Mögliche Schließung des Josef-Hospitals ein Desaster für alle angrenzenden Stadtbezirke

Die Position der Wählergruppe Pro Hamm ist eindeutig: Die Schließung des St. Josef Krankenhauses wäre ein Desaster für die Entwicklung im Besonderen des Stadtbezirkes Bockum-Hövel, aber auch für den Nachbarbezirk Herringen und für die Stadt Hamm als Ganzes ein Rückschritt in der medizinischen Versorgung. Deshalb spricht sich die Wählergruppe für einen dauerhaften Erhalt des Krankenhauses aus. Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm, macht deutlich: ,,Die Stadtverwaltung mit dem Oberbürgermeister an der Spitze muss endlich aktiv werden. Die Politik ist hier in der Verantwortung eine Lösung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu finden und nicht den Widerstand aus der Bürgerschaft als „lästig“ abzutun. Ich vermisse bis heute aus dem Rathaus ein ernsthaftes Bemühen eine Schließung des St. Jupp zu verhindern. Die Schließung darf nicht als alternativlos hingestellt werden. Politik darf prinzipiell nie alternativlos sein! Das Beispiel des Josef-Hospitals in Delmenhorst, wo der Stadtrat in einer Sondersitzung im Januar einer Rekommunalisierung des Krankenhauses mehrheitlich zugestimmt hat, betont, dass eine Gemeinde, wenn der politische Wille da ist, ein öffentliches Gut, wie ein Krankenhaus in die städtische Verantwortung übertragen kann.

Die Bürgerschaft, insbesondere in den Stadtbezirken Bockum-Hövel und Herringen erwartet, dass die Stadtverwaltung sich ernsthaft mit der Option einer Kommunalisierung auseinandersetzt. Damit die Rathausspitze dies in ihr Hausaufgabenheft notiert, planen wir als Wählergruppe auf die nächste Sitzung des Rates einen Prüfauftrag auf die Tagesordnung zu setzen, in der der Rat die Verwaltung auffordern soll, zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen eine Kommunalisierung des St. Josef-Krankenhauses möglich ist und welche finanziellen Belastungen für die Stadt mit diesem Schritt entstehen würden. Das Streitthema „Schließung oder Nichtschließung“ des St. Josef-Krankenhauses ist und das ist verständlich mit viel Emotion verbunden, dennoch müssen wir die Debatte auf eine neue Ebene stellen und eine Versachlichung des Themas vorantreiben. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung, wäre es eine Informationsgrundlage zu haben, bezüglich der Option einer Kommunalisierung des Krankenhauses.“

Orhan Bozdemir, Bezirksvertreter der Wählergruppe in der Vertretung Bockum-Hövel, betont die Notwendigkeit des Erhalts des Krankenhausstandorts: ,,Das St. Josef-Krankenhaus verfügt über eine gut-frequentierte Notfall-Ambulanz, die von Verletzten selbständig aufgesucht wird. Wenn diese nun wegfällt, dann sind diese Menschen gezwungen, längere Anfahrten in Kauf zu nehmen. Das Aus für das St. Josef-Krankenhaus bedeutet ein Rückschlag für die medizinische Versorgung für die westlichen Stadtbezirke Bockum-Hövel und Herringen und wird und das sollte man in der Diskussion nicht außer Acht lassen die Wohn- und Lebensqualität absenken. Des Weiteren ist bis heute nicht geklärt, welche wirtschaftlichen negativen Folgewirkungen der Wegfall des Krankenhauses für die Bockum-Höveler City haben wird. Als Wählergruppe Pro Hamm unterstützen wir die BI St. Josef in ihrem Kampf für den Erhalt des Krankenhauses.“

Dr. Cevdet Gürle                                                                   Orhan Bozdemir
Sprecher Ratsgruppe Pro Hamm                                           Bezirksvertretung Bockum-Hövel

Wählergruppe Pro Hamm