Rechtsextremes Gedankengut auch in der Hammer Polizei?

Die rechtsextremistischen Morde in Hanau, aber auch die Zerschlagung der rechten Terrorzelle Gruppe S einige Tage vorher haben unterstrichen, dass braunes Gedankengut tief in der Gesellschaft verwurzelt ist und das es sogar Aktive in der Hammer Polizei gab.

Die Polizeiführung in Hamm hat in den letzten Jahren kläglich versagt, in der Frage, wie man mit rechten Polizisten umgehen muss. Polizisten, die vertraulich an uns herangetreten sind, haben deutlich gemacht, dass manch ein Kollege aus seiner rechtsextremistischen Weltsicht kein Hehl macht und regelmäßig durch menschenverachtende Äußerungen zu „Ausländern“ aufgefallen sei. Die Vorgesetzten dies aber als nicht „relevant“ eingestuft haben.

Die Polizei genießt unser Vertrauen und sie ist zurecht unser Freund und Helfer. Dennoch ist sie in der Pflicht und das im Besonderen auch gegenüber allen (und das ist die große Mehrheit!) Polizistinnen und Polizisten, die die Werte des Grundgesetzes notfalls mit ihrem Leben verteidigen, konsequent gegen rechtes Gedankengut in den eigenen Reihen vorzugehen.

Der jetzt erfolgte Schritt der Hammer Polizei einen Mitarbeitr aufgrund seiner rechten Hetze zu suspendieren, war ein längst überfällig und muss mit aller Konsequenz verfolgt werden.