Nachrichten aus der Politik …

Die Wählergruppe Pro Hamm hatte das Thema „Errichtung einer weiteren Gesamtschule“ in Hamm als Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung vor der Sommerpause gesetzt.

Der Antrag wurde von den Ratsparteien der CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke abgelehnt, d.h. also quer durch die Front.

Die Gründung einer weiteren Gesamtschule am Standort Hammer Norden/Heessen halten wir für zwingend notwendig, um ein Mehr an Bildungsgerechtigkeit zu erreichen.

Es ist ein Unding, dass allein zum neuen Schuljahr wieder mehr als 60 Kinder keinen Platz an einen der drei Gesamtschulen in Hamm bekommen haben. Das ist eine schreiende Ungerechtigkeit: Eltern und Kinder wollen einen Platz an einer integrativen Schule mit der Möglichkeit das Abitur dort zu machen und was sagen die Parteien im Rat? NEIN.

Der Stadtbezirk Heessen trägt bei der Schul- und Bildungspolitik die rote Laterne. Schüler*innen aus dem Bezirk erreichen deutlich weniger höhere Schulabschlüsse als Schüler*innen aus den anderen Bezirken. Die Kinder und Jugendlichen aus dem Hammer Norden und Heessen sind nicht dümmer, aber sie haben nicht dieselben Chancen.

Die Gesamtschule, als integrative Schule hat bewiesen, dass sie im Besonderen Kindern und Jugendlichen aus bildungsbenachteiligten Familien einen Lernort anbietet, der optimal ist, um ihre Potenziale zu entfalten. Wenn wir allein in den letzten Wochen die Namen der Abiturjahrgänge von den Gymnasien und Gesamtschulen in der Zeitung lesen durften, sollte jeder, selbst wenn er ideologische Scheuklappen trägt, erkennen, dass an den Gesamtschulen die Abiturjahrgänge im Besonderen die multikulturelle Stadtgesellschaft wiederspiegeln. Jede einzelne Gesamtschule in Hamm ist ein Gewinn für unsere Bildungslandschaft.

Dass die Linke in Hamm und SPD Nein zu unserem Antrag gesagt haben, unterstreicht ihren Zick-Zack-Kurs ohne das eine klare Linie auch nur in Ansätzen erkennbar ist. Die Art der Begründung für das Nein war an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten.

Wir als Pro Hamm haben eine eindeutige Position. Hamm braucht eine weitere, eine vierte Gesamtschule und diese muss im Hammer Norden/Heessen als Standort an den Start gehen. Das wäre ein großer Mehrwert nicht nur für den Stadtbezirk Heessen, sondern insgesamt für die Stadt Hamm.

Ein Weiter so wird es mit uns nach den Kommunalwahlen nicht geben. Wir brauchen endlich neue Impulse in der Schul- und Bildungspolitik.

Dr. Cevdet Gürle
Obürgermeisterkandidat
Wählergruppe Pro Hamm