Westeingang des Hammer Bahnhofs ist eine Negativ-Werbung für das Image der Stadt Hamm

Dass die Stadt ein Konzept fürs Bahnhofsumfeld erarbeitet, um das Quartier substanziell aufzuwerten, ist begrüßenswert, aber kommt um Jahre verspätet, so die Wählergruppe Pro Hamm. Nihat Altun, Bezirksvertreter der Wählergruppe in der Vertretung Mitte, macht deutlich: ,,Es ist bezeichnend, dass die Politik und Verwaltung, erst nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, den Bahnhof auf die Tagesordnung setzt. Die Problemlagen, angefangen von einem zunehmenden Vermüllen bis hin  zu massiven Lärmstörungen und Kriminalität, sind nicht von heute auf morgen entstanden, sondern haben sich über die letzten Jahre angehäuft.  Wenn man die angedachte Konzeption der CDU/SPD-Stadtregierung, die auf eine Aufwertung des Willy-Brandt-Platzes abzielt, kritisch analysiert, so kommt man zur Erkenntnis und das ist bezeichnend für die Stadtentwicklungspolitik im Rathaus, dass man dort offenbar auf einem Auge blind ist. So möchte man zwar durch verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel ein Mehr an Grün oder Infotafeln, die Aufenthaltsqualität am Willy-Brandt-Platz aufbessern, ignoriert aber schlichtweg, dass es einen Westeingang in das Bahnhofsgelände gibt. Dieser Westeingang, der von vielen Arbeitspendlern, Schülern, aber auch Familien genutzt wird, scheint die Politik und die Verwaltung nicht auf dem politischen Schirm zu haben. Der Hammer Westen spielt, wie so oft in der Vergangenheit, in den Entscheidungsfindungen der Parteien keine Rolle und bleibt unter dem Radar. Wenn man als Pendler den Westeingang als „Tor zur Stadt“ nutzt, so kommt man zwangsläufig an massiven Verunreinigungen und Dauerbaustellen vorbei. Das nahe Umfeld des Westeingangs ist eine Negativ-Werbung für unsere Stadt. Das Problem ist altbekannt, aber geschehen ist bis heute nichts. Damit eine nachhaltige Empfangskultur am Bahnhof erfolgreich installiert werden kann, muss selbstverständlich das Quartier im Westeingang in die Gesamtkonzeption mit einbezogen werden. Wenn dies weiterhin unterbleibt, wird eine substanzielle Aufwertung des Bahnhofsviertels nicht gelingen.“

Nihat Altun
Bezirksvertreter Mitte
Bezirksvertretung Mitte