In Herringen soll das Fahrradfahren attraktiver werden

,,Die Parteien in der Bezirksvertretung sind sich über die Parteiengrenzen hinweg einig: Herringen soll fahrradfreundlicher werden. Die Frage bleibt offen, welche Instrumente eingesetzt werden können, um die Attraktivität im Radverkehr zu steigern und damit den Verkehrsanteil der Fahrradfahrer im Stadtbezirk zu erhöhen.“, so Habib Kartal.

Der Bezirksvertreter der Wählergruppe Pro Hamm greift eine Kritik und zugleich eine Anregung von Besuchern des Sundern auf, die monieren, dass Schranken, die quasi als „Fahrradsperren“ vollkommen deplatziert sind sich auf einen flüssigen Radverkehr im Wegenetz störend auswirken.

Habib Kartal: ,,Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd. Fahrradfahren ist gut für den Körper, den Geist und die Umwelt. Trotz der gefühlten Zunahme des Radverkehrs im öffentlichen Raum ist der Anteil der Fahrradfahrer an allen Verkehrsteilnehmern im Stadtbezirk Herringen weit unter dem städtischen Durchschnitt und stark ausbaufähig. Fahrradfahren muss attraktiver gemacht werden, damit die Nutzung des Rads substanziell gesteigert werden kann.

Ein Kritikpunkt, der in dem Zusammenhang an uns herangetragen wurde, sind sogenannte „Fahrradsperren“, die einen flüssigen Radverkehr unterbinden. Hier ist im Besonderen die Problematik im Sundern ins Blickfeld zu nehmen. Der Sundern ist als größtes zusammenhängendes Waldgebiet in Hamm ein immer beliebteres Ausflugsziel für Spaziergänger und Radfahrer. Leider befinden sich im Sundern bis heute noch ein halbes Dutzend Schranken, die keinen Zweck mehr erfüllen, aber als Wegesperren für viele ein Ärgernis sind. So sind sie für Fahrradfahrer sehr unpraktisch und unterbrechen ein flüssiges Fahrradfahren. Die Stadtverwaltung müsste dementsprechend aufgefordert werden die Schranken abzubauen und hierfür eventuell Gespräche mit dem „Eigentümer“ zu führen. Wenn die Stadt als Argument aufführt, dass mit den Schranken ein Einfahren in den Sundern mit Automobilen verhindert werden soll, sollte es zu zumindest möglich sein die Schranken abzubauen und nur den in der Regel dort befindlichen Sperrpfosten vor Ort zu belassen. Somit würde ein Einfahren in den Sundern mit Automobilen weiterhin unmöglich gemacht, aber die „Fahrradsperre“ wäre dennoch entfernt.“

Die Wählergruppe Pro Hamm setzt das Thema mit einem Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Herringen und beantragt, dass die Bezirksvertretung die Stadtverwaltung auffordert Maßnahmen zu ergreifen, um die Schranken im Sundern abzubauen.

Habib Kartal
Bezirksvertreter
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm