Gewerbegebiet Schieferstraße – Infrastruktur in Lohauserholz

Die Anwohner vom Daberg und Lohauserholz beklagen (noch immer), dass es im Gewerbegebiet an der Schieferstraße keinen Lebensmittelmarkt mehr gibt. Dieser Umstand ist mittlerweile seit Jahren bekannt und Pro Hamm hat dies bereits in der Anfrage 1202/20 nahezu wortgleich aufgegriffen. Da mittlerweile einige Jahre verstrichen sind, macht es Sinn, den Ist-Zustand bezüglich des Gewerbegebiets zu klären.

In diesem Sinne bitten wir die Stadtverwaltung, folgende Fragen zu beantworten:

1. In der Stellungnahme 1984/20 der Stadtverwaltung zur besagten Anfrage heißt es …
„Es ist beabsichtigt, Gespräche mit den wichtigsten Eigentümern im Gebiet zu führen, um Möglichkeiten der Verbesserung der Außenwirkung des Gebietes abzustimmen und damit die Vermarktungschancen der Flächen zu erhöhen. Zurzeit wird eine konkrete Anfrage betreut, die aber noch vertraulich behandelt werden muss.“
Was ist aus dieser „konkreten Anfrage“ geworden? Gibt es substanzielle Verbesserungen für die Nahversorgung im Gewerbegebiet Schieferstraße?
2. In der besagten Stellungnahme wird u.a. auf die „schlechte Erreichbarkeit“ des Gewerbegebiets im Stadtgebiet verwiesen. Woran wird diese schlechte Erreichbarkeit festgemacht? Welche Rolle spielt dabei die Bushaltestelle „Lohauserholz“?
3. „Es ist beabsichtigt, Gespräche mit den wichtigsten Eigentümern im Gebiet zu führen, um Möglichkeiten der Verbesserung der Außenwirkung des Gebietes abzustimmen und damit die Vermarktungschancen der Flächen zu erhöhen.“ (1984/20)
Welcher Zeitraum ist für die Gespräche mit den wichtigsten Eigentümern angedacht, da die Leerstände im Bereich Schieferstraße nun schon seit Monaten zu verzeichnen sind?
4. Wurde ein Ideenwettbewerb zur Erhaltung/Erneuerung ausgeschrieben? Falls nicht, was spricht aus Sicht der Stadtverwaltung dagegen?
5. Wer schreibt das kommunale Einzelhandelskonzept in welchem Turnus fest?
6. „Nach den geltenden Vorgaben für die Festlegung von zentralen Versorgungsbereichen ist eine solche Ausweisung im Bereich Lohauserholz mit einer Zahl von 2.500 Einwohnern nicht möglich.“ (1984/20)
Die Lage vor Ort ist noch immer unbefriedigend, da die Lebensmittelversorgung weiterhin nur von einem einzigen Kiosk gestemmt wird. Ab welcher Einwohnerzahl wird nach geltenden Vorgaben für die Festlegung von zentralen Versorgungsbereichen eine solche Ausweisung möglich sein? Wurde bei der Einwohnerzahl die neue altengerechte Wohnanlage Peterstraße/Günterstraße sowie das Neubaugebiet Michaelstraße berücksichtigt?
7. Was ist zur Verbesserung der Infrastruktur (2 Friseure, 1 Bäcker, 1 Kiosk, 1 Zahnarzt) explizit für Lohauserholz angedacht, um die Attraktivität für Gewerbetreibende zu erhöhen?
8. Welche Freizeiteinrichtungen sind für die jungen Familien im Neubaugebiet „Michaelstraße“ geplant?
9. Welcher Ort für den Meinungs- und. Erfahrungsaustausch ist nach dem Wegfall der Gaststätte Barkemann geplant?