Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden in Hamm?

Das Umweltbewusstsein der Menschen in Europa wächst seit Jahren glücklicherweise kontinuierlich. Bei den Fridays-For-Future-Demos zeigt sich u.a., dass das Thema Umwelt- und Naturschutz eine hohe gesellschaftliche Relevanz hat“, so Denni May, umweltpolitischer Sprecher und Mitglied im Umweltausschuss für die Wählergruppe Pro Hamm.

Denni May weiter: ,,Die Bundesregierung verspricht den Umweltschutz insbesondere in Form der Klimaziele stärker auf ihre Agenda zu setzen. Aufgrund der Wichtigkeit des Themas ist vollkommen klar, dass auch die Kommunen ihren Teil zu leisten haben. Hamm setzt hierbei vermehrt darauf, CO2-Emissionen durch vermehrten Einsatz von Elektroautos einzusparen, möchte dabei sogar eine Vorreiterrolle in NRW einnehmen. Dies ist in der Tat ein guter Anfang, kann aber dennoch kein Grund sein, sich darauf auszuruhen. So ist auch der Ausbau von Photovoltaikanlagen hinsichtlich Kosten-Nutzen-Verhältnis eine gute Möglichkeit klimafreundlichen Strom zu produzieren und gleichzeitig die städtischen Finanzen zu entlasten.

Öffentliche Gebäude sind in der Regel mit großflächigen, geraden Dächern ausgestattet. Dies macht eine Installation von Solar-/Photovoltaik-Anlagen nicht nur deutlich einfacher, sondern birgt durch die große Fläche auch ein riesiges Potential. Bei einer direkten Installation durch die Betreiber kann die jeweilige Einrichtung große Einsparungen in puncto Energie erreichen und dabei außerdem die Umwelt schonen. Die Investition rentiert sich bereits nach wenigen Jahren und birgt ein riesiges Energiesparpotential.

Selbst bei einer Vermietung an Dritte wird so wenigstens der Anteil erneuerbarer Energien erhöht und die Einrichtung wird zu einer langfristigen Einnahmequelle. Einige Kommunen haben daher damit begonnen, besagte Photovoltaikanlagen vermehrt auf städtische Gebäude zu installieren. Hier scheint Hamm noch in den Kinderschuhen zu stecken und das Potenzial dieser Möglichkeit nicht erkannt zu haben.“ Um zu klären, ob dies auch für Hamm eine Möglichkeit ist oder evtl. sein könnte, bitten wir die Stadtverwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Bei wie viel Prozent des Hammer Stroms handelt es sich um sogenannten Öko-Strom?
  2. Auf wie vielen städtischen Gebäuden befinden sich Photovoltaikanlagen im Einsatz?
  3. Bei wie vielen dieser Gebäude handelt es sich um Schulen? Um wie viel Prozent handelt es sich, wenn man es an der Anzahl der Schulen misst?
  4. Existieren Pläne die Anzahl der Photovoltaikanlagen zu erhöhen? Ist hierbei auch der Einsatz auf Schulen geplant? Wenn nicht, was steht dem entgegen? Schulen bieten zumeist ausreichend Fläche um eine größere Anlage zu realisieren.
  5. Was kostet eine von der Stadt installierte Photovoltaikanlage im Einkauf und bei der Installation durchschnittlich?
  6. Werden die Anlagen bei verschiedenen Firmen erworben oder setzt die Stadt ausschließlich auf einen Anbieter? Sind diese/dieser auch gleichzeitig für die Installation verantwortlich? Aufgrund welcher Kriterien wurden die oder der Anbieter ausgewählt?

Denni May
Mitglied im Umweltausschuss
Wählergruppe Pro Hamm