Eine nicht normale Ratssitzung

Es war mit Sicherheit eine Ratssitzung, die in die Geschichte der Stadt eingehen wird. So trafen sich gestern 32 Ratsleute, um mehr als 70 Tagesordnungspunkte abzuarbeiten.

Aufgrund der Corona-Pandemie waren hohe Sicherheitsstandard vonnöten. Demensprechend war der sonst so volle Ratssaal im Kurhaus so gut wie leer. Neben den Ratsmitgliedern verfolgten nur ein Dutzend Mitarbeiter der Verwaltung und der Parteien die Sitzung.

Demokratie muss auch in Krisenzeiten handlungsfähig. Dementsprechend stand es für uns außer Frage, dass wir die gemeinsame Erklärung der Ratsparteien CDU, SPD, Linke und FDP mittragen. Als Stadtrat haben wir eine Verantwortung, die wir auch in schwierigen Zeiten wahrnehmen müssen.

Anträge, die „zeitlos“ sind, z.B. die Frage nach einer möglichen weiteren Gesamtschule wurden auf die Juni-Sitzung verlegt. Als Selbstverpflichtung der Fraktionen und Gruppen fand keine mündliche Aussprache statt. Die Redebeiträge wurden dem Protokoll beigefügt.

Ich bin seit 2014 Ratsherr und so hatte ich gestern eine Premiere. Erstmals war ich nicht am Rednerpult, um zu einen der vielen Punkte eine Stellungnahme für die Wählergruppe Pro Hamm abzugeben.

Ich hoffe, dass diese nicht normale Ratssitzung einmalig bleiben wird und wir den regulären, demokratischen Betrieb zeitnah wieder aufnehmen können.

Natürlich werden wir in den nächsten Wochen mit unserer Reihe „Nachrichten aus der Politik“ über die Ergebnisse und Entscheidungen der nicht normalen Ratssitzung berichten.

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsherr
Wählergruppe Pro Hamm