Ergebnisse der Studie zur Entwicklung der Sportvereine in der Corona-Pandemie

,,Die Zahlen sind besorgniserregend“, so der sportpolitische Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm Andreas Kämper und Mitglied für Pro Hamm im Sportausschuss zu den Ergebnissen der Studie zur Entwicklung der Sportvereine in der Corona-Pandemie.

Andreas Kämper: ,,Wenn jeder zweite Sportverein von einer existenzbedrohenden Lage in den nächsten zwölf Monaten spricht, dann ist die Politik verpflichtet tätig zu werden. Den Sportvereinen geht zunehmend die Luft aus – auch in Hamm. Der organisierte Vereinssport leidet massiv unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie. Der Lockdown schließt seit dem November letzten Jahres einen normalen Vereinssport aus und das wird bis mindestens zum Frühjahr der Fall sein. Das betrifft alle Sportvereine in ihrer Lebensader, ob das nun ein Verein mit bezahlten Amateurfußball ist oder ein reiner Breitensportverein.

Die Sportvereine geraten in eine massive finanzielle Schieflage und wenn der Sportbetrieb über Monate stillgelegt ist, drohen mit dem Austritt ohne aber den üblichen Neugewinn von Mitgliedern weitere Einnahmenverluste, die manch einen Verein in seiner Existenz bedroht. Die kommunale Politik muss zeitnah ein Programm zur Stärkung der Sportvereine auf den Weg bringen. Das kann beginnen mit der Unterstützung beim Aufbau einer digitalen Infrastruktur in den Sportvereinen und muss aufhören mit einer finanziellen Sonderförderung, um die Corona-Schäden abzufedern.

Eine Option wäre es die Jugendförderung anzuheben. Mitglieder unter 18 Jahren erhalten einen jährlichen, allgemeinen Zuschuss von 16 Euro pro Mitglied als Grundbeitrag. Die Grundförderung sollte 2021 einmalig ergänzt werden mit mindestens weiteren 5 Euro, besser sogar 10 Euro. Wenn man in dem Kontext bedenkt, dass die Hammer Sportvereine einen Mitgliederschwund von durchschnittlich 5 bis 10 Prozent 2021 im Vergleich zu 2020 haben, wären die Mehrkosten für die Stadt überschaubar. Es wäre aber ein wichtiges Signal an die Sportvereine. Damit würde man den Erhalt des Jugendsports, der zugleich in den meisten Vereinen auch gleichzusetzen ist mit dem Breitensport unterstützen und ein Hochfahren des normalen Sportbetriebs nach der Corona-Pandemie gewährleisten.“

Die Wählergruppe Pro Hamm wird das Thema auch in die Haushaltsberatungen einbringen. Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm, ergänzt: ,,Der organsierte Vereinssport wird im städtischen Haushalt stiefmütterlich behandelt und wird seiner Bedeutung in keiner Weise gerecht. Die Bedeutung der Sportvereine für das gesellschaftliche Zusammenleben kann man nicht hoch genug einschätzen und dementsprechend sollte die Politik alle Instrumente einsetzen, um ein drohendes Vereinssterben zu verhindern. Wir werden dementsprechend im Rahmen der Haushaltsberatungen, wenn die Ampel-Regierung nicht von sich aus aktiv werden sollte ein Sonderprogramm für die Sportvereine beantragen.“

Andreas Kämper
Sportpolitischer Sprecher
Mitglied im Sportausschuss

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsgruppe Pro Hamm

Wählergruppe Pro Hamm