Stadtwerke Hamm – eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen

,,Was haben Hamm und die Bundeshauptstadt Berlin gemeinsam? Sie zelebrieren in aller Öffentlichkeit ihre Unfähigkeit eine Baumaßnahme reibungslos über die Bühne zu bringen. Die Berliner haben ihren Flughafen BER und wir in Hamm können auf die nie enden wollende Baustelle Neu- und Umbau der Stadtwerke-Zentrale zeigen. Die Geschichte der Stadtwerke in den letzten 15 Jahren ist eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen und das selbstverschuldet. Die Stadtwerke Hamm besitzen keine guten Geister, sondern sind von allen guten Geistern verlassen“, so Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm zur jüngsten Stellungnahme der Stadtwerke Hamm, dass ein Enddatum zur Fertigstellung des Neu- und Umbaus der Stadtwerke-Zentrale immer noch nicht genannt werden kann. Dr. Cevdet Gürle: ,,Die Inkompetenz der Geschäftsführung der Stadtwerke kennt keine Grenzen. Man hat nicht nur Millionen in das GEKKO-Kraftwerk und der HammGas verbrannt, sondern beweist sich in der jüngsten Posse als unfähig den Neu- und Umbau eines Gebäudes zu managen. Dieses klägliche Versagen muss indirekt der Hammer Bürger ausbaden, da die finanzielle Talfahrt der Stadtwerke den städtischen Haushalt massiv belastet. Dass der Oberbürgermeister das Geschäftsgebaren der Stadtwerke-Führung deckt und keine personalpolitischen Entscheidungen in die Wege leitet, unterstreicht den schwarzroten Filz an Vetternwirtschaft und Nepotismus in der Stadt. Dieser Vorwurf ist nicht unbegründet, wenn man sich anschaut, welche Parteibücher der Personenkreis der „Geschäftsführer“ hat: CDU, SPD und FDP sind hier ganz weit vorne. Es werden Posten und Pöstchen in der Stadtverwaltung und bei städtischen Tochterfirmen an Personen vergeben, deren primäre Leistung es ist, das richtige Parteibuch zu haben. Eine solches Regierungshandeln ist ein Kollateralschaden für die Glaubwürdigkeit der politischen Entscheidungsträger in Hamm. Hier wird der Staat, und dazu gehören auch die Kommunen als Gebietskörperschaften einem Selbstbedienungsladen gleichgesetzt. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zurecht eine kritische und transparente Aufarbeitung des Dauerversagens der Stadtwerke-Führung, dass sich exemplarisch am Neu- und Umbau der Stadtwerke-Zentrale verdeutlicht. Hier darf die Geschäftspolitik der Stadtwerke keine ,,Black Box“ sind, die sich vollkommen einer öffentlichen Kontrolle entzieht. Fehlverhalten muss als solches benannt und Konsequenzen haben. Deswegen wäre ein wichtiger Schritt, um die Glaubwürdigkeit der Stadtwerke und ihre Außendarstellung aufzupolieren, wenn die Geschäftsführung in die Offensive geht und der Bürgerschaft in einem öffentlichen Raum Frage und Antwort steht. So halten wir es für zwingend notwendig, dass die Geschäftsführung der Stadtwerke dem Rat der Stadt in seiner Maisitzung einen mündlichen Bericht vorträgt und damit sich erstmals konstruktiv mit der Thematik auseinandersetzt.“

Dr. Cevdet Gürle
Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm