Probleme an der islamischen Begräbnisstätte auf dem Parkfriedhof

Besucher der islamischen Begräbnisstätte auf dem städtischen Parkfriedhof sind an die Wählergruppe Pro Hamm herangetreten und haben von teils erheblichen Missständen berichtet. Die Wählergruppe Pro Hamm greift das Thema auf und setzt es mit einem Antrag auf die Tagesordnung der anstehenden Bezirksvertretung. Die Stadt Hamm hat bereits im Jahr 1994 auf dem städt. Parkfriedhof in Hamm-Herringen in einem besonderen Friedhofsbereich ein separates Grabfeld für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger islamischen Glaubens angelegt. Es wurde im Besonderen darauf geachtet, dass auf der ausgewählten Fläche noch niemals zuvor Bestattungen stattgefunden haben. Die Lage der Grabstätten stellt sicher, dass die Gesichter der Verstorbenen nach der Bestattung nach Mekka weisen.

Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Pro Hamm, erläutert die Notwendigkeit des Antrags: ,,Nach einer ersten Phase, wo die Begräbnisstätte kaum bis gar nicht genutzt wurde, sind die Zahl der Beerdigungen in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen und es ist davon auszugehen, dass die Bürgerinnen und Bürger islamischen Glaubens in Zukunft die Begräbnisstätte noch stärkter nutzen werden und somit sich bewusst dagegen entscheiden ihre Toten in die ursprünglichen Heimatländer zu bringen und dort zu beerdigen.

Die Besucher der islamischen Begräbnisstätte haben uns teils erhebliche Missstände herangetragen, die wir mit diesem Antrag auf die Tagesordnung setzen. Erstens, gibt es keinen Wasserzugang auf dem separaten Grabfeld des islamischen Friedhofs. So müssen die Besucher den Wasserzugang, der sich auf den christlichen Teil des Friedhofs befindet, nutzen. Wenn man die zunehmende Größe der Grabfläche bedenkt, halten wir es für notwendig, dass ein weiterer Wasserzugang am Eingang der muslimischen Grabstelle geschaffen wird. Zweitens, beklagen Besucher des Friedhofs, dass die Zuwegung zur islamischen Begräbnisstätte nicht gepflastert ist. Die Pflasterung hört im christlichen Teil des Friedhofs leider auf. Hier wurden in den letzten Jahren keinerlei Maßnahmen getroffen, um die Zuwegung durch z.B. eine Pflasterung, die das Begehen im Besonderen für ältere Menschen mit einer Gehhilfe erleichtern oder überhaupt erst ein selbstständiges Aufsuchen der muslimischen Grabstelle ermöglichen würde. Drittens, halten wir es im Sinne der Pietät als Dauerzustand nicht vertretbar, dass im direkten Umfeld der muslimischen Grabstelle Stein- und Erdhügel aufgeworfen sind.

Die Bezirksfraktion der Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass die Bezirksvertretung die Verwaltung auffordert, zeitnah die oben genannten Missstände zu beseitigen.“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm