Errichtung einer historischen Stele an den Mauerresten der Paracelsuskaserne

Sehr geehrte Frau Simshäuser,

Stadt- und Heimatgeschichte leistet einen wichtigen Beitrag zum Bewusstwerden über die eigene Identität. Die Stadt Hamm verfügt heute nur noch über eine geringe historische Substanz von Gebäuden, um so wichtiger erachten wir es, dass die verbliebenen Zeugnisse der Vergangenheit für die späteren Generationen erhalten bleiben. So begrüßen wir in dem Zusammenhang, dass die Stadt mit dem Aufstellen von sogenannten Stelen sich konstruktiv und kritisch mit der Geschichte der Stadt Hamm auseinandergesetzt hat. Die Stelen in der Innenstadt und den Stadtbezirken ermöglichen einen historischen Stadtrundgang und einen Blick in die Geschichte unserer Gemeinde.

Eine Dimension, die in den historischen Stelen kaum oder gar nicht aufgearbeitet wird, ist die Militärgeschichte der Stadt Hamm. Diese ist eng verbunden, u.a. mit der Paracelsus Kaserne, dem Bundeswehrkrankenhaus und den Cromwell Baracks. Das sind alles Standorte, die in den letzten zehn Jahren einer Bebauung gewichen sind beziehungsweise derzeit konzeptionell entwickelt werden.

Ein Zeugnis dieser Vergangenheit befindet sich noch mit den Mauerresten der Paracelsus Kaserne am Paracelsuskarre/park. Die Wählergruppe Pro Hamm erachtet es als wichtig, dass die Mauerreste als historisches Gedächtnis der Hammer Geschichte erhalten bleiben und einer stärkeren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. So wäre es wünschenswert, wenn eine Stele an der Mauer angebracht wird, in der die Geschichte der Paracelsus Kaserne, angefangen mit der Inbetriebnahme der Kaserne 1935 unter der Nazidiktatur über die Nachkriegszeit bis zur Aufgabe der Standorts, aber auch der sonstigen Militärstandorte Cromwell Baracks und das Bundeswehrkrankenhaus  aufgearbeitet und in den Gesamtkontext der Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts eingeordnet werden.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Kulturausschuss die Stadtverwaltung beauftragt zu prüfen, inwiefern der Erhalt der Mauerreste und das Anbringen einer historischen Stele oder Tafel möglich ist. Des Weiteren soll die Stadtverwaltung prüfen, ob die Finanzierung über das Landesförderprogramm „Heimat“ beantragt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Volker Sartor
Mitglied im Kulturausschuss
Wählergruppe Pro Hamm