CDU-SPD-Stadtregierung setzt desaströse Personalpolitik fort

Die Wählergruppe Pro Hamm schließt sich der Kritik der Gewerkschaft der Kommunalbeamten und Angestellten (Komba) an der Personalpolitik der Stadt an und fühlt sich in ihrer eigenen Kritik bestätigt.

Dr. Cevdet Gürle, Sprecher und Ratsherr der Ratsgruppe Pro Hamm, macht deutlich: ,, Die CDU/SPD-Stadtregierung setzt, nachdem sie 2014 das Ruder übernommen hat, unbeirrt die desaströse Personalpolitik der schwarzgelben Stadtregierung fort. Die Personaldecke ist ausgereizt und die Überstunden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigt stetig an. Um es auf den Punkt zu bringen: Der städtische Haushalt wurde und wird auf dem Rücken des Personals saniert. Die Verwaltungsspitze übt einen massiven Druck auf die Mitarbeiter aus. Die Folge ist eine Überforderung des Personals, die sich u.a. in zunehmenden Krankheitsmeldungen äußert. So ist bezeichnend für eine solche Personalpolitik, dass Neubesetzungen erst nach einer Stellenvakanz von sechs Monaten erfolgen. Die Große Koalition muss eine Kehrtwende in ihrer Personalpolitik durchführen. Sie ist dazu aber nicht bereit. Das hat sie erneut unterstrichen, in dem die Mehrheitsfraktionen im Rahmen der Haushaltsberatungen einen Antrag der Wählergruppe, die Ausweitung der Vakanzzeit von sechs auf wieder maximal vier Monate zu reduzieren, abgelehnt haben.

Dass der Personalchef Bernd Maßmann beratungsresistent ist, hat er bereits in der Streitfrage, ob die Personaldecke bei der Feuerwehr Hamm ausreichend sei, bewiesen. Er malt sich die Welt, wie er sie haben will. Allein bei der Berufsfeuerwehr haben knapp ein Dutzend Mitarbeiter mit Jahresbeginn der Stadt den Rücken gekehrt und einen beruflichen Neustart in anderen Kommunen begonnen. Wenn der Personalchef die Engpässe bei der Feuerwehr und in anderen Bereichen der Stadtverwaltung kleinredet und versucht schlichtweg auszusitzen, ist das Realitätsflucht. Herr Maßmann versteht sein Amt als dienlicher Vollstrecker einer städtischen Personalpolitik, in der der Mensch auf den Faktor Kosten reduziert wird. Er hat mit seinem autoritären Stil in den letzten zwei Jahren wie ein Elefant im Porzellanladen gewütet und jegliche Vertrauensbasis zerstört.

Wir benötigen endlich eine prinzipielle Neuausrichtung der Personalpolitik, wo die Kommune als Arbeitgeber seine Mitarbeiter nicht als Untergebene definiert, sondern als Partner, die dieselben Ziele verfolgen, wie zum Beispiel im Fall der Feuerwehr die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt zu gewährleisten.“

Dr. Cevdet Gürle
Sprecher / Ratsherr
Wählergruppe Pro Hamm