Maßnahmen zur Gesundheitsförderung

,,Die Corona-Pandemie und die bis heute nachwirkenden negativen Folgewirkungen haben unterstrichen, dass Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Gesundheitsprävention stärker in der politischen Arbeit priorisiert werden müssen“, so Erol Gürle, Ratsherr und gesundheitspolitischer Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm.

Erol Gürle weiter: ,,Die Beschlussvorlage im Rat der Stadt vom 15.12.2020, die den Aufbau eines Kommunalen Steuerungsnetzwerkes für Gesundheitsförderung und Prävention vorsah, war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und wurde parteiübergreifend einstimmig angenommen.

Wenn man sich zwei Jahre nach Beschlussfassung mit den Inhalten der Vorlage auseinandersetzt, stellt sich die Frage, wo wir bei dem Thema heute sind. So heißt es in der Beschlussvorlage: Gesundheitsförderung und Prävention muss gesamtstrategisch angegangen werden, um es in alle gesellschaftspolitischen sowie kommunalen Bereiche, bis in die Sozialräume der Stadt Hamm hineinzubringen, dort zu verstetigen und zu evaluieren. Es sollen niedrigschwellige Programme aufgebaut werden.

Da mittlerweile ca. zwei Jahre verstrichen sind, erscheint es angebracht, die Entwicklung und möglichen Erfolge dieses Beschlusses präzise festzustellen. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die Stadt Hamm dem Netzwerk „Gesunde Städte“ angehört, macht es durchaus Sinn, die gesundheitliche Entwicklung umso mehr im Auge zu behalten.“

Die Wählergruppe Pro Hamm bittet in dem Zusammenhang die Stadtverwaltung, um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wurden bereits alle Punkte der oben erwähnten Beschlussvorlage aus Sicht der Stadtverwaltung zufriedenstellend umgesetzt?
a) Falls ja, mit welchen Indikatoren kann der Erfolgsgrad gemessen werden?
b) Falls nicht, was gilt es zukünftig noch (stärker) umzusetzen?
2. Ist die Gesundheitsförderung und Prävention bereits in den Sozialräumen der Stadt Hamm hineingebracht worden? Falls ja, in welcher Form?
3. Wie sehen die bisherigen Evaluationen diesbezüglich aus? Sind diese in schriftlicher Form öffentlich zugänglich? Falls nicht, warum erfolgt keine schriftliche Veröffentlichung?
4. Wie sehen die angestrebten niedrigschwelligen Programme im Detail aus, mit deren Hilfe man möglichst allen Bürgern Gesundheitsförderungs- und Präventionsangebote unterbreiten möchte?
5. Inwiefern reichen diese Angebote mittlerweile in die oben zitierten Lebensbereiche („Wohnen, Arbeit, Teilhabe, soziales Umfeld, Freizeitgestaltung“) hinein?
6. Ist im aktuellen Stellenplan der Stadt Hamm Personal für den Aufbau eines Kommunalen Steuerungsnetzwerks verankert? Wenn ja, um wie viele Stellen handelt es sich?
7. Wie sieht ganz aktuell die Verteilung der Fachärzte auf die Bezirke aus? Gibt es einen akuten Mangel an bestimmten Fachärzten bzw. fehlen manche Fachärzte komplett, obwohl ein relevanter Bedarf existiert?
8. Welche Konzepte hat die Arbeitsgruppe „haus- und fachärztliche Versorgung in Hamm“ bis dato konkret im Detail erarbeitet, um die Gesundheitsförderung in Hamm voranzutreiben und bestehende Probleme zu erkennen und zu beseitigen?
9. Werden die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe ausschließlich im Ausschuss für Soziales und Gesundheit vorgestellt oder gibt es dazu auch Ergebnisse in schriftlicher Form, die im besten Fall öffentlich zugänglich sind?