Sinnhaftigkeit der Baumfällungen

Sehr geehrter Herr Burgard,

in der Lokalpresse wurde das Thema der aktuellen Baumfällungen aufgegriffen. Insbesondere die Baumfällungen im Zuge von Bauprojekten erwecken den Eindruck, dass hierbei zwanghaft Gründe entworfen werden, um die Fällungen dem Bürger gegenüber zu rechtfertigen.

Zum besseren Verständnis möchten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen bitten:

  1. Im Zuge der Umgestaltung der Berghalde Radbod und der Kanalkante wurden und werden Bäume gefällt. Um welche Arten handelt es sich hierbei konkret und welche Menge der jeweiligen Art wurden und werden noch gefällt?
  2. Was versteht die Stadtverwaltung unter „nicht besonders schützenswerte Bäume“ oder auch unter der Begrifflichkeit „Ruderaler Bewuchs“? Gibt es dazu aus ökologischer Sicht irgendwelche Argumente, die solche Bezeichnungen rechtfertigen?
  3. Ist die jeweilige Baumfällung, gerade auf der Berghalde Radbod, alternativlos bzw. notwendig? Warum ist es nicht möglich, die natürlich gewachsenen Bäume zu erhalten, bzw. bei der Neugestaltung der Halde mit einzuplanen?
  4. Wie sehen die Ersatzpflanzungen im Detail aus? Welche Arten werden gepflanzt? Handelt es sich dabei ausschließlich um heimische Arten? Und wie viele Jungbäume werden pro gefällten Baum neu gesetzt und kann damit der Verlust der ausgewachsenen Bäume aus ökologischer Sicht kompensiert werden?
  5. Was kostet die Fällung eines Baumes im Durchschnitt? Wie hoch ist der Preis pro neu gesetzten Jungbaum?

Mit freundlichen Grüßen,

Denni May
Vertreter im Umweltausschuss
Wählergruppe Pro Hamm