Pro Hamm kritisiert aufs Schärfste die Duldung der Unterbringung osteuropäischer Hilfsarbeiter in Schrottimmobilien

,,Es ist in keiner Weise hinnehmbar, dass Menschen aus dem osteuropäischen Raum unter menschenverachtenden Bedingungen und einer massiven Ausbeutung in sogenannten Schrottimmobilien untergebracht werden“, so Volker Sartor, Mitglied im Sozialausschuss für die Wählergruppe Pro Hamm. Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert in dem Zusammenhang, dass Mitglieder des Fachausschusses über die Lokalzeitung über aktuelle Entwicklungen informiert werden. So ist zunehmend scheinbar festzustellen, dass Schlepperbanden neben den bisherigen Konzentrationsschwerpunkten Westen und Norden in weiteren Sozialräumen aktiv werden. Volker Sartor: ,,Hier erwarte ich, dass die Stadtverwaltung bevor sie mit der Presse redet den Ausschuss in Kenntnis setzt. Alles andere konterkariert die politische Arbeit des Ausschusses und relativiert dessen Bedeutung. Die Problematik der Ausbeutung osteuropäischer „Wanderarbeiter“ ist kein neues Problem, sondern bestimmt seit Jahren die öffentliche Diskussion in vielen Kommunen. Die negativen Folgewirkungen für die Stadtgesellschaft sind bekannt: So gibt es regelmäßig Meldungen von Vandalismus, Lärmstörungen durch Rudelbildungen und eine weiteranhaltende Vermüllung. Ein menschenwürdiges Leben ist in solchen Immobilien nicht möglich. In der Diskussion darf nicht untergehen, dass die Betroffenen, die genötigt sind, in diesen Schrottimmobilien zu leben, nicht Täter, sondern Opfer einer perfiden Menschenindustrie sind.“ Die Wählergruppe Pro Hamm setzt das Thema auf die Tagesordnung des Sozialausschusses und beantragt, dass die Stadtverwaltung aufgefordert wird, einen jährlichen Sachstandsbericht zur Entwicklung der Schrottimmobilien im Hammer Stadtgebiet dem Ausschuss vorzulegen.

Volker Sartor
Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration (ASGI)
Wählergruppe Pro Hamm