Verpflegung und Betreibung der Kioske an den Berufskollegs

Sehr geehrter Herr Lindemann,

unser Anliegen bezüglich der Anfrage (0883/18) vom 14.09.2018 war es, aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung, auf eventuelle Missstände bei den Ausschreibungen für Bewirtungsstellen an den Schulen hinzuweisen. Ein Teil der Fragen konnte durch die Stellungnahme geklärt werden.

Mittlerweile sind jedoch weitere Beschwerden zu dem Thema bei der Wählergruppe eingegangen, so dass sich dadurch einige weiterführende Fragen ergeben haben, um deren Beantwortung wir die Stadtverwaltung bitten möchten:

  1. Die Verpflegung der Schülerschaft an den Berufskollegs erfolgt nicht über einen Mensabetrieb vergleichbar mit den der sonstigen weiterführenden Schulen, sondern wird über eine „Kioskversorgung“ sichergestellt. Ist das korrekt?
  2. Wer ist für die Vergabe der „Lizenzen“ für das Betreiben der „Kioske“ an den Berufskollegs verantwortlich?
  3. Wenn die Stadt Hamm als Schulträger für das Betreiben der ,,Kioske“ mitverantwortlich ist, nach welchen Kriterien wurden und werden die Betreiber der Stätten bestimmt? Fanden hierzu im Zeitraum von 2010 bis 2018 öffentliche Ausschreibungen statt? Wenn ja, wurde der Schulausschuss über diese z.B. in Form einer Mitteilungsvorlage durch die Stadtverwaltung informiert? Falls nicht, warum wurde vom Standardverfahren der Vergabe abgewichen?
  4. Wie wird das gegenwärtige Verpflegungsangebot an den Kiosken der Berufskollegs durch die Stadtverwaltung bewertet? Bieten diese ein warmes Essen oder ein alternatives gleichwertiges Angebot an? Entspricht das angebotene Essen den Qualitätskriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.?
  5. Ist die Aussage korrekt, dass die Vergabe der besagten Mittagsverpflegung an den Berufskollegs mitunter ohne Ausschreibung an ein- und demselben Anbieter erfolgte? Falls es so war, warum hat man sich für ein solches Vorgehen entschieden und somit alle anderen Mitbewerber von vornherein außen vorgelassen?
  6. Wie sahen die Nutzungszahlen an den Berufskollegs in den letzten fünf Schuljahren aus? Wieso fehlten hierzu die tendenziellen Angaben im Anhang der Stellungnahme 1437/18?

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Waleczek
Mitglied im Schulausschuss
Wählergruppe Pro Hamm