und Finanzierung des Bades beteiligten. Diese Beteiligung kam jedoch nur zustande, da von der Politik in Hamm suggeriert wurde, dass das Krankenhaus auch längerfristig bestehen bliebe. Die Vereine blicken somit in eine ungewisse Zukunft, die sie nicht selbst verschuldet haben.“

Die Wählergruppe hatte der Stadtverwaltung, folgende Fragen zur Klärung des Sachverhalts mit der Bitte um eine Beantwortung weitergeleitet:
1. Wie viele Vereine nutzen aktuell das besagte Schwimmbad? Wie viele Vereinsmitglieder wären in etwa von einer Schließung des Bades betroffen?
2. Die Schließung des Krankenhauses scheint gewollt und beabsichtigt zu sein. Gibt es daher bereits Pläne, wie mit den regionalen und überregionalen Wassersportvereinen verfahren wird? Hat die Stadt den Vereinen bereits mögliche Lösungen bzw. Alternativen in Aussicht gestellt?
3. Wie könnten solche Lösungen, gerade mit Blick auf die bis dato sehr intensive Frequentierung bzw. Nutzung des Bades, letztlich aussehen?
4. Ein weiterer nicht unwichtiger Punkt betrifft die bereits geleistete Investitionssumme der Vereine. Bekommen die Vereine das Geld ganz oder zum Teil erstattet?