Was bleibt vom Wahltag?: Ein Kommentar aus Pro Hamm-Sicht

Der gestrige Tag hat deutlich gemacht, dass die Bürger*innen in Hamm einen politischen Neustart wollen. Die Hammer SPD hat einen, wohl für jeden überraschenden „Erdrutschsieg“ gegenüber der CDU errungen. Gratulation an Marc Herter und die SPD für diesen Erfolg!
Als Vorsitzender und Spitzenkandidat der Wählergruppe Pro Hamm möchte ich allen Bürger*innen Danke sagen, die gestern ihr Kreuz bei uns gemacht haben. Wir sagen Danke für das Vertrauen und wir werden unser Bestes geben, damit wir dem Vertrauen gerecht werden.
Die Wählergruppe Pro Hamm hat seit 2014 in vielen Anträgen und Anfragen, ob in den einzelnen Bezirken oder im Rat die Interessen der Bürger*innen vertreten und viele Projekte umsetzen können. Wir werden genau diesen Weg auch in der nächsten Legislaturperiode fortsetzen.
2555 Bürger*innen haben uns ihre Stimme gestern für die Wahl des Stadtrats gegeben. In den Bezirken haben wir ebenfalls rund 2500 Stimmen erreicht. Das sind knapp 600 Stimmen mehr als 2014 und macht einen Anstieg um 31 Prozent. Das ist gut, aber wir müssen eingestehen, dass wir unser gestecktes Ziel, die 3000er-Marke und somit einen Fraktionsstatus im Rat zu erreichen, (noch) nicht erreicht haben.
Wir sind weiterhin stark in den einzelnen Stadtbezirken verankert. So konnten wir erstmals in einem Stadtbezirk, in Herringen mit 10,2 Prozent ein zweistelliges Ergebnis einfahren. Wir haben hier 2,3 Prozent (133 Stimmen) mehr erreicht und konnten problemlos unseren Fraktionsstatus verteidigen. Auch in den Nachbarbezirken Pelkum und Mitte haben wir starke Ergebnisse eingefahren und uns gegenüber 2014 deutlich verbessert. Im Stadtbezirk Mitte holten wir 566 Stimmen (4,7%). 2014 lagen wir hier noch bei 414 Stimmen (3,3%). Das ist eine Verbesserung um 152 Stimmen (+1,4%). Im Pelkum holte Pro Hamm 305 Stimmen (3,9%). Im Vergleich 2014 waren es nur 213 Stimmen (2,9%).
Es freut uns im Besonderen, dass wir erstmals den Einzug in die Bezirksvertretung Heessen geschafft haben. Hier holte Pro Hamm mit 265 Stimmen 3,3 Prozent und ist nunmehr mit einem Mandat vor Ort vertreten. In Bockum-Hövel konnten wir unseren Sitz verteidigen. Leider ist es und nicht gelungen in die Bezirke Uentrop und Rhynern einzuziehen.
Die gestrige Wahl hat aber auch gezeigt, dass mehr als 3000 Menschen in Hamm bereit sind mit der AfD eine rechtsextremistische Partei zu wählen, die kein Hehl aus ihrem Hass und der Hetze gegen Andersdenkende und Menschen mit einer Migrationsgeschichte macht. Das ist für uns in keiner Form nachvollziehbar und zu rechtfertigen. Hier müssen alle demokratischen Kräfte geschlossen den Rechten im Rat und den Bezirken entgegentreten.
Dr. Cevdet Gürle
Vorsitzender
Wählergruppe Pro Hamm