Die Wählergruppe Pro Hamm hat ihre Kandidaten für die Bezirksvertretung Herringen aufgestellt.

,,Wir haben in den letzten sechs Jahren, – und das trotz Oppositionsstatus, vieles auf den Weg gebracht und mit konstruktiven Vorschlägen Herringen positiv mitentwickelt. So sehen wir heute, dass die Entscheidung die Arnold-Freymuth-Sekundarschule zur Gesamtschule umzuwandeln eine goldrichtige Entscheidung gewesen ist und schon vor zehn Jahren hätte getroffen werden müssen, aber an der damaligen Ablehnungsfront der CDU/FDP/Grünen noch gescheitert ist. Wir haben vieles in Herringen, einen lebens- und liebenswerten Stadtteil bewegt, aber es gibt noch viele Baustellen, die im neuen Jahrzehnt angepackt werden müssen“, so Dr. Cevdet Gürle (Lehrer, 42 Jahre), der die Bezirksliste der Wählergruppe Pro Hamm für die Bezirksvertretung Herringen erneut anführt. Es folgen auf den weiteren Plätzen Habib Kartal (Rechtsanwalt, 42 Jahre), Hatice Chaaouani (Lehrerin, 42 Jahre), André Hauke (Kaufmann im Einzelhandel, 26 Jahre) und Gülten Gürle (Sozialhelferin, 41 Jahre). Dr. Cevdet Gürle umreißt den politischen Schwerpunkt für die nächsten Jahre: ,,Wir brauchen neue Denkanstöße zum Erhalt und dem Ausbau der Aufenthalts- und Lebensqualität in den einzelnen Ortsteilen. Der Lippepark nimmt in dieser Frage eine Schlüsselfunktion ein und braucht eine neue Leitvision und konkrete Maßnahmen. So würden u.a. ein Café im Lippepark, ein Wasserspielplatz oder ein Outdoor-Fitnessparcours die Attraktivität der beliebten Freizeitanlage steigern. Die Große Koalition muss auch endlich ihre Blockadehaltung aufgeben, so dass ein Förderverein für den Lippepark gegründet werden kann. Neben dem Lippepark muss auch der Sundern und die Kissinger Höhe als Erholungs- und Wandergebiet stärker in die Öffentlichkeit gerückt werden. Hier wäre es überlegenswert, ob man am Spielplatz im Sundern einen Trimm-dich-Pfad errichtet und so Mensch und Natur stärker zusammenbringt. Wir müssen aber auch Bewährtes fortführen, wie z.B. die erfolgreiche Arbeit vom Haus der Jugend unterstützen oder die Interessen der vielfältigen Vereinswelt in den politischen Willensprozess weiterhin einbinden.“ Hatice Chaaouani ergänzt die Ausführungen und betont, dass der Bildungsstandort weitere Investitionen braucht: ,,Die Rathausspitze muss nach den Kommunalwahlen zu ihren Wort stehen und den Ausbau der Arnold-Freymuth-Gesamtschule weiterhin unterstützen. Aber auch die anderen Schulen im Bezirk brauchen unsere uneingeschränkte Unterstützung. Außerdem ist es ein Muss, dass der Hallenboden der Glück-Auf-Halle endlich erneuert wird. Herringen ist ein bunter Stadtbezirk, wo mehr als die Hälfte seiner Einwohner eine Migrationsgeschichte hat. So sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass man den Dialog unter den Kulturen fördert und Menschen mit einer Migrationsgeschichte stärker in die politischen Prozesse mit einbindet. Die Politik muss darüber hinaus mit weiteren zivilgesellschaftlichen Kräften klare Position gegen rechte Hetze und Rassismus beziehen und sich einsetzen für ein Herringen, dass Heimat für alle Menschen, unabhängig ihrer Herkunft, ist.“ Das Thema Mobilität nimmt Habib Kartal in den Mittelpunkt. Habib Kartal: ,,Der Zustand einiger Straßen in Herringen ist beschämend. Hier sei u.a. die Quellenstraße und Teile der Dortmunder Straße exemplarisch genannt. Das muss sich endlich ändern. Die Radwegestruktur muss deutlich ausgebaut werden und man sollte prüfen, welche Straßen in Herringen eventuell zu Fahrradstraßen umgewidmet werden könnten. Der öffentliche Nahverkehr muss in seiner Taktung verbessert und zugleich ausgebaut werden.“ André Hauke betont, dass der Ortsteil Westenheide stärker in den politischen Fokus genommen werden muss. André Hauke: ,,Die Situation in der Westenheide ist unbefriedigend. Hier wohnen nicht wenige der Herringer Bürgerinnen und Bürger, aber der Ortsteil kommt in der politischen Diskussion zu kurz und stagniert seit Jahren in seiner Entwicklung. Ein weiterer Punkt, der im Besonderen als Anregung von jungen Leuten vorgetragen wurde, ist ob man die Grünfläche an der Lagune in das Hallenbad einbinden kann, d.h., dass man diesen Außenbereich als Liegefläche mit nutzt. Diese Möglichkeit besteht bereits in den Hallenbädern in Bockum-Hövel und Heessen und wäre auch für Herringen wünschenswert.“ Dr. Cevdet Gürle komplettiert die Inhalte seiner Teamkollegen, in dem er die Bedeutung der Nachnutzung des Bergwerk Ost für die Zukunft Herringens hervorhebt. Dr. Cevdet Gürle: ,,Leider treten wir in der Frage der Nachnutzung des Bergwerk Ost seit zwei Jahren auf der Stelle. Hier muss die Politik die Taktzahl erhöhen und die Bürger stärker bei der Gestaltung der Anlage teilhaben lassen. So wäre ein Beirat für das Areal des früheren Bergwerk Ost wünschenswert. Wir haben in den letzten Jahren sehr viel Zuspruch aus der Herringer Bürgerschaft erlebt und blicken zuversichtlich auf die Kommunalwahlen. Unsere Zielsetzung ist klar definiert: Wir wollen unseren Fraktionsstatus nicht nur verteidigen, sondern ausbauen und so sind mindestens drei Sitze in der Bezirksvertretung unser Maßstab. Eine Fortsetzung der Großen Koalition nach den 13. September ist leider nicht unwahrscheinlich, aber genau diese schadet der politischen Kultur und ist einer ergebnisoffenen Diskussion nicht förderlich. So ist jede Stimme an Pro Hamm zugleich ein Nein zur Fortsetzung der CDU/SPD-Stadtregierung im Rathaus und in Herringen.“

Wahlkreiskandidaten: André Hauke (Wahlkreis 17), Dr. Cevdet Gürle (Wahlkreis 18) und Hatice Chaaouani (Wahlkreis 19)

 

TeamHerringen20

Bezirksteam Herringen der Wählergruppe Pro Hamm (von links nach rechts): Dr. Cevdet Gürle, Hatice Chaaouani und Habib Kartal