Erstellung eines Armuts- und Sozialberichts

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Einkommen in Hamm sind nicht nur stark ungleich verteilt, sondern sind im letzten Jahrzehnt deutlich niedriger angestiegen als im NRW-Durchschnitt. Das Auseinandergehen der Schere zwischen der sozialen Schicht der Wohlhabenden und der Schicht, die in relativer Armut lebt, hat sich in der Stadt in den letzten zwei Jahrzehnten verstetigt.
Die Einkommens- und davon ableitend die Vermögensverteilung in Hamm muss Grund zur Sorge geben. Die Menschen in Hamm werden zusehends von der wirtschaftlichen Entwicklung im Land abgehängt, was schließlich dazu führt, dass die bereits genannte soziale Schere zwischen armen und reichen Menschen in Hamm immer weiter auseinanderklafft. Dieser Entwicklung muss endlich vehement gegengesteuert werden. Ein erster Schritt muss es daher sein, sich ein präzises Bild von der aktuellen Lage in der Stadt zu machen. Die kommunale Politik ist in der Verantwortung und der Verpflichtung mit geeigneten Instrumenten der wachsenden sozialen Ungleichheit entgegenzuwirken.
Eine effektive Sozialpolitik braucht eine fundierte Beschreibung und Analyse der Lebenssituation der Menschen im Stadtgebiet. Dementsprechend sollte die Erstellung eines Armuts- und Sozialberichts durch die Stadtverwaltung eine Selbstverständlichkeit sein.
Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt, dass der Rat der Stadt die Stadtverwaltung beauftragt, einen Armuts- und Sozialbericht zu erstellen. Spätestens alle vier Jahre soll es eine Fortschreibung des Armuts- und Sozialberichts geben.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Cevdet Gürle
Gruppensprecher / Ratsherr
Erol Gürle
Ratsherr
Wählergruppe Pro Hamm