Die Mannschaft für den Stadtbezirk Heessen

Die Mannschaft für den Stadtbezirk Heessen

Die Wählergruppe Pro Hamm hat in ihrer Wahlversammlung einstimmig ihre Mannschaft für die Bezirksvertretung Heessen aufgestellt. Als Spitzendkandidat geht Thomas Ahlke (41 Jahre, Soldat) ins Rennen, der bereits seit zwei Jahren als Sprecher der Wählergruppe für den Stadtbezirk tätig ist. Auf den weiteren Plätzen folgen Baris Cayir (36 Jahre, Mitarbeiter Deutsche Bahn), Amin Karabegovic (38 Jahre, Industriemeister) und Esma Nur Balci (18 Jahre, angehende Studentin).

,,Der Abbau sozialer Ungleichheiten und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse ist die Kernbotschaft unseres kommunalpolitischen Programms für den Stadtbezirk“, so Thomas Ahlke. Thomas Ahlke weiter: ,,Der Stadtbezirk Heessen ist bezeichnend für die soziale Spaltung in unserer Stadt. Wir haben auf der einen Seite Wohnquartiere, die u.a. im Hammer Norden sich befinden und geprägt sind von einer überdurchschnittlich hohen Armutsquote und einer niedrigen Kaufkraft und auf der anderen Seite haben wir Sozialräume, die in diesen Bereichen deutlich über den städtischen Durchschnitt liegen. Wir brauchen ein differentes Maßnahmenpaket, um den Stadtbezirk fit zu machen für die Herausforderungen des neuen Jahrzehnts. Das fängt u.a. an über eine Stärkung der Schulen, geht über Investitionen in die Infrastruktur und endet bei einer familienfreundlichen Gestaltung der Wohnquartiere. So brauchen wir als einen Baustein endlich eine Sozialstation für die sogenannte „Suchtszene“ im Hammer Norden. Wir als Stadtgesellschaft, und das möchten wir als Wählergruppe betonen, sind in der Pflicht und Verantwortung, die Menschen, die in einer sozial äußerst schwierigen Lebenslage sind, bestmöglich zu unterstützen und sie nicht auszugrenzen. Der derzeitige Zustand, in welchem die „Szene“ gezwungen ist, je nach Situation auf die Orte Penny-Markt, Karlsplatz, das Lidl-Gelände (Münsterstraße) und noch einige weitere auszuweichen, kann für niemanden eine befriedigende Dauerlösung sein. Wir benötigen eine langfristige Lösung, die aus unserer Sicht nur mit der Schaffung eines Ruckzugsraumes und aufsuchender Sozialarbeit einhergehen kann. Ein möglicher Standort für eine Sozialstation wäre der leerstehende Kiosk an der Ecke Münsterstraße und Bockumer Weg. Dieser Standort trifft bei den Anwohnern des Quartiers auf Zustimmung. Die Stadtverwaltung ignoriert leider die Problematik und verweigert jegliche Unterstützung. Sie lässt damit die Suchtkranken und die Anwohner des Hammer Nordens in Stich.“

Sein Mitstreiter Baris Cayir ergänzt: ,,Im Stadtbezirk muss eine Gesamtschule errichtet werden, in der alle Kinder des Bezirks die Möglichkeit haben alle Schulabschlüsse bis zum Abitur an einer öffentlichen Schule abzulegen. Trotz der dritten Gesamtschule im Hammer Stadtgebiet und allgemein sinkenden Schülerzahlen ist die Gesamtschule bis heute die einzige Schulform, die Schüler in nennenswerter Zahl, da die Anmeldezahlen deutlich über der Aufnahmekapazität liegen, ablehnen muss. Die Errichtung einer Gesamtschule wäre ein wichtiger Baustein der Schul- und Bildungspolitik und ein zentrales Instrument die Bildungsteilhabe sozial benachteiligter Kinder in den Sozialräumen Norden und Heessen zu verbessern. Der Stadtbezirk Heessen trägt beim Bildungserfolg seiner Kinder im innerstädtischen Vergleich die rote Laterne und verliert zunehmend in der Bildungsteilhabe an Boden. Natürlich muss nicht jedes Kind Abitur machen, aber jedes Kind muss dieselben Ausgangschancen haben Abitur machen zu können und das ist derzeit im Stadtbezirk nicht gegeben. Diese soziale und bildungspolitische Ungerechtigkeit muss endlich ein Ende finden!“

Amin Karabegovic betont, dass die städtische Politik ausreichend sozial gebundenen Wohnungsbau anbieten müsse. Amin Karabegovic: ,,In den letzten Jahren sind mehr als 100 Wohnungen im Bezirk aus der sozialen Bindung gefallen. Die Folge ist, dass kaum noch günstiger Wohnraum für Familien zur Verfügung steht und diese zunehmend vor großen finanziellen Herausforderungen stellt. Hier muss die Stadt mit ihrer städtischen Tochtergesellschaft, der HGB verstärkt aktiv werden und den sozialen Wohnungsbau in allen Ortsteilen Heessens forcieren.“

Esma Nur Balci nimmt im Besonderen die Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt: ,,Viele Anwohner beschweren sich, und das zurecht über zunehmende Lärmstörungen und den Vandalismus. Sie ignorieren aber, dass in den letzten Jahren der Rückzugsraum für Jugendliche und junge Erwachsene immer stärker eingeschränkt wurde. Das ist keine Entschuldigung für Fehlverhalten, aber sollte als Ansatzpunkt dienen die Interessen von Kindern und Jugendlichen stärker auf die politische Agenda zu setzen. So fordern wir, dass das Stadtteilzentrum Bockelweg personell aufgestockt wird, damit auch Angebote an Wochenenden, also in den Zeiten, wo auch Kinder und Jugendliche echte Freizeit haben, betreut werden können. Eine andere Baustelle ist, dass wir zwar mit der Familienoase ein passables Hallenbad haben, aber ohne eine nennenswerte Außenanlage. Die Infrastruktur der Familienoase könnte genutzt werden, um das Außengelände zu erweitern und hier mindestens ein weiteres größeres Wasserbecken zu errichten. So hätte man zwar nicht, dasselbe Angebot wie z.B. im Freibad Süd, aber zu mindestens ein Bad, dass ortsnah ist und im Besondern von Familien, die weniger mobil sind, genutzt werden könnte. Das Areal um die Familienoase bietet ausreichend Reserveflächen, um das Projekt zur verwirklichen. Das wäre ein großer Schritt für den Stadtbezirk und würde die Lebens- und Aufenthaltsqualität vor Ort stark verbessern.“

Kandidaten der Wahlkreise: Thomas Ahlke (Wahlkreis 26), Esma Nur Balci (Wahlkreis 27), Baris Cayir (Wahlkreis 28) und Amin Karabegovic (Wahlkreis 29)

Fotos von links nach rechts: Esma Nur Balci, Thomas Ahlke, Baris Cayir und Amin Karabegovic

Bezirksteam Heessen
Wählergruppe Pro Hamm